26.07.2010

Alpencross 2010 - Etappe 1

Etappe 1 - St. Anton - Bodenalpe Ischgl

.. und so gings weiter. Sonntag morgen, der Wecker holt uns um 07:00 Uhraus den Träumen. Frühstück ist um halb acht, also schnel fertig machen und den Rucksack packen.Für den Nachmittag sind Wärmegewitter gemeldet, deswegen wollen wir früh auf dem bike sitzen. Heuer gehts noch nicht ganz so hoch raus. Von St. Anton radeln wir zur Bodenalpen nach Ischgl. Höchster Punkt dabei ist die Heilbronnen Hütte auf 2308m ü.d.M.


Nach nem kurzen Bikecheck und dem obligatorischen Gruppenfoto starten wir an der Pension Flatscher. Ein paar Meter die Strasse rauf finden wir beim Mosserkreuz den Einstieg ins Verwalltal. Einige andere Biker sind schon unterwegs und auch wir bahnen uns den Wegdurch dieses wunderschöne Hochtal.Eigentlich wollten wir durch die Rosannaschlucht. Da diese aber seit neuestem für Biker gesperrt ist nehmen wir den direkten Weg ins Verwall. Vorbei am wunderschön gelegenen Verwallsee geht's über Schotter der immer mal wieder kurz steil wurde zur Konstanzer Hütte.



Beim Albonabach begann dann ein Trail. Hier schien dann auf einmal irgendwie ne Völkerwanderung zu sein, aus allen Ecken kamen Biker auf den trail zu geströmt. Einer von den Torfköpfen war sogar so im Hlhenrausch das er mir glatt ins Hinterrad fuhr. "Schwein gehabt Kollege" dacht ich mir nach der Kontrolle des Hinterrades auf Beschädigung. Ansonaten hätt ich dir die Felge mal schön als Halskette um den Schädel gewickelt ! Unglaublich was für Torfköpfe mittlerweile in den Alpen unterwegs sind. Kumpane Steff wurde dann auch noch kurzerhand von einem Biker an der Tragepassage geschnitten. Kurze Zeit später hatten wir die Kameraden in der Schiebepassage zur Heilbronner Hütte wieder bei. Un ich sach noch: In der Ruhe liegt die Kraft !


Nach ein wenig schieberei und Trail ging's vorbei an den Scheidseen zur Heilbronner Hütte.Knapp 950hm lagen hinter uns. Im Liegestuhl geniessen wir ein alkoholfreies Weizen und lassen uns die Sonne auf den Pelz brennen. Einiges los hier, besonders beeindruckt uns ein Biker mit Beinprothese ab dem Kniegelenk. Bestimmt nicht einfach hier oben mit sonem Plastikteil rum zu turnen. Die folgene Abfahrt geht zunächst auf ner schönen Schotterpiste gen Tal. Zur Verbellaalpe nehmen wir nochmal nen Trail der sich als ganz schön boclig erweist. Loses Geröll und ein paar kleine Abstätze- Aber alle meistern den Trail entweder im Sattel oder per Fussbetrieb. Dann gehts weiter zur Kopsalpe und welche sich am Kopsstausee befindet. Über einen schöne Trail am Ufer bogen wir Richtung Galtür ein.

 


Über die Bikeroute gings das Paznauntal hinunter über Mathon nach Ischgl. Herrlich schlängelte sich die Schotterpiste entlang der Trsianna. Zwischendrin gabelten wir ein Trio aus einer Dame und zwei Herrn auf, diese folgten uns bis Ischgl. Ab Ischgl folgte dann nochmal ein 450hm Anstieg zur Bodenalpe hinauf. Hier wurden wir ganz schön geggrillt, die Sonne knallte uns volles Rohr auf den Schädel und die ersten Meter waren ganz schön steil. Bei der Mittelstation der Silvrettabahn nutzen wir den Brunnen für ausgiebige Wasserspiele. Manch einer wurde bim Pinkeln von hinten eiskalt abgeduscht !

 

 

Die restlichen Höhenmeter schafften wir dann auch noch irgendwie und kredenzten uns auf der Bodenalpe auf unsere erste Etappe ein Weizenbier.Kurz darauf begann dann auch das erste Gewitter, Glück gehabt ! Die Hütte war gut gefüllt. Abendessen gab's reichlich und danach folgte noch das WM Finale. Die Verlängerung bekam ich auf dem Zimmer dann noch so gerade mit einem Auge mit. Schlussfolgerung: Wer gegen Deutschland im Halbfinale geweinnt wird auch Weltmeister !

Erkenntnis des Tages: "In der Ruhe liegt die Kraft !"

Alpencross 2010 - Prolog

"Mann oh Mann Hubert, warum tust du dir so'n Scheiß an !" Mehr als einmal ging mir dieser Satz dieses Jahr schon durch den Kopf. Im Winter durch dicken Schnee gebuckelt, bei Regen Wind und Wetter auf de Bike gesessen. Marathons  gefahren die bis zur Grenze des machbaren gingen. Und wofür ? Für das große Ziel Alpencross ! Schon als ich mit dem Mountainbiken begann träumte ich davon einmal mit dem Bike über die Alpen zu fahren. Ungewiss ob ich jemals Fit genug sein werde und überhaupt mit wem und wohin ! Nun wie der Zufall es will lernt man dann Leute kennen mit denen man super auskommt die zudem noch auch einen Alpencross planen. Also waren die Grundvoraussetzungen schon mal geschaffen. Musste nur noch trainiert werden wie'n blöder. 2500km wollt ich in den Beinen haben bis zum Start, 3500km sinds dann sogar geworden. Hab sogar noch 5kg abgenommen und mir ein feines Assos-Bötzje gegönnt



