29.08.2026

Ahrtoürschja

Soderle, schon wieder Wochenende. Was stellen wir nun fün Blödsinn an ? Kleine Ahrtour ! Von Kummere bis Altenahr un zurück. Kaffefahrt also. Los geht das. Moins um kurz nach sieben. Als weggefährten nahm ich diesmal den guten alten Rommelus mit. Das Koga Aluschwein muss wieder in den Dienst. Der italienische Edelschrott von 3T zickt rum. Steht mit vermutlich gerissenem Rahmen beim Händler und wartet auf Abwicklung. So kommt das olle Aluschwein wieder in den Einsatz. Was schon bei den ersten Metern aufällt: die Alurakete geht durch Kurven wie Messer durch Butter...fast vergessen wie direkt die Karre ist. Geilo !



Damit das ganze etwas interessanter wurde hatte ich mein Handy zu Hause liegen lassen. Fiel mir dann nach knapp 6km ein. Geht ja noch, fahr ich schnell holen. 6km zurück 6km hin weiter gehts. Vor 40  Jahren völlig normal ohne Handy los zu eiern. Heutereichts das komische Gefühl ..."was wenn...." ohne geht nicht mehr. Die Menscheit ist verloren !




Hubbel eins durchgezogen. Bin am Stockert oben. Geiles Wetter heute. Sonne, stahlblauer Himmel, nicht zu warm ... so soll dat ! Abflug über Eschwiiieler runter nach Heinotown. Ich latze den Möschemer Weg mal runter.... knallt rein, Digga ! Ab Münstereifel geht's nen Klassiker rauf. Schleidtal ! Hier gabs ja früher mal Bergzeitfahren vom RSV ... obs das noch gibt ? Rennrad ödet mich aber ein wenig. Deswegen geht's natürlich Offroad rauf. Parallel zur Strasse kann man ruhiger und schöne graveln. Astrein ! Am decke Tünn mach ich an Hubbel 2 nen Haken dran. Erstmal zweites Frühstück einwerfen. So früh kann ich zu Hause meist nie viel essen, damit sich das nicht rächt werf ich mir na Kalroienbombe in Form von Powercake Blaubeeren rein ... schmät jod !



Rüber nach Bleielsnück am Michelsberg. Geile Aussichten in alle erdenkliche Richtungen. Von hier geht's ins Bliestal. Ich wiess nicht aber irgendiwe hab ich das Gefphl mit soner 170mm Kurbel tret ich Runder ... kann dat ? Bliestal ist schon ruppig. Jede Menge Äste und dicke Brocken auf den Wegen. Muss man schon gucken wo man hinlunzt. Nix für Feinkiesgraveler. Aber scht schön hier. Das Bliestal mündet ins Liersbachtal. Das ist auch landschaftlich eine echte Perle. Meide ich meist weils da so gut wie keine Trails gibt. Aber für's graveln ist das echt fein hier. Mal Schotter, mal Teer. Damits nicht langweilig wird schieb ich ne Rampe zur Wensburg ein. Boah da wird 38/42 echt grenzweritg. Egal bin oben. Voll abgeranzt die Bude, echter Lost Place. Vielleicht spukts hier auch ? Nix wie weg !

 




Aus dem Liersbachtal raus, rein ins Ahrtal. Ich nehem den Ahrtalradweg, der läuft nach der Flut wieder richtig gut. Liers, Hönningen, Brück, Pötzfeld, Ahrbröck ... die Orte fliegen vorbei. Geht alles viel zu schnell hier. Nur kurz vor Altenahr muss man derzeit noch ein Stückchen auf die Bundestrasse. Ist aber ruhig heute. In Altenahr satteln die Wanderer auf, ist auch schon nach zehn Uhr, wird Zeit. An die Ahr mach ich dann auch nen Haken und buchsier mich den nächsten Hubbel rauf. Im Weinberg wirds mollig, es geht rauf zur St.Martin Hütte udn weiter zum Rangshof. Hier kommen mir jede Menge Jogger entgegen, Es ist den Panöma Lauf Rund um Burg Are. Stört aber nicht und ich störe auch niemand, am Rangshof biege ich nach Kalenborn ab.




