20.05.2018

Jemönk Trailrocka ... mal wieder

Heuer musst nochmal ein ÖrliBörd herhalten um meine Trailsucht zu befriedigen. Es standen noch Familiäre Dinge am Nachmittag an da muss es auch mal früher losgehen. Ausserdem hat es auch was mal alleine durch die Wälder zu tingeln find ich ... kann man so schön träumen ! Doch zuerst war bitterer Ernst angesangt !

Für die folgenden Ortsdurchfahrten musste ich erstmal den Froschn tarnen. Hat sich doch rumgesprochen das er einer der letzten 26 Zöller um Umkreis von 428km ist ... jeder ist geil drauf ein so schön agiles und wendiges Bike zu fahren. Da muss man natürlich vorsorgen. Ich nutze eine ca. 1km lange Wiesenwegpassage. Die Kombi Nass+frisch geschnitten taugt gut um zu tarnen ... sehet selbst:

Tarnung war auch nötig weil es in den NAtionalpark Eifel geht. Hier sind MTBler nicht willkommen. Radfahrer werden auf holprige Radwege verbannt ... ob Omi&Opi auf solchen Pisten beim Sonntagsausflug Spass haben ? Für uns MTBler jedenfalls zu langweilig

Die Olle Brück am Quai ... eh Rotbach hat auch bald ausgedient. Konnte man mal fahren ... heuer tastete ich mein 0,1t Systemgewicht vorsichtiger hinüber.

Die kleiner Brücke hats leider zerissen, mit einem beherzten Sprung übers Bächlein kommt man aber trotzdem trockenen Fusses rüber, vielleicht waren die 100 Leute letzte Jahr im Oktober zu viel des guten  

Meine Groupies habe ich wenig später dann beim Früchstück überrascht. BHs flogen leider keine, die Ferkel hatten gar keine an

Wenig später fand ich mitten im Wald Calimeros Hut. Da hat der den doch tatsächlich hier einfach liegen gelassen. Naja werd ihn mal bei Seite legen und ihm heute Abend bescheid geben

Dann tauchte ich ein in den Dschungl des NP Eifel ... die Ränschas könnten hier auch nochmal mit der Machete durch 

 Paar Meter weiter war Schluss mit lustig ! Beikn verboten ... die sind vielleicht unentspannt hier ! Anstatt auf gegenseitiges Miteinander zu setzen wird mal alles gesperrt was schmäler als 2m ist ! Na gut dann schiebe ich halt bis unten ...... Radwandern soll ja auch ganz entspannend sein

Unten war ich dann nicht lange, ich dämmelte sogleich wieder hinauf. Einen Trail liess ich aus ... mit der Fotodokumentation mein ich ... der war zu schön ... 9 Kehren ziehen hinab ... zu schön um anzuhalten ... flööw pur ! Und das auch noch ganz legal Also setze ich beim nächsten Hubbel wieder an mit Fotos. Auch wenn es das tausend erste Foto von der Aussicht ist ... hier ist noch eines ... zu schön dort oben !

Im folgenden Trail gibts ein paar nette Spielereien. Die zwei letzten Kehren sind nicht ganz ohne.
Mit Umsetzen gehts ganz gut


Ich trat die Heimreise an. Immer wieder kann man hier kleinere Traileinlagen einwerfen. Eine echte Rarität verfolgte mich dann bei Kall, die Oleftalbahn. Aber die war wirklich im Schneckentempo unterwegs

In Kall wird gerabe wieder kräftig gebaut. Nicht schön die Auswirkungen des Kapitalismus ... aber notwendig. Einen kurzen Moment hab ich gezuckt und dachte drüber nach im Restaurant zur goldenen Möwe einzukehren. Der Froschn trieb mich dann aber doch weiter ... zu trailsüchtig der Froschn !