Und nun ist's also soweit. Ich Sitz auf der Rückbank von Andres Volvo und wir düsen gen Österreich. Mit von der Partie sind noch Andrè, Steff und Karl sowie Andr'es Eltern die uns den Luxus eines Gepäcktransportes ermöglichen, super viele Dank nochmal dafür ! Und während Andre's Mum noch auf der Rückbank über die zu Haus vergessenen Utensilien "schängt" versinke ich schon in Gedanken an das was mich da wohl erwarten mag. Schiebstrecken, verblockte Trails, Unwetter. Wahre Horrorgeschichten kreisen im Internet. Da wird sich seitenlang über die richtige Reifenwahl zerissen. Und ich fahr einfach mit nem Schwalbe Drahtreifen ! Ob das gut geht ? Eins vorweg, es hat gut gegangen und das sogar sehr gut. Und ich kann jedem der auch vom Alpencross träumt empfehlen sich diesen Traum zu erfüllen. Mit richtiger Vorbereitung und gründlicher Planung ist das alles machbar. Es muss ja nicht immer die Mörder Tour mit 19.000hm sein. Jeder so wie er mag, aber ganz ohne Training geht auch die leichteste Alpencross-Variante wohl nicht.



Die Albrecht-Route mit ein paar kleineren Varianten hatten wir uns ausgeguckt. Die Borchetta di Forcola und der Tremalozo sollten noch hinein, deswegen wurde der Start eine Etappe nach "unten" verlegt. Von St. Anton sollte es dann losgehen und in 7 Tagen rollen wir dann in Riva ein. Etwas mehr als 400km und 12000hm standen auf dem Programm. "Alles machbar", sprachen mir die Bikekumpanen schon des öfteren Mut zu. Nach knapp 7 Std. Autobahn erreichten wir dann die Pension Flatscher in St. Anton. Die Pension kann man bedenkenlos weiter empfehlen. Nett eingerichtet, sauber, gutes Frühstück und die Hausherrin ist immer für die Gäste da. Wir konnten sogar für die Woche einen Stellplatz fürs zweite Auto in der Tiefgarage ergattern. Die Anreise verlief schonmal wie am Schnürchen, so kanns weitergehen ....

27.06.2010

Tour der Hoffnung 2010

Am Sonntag, den 27.06.2010 stand mal wieder was für den guten Zweck auf dem Zettel. Wie in den vier Jahren zuvor hatte ich mich für die "Tour der Hoffnung" in Wisskirchen angemeldet. Doch dieses Jahr wars diesmal doch anders. Denn ich befand mich in weiblicher Begleitung. Da ich meine Freundin Steffi auch schon seit einigen Jahren mit dem Mountainbike quäle hatte sich diese für das Jahr 2010 die Tour der Hoffnung fest auf den Plan geschrieben. Also sattelten wir Sonntagmorgen um kurz nach neun auf um weitere Mitfahrer aufzugabeln. Beim Kreuz vor Schaven trafen wir dann den Rest der Bande. Anja, Andrea, Robert, Udo und Holger gings dann weiter. Ein paar Kilometer weiter sammelten wir dann noch Hans und Georg ein. In Wisskirchen herrschte dann schon reger Betrieb. Einige Frühstückten noch andere wiederrum flickten noch Schläuche oder Schaltungen.Hier trafen wir dann noch auf die Radrebellen Mario & Torsten sowie Carsten.



Nach eine kurzen Ansprache sollte es dann endlich losgehen. Ein Teil der Bande nahm die große Runde im "ambitionierten" Tempo unter die Stollen. Ich nahm dann mit der Freundin die "kleine" Runde in Angriff. Es folgten uns noch Georg, Anja und Robert. Es ging erst mal ne Runde durchs Dorf, vermutlich um die Gruppe ein wenig zu Strecken denn ein Highlight ist Wisskirchen nun nicht gerade. Nach zügiger Einrollphase erreichten wir erste sanfte Steigungen im Billiger Wald. Hier staute es sich auch zugleich, mussten sich die Biker durch den ersten Singletrail quetschen. Nach lockerem auf und ab im Billiger Wald querten wir dann den Forst bei der Abtei Maria Rast und danach einem weiteren kurzen Trail erreichten wir Kreuzweingarten. Hier gings hinter den Gleisen rechts und nicht wie von mir vermutet zum Kreuz hinauf sondern ein Stückchen weiter links hinauf in einen geschlängelten Trail den ich bis dato immer nur abwärts kannte. Hier war das gekeuche dann groß was mich dazu ermunterte durch einen Witz die Stimmung ein wenig aufzulockern. Das Gelächter war groß und der Anstieg verlor so gleich seine schrecken. Oben ging's dann weiter durch den Hardtwald und über Felder bis zum östlichen Zipfel der Steinbachtalsperre. Diese wurde über einen weiteren Trail umfahren um dann auf dem südlichen Uferweg die Verpflegungsstation anzufahren. Hier war reges treiben. Brav standen alle an den Verpflegungstischen an. Von Marathons ist man normal anderes gewohnt, aber schön zu sehen das es auch anständig geht. Ich kredenzte mir dann auch "en Schepp Wasser" und nen Müsliriegel der auch gut als Plombenzieher zu gebrauchen war. Nachdem die Freundin dann auch Wasser zur Kühlung hinreichend genutzt hatte folgten wir den Guides auf die zweite Hälfte der Tour.

