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01.07.2016

Sölden Tag 4 - Chillout im Tal & am Berg

Sonntag ... der letzte Tag unserer Sölden Reise. Ein paar Wolken am Himmel, aber auch Sonne und vor allem kein Regen. Für heute hätten wir verschiedene Möglichkeiten. Scott Bikes testen ... och nö. Mit Holger Meyer auf Tour ins Gebiet ... eigentlich coole Idee aber der Endurobart-Faktor leider etwas groß da haben wir uns gestern Abend schon sattgesehen. Letzte Möglichkeit: noch in paar unbekannte Trails erkunden ... jo das machen wir !

 
In der Kühtrainschlucht

Also ging's nach dem frühstück erstmal das Tal herauf. Läppische 120hm lagen zwischen uns und dem Trail in der "Kühtrainschlucht". Was für ein Naturspektakel und Getöse hier ! Hier zwängt sich die Ötz durch einen schmalen Einschnitt. Aufgepumpt durch jede Menge Schmelzwasser ergab das ohrenbetäubendes Getöse. Der Trail verlief herrlich geschmeidig immer an der Kante aber nie wirklich schwer. In seichtem Wellaform cruisten wir ihn hinab. Ein kleiner Leckerbissen ... vielleicht nicht so anspruchsvoll wie die Trails am Berg dafür aber echt was für Naturliebhaber ... uuuund hier unten ist wahrscheinlich auch nicht so viel los wie am Berg.

Eingang Kaiserwlad

Wasserfall Atterbach
Nedderscheme am Wasserfall Atterbach
Killerplautze am Wasserfall Atterbach
Zurück nach Sölden rollten wir entspannt auf der Strasse. Dort angekommen widmeten wir uns dem zweiten Trail im Tal. Dem Kaiserbergtrail am nördlichen Ortsausgang von Sölden. Ein paar Kilometerchen auf Teer dann zweigte rechts hinauf die Forstpiste in den Kaiserwald ab. 100hm später standen wir staunend vor dem Wasserfall des Atterbach's ! Ein Bach ahh ja, sowas wäre bei uns in der Eifel ein Touri-Highlght seines gleichen, hier nur einer von vielen ! Am Wasserfall findet man auch gleichzeitig den Einstieg in den Trail. Herrlicher flow, über saftigen Waldboden schossen wir daher. Schnell hatten wir die drei Italiener die uns zuvor im Anstieg überholt hatten wieder eingeholt. Carbon is halt nich alles Jungs !

Kaiserwaldtrail
Rettenbachtrail
Leiterberg ... wir hatten auch im Regen Spass
Nach diesem feinen Pfädchen cruisten wir wieder zurück nach Sölden. Dort nahmen wir die Gondel um auf den Berg zu kommen. Oben ziemlich nebelig und frisch ... Zeit für ein Mittagessen. Über Bartigs Bödele fuhren wir hinüber zur Rettenbachalm. Mittlerweile kann man's hier gut laufen lassen wenn man's etwas kennt, die zwei Hipsterbärte mit Scott 650B+ Bikes hätten wahrscheinlich nicht gedacht das man mit nem Baumarktsbike hier so zügig durchschiessen kann ;) Auf der Rettenbachalm, die Bärte hatten mich zur Genugtuung auf dem Asphaltstück überholt, liessen wir uns die Jause schmecken. Lecker !

 

So ... wie geht's weiter ? Erstmal wieder hinab schlödern und dann nochmal plödern ! Abgemacht ! In Hochsölden schliessen wir wieder auf den Leiterbergtrail auf. Einfach zu herrlich das Stück das wollten wir nochmal gesehen haben bevor es wieder ins Flachland geht. Leider kommt man hier wieder an der Edelweisshütte vorbei ... zwei Schnaps zwei Kaffe ...uh Regen ! Das war nicht geplant. Regenschauer drinnen abgewartet dann ging's weiter. Jetzt zeigten die Trails ich wahres Gesicht ... der Regen schippt nochmal einen Schwierigkeitsgrad drauf. Viele Wurzeln und Steine wollen einem das Leben schwer machen .... muss man seine Linie suchen und dann durchrutschen halt. Geht auch nur'n bisschen langsamer und vorsichtiger. Wir flutschten also weiter durch den Leiterbegrtrail gefolgt vom Kreuzwegtrail. Unten fing's dann richtig an zu schütten ... wir beschlossen den letzten unbekannten Trail, den Plödern, für den nächsten Urlaub aufzuschieben. Schliesslich war er eine schwarze Piste und wir wollten unsere Sturz- und Pannenstatistik nicht noch ins Leben rufen müssen. So endet ein wiedermal grandioser Biketag .... abends gab's Pasta und Schland gewann 3:0 ... Perfekt !
High Noon am Waschpaltz