Es geht durchs Schweinsgehege. Hier und da sieht man sogar mal ne Wildsau. Hei Kumpel ! Es schlängelt sich gefüht ewig aber auch schön im seichten auf und ab dahin. Es rollt gut. Komme dann irgendwann bei Hilberath  raus. Hier rollt mir ne Rennradtruppe am Parkplatz vor die Nase. Ja schon speziell die Kollegen, immer vorfahrt ! War wahrscheinlich ein strava Segment irgendwo.  Es geht ein Stück die Strasse längs dann ist wieder Schotter in Sicht. Es geht rüber nach Todenfeld und Loch ... alta watt zwei Orstnamen eigentlich 😂 Paar zerfurchte Waldwege später krache ich gen Steinbachtalsperre. Die hat immer noch ne Ecke ab, ob das je wieder wird ? So richtig weit bis nach Hause ist jetzt nicht mehr. Wird aber trotzdem jetzt zäh. Irgendwie bin ich keiner für Langstrecke. Wird mir alles zu langweilig irgendwann. Bei km80 knetsch ich mir ne Cola Gel von Decathlon in die Kiemen. Astrein das Zeugs, schmeckt wirklich wie Cola. Und zündet auch so. Beine wie neu. Kann weiter gehen.




Von der Steinbach bolz ich die K4711 in Liegestellung runter. Arloff, Iverschem ... da kommt nochmal watt. Kleiner Hubbel an der Kalkbrennerei tut gar nichtmehr weh, Gel wirkt noch. Wachedörep, Lessenich und dann gehts auch schon ein Trailchen zu den Katzensteinen runter. Hier war auch kaum was los. Kurzer Schnapper dann gehts aber nach Hause. Paar Höhenmeter noch von Burgfey nach Süd raufgebolzt dann wars das. Asurollen zurück nach Kummere. Beine sind auch leer gefahren jetzt, reicht. Am Ende sind tatsächlich ziemlich genau 100km mit 1650hm geworden. Das war schon ne amtliche Kaffefahrt !

Aber das wichtigste: schön wars. Astreine Gräwelrunde. Vielleicht dreh ich die so nochmal und bau das Steinerberghaus mit ein, da gibts lecker Streuselkuchen 😂





 

 

27.08.2026

Koberner Moseltrails

Ein herrlicher Tag Urlaub an der Mosel. Sonnenschein, Panorama und Trails ... mehr braucht man nicht zum biken. Da Urlaub ist war ich "erst" um kurz nach Acht an der Mosel😂 Mit Ruhe war hier leide erstmal nicht viel. Geschäftiges treiben im Moseltal, das schallt ganz schön weit in die Hänge rein. Aber egal, könnte schlimmer sein.



So turnte ich erstmal durch die Hänge. Ein bisschne Moselsteig hier ein paar Serpentinen da. Unter dem Segen von Mutter Gottes stolpere ich die Kehren in Solligerbachtal mit Blick auf die Burgruine hinunter. Es geht wieder hinauf zur Burg, ein spassig felsig Pfädchen und es geht wieder hinab, in ein paar einfachen Kehren zieht der Weg wieder hinunter. Also nochmal rauf zur Burg. Die zweite Abfahrt hier entpuppte sich bereits oben als Kletterpfad. Das lassen wir besser.

