18.05.2019

Nettersheimer Feinputz ... gut angeworfen !

Nettersheim .... der Kältepol von NRW. Hier muss der Name "Rheinisch Sibierien" entstanden sein ... nur was für ganz harte ;) Genau dort reisten wir heute hin ...denn Rund um den Nettersheimer Gletscher gibt es mannigfaltige Trails ... am Start: Steigeisen, Robinator und Killerplautze. Alles breit zum einsauen ... Kette gefettet, Reifen aufgepumpt, Frische Bremsbeläge drin ! Los geht`s 

Den ersten Matsch liessen wir uns am Eifelsteig ans Unterrohr klatschen. Auf und nieder immer wieder, die Rampe zum Eifelblick ... unfahrbar. Hinab schon eher, aber nix für Warmduscher, glitschige Waggesse un Wutzele machten braune Hose.

  

Wir kreuzten den Gillesbach via rumpeliger Treppe um die Rampe des Leidens hinauf nach Steinfeld zu meistern. Saftiger Untergrund ... wer hier nur reinkeult dreht schnell durch ... sanftes streicheln der Kurbel war hier der Geheimtipp. Am Kloster immer an der Wand lang ... dann den mockigen Trail hinab ins Kuttenbachtal.



Dahinter kam dann was fürs Herz ... der Abschnitt bis Golbach offeriert Weitblick, saftige Wiesen und herrlichste Eifel. Lecka !



Da wir schonmal hier waren drehten wir die Schleife über die Pingentrails. Keine Bilder ... einfach zu flowig ... herrlich. Dann wieder hinauf zur Stolzenburgscharte. Ein weiterer Gletscher in der nähe von Nettersheim der erklommen werden wollte. Nicht einfach aber wir schafften es. Mensch und Maschine brauchten ein Päuschen




Nach dem Päuschen gabs eine exorbitant schwere Schüsselstelle zu meistern. Hier sind schon ganze Kerle gescheitert ... auch der Robinator ...:))





Aber dann hat er`s doch noch gemeistert ;)



Der folgende Anstieg war ein ganz schön lausiger ! Erst sachte auf Teer zog er uns ganz oben mit nem schweinischen Abschlussrämpchen ganz schön die Schenkel lang ! Poah eh ! Naja egal muss man wegschrubben. Wir waren wieder am Kloster Steinfeld. Keiner wollte hier beten, das hat eh noch niemandem geholfen, also fuhren wir weiter. Wieder hinab an den Gillesbach, ein herrlich schnelles Pfädchen. Gefolgt von einer herrlich entschleunigenden Auffahrt zur Höhenklinik Marmagen. Hier galt es erstmal Steigeisens Fahrrad wieder flott zu kriegen, die Kette hatte sich hinter der Kassette versteckt die faule Wurst !

Dann überlegten wir ob wir uns schnell eine Sauerstoffflasche klauen sollten, aber es kommen eh nur noch zwei Hubbel, muss also auch ohne gehen. Also ohne weiter in die flowige Abfahrt. Wieder hinauf ... hier ärgerten wir uns das wir den Sauerstoff doch nicht geklaut hatten ... ganz schön steil hier rauf vorbei an der Fuchshöle


Puh .. nu brennen aber ganz schön die Schenkel ... aber viel wars nimmer. Hinüber zu einer richtig schönen Wurzelbehandlung. Dr. Hubi kredenzte Eifler Wurzegschnetzeltes als Belgien. Doch hier flippte einer voller Vorfreude total aus

Erst drängte er Steigeisen zur Seite um als erstes in den Trail zu können


Dann kommt was kommen muss wenn man so übermütuig hier rein fährt
Die bösen Wurzeln ziehen ihm den Stecker

Aber nix passiert ! Er machte nur ein Nickerchen

Verrückt ! Ein Dähschawüh ?

Den Rest des Trails konnten wir dann schön durchrollen. Der ist aber auch allerfeinst ... eine Schande man würde sowas liegen lassen




Es war nicht mehr viel ... wir cruisten wieder ein bisschen Eifelsteig. Geschmeidig ... lediglich eine kleine Bachquerung sorgte für ein bisschen Puls.