Das große Söldenfazit:
Wer auf Naturbelassene Trails steht und nicht diese Retortenfliegerei wie in den Bikeparks haben will der ist in Sölden bestens aufgehoben. Die Trails sind allerdings nichts für blutige Anfänger, zwar kann man in der Teäre Line im Prinzip auch locker runterrollen die Kehren jedoch sind hin und wieder auch mal steiler angelegt. Zudem im unteren Teilabschnitt ist die Teäre auch relativ anspruchsvoll. Fortgeschrittene kommen hier aber voll auf ihre Kosten. Zudem findet man hier eine nahezu perfekte Infrastruktur vor. Ok manch einer braucht das auch nicht aber ich find's voll Klasse wenn man mal in ne Hütte einkehren und nen Kaiserschmarrn kredenzen kann. Bikeshops gibt's auch reichlich in Sölden und das Material was die da zum vermieten haben ist allerfeinst ! Zudem sind fast alle Trails mit Lift machbar, ausser die auf der anderen Seite ( Jägersnotsteig, Klebealmtrail ) und die zwei im Tal ( Kühtrainschlucht und Kaiserwald ). Was auch noch möglich wäre wenn weniger Schnee oben liegt wäre Bikestolpern vom Tiefenbach oder Gaislachkogel. Biketechnisch also ein richtig gutes Revier, sehr zu empfehlen. Hoffentlich erhalten Sie sich lange den Charme der Naturtrails ! Im Sommer gehen auch die Preise für die Unterkünfte, wir haben 35€ ÜF bezahlt. Alles top also, für unseren Geschmack !

Das Schnitzeljagdfazit:
Tolles Event, kann man mal mitmachen. Die Organisation rund um Holger Meyer und Karen Eller war gut, lustig das Konzept und freundlich familiär die Stimmung. Man fährt viele Trails mit gleichgesinnten und macht zwischendrin auch noch Blödsinn, das sorgt für viel Spass. Die erste Abfahrt vom Gaislachkogel schon ein wenig spektakulär, weniger gut fand ich die halb ambitionierten die einem im Trail tragend entgegen kamen. Nun gut aber die gibt's überall. Wie man das in 2:20 h schafft ist für mich unvorstellbar, das müsste man sich mal genauer angucken wie das gehen soll. Mit Riegelpause im Lift, sonst keinerlei Verzögerungen und wenn man am Berg fit ist kann man sicherlich einiges rausholen ...ebenso vielleicht durch gute Ortskenntnisse... aber über 2h ? A Wahnsinn is des ! Was ich nicht mehr brauch ist die Schnitzelparty, hier war mit der Style -und Hipsterfaktor doch ein wenig zu hoch. Ok, ich als grantiger Kerneifler hab vielleicht keine Ahnung, aber irgendwie laufen se alle gleich rum: de Kerle mit Bart und Ohrenwegmütze und de Mädels mit Zöppe ! Kann man sich mal angucken, muss man aber nicht.

Hat gehalten ... sieht aber fertig aus: magische Marie

Dank:
einen besonderen Dank an meinen Teampartner Andre alias "De Nedderschemer" der trotz all meiner körperlichen Querelen zur Zeit immer Geduld mit mir hatte und auch nicht gemurrt hat wenn's bergauf diesmal etwas länger gedauert !

Erkenntnis der Woche: Auch mit Baumarktsbike wird man nicht letzter ! Material wird also überbewertet

Spruch der Woche: "... do at widde ne Bart !"

Sölden wir kommen bestimmt mal wieder .... irgendwann !