Diese führte von der Steinbach fort wieder zurück in den Hardtwald. Auf den Feldwegen dorthin wurde man nun schon recht schön gegrillt, das machte dem ein oder andern schon recht gut zu schaffen. Abkühlung gabs dann im Hardtwald. Dort ging's über den altbekannten "Päterchens-Weiher-Trail" und ein Stück Schützengräben Trail, wer wollte durfte auch etwas zügiger fahren. Hab dann erst mal am Ende des Trails nem Mädel die Bremsscheibe zentriert bis alle aus der Gruppe "zügig" den Trail geschafft hatten. Ein Teil des Trupps fuhr dann beim Kreuz den Serpentinen Trail an, ich nahm mit der Freundin die Teervariante durch den Ort. Der Trail beim Kreuz wär für einige Leute aus unserm Trupp dann eh zur Schiebestrecke geworden. Beim Brauhaus in Kreuzweingarten sammelten wir dann den Rest wieder ein. Es ging wieder hinauf in den Wald und über die "Udo B. - Gedächtnisbrücke" und einen weiteren kurzen Trail verschwanden wir wieder im Billiger Wald. Der Rest war dann eigentlich noch "easy-going", vor der Funkstation lotsten uns die Guides über einen weiteren Pfad hinunter in den Truppenübungsbereich. Als wir den Wald dann verliessen war's nicht mehr weit bis zurück an den Sportplatz in Wisskirchen. Geschafft, das war wiedermal eine schöne Tour bei den Wisskirchner Jungs&Mädels. Die Runde war schön ausgesucht und auch wirklich Einsteigertauglich mit ein paar schönen Singletrails drin. Unser Trupp kredenzte sich dann noch ein paar kühle Getränke oder Fressalien und entschwanden dann gen Kommern. Nebenbei gemerkt war das die erste Veranstaltung die ich zusammen mit Freundin gefahren bin und ich glaube es gibt nicht viele mountainbikebegeisterte Herren die sich glücklich schätzen können eine Partnerin zu haben die auch Spass am MTB fahren hat. Reschpekt Steffi, deine erste "große" Runde, die 50km Marke hast du schonmal geknackt. Nächstes Jahr starten wir dann die große Runde bei der Tour der Hoffnung 2011 !
Ride on, Steffi & Hubert

14.06.2010

Raid des Hautes Fagnes 2010

Wiedermal hab ich mir diesen Sonntag den Wecker etwas früher gestellt. Es stand mal wieder ein Marathon an. Raid des Hautes Fagnes, so klangvoll hieß das Teil und startete in Malmedy. Bikekumpane Andrè hatte im Jahr zuvor dort teilgenommen und ihn in den höchsten Tönen gelobt. Grund genug für mich mal nach Belgien zu reisen und mir das mal selber anzuschauen. Also das Müsli reingequetscht, die Rennpelle über meine Wohlstandsplautze gezogen und ab nach Bämmesenland.



Dort angekommen holte ich mir die Startunterlagen ab, das ging recht zügig, hatte ich mich doch schon im Internet vorangemeldet. Rad Rebell Mario war auch schon vor Ort, er wollte sich diese Selbstgeißelung trotz eindringlicher Warnversuche auch reinziehen. Also schauten wir uns noch den Start der 115km Distanz an und dämmelten ein wenig umher um die Zeit bis zum Start zu überbrücken. Um kurz nach Zehn stellten wir uns dann in den Block. Mario durfte einen früher starten wie ich, er hatte sich schon lange vor mir angemeldet. Egal ich checkte erstmal die Lage in meinem Block. Wohin ich auch schaute über all nur Kohlefaser Rahmen und Rocket Rons. "Hm, die kleckern ja auch nich gerade die Belgier !" dacht ich bei mir. Neben mir dann doch nochn Typ hoch wie ne Tanne und nen Ziegenbart bis zum Bauchnabel. Ich wollte ihn gerade ansprechen wo er denn seinen Umwerfer gelassen hatte, da sah ich am Hinterrad auch nur ein Ritzel ! "Aaaah, Singlespeeder der Herr. Krasse Sau !".


PÄNG ! Der Startschuss war gefallen, die Meute hetzte los. Ich gings erstmal gaaanz gemütlich an. Es standen für die Kurzstrecke 65km und 1700hm an. Das sollte sich nachher aber nur als grobe Schätzung herausstellen.Die ersten drei Kilometer gings gleich mal bergauf über Kopfsteinpflaster und nen Schotterweg. Das Feld reihte sich ein, irgendwo vorne dämmelte die Giraffe mit dem Singlespeeder im Wiegetritt den Berg rauf. Die erste Abfahrt folgte dann über schmälere und breitere Pfade alles noch sehr verhalten. Dann unter der Autobahn durch und der nächste Hubbel. Kurz runter und wieder auf. Hier und da wurds schon recht bockig und wurzelig. Dann ein kurzes Stück zur Entspannung. Ne breite Asphaltpiste führte Schnurstracks in Richtung Rennstrecke Spa. Und wieder ne Rampe. So langsam wurds ein wenig steiler und deftiger. Nach ca. 15km dann ein erstes Hämmerchen. Wurde angekündigt mit 15 % Steigung über 1200m. Die Steigungsangabe war der Schnitt ! Das Ding fing lächerlich an, nach 50m lachte keiner mehr, bei 30% hatten alle incl. mir auf Fussbetrieb umgeschaltet. Ein paar unverbesserliche versuchtens dennoch, kamen aber max. 1m weiter. Mörderteil ! Auf der andern Seite gings dann genauso steil wieder runter. Unten hatt ich dann schon vom Bremsen leicht verkrampfte Finger, kam mir vor als ob die gar nicht mehr gerade gingen ! Kurz danach hatte ich dann Mario bei, er hatte sich bei der steilen Abfahrt zuvor wegen nem defekt auf die Nuss gelegt. Er wusste nicht ob er noch weiterfahren sollte. Da der Verpflegungsstand nicht mehr so weit war fuhr er dann doch noch bis dorthin mit. Der Stand war dann mal Top-Deluxe ! Getränke und Essbares in Massen. Obst, Energieriegel, Waffel, Kuchen. Voll Schlaraffenland. Nächstes Jahr eld ich mich nur an um hier alles wegzufressen ! Mario erreichte dann auch den Stand und nutze den technischen Service der vor Ort war. Die bescheinigten ihm dann nen defekt an der Hinterradachse was dann auch das ausscheiden zur folge hatte. Schade ! Aber der nächste Marathon kommt bestimmt Mario !