Kurz vor zu Hause gabs den obligatorsichen Trail am heiligen Berg. Keine Tour in Kommern ohne am Ende einmal den heiligen Berg runter zu rauschen. Is aber auch nett hier oben ...

Dann war Ende Gelände ! Am Nachmittag wurde dann noch der Nachwus gefördert...nochmal 6km zum Burgfest in Eicks..dafür hatte ich mir aber auch ne Wurst verdient

11.05.2018

Der Freitag ist der neue Vatertag

Dieses Jahr fand er Vatertag mal im Schwimmbad statt. Papi hatte die kleinen zum tauchen und planschen mitgenommen. Nachmittags gabs noch bisschen Rädchen und Grillwurst ... aber son langes Wochenende ganz ohne Biken ist ja auch ein wenig fade. Drum fand der Papi dann heute Nachmittag Zeit für ein ausgiebig Ründchen mit dem Galopper durch die idyllische Nordeifel.

Erstes Trailchen fand ich am Baltesbendener Weiher

Herrlich wie momentan alles blüht und gedeiht ... am allseits beliebten Höhentrailchen ... der Eingang zum Feytal

Ganz schön viel Gegend gibts hier

Rucki Zucki war ich an der Stolzenburg

Dort gibts nette Spielereien

Der Sage nach baute hier der hartherzige Ritter Arno eine lederne Hängebrücke zum gegenüberliegenden Hang mit der angeblichen Burg Bielstein. Er knechtete seine Untertanen so lange bis ein göttliches Strafgericht beide Burgen zerstörte, seitdem bewacht Luzifer himself den Schatz von Ritter Arno. Auf Luzifer hatt ich keinen Bock, der is mir zu unentspannt, ich dämmelte daher flux weiter !

Das nenn ich mal ein Bärlauchfeld

Am Eifelblick machte ich ein Päuschen und genoss den Ausblick aufs Kloster Steinfeld

Auch dort gibts eine nette Spielerei, die ganz schwere etwas weiter oben wollte ich meinen Nerven und dem Galopper ersparen

Am Gillesbach kann man voll gut abchillen

Hinauf zum Kloster Steinfeld führt eine steile Rampe, dort war irgendwas los, jedenfalls tausende Menschen, ich trat die Flucht an. Im Trail dahinter raunzte mich dann ein älterer Herr an: "Hier darf man kein Fahrrad fahren" ... "Sind sie sicher ?" ... "Wieso fragen Sie das ?" ... "na weil da hinten ein Schild stand" ... "Wo ?" .. "Na da hinten am Kloster" ... "Ich geh mal gucken" ... "Alles klar schönen Tag noch" ... "Ja Ihnen auch" .... Geht doch 😆

Isset net schön hier ?

Der Pferdekopf ist einer der höheren Punkte hier ...da fällt mir ein: kommt ein Pferd in die Apotheke sagt der Apotheker:"Hey Kumpel, wasn los, warum son langes Gesicht ?"😆

Sodann hinein in den nächsten Trail ... die Pingentrailkombi ist ein Garant für Spass !

Die Rückseite der Mülldeponie Strempt ist eine etwas skurile Landschaft ... jedenfalls schöner als die Vorderseite

100% Eifel ... zum Glück gibts bei Bildern keine Geruchsübertragung ... Bauer Ede hatte gerade frisch Gülle aufgetragen !

So langsam erobert die Natur sich den großen Eindicker zurück.

Den erbauern des langen Emils würde es heute wahrscheinlich die Tränen in die Augen treiben wenn man sieht was aus ihm über die Jahrzehnte geworden ist. Das war bestimmt eine Schinderei ohne Ende als er 1885 errichtet wurde. 1961 hat man ihn dann gesprengt. Wahnsinn wieviel Ziegelsteine alleine in dieser Ruine verbaut sind

So dann hatte ich fertig ... wie immer findet der Abschluss auf meinem Heimatberg statt

zu Hause gabs ein Radler für den Radler ! Lecker so Eiskalt wenn man brand hat !

