Es ist mal wieder so weit ... das alljährliche Kirmes-Saufen ging auch dieses Jahr komplett ohne mich über die Bühne. 😂 Wenn du keinen Alk trinkt, bist du halt direkt out. Alkohol ist original die einzige Droge, für die man sich rechtfertigen muss, wenn man sie sich NICHT gönnt.
Was macht man also mit der unnormalen Menge an Freizeit? 😂 Zur Abwechslung mal ne Runde MTB ballern. 6°C, Nebel, Nässe – komplett bodenlos! Selbst der Hund hat um kurz vor sieben so getan, als ob er noch schläft, weil er keinen Bock hatte. Na ja, maximal ausgeschlafen ging es dann um Punkt acht los. Fette Herbst-Tour, ordentlich Höhenmeter reingemuckt und natürlich Trails. Ein bisschen Main-Character-Energy muss sein. Von Kommern aus wellig bis Harzheim. Hier und da ein kleiner Trail und schon mal ein paar Anstiege zum Warmwerden. Steilabfahrt am Halsberg in die kleine Toskana ... richtig wild!
Weiter zum Heidentempel. Stoßgebet Richtung Walhalla geschickt für bessere Sicht. Der Nebel hat das Panorama komplett gecancelt. Ich will was sehen, Alter! Den Trail hinterm Tempel runtergeslidet und dann hoch nach Zingsheim gedämmelt. Der Herbstwald hier hat richtig geile Vibes. Zingsheim, 5°C, Nebel, Sichtweite gefühlt 5 Meter, aber die Frisur sitzt!
Ich flutsche die Römertrails runter und direkt danach den Gletschertrail nach Nettersheim. Am Gletscher geht gar nix mehr. Die geleckten Fahrtechniklehrer fahren hier unter 25°C ja nur noch indoor. Im Sommer machen die auch nur noch auf Motorsport – kein Wunder, dass da jede Wade zum Pommes-Stöckchen wird. Egal, Nebensache! Weiter geht’s über den Eifelsteig zum „Jeröne Pötz“, wo der Wanderführer gerade eine heftige Rede über die römische Wasserleitung hält. Ich ziehe direkt weiter.
Im Urftbogen haben die einen Feenwanderweg am Start. Ganz süß für die Pänz, aber meine sind leider schon viel zu alt für so was. Ja, die Zeit fliegt komplett. Den Hohlweg-Trail runter ins Rosental und dann rauf in den Weyrer Wald. Zielsicher die Kakusmann-Trails angesteuert und die Treppen runtergeslidet. Die Reifen auf dem Kalkstein sind am Flutschen. Noch ein Anstieg ... ein paar gehen noch. Nächster Hügel rauf zum alten Sportplatz Eiserfey und die Steilabfahrt runter. Die hat jemand unten freigeschnitten. Ehrenmann, gibt doch noch Leute, die anpacken! So, jetzt aber mal ein bisschen Piano, die Akkus sind fast leer. Ein paar Hügel kommen noch, erste Welle, zweite Welle und zack, durch Mechernich durch. Hier chillt man als Kommerner sowieso nicht gerne, darum direkt rauf auf den Knipp. Damit war Hügel Nummer 14 – der letzte – auch abgehakt! Mein Gott, was für ein Auf und Ab. Die letzte Abfahrt wird noch mal richtig genossen.
Früher ging es danach direkt auf die Kirmes, um sich eine fettige Bratwurst reinzuorgeln und ein paar Bier hinterherzukippen. Bier trinke ich nicht mehr und die Wurst schmeckt auch nicht, wenn ich mir die ganzen NPC-Kastenköpfe da angucken muss. Am Ende treffe ich noch zufällig alte Bekannte und muss mit denen Smalltalk führen. Wobei ... der ein oder andere erkennt mich eh nicht mehr, wie ich gemerkt habe. 😂 Kann ich aber absolut mit leben. Zu Hause gab es erst mal Salami-Pizza und eine Dusche ... war sowieso das viel bessere Upgrade!
55 km / 1270 hm