Für mich gings dann weiter im munteren auf und ab des Hautes Fagnes. Nach ca. 30km flitschte ich dann mal das Messinstrument durch. "Hm, 30km und schon 1000hm geschafft. Da kann ja nicht mehr sooo viel kommen !" dacht ich. Erstens kommts anders und zweitens als man denkt. Es ging in irgendein Flusstal. Verblockte Trails und zwischendrin sogar mal ein Stück Klettersteig. Bike schultern und nicht abrutschen, links gehts 3-4m senkrecht runter in den Bach.



Dann nochmal ein kurzes Stück Straße, puh durchschnaufen. Und weiter ging der Höllenritt. Ein Trail reihte sich an den andern. Wahnsinn was die Belgier hier zusammen gezimmert haben. Dann gings über die Staumauer des Lac'de Robertville. Übel hoch das Teil. Im Bayehon Tal gabs dann zwei brutale Abfahrten. Mörder steil und wurzelig wie Sau, aber fahrbar. Unten gings dann durch eine der vielen Bachquerungen. "Nicht gut !" Dacht ich mir, musste aber da durch. Die Bremsscheibe quittierte das mit Schleifgeräuschen. Eigentlich vorprogrammiert wenn man mit ner heißgebremsten Scheibe durch nen Bach fährt. Die Rampe hoch zum Cht. Reinhardstein musst ich dann auch schieben. Kein Dampf mehr in den Stengeln. Voller freude schon die 50km Marke geknackt zu haben erspähte ich ein Schild ! "Wie noch 18km ?" nach meiner Rechnung und meinem Tacho wärens noch 13km gewesen.


Egal, muss ja. Auf und ab, ab und auf. So langsam schwanden die Kräfte vollkommen. Die Anstiege meisterte ich nur noch apathisch die Abfahrten mehr oder weniger im freien Fall. Bei nem Steinbruch im Warchetal dann nochmal nen Getränkestand. Ok, kurz was trinken und weiter. Noch 11km sagte das Schild. Noch ein Anstieg. Ahne doch noch einer. Und noch einer. Das war jetzt aber der letzte. Ahne, doch noch einer dann ist aber bestimmt gut. Irgendwann war dann auch gut. Ich holperte wie in Trance die Stufen des Kreuzwegs hinunter nach Malmedy. Da war ich dann wieder so in Fahrt das ich glatt ne Abfahrt verpasste und mich mitten im Wohngebiet wiederfand. "Hm, paar extra Meter sind ja auch nich verkehrt nach soner luschen Runde Hubert !" Wieder auf dem richtigen Pfad trudelte ich dann ins Ziel. Da hatte ich dann mal so richtig die Zunge in der Kette ! Ein Blick auf den Geigerzähler offerierte dann die ganze Wahrheit. Es waren 70km und 2166hm. Ob ich mich verfahren hab ?



Geil wars auf jeden Fall, wenn auch ganz schön fies. Der RDHF ist so wie ein MTB-Marathon sein sollte. Steil rauf, steil runter, Anspruchsvoll und schmutzig ! Mal sehn, vielleicht bin ich im nächsten Jahr so bescheuert und meld mich wieder an.

06.06.2010

Ritas kleine Schritte lädt zur MTB-Tour für Malawi

Wie auch im Vorjahr hatte Ritas-kleine-Schritte wieder zu ner MTB Tour für nen guten Zweck eingeladen. Da uns, Udo und mir, die Tour im Vorjahr auch schon gut gefallen hatte war dieser Termin also fest gesetzt. So schrubbelten wir zwei dann Sonntags morgens mit Muttis Kombi gen Belgien. Das Wetter sah prächtig aus, Trinkblasen waren gefüllt, beste Bedingungen also für ne nette Sonntagstour.


Wir starteten dann an der Sporthalle Hezebösch pünktlich um 10 Uhr. Es ging zunächst in Richtung Büllingen / Bütgenbach ins Warchetal. Hier wurden sogleich die ersten Trails unter die Stollen genommen. Teilweise wurde der Warche Höhenweg befahren, dieser schlängelte sich herrlich durch die Wälder. Weiter Trails folgten in Richtung Lac' de Bütgenbach. Dort mussten wir dann ein Stückchen über ne stillgelegte Eisenbahntrasse fahren. Die war aber nicht wie man das meist kennt schön Apshaltiert als Radweg sondern man hat einfach den Gleisschotter drauf gelassen. Das trat sich wirklich super, man kam nur nicht von der Stelle.