Links:

30.06.2016

Sölden Tag 3 - Schnitzel Eilfer Art

So ... der Samstag war gekommen. Der ursprüngliche Grund warum wir hier waren ... die Schnitzeljagd. Vom Grund her und das was man im Netz findet fand ich das ganz lustig. Man fährt viele Trails und es geht im Prinzip um die goldenen Ananas ... bzw. hier halt ums goldene Schnitzel. Alles nicht so ganz Ernst. Von Testosteron geschwängerten Spandex Helden habe ich in den Marathons die ich gefahren bin die Schnauze voll, von daher sollts diesmal lässig voran gehen. Pünktlich um 9 Uhr lifteten wir also auf den Geislachkogel, 3058m ü.N.N .... was für ein Blick. Zwar momentan nicht ganz so strahlend blauer Himmel da sich von Italien her Wolken nährten aber immer noch ein gigantischer Blick. Oben wartete schon ein buntes Potpourie von Bikern. Alles vom feinsten, ich glaube ich war mit meinem Radon Slide in der "Baumarkstbike Klasse" unterwegs. Kaum jemand mit weniger als 160mm und auch kaum jemand ohne Hipsterbart ... zumindest unter den Männlichen teilnehmern ;)

Panorama am Gaislachkogel
Starter Paket
Irgendwann erhielten wir dann unseren Schnitzelpass, hier waren die Stationen verzeichnet die wir anfahren mussten. Bei dem Event bekommt man halt eine Karte in die Hand gedrückt wo 8 Stempelpunkte verzeichnet waren, an 4 muss man kleinere Spielereien erledigen und an 4 einfach nur Stempeln. Ins Ziel darf man nur mit allen Stempeln. Wie man zu den Stationen kommt ist einem selbst überlassen. Ausser Shutteln oder Busfahren ist alles erlaubt. Man munkelt die ersten würden Schotterpiste runterknallen weil das schneller als auf dem Trail ist .... ich konnte das nicht bestätigen zumindest hab ich keinen gesehen. Wäre auch ein wenig den Sinn des Events verfehlt, aber ausschliessen will ich es nicht. Wir legten uns also unseren Schlachtplan zurecht. 1. Über Bartigs Bödele rüber zur Gampe Thaya, dann Leiterberg Alm, schonmal gleich 4 Stempel mt einem Streich, dann wieder hoch, Gaislach Urweg bis Sonner und Urweg runter wären wieder zwei und zum Schluss per Muskelkraft zur Stallwiesenalm im Gegenhang die letzten beiden Stempel abholen. Also warteten wir auf den Start.

Team rasende Eifelschnitzel
Die Meute war schon oben
Kurz vorm Start
Um 10:30 Uhr war es dann endlich so weit, die knapp 300 Biker starke Meute setzte sich in Bewegung. Als allererstes musste man knapp 800hm auf der Schotterpiste vom Gaislachkogel hinunter zur Mittelstation vernichten. Das war gar nicht mal so einfach. Regenrinnen, loses Geröll, dicke fette Steine machten uns das Leben schwer. Zu schwer für manchen, hinter mir neben mir aber Gott sei dank nicht vor mir schlugen Biker ein. Aber nix wildes passiert wie man im nachhinein erfuhr. Ich suchte mir meine Spur und rutschte hinab, Andre tat selbiges wir hatten immer Sichtkontakt, was auch wichtig ist da man das Event nur im Team bezwingen darf. Abgerauchte Bremsbeläge, geplatzte Schläuche und sonstige defekte liessen die Teilnehmerliste schrumpfen.

Volle brause hinab am Gaislachkogel
Auf der Gletscherstrasse auch mehr betrieb als sonst ;)
Ab der Mittelstation verfolgten wir sogleich unsern Plan. Gleich links rüber über Bartig's Bödele und Rettenbachalm die Gampe Thaya eintüten, über Schotterpiste wieder 200hm hoch und dann rüber zur Leiterberg Alm. Bartigs Bödele ein bekanntes Gesicht welchen Reifen am flicken waren. Irgendwo haste den schonmal gesehen ..... na klar das war Tobias und sein Teamkollege vom MTB-News Team. Über den Rettenbachtrail, wo wir den ersten Stempel einkassierten, schossen wir den Trail zur Gampe Thaya hinunter. Doch was war das da kamen einem Horden von tragenden Bikern entgegen. Ganz schlaue hatte in etwa den gleichen Plan nur das sie den Trail einfach wieder hoch trugen. Brandgefährlich war das ! Zumal es noch einen zweiten gleich langen Trail wieder hoch gab. Aber was will man machen auch hier gibt's die die mit dem Messer zwischen den Zähnen um Sekunden feilschen damit sie später vielleicht statt Platz 86 auf Platz 85 landen !

