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01.02.2026

Senile Bettflucht

Alter, heute war’s mal wieder so weit... Hab natürlich voll verpeilt, weiterzupennen. Also da sitz ich dann, voll gechillt auf dem Sofa, mit’m Kaffee in der Hand. Und dann denk ich mir so: „Komm, jetzt kannste auch mal losfahren!“ ZACK, Fahrrad geschnappt, ab geht’s! Während der Otto Normalbürger noch in seiner Bio-Milbenfarm chillt und 'nen Öko-Methan-Duft verbreitet, baller ich schon mit Flutlicht durch den Wald. Hab mir ja vor Ewigkeiten so’n Helmlampen-Ding gegönnt und das Ding noch nie angetestet – aber heute! Die Sigma Buster 800, Alter! Für den kleinen Kurs geht die richtig gut. Reicht locker für'n Standard-Night-Trip, keine Frage. Schneller draufgeklatscht als mein letzter Matcha-Latte weg war und klein genug, dass ich sie bei Bedarf sogar als „Notfall-Kerze“ im Rucksack mitnehmen kann. Win-win!

Bin dann locker zwei, zweieinhalb Stunden durch den Wald gepimmelt, reicht völlig. Abgedüst bis nach Gemünd und da die typischen Serpentinen-Pfade gerockt. Da is’ jetzt natürlich alles so matschig und glitschig, da sprattelt man schön rum. Aber nö, Schutzbleche? Pff, sieht eh kacke aus, da bleib ich lieber selbst der Klumpen. 🤣 Zuhause dann erstmal alles schön sauber gemacht und dann schön nochmal nen Kaffee gönnen. Und es war ja eh erst kurz vor zehn, also noch genug Zeit für mehr Chaos!

37km / 850hm
 















 

25.01.2026

Schötzejeräwe !

Der Bro ballert mal wieder durchs Gehölz 🌲💨 Kilometer fressen ist angesagt. Winter gibt immer noch nicht auf, mies kalt. Schon wieder −2 Grad, als ich so gegen 8 Uhr langsam losrolle. Wer Einsamkeit feiert, muss früh raus. Der Durchschnitts-Deutsche chillt sonntags lieber extra lang auf der Couch, also: früh rein in den Wald, früh wieder raus. Ergebnis: fast keine Leute, nur Trail-Genuss pur.

Klarer Nachteil: Eiseskälte kickt richtig. Aber ey, ein kerniger Eifler steckt das weg. Wer in Rheinisch Sibirien groß geworden ist, den jucken rote Nase und Ohren null. Nur die Füße… da wird kurz bisschen Mimimi 😂

Also rein ins Rheinisch Sibirien, volle Lotte. Erst mal durch die Heide, paar Wildschwein-Tracks wegflexen. Dann über den Eisebahntrail in den Billiger Wald. Hier geht’s erst hoch zur Raketenstation, danach S0-Trails ballern, Alta! Fühlt sich an wie fliegen. Ultra schwere Lines gibt’s hier nicht, aber egal – Hauptsache draußen.

Weiter nach Kreuzweingarten und rein in den Hardtwald. Serpentinen hier, Wurzel-Geballer da. Dann die legendären Schützengraben-Trails, am Kreuz wieder rausgefunden. Früher waren die Kehren DAS Highlight, heute grinst man nur noch drüber. Nix für bärtige Endfuffziger in der Midlife-Crisis, die unter S3 nicht mal warm werden 😅

Und zack, wieder hoch in den Billiger Wald – drücken, ächzen, schnaufen. Die Blutspende vom Mittwoch hat mies reingehauen. Reines anaerobes Training, selbst wenn man nur im Standgas rumgurkt. Über Lessenich geht’s zum kleinen Trail an den Catstones – Grand Final, Baby.

Und natürlich: keine VDH-Tour ohne Ende am Kreuz. Legendärer Berg vor Kommern. Es scheppert, es geht runter. Bremse auf, laufen lassen. Plötzlich: Trailrunner im Weg. Nicht auf dem Radar gehabt. Lieber Anker werfen. Typ hat Mickey Mäuse drauf, hört nix. Hilft nix, rechts vorbei. Kurz erschrocken, aber Ruhe findet er wieder, sobald der dicke Hubi weg ist 🚁😄

Zum Abschluss noch den Pizzatrail runtergeklatscht und keine fünf Minuten später sitz ich im Restaurant und gönn mir ’nen BBQ-Burger. Mehr als verdient, Alta! 🍔🔥





















18.01.2026

Pilgerfahrt Heidentempel


8 Uhr morgens, Bro schwingt sich aufs Bike und ballert Richtung Süden, straight in den Sonnenaufgang. Sonne geht grad erst an, aber kalt wie Sau: minus 2 Grad, Digga! 🥶

Während die Weicheier noch vorm Screen hängen und ihrem mies animierten Zwift-Männchen beim komplett unnatürlichen Rumgeeier durch Watopia zuschauen 😂, passiert draußen einfach Life. Kälte kickt, Hügel drücken, Sonnenaufgang einfach krank schön.

Im ständigen Up & Down gönn ich mir hier und da nen Trail. Hinter Holzheim geht’s rein in die kleine Eifel-Toskana – Wacholder überall, richtig wild. Dann zack zack, Heidentempel erreicht. Kurz ein Stoßgebet an die MTB-Götter: geiles Frühjahr, keine Abflüge, fette Trails 🙏🚵‍♂️ und weiter geht’s.

Immer weiter durchs Feytal, hoch, runter, repeat. Beim Kakusmann runtergeballert, dann die Rinne Richtung Vussem komplett durchgezogen. Fix durch Bleikopphausen aka Mechernich und dann ab den Knipp runter.

Keine VDH-Tour ohne Kreuz, safe 💪😂

Fazit: richtig geil. Wetter on point, nice Trailchen, Luft 10/10.


36 km / 900 hm

 

















12.01.2026

Wintergenussfreeride am Knipp

Und weiter geht die Sause! Kaum war unter der Woche fast alles weggetaut, kam Freitag nochmal ordentlich Schepp Schnee von oben drauf. Da musste ich natürlich nicht lange überlegen. Zwischen Hallenturnier & Co. tat sich tatsächlich ein Zeitfenster auf – also nix wie raus in den Schnee!

Diesmal mit schwerem Gerät: mehr Stollen, mehr Federweg – das sollte es richten. Soweit die Theorie. In der Praxis hieß das eher Schleudergang deluxe. Aber egal, getreu dem Motto „Fährste quer, siehste mehr“ ging’s über die Trails am Knipp.

Fünfmal rauf zum Gipfel, fünfmal wieder runter. Unterm Strich zwar „nur“ 15 km und 500 hm, aber auf Schnee fordert das ordentlich Tribut – körperlich, mental und nervlich. Hat aber mega Laune gemacht! Eine kleine Erdkunde-Schulung war auch dabei: Man lernt erstaunlich schnell, wo überall der Boden lauert.

Was mich echt gewundert hat: Kaum Reifenspuren! Nur auf einem Trail hatte wohl jemand die Loipe vorgespurt. Tja, hängen vermutlich alle auf der Rolle oder in der Fahrraddisco fest. Merkt man dann im Frühjahr – spätestens wenn die Fahrtechnikkurse wieder ausgebucht sind 😜

Fahren auf Schnee ist jedenfalls Fahrtechnikkurs deluxe. Da kommt man blitzschnell wieder rein, wenn man in jeder Kurve um Leben & Tod kämpft.

Unterm Strich: Allerfeinste Sonntagnachmittagsunterhaltung. Top! 🚵‍♂️❄️