 





 

Also rüber auf den schönen Pirschweg ins Hohesteinbachtal. Ab hier gehts gut rauf. Ganz schön steil hier alles....wiedermal. 200hm später dreh ich ne weitere Schleife über den Moselsteig. Geht rauf und runter hier. Am Ende muss ich durchs Gebüsch schieben, ziemlich zugewachsen. Wieder oben nehme ich den nächsten Pfad aufs Korn. Den habe ich durch Zufall bei strava entdeckt. Nur der erste Abschnitt ist in der Karte. Der Rest ist ziemlich wild. Es geht einen Kammweg an zig Grenzsteinen vorbei hinab ins Belltal. Leckopfanni das war ganz schön steil hier, vor allem der Ausgang hatte es in sich.





 

Wieder 200hm hinauf, die Rechnung im Moseltal ist relativ einfach, meist muss man immer so um die 200hm hinauf.Das Belltal bringt mich hinauf zum Peringerhof. Und von da an suche ich mir den nächsten Ultrageheimpfad ( Nur zu finden bei strava 😂 ) Den muss ich aber tatsächlich bisschen suchen. Die Wege hier oben sind sehr zugewachsen oder durch Bäume blockiert.  Irgendwann findet das Trailtrüffelschein aber jeden Pfad. Und so schoss ich wiedermal sehr steil nach unten. Locker über 30% gehts hier runter. Es rutscht mehr als es kontrolliert fährt. Der lose Boden bietet wenig halt. 





 

Durchs Langental geht's wieder hinauf. Der Name ist Programm, es geht lange hinauf. Diesmal gute 250hm. Hier kommt der dicke Hammer erst zum Schluss, es geht am Ende ziemlich lange bei 25% hinauf. Wohl dem der ein 28er Kettenblatt mit ner 52er Kassette kombiniert ;) Oben gehts dann sogleich an den nächten Geheimpfad aus strava. Dieser findet sich diesmal recht einfach. Hier gehts diesmal sogar über Anlieger und Spürnge nach unten. Hier wurde fachmännisch Hand angelegt. Die Anlieger fahren sich sehr geil. Die grossen Sprünge lass ich mal raus, das muss man schon können. Am Ende war der Boden so lose das das Vorderrad ständig blockierte. Fährste quer siehste mehr !





 

Durch das gleiche Tal gehts nochmal nach oben, also nochmal das Drecksackstück am Ende. Puh, ganz schön zäh. Auf 24km hatte ich bisher 1100hm gesammelt, das ist schon Alpin.Es geht aber zur Belohnung wieder hinab. Wieder auf dem Moselsteig oder auch Rheinburgenweg. Über feine Serpentinen gehts hinab. Am Ende kommen auch paar kleine Wienbergtreppen, die sind aber so schmal und steil das ich das lieber mal lasse. Ehrlich hab ich hier auch keinerlei Ideen wie man das fahren könnte und dann lass ichs lieber auch. Das war aber dennoch wieder allerfeinst






 

Es geht an den Transfer zurück nach Kobern. Die 3km sind topfeben und bieten mal wenigstens etwas Erholung. Das schwierigste hier ist das unberechenbare Verhalten der Rückspiegelfraktion vorraus zu sehen um unfallfrei durch zu kommen. Unfassbar was einem hier geboten wird, reinster slapstick auf dem Moselradweg 😂 Der Sapss hat aber in Kobern ein Ende, ich wechsel die Uferseite und buchsiere mich hinauf zur Felicia Moselle Schutzhütte. Das passiert vornehmlich in der knallenden Sonne auf Teer und natürlich wieder ganz schön steil. Es saugt mir die letzten Körner aus den Knochen. Oben stehen dann auch gut 1400hm auf dem Zeiger. Poah, das war nochmal zäh. Die Aussicht geniesse ich bei nem Riegelchen. Dann gehts hinab. In etlichen gut fahbaren Kehren gehts wieder runter zur Mosel. Das war spassig.






 

Fertig wie ein Bröcthen trudel ich dann wieder am Auto ein. Boah das war nochmal ein Moselspektakel. Die Mosel liefert einfach immer. Gewaltiges Panorama, super Trails und ordentlich Hömes. Das war ein feiner Ritt ! 35km/14000hm