27.08.2026

Koberner Moseltrails

Ein herrlicher Tag Urlaub an der Mosel. Sonnenschein, Panorama und Trails ... mehr braucht man nicht zum biken. Da Urlaub ist war ich "erst" um kurz nach Acht an der Mosel😂 Mit Ruhe war hier leide erstmal nicht viel. GeschĂ€ftiges treiben im Moseltal, das schallt ganz schön weit in die HĂ€nge rein. Aber egal, könnte schlimmer sein.



So turnte ich erstmal durch die HÀnge. Ein bisschne Moselsteig hier ein paar Serpentinen da. Unter dem Segen von Mutter Gottes stolpere ich die Kehren in Solligerbachtal mit Blick auf die Burgruine hinunter. Es geht wieder hinauf zur Burg, ein spassig felsig PfÀdchen und es geht wieder hinab, in ein paar einfachen Kehren zieht der Weg wieder hinunter. Also nochmal rauf zur Burg. Die zweite Abfahrt hier entpuppte sich bereits oben als Kletterpfad. Das lassen wir besser.

 





 

Also rĂŒber auf den schönen Pirschweg ins Hohesteinbachtal. Ab hier gehts gut rauf. Ganz schön steil hier alles....wiedermal. 200hm spĂ€ter dreh ich ne weitere Schleife ĂŒber den Moselsteig. Geht rauf und runter hier. Am Ende muss ich durchs GebĂŒsch schieben, ziemlich zugewachsen. Wieder oben nehme ich den nĂ€chsten Pfad aufs Korn. Den habe ich durch Zufall bei strava entdeckt. Nur der erste Abschnitt ist in der Karte. Der Rest ist ziemlich wild. Es geht einen Kammweg an zig Grenzsteinen vorbei hinab ins Belltal. Leckopfanni das war ganz schön steil hier, vor allem der Ausgang hatte es in sich.





 

Wieder 200hm hinauf, die Rechnung im Moseltal ist relativ einfach, meist muss man immer so um die 200hm hinauf.Das Belltal bringt mich hinauf zum Peringerhof. Und von da an suche ich mir den nĂ€chsten Ultrageheimpfad ( Nur zu finden bei strava 😂 ) Den muss ich aber tatsĂ€chlich bisschen suchen. Die Wege hier oben sind sehr zugewachsen oder durch BĂ€ume blockiert.  Irgendwann findet das TrailtrĂŒffelschein aber jeden Pfad. Und so schoss ich wiedermal sehr steil nach unten. Locker ĂŒber 30% gehts hier runter. Es rutscht mehr als es kontrolliert fĂ€hrt. Der lose Boden bietet wenig halt. 





 

Durchs Langental geht's wieder hinauf. Der Name ist Programm, es geht lange hinauf. Diesmal gute 250hm. Hier kommt der dicke Hammer erst zum Schluss, es geht am Ende ziemlich lange bei 25% hinauf. Wohl dem der ein 28er Kettenblatt mit ner 52er Kassette kombiniert ;) Oben gehts dann sogleich an den nĂ€chten Geheimpfad aus strava. Dieser findet sich diesmal recht einfach. Hier gehts diesmal sogar ĂŒber Anlieger und SpĂŒrnge nach unten. Hier wurde fachmĂ€nnisch Hand angelegt. Die Anlieger fahren sich sehr geil. Die grossen SprĂŒnge lass ich mal raus, das muss man schon können. Am Ende war der Boden so lose das das Vorderrad stĂ€ndig blockierte. FĂ€hrste quer siehste mehr !





 

Durch das gleiche Tal gehts nochmal nach oben, also nochmal das DrecksackstĂŒck am Ende. Puh, ganz schön zĂ€h. Auf 24km hatte ich bisher 1100hm gesammelt, das ist schon Alpin.Es geht aber zur Belohnung wieder hinab. Wieder auf dem Moselsteig oder auch Rheinburgenweg. Über feine Serpentinen gehts hinab. Am Ende kommen auch paar kleine Wienbergtreppen, die sind aber so schmal und steil das ich das lieber mal lasse. Ehrlich hab ich hier auch keinerlei Ideen wie man das fahren könnte und dann lass ichs lieber auch. Das war aber dennoch wieder allerfeinst






 

Es geht an den Transfer zurĂŒck nach Kobern. Die 3km sind topfeben und bieten mal wenigstens etwas Erholung. Das schwierigste hier ist das unberechenbare Verhalten der RĂŒckspiegelfraktion vorraus zu sehen um unfallfrei durch zu kommen. Unfassbar was einem hier geboten wird, reinster slapstick auf dem Moselradweg 😂 Der Sapss hat aber in Kobern ein Ende, ich wechsel die Uferseite und buchsiere mich hinauf zur Felicia Moselle SchutzhĂŒtte. Das passiert vornehmlich in der knallenden Sonne auf Teer und natĂŒrlich wieder ganz schön steil. Es saugt mir die letzten Körner aus den Knochen. Oben stehen dann auch gut 1400hm auf dem Zeiger. Poah, das war nochmal zĂ€h. Die Aussicht geniesse ich bei nem Riegelchen. Dann gehts hinab. In etlichen gut fahbaren Kehren gehts wieder runter zur Mosel. Das war spassig.