Team Eifelschnitzel an der Gampe Thaya ... Nedderschemer gibt alles !
An der Gampe Thaya war Teamkollege Andre dran .... Minibike fahren. Gute Haltungsnoten nur im Abgang etwas herb auf's Kreuz gelegt. Viel gelacht und weiter. Über Schotterpiste noch paar Meter runter und dann auf Teer hoch nach Hochsölden. Dort in den Leiterbergtrail hinein. Einfach genial das Teil. An der Leiterberg Alm war ich dann dran. Sackhüpfen in einer Laufradtasche ... meine Herren ... ich hatte Puls 200 danach ! Egal eine Gaudi war's ! Weiter runter den Trail verfolgen. Unterwegs paar Biker eingesammelt die das noch nicht kannten und sich sonst verfahren hätten. Der Fairnesspokal wäre uns zumindest nicht mehr zu nehmen ;) Unterwegs wieder abgestempelt, Stempel No. 4 eingetütet. Unten angekommen nach Sölden ausgerollt. Auch hier merkte man die Jagd nach den Sekunden ... dicken Trittes rasten die Biker zurück zur Gondel.

Hubi beim Sackhüpfen
Oben angekommen ging's in die zweite Abfahrt, Stempel 5 und 6 sollten folgen. Über den Urweg rüber zur Gaislachalm und von dort aus über den Löples Trail rüber zur Sonneckalm.Von der Gaislachalm musste kurz geschoben werden dann ging's ratz fatz zum Sonneck. Dort ich nochmal an der Reihe. Andre musste mich mit verbundenen Augen um einen Slalomparcour dirigieren. Wie wir später erfuhren durften die ersten wohl noch an den Schultern dirigieren da dies wohl zu schnell und zu einfach war durften wir nur noch dirigieren. Soviel zu "gleiches recht für alle " Uns egal, wir waren zum Spass hie und den netten Mädels kann man nicht böse sein ;). Zurück zur Gaislachalm. Wir nahmen den Trail, einfacher wäre die Skipiste gewesen aber wo bleibt den da der Spass ! Den Urweg weiter runter geschrabbelt. Im Steilstück der Stempler .... Anker werfen. Meine Herren hat die Bremse gestunken. Wupp ... fast wieder unten. Fast. Einmal könnten wir jetzt links über Asphalt ganz schnell runter fahren oder rechts via Teäre Line Trail .....was tun ??? Die Entscheidung war ganz klar und schnell gefallen: Trail !!! Wir sind schließlich zum Spass hier !

Und wieder hinauf
"Blindenstation" am Sonneck.
Auf zum letzten Gefecht ! Und was für eins. Bis zur Stallwiesen Alm lagen 600hm am Stück vor uns. Vor 5-6Wochen hätte ich mich darüber noch kaputt gelacht und wär's einfach hochgestampft. Div. Magenkrankheiten und Krankenhausaufenthalte später war meine Kondition vergleichbar mit der eines Faultiers ! Noch nie hab ich mir so viel Sorgen um 600hm gemacht, Egal ich wollte es schaffen. Die ersten 300hm gingen  dann auch ganz gut, zwar im Rentnerblatt aber es ging. Höhenmeter 300-400 nahm ich dann mal per Fussbetrieb wie so viele andere auch bereits. 400-500 ging wieder per pedalbetrieb 500-580 wieder zu Fuss und die letzten 20hm schrubbte ich wieder auf dem Rad hoch. Immer mal wieder an der Flasche genuckelt so schraubte ich mich zwar sehr langsam nach oben aber ich hatte es geschafft. Dabei zeigte sich unser Teamspirit. Andre blieb stets an meiner Seite und wartet geduldig an den Kehren auf mich. Irgendwann ist jeder mal der letzte nicht wahr ? Heute war ich es. Egal oben. Also ran an die Spielerei. Mit einem Leatherman sollte eine Schraube in ein Hartholz gedreht werden. Super wenn man die lange Schraube bekommt und einen von Heimwerkerkings runtergenudelten Kreutzschlitz vorfindet. Egal ich würgte das Teil ins Holz. Andre eben so, den der Trick war das beide hier oben ankommen mussten um den Stempel zu bekommen. Clever gemacht !