Dann folgten weiter schöne Trails entlang des Ufers die hier und da auch ein wenig Anspruch hatten. Nach einem Anstieg Richtung Wirtzfeld kam dann die erste Verpflegungsstation. Nach nem Plausch mit den Herren und ner belgischen Waffel gings dann weiter über die Wirtzfelder Str in den Truppenübungsplatz. Hier befuhren wir dann erstmal ne Mörderbreite Schotterpiste die höllisch schnell wurde. Mein übermut wurde dann durch einen Stein welcher am linken Kurbelarm einschlug gebremst und ich schaltete wieder auf den "Mit-Hirn-Modus". Im auf und ab schlängelte sich die Tour dann durch den Truppenübungsplatz, hier jedoch zumeist auf Forstautobahnen und Schotterpisten. Aber es gab auch hier und dort noch einen Trail zu bestaunen. Nach der Plünderung von Verpflegungsstand No.2 gings dann geschmeidig Richtung Zieleinlauf. Es führte ein schmales Pfädchen rund um die Kaserne und nochmal ein wenig Warche Höhenweg zurück zur Sporthalle Hetzebösch. Dort liessen wir dann die Tour bei nem tellerchen Gulaschsuppe und nem Bier ausklingen. Pünktlich zum Gewitterstart hatten wir die Bikes dann wieder verstaut und starteten gen Heimt. Wiedermal ein toller Biketag bei Rita, wir kommen gerne wieder !

30.05.2010

6.Schinderhannes Marathon

Sonntag morgen, 06:15 Uhr. Rääääääng ! Oh nein, muss ich bescheuert sein so früh Sonntags aufzustehen und das für einen Mountainbike-Marathon. Aber es nutzt nichts. Ich muss raus ! Ausserdem hab ich mich bereits vor Wochen in die Anmeldeliste zum Schinderhannes Marathon eingeschrieben. Gut so, denn sonst wär ich vermutlich nicht zuletzt auch wegen dem miesen Wetter liegen geblieben. Also das Müsli reingequetscht, Klamotten gepackt und Bike in den Kofferraum gesteckt. Schon war ich auf der A61 unterwegs. Oft kam mir der Gedanke "Bist ja schon schön blöd" als ich hier und da die dicken Regenwolken sah.

So, da war ich also. Überall wurde schon geschraubt und geölt. Schnell die Startnummer abholen. Bikekumpane Männix war auch schon da. "Scheiss Wetter wa ?" - "Nix für Pussies !", Konversation auf höchstem Niveau ! Startnummer drangeschrubbelt und schon standen wir im Startblock. Materialcheck bei der Konkurenz durchgeführt und sich noch ein wenig über die "Schutzblech-Pussy-Fahrer" lustig gemacht. Radäng ! Startschuss. Los jedeht. Nach den ersten 5km sah man schon aus wie sonst nach ner 50km Tour. Schlamm, Schlammiger, Schinderhannes sach ich nur. Schwer hier erstmal nen Rythmus zu finden. Wir liessens erstmal gemächlich angehn. Dann versuchte ich in den Tritt zu kommen. Relativ schwer, immer wieder unterbrochen durch unfahrbar schlammige Passagen musste man runter vom Bike. Nach gute anderthalb Stunden erreichte ich dann Verpflegung No.1. Astronautenfutter reingedeut und paar Becher Wasser hinterher und weiter gehts. Paar Meter dahinter dann ein armer Kerl der sein Bike am Flicken war. Alles heizte vorbei. Egoistische Bolzpiloten hier ! Mal angehalten und nachgefragt wo den das Problem sei. Aha, ein Kettenniet fehlt ! Kette gerissen. " Wad ens ich luur ens en de Rucksack !" Zack, Kettenniet rausgezaubert und dem jode Mann geholfen. Weiter jeht et. Ganz schön brudoaaal hier dacht ich. Kaum Grip bergauf und bergab ist der Lenker am zappeln wie plöde.

Mittlerweile hatte ich mir die avisierten 4-,5 Std. für die Distanz lange abgeschminkt. Zu allem überfluss fingen bei ca. 45km die Kniebeuger ein wenig zu krampfen an. Ich nahm was Gas raus und schob Flüssigkeit nach. Ah, kütt jod. Mit viel trinken konnt ich den Krämpfen vorbeugen und wieder ein wenig zügiger rangehen. "Noch 5km" flog das Schild mit 7km/h an mir vorbei. Voll Pycho, dämmelte ich doch gerade sone wiederliche Steigung auf nem matschigen Wiesenweg hoch. Die Dinger sind trocken schon ne qual. Weiter weiter nochn paa Meter. Und dann kam endlich die letzte linkskurve und das Ziel erschien. Am Ende standen 04:51:13h auf dem zeiger. Das war Platz 102. in der Gesamtwertung und 31. in meiner Altersklasse. Aber Zahlen sind ja Schall und Rauch. Desch wor brudoaaal !

Wo war Männix ? Hinter mir ? Vor mir ? Isser beim Kettenflicken durchgerutscht ? Oder kommt er noch ? Naja ich stellte mich erstmal in die Schlange zum Bikewash. Hätt das Bike besser einfach so wieder eingepackt. Das dauerte ganze 45min bis ich dran war. Männix war auch schon fott und an Duschen brauchte ich gar nicht zu denken. Mittlerweile kam Zentimeter hoch die braune Brühe aus der einzigsten Duschkabine gelaufen, der Siffon war verstopft. Supa ! Paar Nudeln und ein Weizenbier später war ich dann wieder so gut wie auf der Autobahn. Eigentlich ein schöner Marathon, nur die Rahmenbedingungen wie Bikewash und Duschen ist für die Veranstaltung sehr unterdimensioniert