06.05.2018

Wutzele un Waggesse !

Belgien ... das Land der Wutzele un Waggesse. Von langer Hand geplant war diese Runde bei Malmedy. Der Adlerhorst Wershofen hatte dort sein Lager aufgeschlagen um sich mal ein zünftiges Wurzelmenü zu kredenzen. Da ließen sich die Köter natürlich auch nicht lumpen und reisten zahlreich an. Moins um halb zehn ging's dann vom Campingplatz am Lac Robertville los. Es dauerte elendig lange 10 Minuten bis wir die ersten Wurzeln vor die Stollen bekamen. Sind Uferwege in Deutschland oft meterbreite Pisten für E-Beik-Rennen unter Silberlocken so arten sie in Belgien als schmale verblockte Trails aus. Das gefällt uns. Wenig später gleich das nächste Gemetzel, eine Abfahrt zum Chateau Reinhardstein. Leider hat Frederike auch hier ihre spuren hinterlassen so musst der ein oder andere Baum überwunden werden.

Köter am Lac Robertville

Die Meute mit Blick auf's Chateau
Unten waren wir an der lieblichen Warche. Es folgte ein mürbe machendes auf -und ab über  breite und schmale Pfade. Immer wieder gepaart mit herrlicher Aussicht ins Warche Tal. Aber so eine Schinderei nimmt man ja nicht umsonst auf sich ... so eine derbe Auffahrt muss man sich hart erarbeiten und wie sacht man: erst die Arbeit dann das Vergnügen ... oder ? Und das folgte dann auch prompt. Der Pipeline Trail führt zunächst entlang einer dicken Wasserleitung um dann in ein herrliches Gemetzel zu Enden. Der Trail hat wirklich alles was man braucht, #hammergerät ! Oben im Seichten auf und ab über Stock und Stein,dann einige Serpentinen um schliesslich senkrecht herab zu fallen. Das mit dem Fallen nahm einer ziemlich genau am Ende aber nich viel passiert ;) What a Trail !
Geht gleich zur Sache

Da rauscht er dahin

Ja auch das gehört dazu

Auf zum nächsten Spektakel. Wir befanden uns leider wieder unten, was heisst: wir müssen rauf. Und rauf kann in Belgien immer richtig weh tun ! Über Rampen die nur schiebender Weise zu erarbeiten waren schoben wir unsere Kadaver wieder hinauf und hinauf .... das gute: so macht man immerhin gleich richtig viel hm ... wenn diese nicht auf der anderen Seite gleich wieder vernichtet werden ;) So dämmelten wir zielsicher zum nächsten Wurtzelgemetzel. Ein liebliches Trailchen brachte uns zur Eremitage St. Antoine. Von dort zogen wir weiter, durch den Bikepark Malmedy immer weiter. Dann mal über Holzstege und es gab sogar mal entspannte rollerei auf einer Schotterpiste. Es dauerte jedoch nicht lange und wir widmeten uns wieder dem Bikerdreikampf. Schieben, tragen und klettern ! Der obere Teil des Trails am Tro Maret scheint man wohl verfallen zu lassen. Einige Bäume lagen quer und der Weg schien ziemlich verwahrlost.Mühevoll wuchteten wir unsere gestählten Körper auch durch diese Passage. 
Sie bikten an Hängen und pissten

Belgien halt !

100% Spass

Fast wie an der Ahr:)

Doch wir wurden auch hier für die Strapazen entlohnt. Die Abfahrt am Flüsschen ist eine echt geschmeidige Angelegenheit. Auch wenn der Trail relativ einfach ist sollte man hier keinen Fehler machen, direkt daneben geht es teilweise mehrere Meter direkt Falllinie in den Fluss. Am Ende wartet dann der altbekannte Klettersteig auf den versierten Bikebergsteiger. Leider mussten wir auch hier den ein oder anderen Baum bezwingen, aber wir hatten Spass dabei. Wir waren aber auch noch nicht ganz durch mit dem Herrn Tro Maret. Es folgte eine etwas breitere Passage zur Entspannung und dann kam noch mal feinstes Trailchen durch feinste belgische Wälder. Auch der Fluss selber musste durch die allseits beliebte Unterführung gequert werden, kleine Abkühlung kann nicht schaden !
Vorderrad mus man auch schonen

Mein Holz

Heul nicht ... trage !

