08.09.2019

The Flying Eifler - Hubi in Leogang Part 1

Endlich nochmal Urlaub. So oft kommt Fam. Hubi leider nicht in den Genuss, aber wenn dann richtig ;) Wellnessbunker in Leogang gebucht, da gibts jede Menge Spielsachen für die Kids, Wellness für Mutti und für Papi ein riesen grosser Spielplatz in Form eines Bikeparks. Der hat sogar Anschluss an den Bikecircus Saalbach was die Trailmöglichkeiten noch enorm erweitert. Zwei Vormittage durfte der Pappa dann auf die Piste. 

Eines vorweg: das mit dem "flying Eifler" war etwas hochgegriffen denn so wirklich wohl fühlt sich ein Eifler in der Luft nicht. Daher tendieren die absolvierten Sprunghöhen zwischen Bildzeitung und Engelbert Strauss Katalog :) Nichtsdesto trotz klappt es mit Anliegern und dem Rest den man hier so findet einigermassen. 

Los gings am Samstag auf die Asitz, die BIG 7 sollten fallen. Es gibt dort ja eine ausgewiesene BIG5 Runde bei der man 5 mal Liften muss und somit um die 5000tm macht, das erschien mir ein wenig wenig ;) so sollte noch eine Bahn drangehangen werden.


Das erste Hinderniss des Tages. Auch in den Alpen überwiegen die Mofafahrer. Im Bikekeller des Hotels war ich einer der wenigen die noch selbst pedalieren. Das Stellt die Hotels natürlich vor neue Herausforderungen. Begnügte man sich früher mit einem "Abstellraum" muss dieser heutzutage mit ausreichen Steckdosen versorgt sein sonst gibt das mecker ! Hinderniss liess sich jedenfalls schnell per Seitenschneider überwinden

So viel zum selbst pedalieren :) um 09:00 Uhr öffnete die Asitzbahn, da scharrte der Hubi schon mit den Hufen. Aber 6000tm bedeuten auch 6000hm ... das wär mir dann doch auch etwas zu viel des guten das überlass ich ausgemergelten Tretmaschinen.

Auf geht`s in die Berge. Ein bisschen Inversionswetterlage, könnt ich mich ja stundenlang dran ergötzen !

Herrlich oder ?

Am Schönleiten gehts in den Wurzeltrail. Der Einstig ist noch geschmeidig mit Panöma ohne Ende. Da hinten in der Mitte ist irgendwo der Grossvenediger und wenns gut läuft sieht man auch den Glockner von hier

Dann zeigt der Wurzeltrail sein wahres Gesicht. Wurzel an Wurzel schmiegt sich Kilometerlang hinüber zum Kohlmaisgipfel. Im seichten auf und ab gehts flutschig daher, trotz Trockenheit hats hier immer mal wieder auch nasse Wurzeln. Hab mich gefragt ob noch jemand in Saalbach ist wenn ich gleich dort ankomme, voll die Völkerwanderung in Richtung Asitz. Der grossteil waren leicht überforderte Mofafahrer, schon doof die 25kg über 2km schieben zu müssen 

Dann ging`s hinab. Über den neu "geshapten" Panoramatrail und Milka Line ins Tal nach Saalbach. Den Panoramatrail hat man im mittleren Teil erweitert. Macht trotz einiger Bremswellen Spass und man muss halt nicht mehr über Schotterpiste überbrücken. Top gemacht @bikeparksaalbach

Zweiter Austieg geht per Schattberg-X-Press auf den Schattberg Ostgipfel. Kenner wissen was jetzt kommt... die nette Rampe auf den Westgipfel. Zunächst schwung holen auf der X-Line dann wuchtet man sich da rauf. Ich versuche mit 28/42er Kombi und Tupperware mein Glück. Fast bis zum ersten linksknick geschafft, dann schalte ich zur liebe meiner Knie und Lunge auf Fussbetrieb um. Oben reges getummel, ich so"schnell wech". Wenig später biege ich rechts in den Bergstadel Trail ein .... ein wilder seiner Zunft !