23.05.2010

Eifelcross 2010 - Nettersheim bis Trier

Schon lange reifte in einem Mountainbike versuchten Hirn die Idee einer Eifeldurchquerung mit dem Bike heren. Sicherlich kein sonderlich großes Abenteuer und wahrscheinlich auch schon hundertfach von Bikern durchgeführt wollte auch ich einmal einen Eifelcross unter die Stollen nehmen. Rap Zap eine Mail an die Bikekumpanen rausgehauen und mal abgescheckt ob es gleichgesinnte gibt. Die Resonanz war gut und so fanden sich mit Georg, Carsten und Torsten drei weitere Mitfahrer ein. Ein Wetterbericht fürs Pfingstwochenende wie man ihn normal nur von Mallorca kennt und eine vielversprechende Strecke steigerte die Vorfreude ins unemessliche. Unterkünfte waren gebucht, Rucksäcke gepackt, Zugtickets gelöst also konnts losgehen


Tag 1  -  Nettersheim-Daun  -  73km/1200hm
Der Trupp der wagemutigen Eifeldurchquerer nahm zunächst kurz den Zug in Anspruch, da uns etwas mehr als 90km  für den ersten Tag etwas viel erschienen zumal Georg's gesundheit ein wenig angeschlagen war. In Nettersheim wurde dann das obligatorische Gruppenfoto gemacht und schon steuerte der Trupp zielstrebig die ersten Trails an. Den ersten wurzelbespickten Kamerad kannten die meisten noch aus der Vatertagstour, es folgten weitere feine Singletrails beim Bahnhof in Blankenheim-Wald.  Über den Schillertsberg und den Brotpfad bahnten wir unseren Weg in Lampertasbachtal. Auf der 21% Rampe zur Brotpfadhütte merkte Georg dann des er wohl doh noch nicht so Fit war wie gedacht. Er biß sich erstmal durch !

 

Vor dem Lamperstbachtal machten wir zunächst in der Gaststätte Breuer ein Päuschen und kredenzten uns eine schönes Stück Kuchen. Danach gings dann über einen mit "Kokele" bespickten Trail  und einer Wiesenpassage hinüber zum Kalvarienberg. Beim Anstieg auf den Gipfel wurde Georg dann immer kurzatmiger. Weiterfahren machte für Ihn hier keinen Sinn, hatten wir doch bisher gerade erst die Häfte der Etappe geschafft. Da es auch  im weiteren Verlauf keine weitere sinnvolle Möglichkeit gab sich auszuklinken entschied er sich für die Heimreise. und brach die Tour ab. Jünkerath war ganz in der Nähe so konnte er von dort aus mit dem Zug wieder die Heimreise antretet. Schade, das warf erstmal ein wenig faden beigeschmack auf die Tour, es sollte sich aber später herausstellen das er die richtige Wahl getroffen hatte. Gute Besserung an dieser Stelle nochmal, Georg !


Zu dritt gings durch das herrliche Lampertsbachtal und Mirbach. Die haben eine ganz schön opulente Kirche für so ein kleines Dorf. Wir folgten weiter der Uschi welche mir wieder souverän den Weg vom Vorbau aus anzeigte. Kurz vor den Nohner Wasserfällen hatte Carsten dann bei einer großen Grillhütte einen Plattfuss. Den hatten wir schnell geflickt und weiter gings. Der Weg vorbei an den Wasserfällen war dann eigentlich nicht befahrbar. Wolte man über den schmalen Holzsteg vorbei am Wasserfall musste man unter diesem durch, was zu folge hätte das man binnen Sekunden klatschnass wäre. Der Wasserfall wächst Jahr für Jahr ein Stück nach vorne und mittlerweile prasselt die Wasserfontäne volles Rohr auf den Weg der dort vorbei ging. Also entschieden wir uns ein kleines Stück zurück zu fahren und dann hinter dem Wasserfall wieder einzusteigen.


Dahinter brachte uns ein weiterer Trail und ein Stück Radweg nach Niederehe. Bevor wir hier auf den Trail auf der alten Bahntrasse fuhren musste noch kurz ein Plattfuss am Hinterrad von Torstens Carbonrenner geflickt werden. Auch das war recht zügig erledigt. Ab Niederehe schlugen wir den direktesten Weg nach Daun ein. Auf dem Weg nach Stroheich bezwungen wir eine fiese Psycho-Steigung. Am Rand eines Feldes verlief eine derart holprige Steigung die so richtig schön mürbe machte. Oben lag dann erstmal maximaler Puls an. Nach einer kurzen Verschnaufpause gings dann zügiger weiter. Bei Dockweiler sahen wir dann staunend ein paar startenden Paraglidern zu, ganz nett sich die mal so aus der Nähe ansehen zu können. Dahinter ging's dann durch ein schönes Tal  entlang des Hasbachs. Hier konnte man auf schönen Forstwegen richtig Strecke machen. Als wir die Baustelle der Autobahnbrücke Rengen sahen, wars nicht mehr weit bis Daun. Dort war im Park einiges gebacken, wir schlängelten uns vorbei an den Menschenmassen. Das Weizenbier zeichnete sich schon deutlich im Kopf ab und so strampelten wir die letzten Meter bis zur Pension locker ab. Wir liessen den Tag dann bei einem Bierchen und leckerem Essen ausklingen. Das Hotel Müller in Daun kann man bedenkenlos weiterempfehlen. Schöne Zimmer, leckeres Abendessen und ebenso leckeres und ausreichend großes Frühstücksbuffet.