Am Tro Maret ist die Welt noch in Ordnung 

Wie jetzt ? Schon wieder unten ? Hmpf ! Nächster halt. Mont Malmedy ! Hier ist der Name Programm .. es geht hinauf und hinauf .... gefolgt von einer Abfahrt ala "Enduro Style" ... herrlich ... mal verwinkelt, mal verblockt ... mal steiler ... mal flacher bis man wieder unten ist. Top ! Unten bedeutet wieder Warche Tal. Dieses durchzogen wir nun eine weile. Herrliche Landschaft. Wild fliesst der Fluss hier durchs Tal, sollte man sich mal angesehen haben. Dann zogen wir parallel fum Flüsschen Pouhon bis Longfaye nach oben. Auch herrlichst angelegt ! Es folgte ein weiteres Highlight. Wurzelteppich und Steinfelder begleitetet uns bis zum Wasserfall am Bayehon. Den sollte man auch mal gesehen haben. Hier war aber ne Menge los, die Polente lief auch streife deswegen machten wir uns wieder auf zum nächsten Trailchen. Dem Bayehon folgten wir noch paar Kilometer, die Sonne machte uns so langsam mürbe ... Zeit für eine kleine Abkühlung. Da kamen die 4-5 Flussquerungen gerade richtig. Nasse Füsse inklusive.
Le passage de nasse Sockeeau de Tro Maret

Geschafft

Das kann er gut !

Waggesse

Adler meets Köter am Bayehon

Es ging dem Ende zu,wir waren wieder an der Warche unterwegs. Jedoch nicht lange denn ausdem Warchetal gibts nur eine Möglichkeit wieder zurück zum Lac Robertville zu kommen... hinauf ! Und wie... es ging bächtig steil aber schön hinauf zum Chateau Reinhardstein. Auch hier wartete nochmal das typische belgische Menü auf uns: Wutzele, Waggesse,schieben, tragen und fahren natürlich auch. War aber auch ne Menge los da. Aber auch das ist in Belgien nicht das Problem,man begegnet sich meist auf Augenhöhe und wird teilweise sogar noch von Wanderern angefeuert. Hier könnten wir Deutschen uns mal ne Scheibe Lässigkeit abschneiden ! So jetzt aber nix wir ran an den Grill ... zurück am Campingplatz konnten wir unsere dehydrierten, ausgemergelten und hungrigen Kadaver wieder auffüllen. Der ein oder andere verkrampfte ein wenig, andere wiederum labten sich an Kaltgetränken. So kann eine Tour ausklingen.
100% Belgien

Könnte unser Vereinsheim werden !

Noch rollen Sie 

Hier schieben Sie

Fazit: wiedermal ein wahnsinns Spektakel hier in Belgien ! Hier ist nix mit gemütlich, wer solch eine Runde drehen will muss hart im nehmen sein, oder Marc-Andre? :) Das Geläuf hier fordert den ganzen Biker, man sollte nicht nur treten können sondern auch ein gewisses Maß an Fahrtechnik mitbringen sonst hat man hier keinen Spass. Auch tragen gehört mal dazu, fast schon alpine Bedingungen teilweise. Die Anstiege sind stets deftig im zweistelligen Bereich aber auch hinab gehts deftig zu Sache. Genau das richtige für versierte Adler und Köter ;) Chapeau meine Herren das war ein zünftig Touürschen und Dank an den Adlerhost für Wurst und Bier !