Der Bergstadel ist mehr oder weniger ein naturbelassener Trail des hier als "schwer" eingestuft ist. Das meiste war für mich fahrbar, drei mal musst ich kurz runter vom Bike. Einmal wegen einer wüsten Steinfeldkombi und einmal wegen einer ziemlich steilen wurzeligen "Mutstelle" ... bei letzterem hatte ich nur Mut für die Chickenline und selbst die hatte es in sich. Das dritte mal entschied ich über den Lenker abzusteigen. Wenn man zu doof ist um anzuhalten und dabei einen dicken Stein übersieht geschieht das einem recht ;) Alles in allem ist der Bergtadel aber sehr lecker Trailchen. Genau mein Ding immer hart an der Grenze des (für mich ) fahrbaren. Einz A

In der Westgipfelbahn wurden die Wunden geleckt. Gaaaanz böses Männeraua. Doofer Stein ! Auffahrt per Westgipfelbahn, die ist dieses Jahr als Ersatz für die Zwölferkogelbahn in Betrieb. 12er Kogel wird saniert. Das erhöht natürlich den Betrieb auf dem Hacklberg weil der abschreckende 150hm Anstieg vom Ost zum Westgipfel am Schattberg nicht mehr gemeistert werden muss. Dieses jedoch zum leidwesen des Hacklbergtrails. Recht zerfahren kommt er daher. Zwei recht zügige Jungs zeigten mir wie man hier am besten runter kommt. Flow pur wenn mans zu nehmen weiss, da muss man auch nicht gross über Bremswellen meckern. Danke dafür unbekannter Weise ! Dank Flow hab ich hier leidr vergessen Bilder zu machen ....

Nächste Auffahrt war die Reiterkogelbahn, die folgende Blue-Line verschulckte ich auch im Schweinsgalopp. Ziemlich zerbombt das Teil, das machte wirklich stellenweise wenig Spass. Aber will mich nicht beschweren, Wetter Top, werde auf den Berg gebracht und kann unbeschwert den Trail wieder hinab schiessen. Gibt schlimmeres. Auch hier hab ich dank Schweinsgalopp vergessen mal ein Bildchen zu machen .. hmpf ! Egal ... der nächste Lift wartet schon. Bin schon auf dem Rückweg. Der Kohlmais bringt mich zurück auf selbigen Gipfel. Der Kreis beginnt sich zu schliessen, aber zunächst muss nochmal der Wurzeltrail gemeistert werden. So langsam böngt das auch rein, wenn man nicht konzentriert fährt macht man hier auch schnell mal bums,

Zurück an der Asitz hatte ich dann die Wahl der Qual. Ich nahm als erstes die neue Steinbergline, der Plan sah vor dann mit der für den Sommerbetrieb neuen Steinbergbahn nochmal hinauf zu Gondeln. Was für ein Kurvengemetzel ... in gefühlt 158.856.345 Anliegern zieht der Trail gen Tal. Immer wieder kleine Tables oder Drops, mal waldig, mal steinig, mal mit Panorama. Ein schmankerl. Aber wenn man ihn in einem rutsch verschlucken will fordert er auch einiges ab. Mit pumpenden Armen und Beinen hockte ich mich unten wieder in den Lift ! Echt Geil. Leider kein Bild gemacht aber das gibts in Part 2.

Wieder oben auf der Asitz nahm ich diesmal Hangman I. Ein herrliches Stück Trail, eine Kombination aus allem halt. Wurzelfelder, Drops, schnelle Anlieger, Steilstücke- Einfach super. Einer meiner Lieblingstrails hier. Ab der Mitte dann wieder die Qual der Wahl. Hangman 2, nochmal Steinbergrest oder Antoniustrail. Fiel nicht wirjlich schwer ... ab in den Tünnestrail. Der ist laut Beschreibung ein neu angelegter "naturbelassener" schwerer Trail. Wie halt so ein "neu angelegter" Trail "Nautrbelassen" sein kann ;) Aber es war eine gute Wahl, haben die echt gut hinbekommen. Immer am Hang lang zieht sich das Teil leicht beschwinglich daher. Abei sollte man wen möglich auf den Holzstegen nicht plumps machen, da ging es stellenweise links ganz schön runter. Richtig was für Romantiksäue das Teil mit "Magic Forrest" und "Devils Canyon" .. die Jungs vom Bikepark machen sich echt Gedanken

Devils Canynon ... herrlich !

Uuuuuah ! Magic Forrest :)

Der Tünnestrail spuckt einen in den unteren Teil der Steinbergline aus. Den Rest rappelte ich dann auch noch runter und dämmelte unten wieder gemächlich per Radweg zurück ins Hotel. Dort liess ich den Tag bei nem Liter eiskaltem Radler, Kaiserschmarrn und Blick auf die Steinberge ausklingen. Herrlich !

Alles in allem hab ich dann heute etwas über 5700tm nieder gemetzelt. Man solls nicht glauben aber auch das kann ganz schön fertig machen. Nicht so als wenn man 2000hm bergauf gefahren wäre aber halt anders.  Ist eher so Kraftsport für den Oberkörper ... gefühlt. Egal, nicht so viel Sinnieren ... fahren ! Hammer dem Gerät, ich komme wieder keine Frage !