Erkentnis des Tages: "Manchmal ist es klüger umzukehren als sich durchzuboxen, der Körper wirds danken !"
Spruch des Tages: "Ich hab Platt !"
Tag 2:  -  Daun-Bernkastel  -  62km/1500hm
Der Morgen in Daun empfng uns wieder mit herrlichem Sonnenschein. Nach ausgiebeigem Frühstück und einem kurzen Bikechek schwangen wir uns auf die Rösser und los gings. Wir folgten dem Erft-Lieser-Wanderweg. Vorbei am Gemündener Maar funkelte uns die Sonne gespiegelt im Wasser an. Dahinter eine este knifflige Stelle. Über einen kurzen, wurzeligen und steilen Stich gings über eine kleine Holzbrücke. Nicht ganz ohne aber machbar. Weiter folgten wir dem Pfad fortwährend in Richtung Manderscheid. Immer wieder schmäler und breiter. Zwischendrin machten wir einen eher unfreiwilligen Abstecher zur Ruine Geissenburg. Der Guide hatte sich mehr von den anfeuernden Rufen der Wanderschaar leiten lassen als von der Uschi. Naja, so haben wir wenigstens gesehn das von der Geissenburg quasi nix mehr übrig geblieben ist.. Der Pfad wurde langsam schmäler und die ersten Holzverbauten kündigten die Nähe zu Manderscheid an. Rund um den Ort dominierte dann immer wieder der Blick auf die Burgen. Immer wieder fazinierend, man kann sich fast in die Zeit von damals zurückversetzen
Hinter Manderscheid wurds dann etwas derb. Ein Trail führte hinunter zum Burgweiher an dessen anderem Ende wir eigentlich wieder hinauf wollten. Eine Gruppe von Kindern und deren Begleiter kündigten schon an was da kommen sollte:" ... da geht's nicht weiter !". Jaja redet ihr, uns kann so schnell nichts aufhalten. Aber ein paar Meter weiter offenbarte sich das Übel. Etliche Bäume waren auf den Pfad gekippt. Eine kleine Gruppe wanderer versuchte sich gerade die Bäume im Hang zu umgehen. Da haben wir nicht lang rumgezukkelt und die Bikes geschultert, auf ging's in den Steilhang. Und der war mal richtig fies ! Mit über 40% Steigung turnten wir mit den Bikes auf der Schulter über Bäume und Felsen und dies zur Verwunderung der Wanderer genauso schnell wie diese. "Das war survival, das war 100% am Limit, das macht mich an !" tönte es als wir die Bikes im Bikerdreikampf gestossen, geschoben und getragen hatte. Das nächste was ich hörte war dann "F..k you Bäume !". Jenau dacht ich mir, so schnell kriegt man uns nicht klein
Nach kurzer Regeneration schwungen wir uns dann wieder auf die Bikes. Aber flüssiges Fahren war im weiteren Verlauf des Pfades nicht möglich. Immer wieder wurde die Passagen doch recht schwer zu fahren und auch sehr ausgesetzt am Hang. Schieben war hier und da angebracht und auch vernünftig. Fahrfehler enden hier schnell mit einem mehrere Meter tiefen sturz ins Nichts ! Aber es gab auch schön zu fahrende Abschnitte. Immer wieder jedoch unterbrochen von fiesen kleinen Rampen mit Wurzeln durchsetzt und so gut wie unfahrbar. Und wenn doch dann sehr kräftezehrend. An der Schladter Brücke wurde kurz beratschlagt ob man weiter de Trailorgie nimmt oder ein paar Meter Landstrasse nimmt. Das Hinweisschild verhies einige wenige Kilometer zur Pleiner Mühle also wurde diese erstmal angesteuert. Eine gute Entscheideung. Der Trail war wieder ein echtes Leckerchen und konnte wunderbar flowig bis zur Mühle durchgezogen werden.  Die herrlich gelegene Mühle nutzen wir dann auch zum Verschnaufen. Nach literweise Kaltgetränke und dem obligatorischen Kuchen nahmen wir Strasse und Radweg bis Wittlich
 
Hatten wir auf dem Lieserpfad nicht wirklich Meter gemacht so konnten wir das jetzt ein wenig kompensieren. In Wittlich besorgte ich dann erstmal einen Satz Batterien, hatte die Uschi doch schon einmal nach Energie geschrien. Weiter gings dann über Rad-, Feld-, und Waldwege immer gen Mosel. Hinter Wittlich meisterte Carsten dann seine erste Treppenabfahrt, reschpekt ! Wir erreichten dann den Ort Platten. Der Name war uns nicht ganz geheuer und so machten wir uns an einen zähen 250hm Anstieg auf den Meisberg. Ganz schön hart nochmal bei den Temperaturen und nach der Orgelei an der Lieser son kleinen Berg hochzutreten. Aber auch das meisterten wir und bucksierten unsere Bikes zur Pension in Bernkastel. Diese Lag oberhalb im Kurbezirk. Ich hatte das Gefühl das wir den Altersdurchschnitt rapide senkten. Naja egal, die Pension sah recht ansprechend aus, dafür war es der Besitzer wohl eher nicht. Wir wurden recht forsch und schnippisch empfangen nachdem wir offeriert hatten das wir einen Teilnehmer weniger haben und eventuell doch ein Einzelzimmer haben könnten. Gleiches zenober bei der Frage nach der Abstellmöglichkeit für die Bikes. Zimmer und Frühstück waren aber ok, den Abend verbrachten wir in der Pizzeria um die Ecke. Es gab lecke Bruscetta und Pizza, dazu die obligatorischen Hopfenblütenkaltschalen. Abends hab ich mir dann noch 70min Chamionsleague reingezogen, mehr ging nicht mehr, die Rolladen gingen runter !
Erkenntnis des Tages: "Da wo Steig drauf steht ist auch manchmal Steig drin !"
Spruch des Tages: "F..k you Bäume !"