Dann nochmal paar Meter hoch und ein letztes schöne Wurzelgefecht. Der Erlebnispfad hier ist echt ein Erlebnis. Wenig Flow ... viele Wurzeln und menschenverschluckende Schlammlöcher




Es war geschafft ... wir rollten aus.
Mensch und Maschine sahen aus wie kleine Ferkelchen.
Daher gab es im Kebaphaus zum Abschluss ein laMATSCHhuhn ;)




Meine Herren, es war mir ein Vergnügen mich mit Euch einsauen zu können.
Dank an Steigeisen und Robinator für kurzweil, blöden Verzell und was zum lachen
 Bes demnähx
Hubi


12.05.2019

Auf der Suche nach dem Eifelgold

So, heute wollte ich Dünnbrettbohrer nochmal ein etwas dickeres Brettchen bohren. Nach dem längsten Männerschnupfen der Menschheitsgeschichte war es seit die 100er Marke zu durchbrechen. Dazu eignen sich die Hubbel der Eifel nahezu perfekt. Es gibt sie von zärtlich bis dominant :) Aber halt, der Plan hatte einen Haken ... es ist Muttertag. Nun muss der Papi wohl zur Frühschicht ausrücken. So rollte das heimische Garagentor um Punkt 6 Uhr nach oben ...4,5°C ... na dann mal los.

Der frühe Vogel fängt den Wurm ...hier sind selbst die Vögelein noch am pennen


Auf der Höhe kriegt die Wolkendecke fetzen



Ein Trailchen weiter ....

.... bin ich schon in Gemünd. Sonntags um halb 7 Uhr pennt hier auch noch alles



Direkt hinter Gemünd geht`s in den Nationalpark Eifel. Das Epizentrum der Bikeverbote hier rum. Unglaublich wenn man mal die Karte studiert was man hier noch mit dem Fahrrad befahren darf. Egal ... ich bin ja eh unchristlich zu unchristlicher Zeit unterwegs...das stört weder Hase noch Igel



Im Nationalpark gibt es schon liebliche Plätze ... so richtig was für Romantiksäue




Die Rinder sind auch fast alle noch am dösen ... die denken sich bestimmt auch "Der Dicke da hinten hat voll den Pfeil im Schädel !"



Nach einem ganz schönen Brett von Anstieg bin ich am Modenhübel. Garant für Panöööma




Ich rolle rüber ... rüber zum dunkelsten Kapitel der deutschen Geschichte. In Burg Vogelsang wollte Adolf seine Elite züchten. Immer wieder ein komisches Gefühl durch das Tor zu radeln ...


Die Aussicht vom Infopunkt kann sich sehen lassen


40 Mio Euro hat die Sanierung der Burg verschlungen ... anderswo haben Kommunen kein Geld mehr und schliessen Spielplätze und hier pumpt man Millionen in alte Nazi Scheisse ! Komische Welt ist das geworden


Dazu kommt das sich auch heutzutage allerlei braunes Gesindel rund um die Burg tummelt. Prima hat man ja einen tolle Pilgerstätte für die braune Pampe in unserem Land geschaffen. Top investiert das Geld ! (Ironie=Aus)


Die Gegend hier oben ist schon grandios, aber hier hatte es nur noch 3°C ...brrr ... wech hier

Noch so ein Überbleibsel des 2. Weltkrieges ist Wollseifen. Seit dem 12. Jahrhundert existierte hier eine Ortschaft, 1946 musste der Ort geräumt werden. Die Besatzungsmächte beanspruchten das Gebiet für sich als Übungsplatz. Drei Wochen hatten die 500 Einwohner Zeit irgend wo anders unter zu kommen ... 


Übrig geblieben ist neben der alten Schule nur noch die Kirche. Sie wurde seit dem die Militärs hier oben nicht mehr üben wieder ein wenig saniert.



Weiter gehts hinab zur alten Sauermühle ... die steht nicht mehr, war Einsturzgefährdet da hat man sie ganz Platt gemacht. Auf dem Weg dorthin finde ich ein wenig Eifelgold. Dem Ginster war ansonsten hier oben wahrscheinlich noch zu kalt im Mai. Kaum was am blühen...kommt bestimmt noch Ende nächster Woche.



Auf dem Weg hinab nehme ich noch ein kleines leckeres Trailchen mit. Nichts schweres, am Ende eine nette Kurve die sich gut eignet um versetzen zu üben

Der nächste Anstieg war so richtig schön ... zäh ... nicht steil aber lang und voll mit Matschepampe. Ett kütt wie et kütt ...oben war ich wieder in der Dreiborner Hochfläche. Auch hier steuerte ich ein altbekanntes sumpfiges Pfädchen an...was ein Gespränkel



Wenigstens die Apfelbäume blühen hier oben schon



Es geht nach Hause. Über die Höhen finde ich den Weg zurück nach Gemünd. Nicht ohne ein liebliches Abfahrtsintermezzo mit lieblichen Serpentinen



Noch ein bisschen Kultur ....



... der guckt schon ganz böse, jetz aber nix wie Heim !



Ein lieblichen Anstieg später ....



... steht das Trekkingrad schon wieder vollgepampt in der Einfahrt !




Schön wars ! den 1000er hatte ich satt geknackt...um 10 Uhr war alles vorbei. Einz AAA !