Hubi kämpft im Anstieg

Nach den Strapazen am Aufstieg gönnten wir uns eine Trinkpause auf der Alm. Ich schob 1 L Johannisbeerschorle rein, Andre 1L Radler ... Tank voll ... weiter geht's ! Ein letzter Trail, ein letzter Stempel. Ein ruppiger seiner Zunft war der Stallwiesentrail. "Flowig" stand im Trailguide. Wir würden sagen 50% Flow, 50% Holter die Polter ! Egal, bergab standen wir noch im Saft und es ging einiges. Dann ein Abzweig. Auf der Karte nicht zu erkennen. 50/50 Joker für den Stempel. Doch halt ! Da unten stehen welche ! Fieses Dingen ... da könnte man glatt an der Stempelstation vorbei fahren. Also rein den Stempel und ab dafür ... Zieleinlauf. Holger Meyer himself erwartet uns bereits. Am Ende hats für Platz 70 gereicht, in Anbetracht dessen das ich uns als "Sportinvalide" viel zeit am Berg beschert habe geht das vollkommen in Ordnung. Und erst recht weil wir viel Spass auf den Trails und an den Hütten hatten.

Erwähnenswert finde ich noch den allgemein superfreundlichen Umgang unter uns Bikern, das kennt man von Marathons anders. Auch den Wanderern gegenüber wurde hier immer respektvoll umgegangen. Und ausserdem: wer mal das letzte was der Bikemarkt so Bike -und Bekleidungsmäßig zu bieten hat sehen will, der muss nicht zur Eurobike sondern kann das auch hier bei der Schnitzeljagd. Man was stylische Leute mit übelsten Prügeln ... Geilomat !


Der letzte Stempel
Abends gab's dann noch Schnitzelparade im Marco's einem Szenetreff in Sölden. Danach noch Siegerehrung und Tombola wo wirklich viele Preise verlost wurden. Wir gingen leider leer aus, egal, Schnitzel hat geschmeckt ! Ach ja noch was: selten so viele Bärte mit Kappen gesehen .... warum müssen die alle gleich aussehen nur weil sie alle dem Enduro Hype hinterher rennen ? ;) Alles in allem aber ein super Tag auf dem Bike, Wetter super, Trails super, Schnitzel super !

Rasende Eifelschnitzel im Ziel
Bei uns gab's statt ner Sektdusche halt Gardenadusche





29.06.2016

Sölden Tag 2 - Big 3 auf Eifler Art

Nächster Tag in Sölden. Wieder Kaiserwetter ... das wird herrlich ! Nach ausgiebigem Frühstück rollten wir zur Bahn. Erste fahrt wieder für Lau auf die Ötztalcard. Super Sache das ! Obenangekommen erstmal einen Plan für den Tag gemacht ... einmal links, dann ganz rechts und am Ende nochmal irgendwas in der Mitte runter ... Check ! In etwa also wie die ausgeschriebene Big III .. nur ohne Teäre die hatten wir ja gestern schon.

Almzeit
Gaislacher Urweg ....
.... ein Traum
Reifenschonende Fahrweise .... der geizige Eifler halt ;)
Einmal links heisst so viel wie der Gaislacher Urweg. Rote Kennzeichnung, also S2. Der Einstige war schonmal fantastisch. Über ein herrlichen Panoramaweg geht's hinüber zur Gaislach Alm. Bisschen verblockt aber super zu fahren. Die Sonne brannte uns auf dem Pelz. Bei der Alm dann schwenk Richtung Sölden, hier kreuzt der Trail mehrfach die Frostpiste. Im Mittelteil ein ruppigeres steileres Stück, das bringt die Bremsen wieder zum glühen. Ein Glück das ich mir vor dem Urlaub noch ne anständige Bremse montiert hatte.

Sonnenbad
Gegenverkehr
Chillout Zone
Bartigs Bödele
"Geschüttelt nicht gerührt", frei nach Bondse James, da wurde ja auch kürzlich ein Teil hier abgedreht, so rauscht es sich dann im weiteren den Urweg hinab. Alles dabei was das Bikeherz braucht: Wurzeln, Steinblöcke, Absätze, kleine Sprünge, Anlieger und vor allem viel Panorama bei herrlichstem Sonnenschein. Was für in Fest zum Einstieg in den Tag ! Ausgespuckt wird man dann einige Höhenmeter oberhalb Sölden. Den letzten Rest kann man dann gemütlich die Strasse runter rollen.... wahrscheinlich ! Wir jedoch nicht, bisschen um die Ecke liegt nämlich der Einstieg in den letzten Rest der Teäre Line und der hat's hier unten nochmal in sich. Auch hier geht's nochmal gut zur Sache, verwinkelt und verwurzelt rappeln wir die letzten Höhenmeter hinab. Unten lösen wir dann erstmal wieder ein Ticket. Zwar schon echt Hammer wie lange man alleine an dieser einen Abfahrt geknabbert habt aber der Wahnsinn sollte noch kein Ende haben. 21€ kommt das Tagestickt bei Vorlage der Ötztalcard, da kann man absolut nicht meckern. Und wenn mal die Giggijochbahn fertig ist dann ist das nahezu perfekt hier !