 

Fertig wie ein Bröcthen trudel ich dann wieder am Auto ein. Boah das war nochmal ein Moselspektakel. Die Mosel liefert einfach immer. Gewaltiges Panorama, super Trails und ordentlich Hömes. Das war ein feiner Ritt ! 35km/14000hm

 




 

 


21.08.2026

Ruhetag in Sölden

Ruhetag in Sölden ... ein echtes PrĂ€dikat 😅 Ruhetag deswegen weil heute geht's auf die "Stille Seite". Das ist die Seite der Berge um Sölden in der es keine Lifte gibt. Deswegen geht es da etwas ruhiger zu, still halt eben. Der Mensch ist bequem, die hm hier rauf tritt kaum jemand. Mit nem Mountainbike ohne E ist man hier sowieso absoluter Exot. Stört mich nicht, ich mag die Ruhe sogar sehr gern. Brauch kein halligalli. Also machte ich mich schon morgens um 7 Uhr an den ersten Anstieg.




Ab Mittag war Regen angesagt, da wollte ich die Trails in Ruhe und einigermassen trocken geniessen. Ist ja auch fĂŒr nen FrĂŒhaufsteher nicht so das Problem. Es geht hinauf auf die Brunnbergalm. Breiter Weg, erst teer dann Schotter. Aber stets steil. Selten unter 15% die etwas mehr als 600hm macht man hier auf knapp 4km. In Garmin ist der dunkelrot. So fĂŒhlt es sich auch an, aber zum GlĂŒck gibts ja ne 52er Kassette 😉





Oben finde ich den Eingang zum "JĂ€gers Notweg". Ein schwarzer Trail der Bikerpublic. Laut komoot sogar S4, aber das ist meist ĂŒberzogen. TatsĂ€chlich war das meiste fĂŒr mich fahrbar, was drauf hindeutet das es nicht so schwer ist wie angegeben. Es gab ein paar kurze Stellen, ein zwei Kehrern und ein Felsabsatz, an denen ich auch kurz gefĂŒsselt hab. Safety first. Erstens bin ich alleine und zweitnes aus dem Alter raus in dem man irgendwas beweisen muss. Aber insgesamt ist der schon fĂŒr meinen geschmack sehr geil. Wurzeln, Steine, AbsĂ€tze ... immer so gerade fahrbar. Das finde ich eh immer am besten. trails wo man immer so an der grenze herumschlingert, sich aber stets noch sicher fĂŒhlt. Das macht den meisten fun.





Unten befinde ich mich im Windach Tal. Hier gibts den Windach Trail, der fĂŒhrt mich bis auf 100hm wieder fast komplett nach unten. Der ist fahrtechnisch bis auf eine sau enge Spitzkehre eher einfach. Macht aber auch Laune weil man hier und da herrliches Panorama ins Tal hat. Am Ende des Windach Trails geht's dann an den zweiten "grösseren" Anstieg gute 400hm auf 3km, also auch nicht gerade flach. Aber ich hab ja Zeit. Eine halbe Stunde spĂ€ter steh ich dann am Eingang zum Lochlealm Trail Der ist rot klassifiziert. WĂŒrd ich auch so durchgehen lassen ;) Der ist laut Ausschilderung auch in beide Richtungen befahrbar, weswegen ich ihn auch als RĂŒckweg zum Stallwiestrail nutzen wollte. Er zieht sich in seichtem auf und ab dahin bis kurz vor dem Ende. Da gehts in drei oder vier Seprentinen steil bergab. Ende erreicht also Retour. Die Serpentinen raufgeschoben. Hier werden die Mofaristi sicher emotional, denn selbst mit Schiebehilfe dĂŒrfte es hier schwer werden. Aber die meisten bleiben eh auf der Liftseite.




Lochlealm Trail abgehakt, es geht in den Stallwiestrail. Purer flow. Herrlich, leider viel zu kurz und zu schnell durch. Also nochmal 200hm hinauf zur Kleblealm. Kurz vor der Alm setzt Regen ein. RegenjĂ€ckchen an und ab in den Kleblealm Trail. herrliches Teil. Roter Trail, aber mit Aszendent schwarz. Da sind direkt ein paar kurze Stellen da wĂŒrd ich persönlich sagen das ist schon schwarz. Erster Abschnitt spuckt mich an der Stallwiesalm aus, ich gönne mir kurz nen gespritzen Johannisbeer zur Erfrischung. Dann gehts weiter. Richtig schöne Hackflowtrail. Steine, verblockt, wurzelig und auch mittlerweile nass und rutschig. Aber ich muss schon sagen, die MaxxGrip Mischung von Maxxis ist schon genial. Bin ja bisher imemr nur MaxxTerra gefahren aber das ist nochmal ganz anderes Level. Mir ist nicht einmal das Vorderrad flöten gegangen selbst auf nassem Fels nicht. Am Ende kams nĂ€mlich nochmal ganz schön dicke. Ziemlich verblocktes steile Gemetzel. Die Wanderer waren schon in Lauerstellung das der Gorilla da auf dem Bike den Salto macht. Aber Pustekuchen, das konnte man sauber kontrolliert durchziehen. Astrein die Pellen !





Letztendlich rollte ich dann noch die letzten hm ĂŒber Strasse nach Sölden ab. Das war ein ganz schöner Brecher. Das war quasi "Stille Seite all-in". Da kamen auf lĂ€ppische 24km fast 1400hm zusammen, Respekt, das war neuer Rekord was die meisten hm auf kĂŒrzeste Distanz angeht. Aber er schonmal im Ötztal war der weiss wie steil eingeschnitten das hier alles ist. So endet eine alles in allem hervorragende Trailtour. Einz AAAA !