Hochsölden ... im Sommer tote Hose
Finde den Biker
Ein Traum
Hidden Trail @ Hochsölden
Nächster Akt im Schlachtplan war dann genz rechts ... heist "Schlödern".Das ist einheimisch und heisst so viel wie "herumschlawinern". Etliche Hütten liegen auf dem Weg, mal sehen wie lange wir es durchalten dort nicht einzukehren. Anfahrt gleiche wie gestern ... über Bartigs Bödele und Rettenbachtrail Richtung Hochsölden. Das alleine sind ja schonmal über 3km feinstes Pfädchen. Ab Hochsölden, dorthin führt übrigends auch ein herrliche Panoramaweg, geht's dann in die No.7, den Leiterbergtrail. Was ein Pfad ! Noch mehr flow als die anderen, immer auf der Höhe entlang bis zur Leiterbegralm. Bis hier hin hat man 4 Möglichkeiten einzukehren. Wir nahmen Nr. 5 die Edelweisshütte. Auch das nur per Zufall, denn eigentlich liegt die nicht auf dem Weg. Aber der Zufall wollte es halt das wir hier auf der Terasse bei kühlem Nass dieses herrliche Kaiserwetter geniessen können.

Sölden von der Edelweisshütte aus
Märchenwald
Ausgang Leiterbergtrail
Ein guter Zufall war das, zwar liegt die Hütte etwas abseits dafür ist hier aber auch weniger los und die Wirtsleute sind auch super nett. Irgendwann zog es uns dann aber doch wieder auf den Trail. Dieser war den Rest bis hinunter nach Sölden noch ein Fest ! Durch herrliche Wälder im flowigen auf und ab schossen wir daher. Supa Buaschi ! Im Ort füllten wir die Rucksäcke mit fressalien für's Mittagessen. Obensuchten wir uns dazu ein lauschiges Plätzchen. Dies fanden wir am Bartigs Bödele in Form einer versteckten Bank oberhalb einer Schlüsselstelle. So hatten wir wenigstens während unserer Pause für ein wenig Unterhaltung gesorgt. Schon lustig wenn man sieht wer alles seinen 5000€ Plastebomber hier per Fussbetrieb hinaufwuchtete. Frei nach dem Motto "The Show musst go on" wahrscheinlich etwas zu viel ins Material investiert ;)

Auf der Gletscherstrasse
Eifelschnitzel @ Mittagsrast
am Bartigs Bödele
Eifelschnitzel auf Trail
Nachdem wir den Körnerspeicher wieder aufgefüllt hatten nahmen wir den dritten Akt unserer Trailorgie unter die Stollen. Wir schlöderten wieder hinüber nach Hochsölden und wollten über den Traijen in den Harise Trail hinein. Leider war der Traijen ab Hochsölden gesperrt wegen der Baustelle an der Giggijochbahn daher rollten wir zunächst ein paar Meter breite Piste hinab und stiegen dann direkt in den Harise ein. Hier wr gleich klar was Sache war. Schwarz, steil, ruppig. Herrlich, super das man hier auch mal an seine technischen Grenzen gehen kann. Teilweise etwas verfallen das Wegelchen, hier und da von den Kühen missbraucht auch schonmal gut zerschossen. ber im grossen und ganzen auch ein echter Leckerbissen.

   
Auf dem Harise Trail

Uuuuund Rum !
     
3x Eifelschnitzel auf Harise Trail

So liessen wir dann den Biketag auch ausklingen. Bei Cappuccino sahen wir uns noch die verrückten starter beim "Mofamarathon" an und lachten uns einen Ast über die verrückt verkleideten Mofa-Rocker. Am Abend gabs dann noch Pizza & Pasta vorauf wir im Land der Flachen Dächer verschwanden ....

Hier wird kräftig gebaut im Sommer. Nicht immer schön aber notwendig halt !
Hier haut man die Bremsbeläge durch wie Butterbrote
Zur gleichen zeit fand der Ötztaler Mofa-Marathon statt ...kuriose Kisten & Rocker
So muss eine Tour ausklingen ...