Tag 3  -  Bernkastel-Trier  -  70km/1500hm
Bernkastel, halb neun, die Sonne brennt ! Schnuckelige 24°C zeigte das Thermometer morgens schon. "Da werden wir ganz schön gegrillt heute !" dacht ich mir. Nach dem Frühstück und dem Bikecheck ging's auf zur letzten Etappe. Der Plan hies Mosel-Höhenweg bis Trier. Also braten wir erstmal den Weinberg bis Lieser hinunter. Dahinter dämmelten wir die erste zähe Steigung hinauf. Das ging recht gut, den es ging vorwiegend auf Asphalt daher. Auf der Höhe zeigte sich die Mosel immer wieder mit phantastischen Paorama. Mir als alter Panorama-Freak ging das Herz auf bei so viel Weitsicht. In Monzel pilgerten die Senioren schwarenweise zur Kirche. Nach ein wenig Renterslalom verliessen wir den Ort und buchsierten uns wieder hinauf auf den nächsten Höhenzug. Carstens Pedal kündigte ein loses Cleat mit knarzenden Geräuschen an. An einem schattigen Plätzchen behoben wir das sofort und weiter ging's. Nun gabs auch mal schöne Aussicht in die der Mosel abgewandten Eifel. Landschaftlich einfach herrlich der Höhenweg. Bisher jedoch eher Trekking als Mountainbike tauglich. Egal, der Weg ist das Ziel und so fanden wir doch noch einen Trail  zwischen Piesport und Neumagen-Dhron. Hier zweigte auch der Römersteig ins Moseltal hinunter ab. Den liessen wir bewusst links liegen. Zum einen lies die Beschreibung aus dem Internet mehr kletterei als fahrerei erwarten und zum andern mussten wir uns nochmal zusätzllich einen Weinberg mehr hochkämpfen und wir hatten ja schon so genug für diese Temperaturen auf dem Programmzettel.  Dann latzten wir wieder in den nächsten Taleinschnitt hinunter nach Klüsserath.


Hinter Klüsserath nahmen wir den nächsten Anstieg. Ein Kreuzweg führte wieder auf den Höhenweg. "Quattro Statione wär mir jetzt lieber als 12 Sationenweg !", dachte ich so bei mir. Leider äußerte ich das unter dem  Gelächter der Mitfahrer auch noch laut. Dann wurds nochmal fies. Eine kurze aber heftige Rampe von 31% schlängelte sich hinauf gekreuzt von den warmen Aufwinden aus dem Moseltal wurden wir nun richtig durchgegart.  Diese hart erkämpften Höhenmeter wurde viel zu schnell wieder auf dem Weg nach Ensch vernichtet. Hier hatte Torstens Kette das Verlangen sich zwischen Umwerfer und Kettenblatt zu verklemmen. Beherztes Ziehen an der Kurbel behob auch dieses Problem sofort. Nach ein paar Kaltschalen in Ensch kurbelten wir den nächsten Anstieg hinauf. Auf dem Moselhöhenweg hat man, dadurch das man die Abfahrten so schnell runterbraten kann, tendenziell das Gefühl das man mehr bergauf wie bergab fährt. Manchmal bekommt man halt nichts geschenkt. Bei der Grillhütte oberhalb von Schleich gings über eine kleine Brücke einen nicht fahrbaren Stich hinauf, der auf einer breiten Forstautobahn mündete. Diese war recht lustig angelegt, hatten die Planierraupen so etwas Ähnliches wie Anlieger geschaffen. Man konnte die Kurven schön mit Speed nehmen, hätt nicht gedacht das man mal auf ner Forstautobahn Spass haben kann


Über Mehring fröhnten wir nochmal kurz dem herrlichen Panorama und dann gings vorbei an einer netten Winzerhütte und nem Anglerteich. Und wieder gings hinauf. Auf den Hummelsberg. Auch diese Steigung recht zäh  und oben mit gerölligen Wegen. Oben wurds dann aber doch noch schön. Schmale Pfade führten zunächst durch den Wald und über Wiesen, fast ein wenig wie in den Alpen.  Auf dem Weg nahmen wir dann noch einen weiteren recht flowigen Trail mit und vernichteten wieder die Höhenmeter bis Schweich. Hier zeigte sich wiedermal wie schnell Glück und Pech beieinander liegen können. Auf der mörder schnellen Abfahrt war ich über einen Gegenstand gerollt von dem ich dachte das er vom Bike runtergefallen wär. Also bremste ich ein wenig ab und drehte mich kurz nach hinten. "War nix von uns." sagte Torsten. Also wieder Blick nach vorne und in die Rechtskurve. In der kam uns ne Gruppe Radeltouris entgegen wovon sich dann einer im Querdrift befand und wir schliderten aneinander vorbei. Dem Kamerad war zwar zum lachen zumute aber ich möchte nicht wissen wie's ausgegangen wäre wenn ich nicht durch einen Zufall vorher das Tempo gedrosselt hätte. Also dreimal auf den Holzkopf geklopft und weiter im Text. In Schweich gings vorbei am Freibad und der Sansibar. Diese vesuchten uns zu bezirzen wie die Lorelei  die Rheinschifffahrer

 

Wir blieben jedoch standhaft und machten auf dem Radweg in Richtung Issel nen Zug auf. Ein wenig  Slalom später gings wieder hinauf in den Wald. Schmale und auch steile Pafde führten nach Quint. Dort nahmen wir eine glitschige schmale Natursteinpflasterabfahrt hinunter in den Ort. In Erhang gönnten wir uns nochmal ein lecker Eis und was zu trinken bevor wir zum Finalen Anstieg ansetzten. Dieser sollte den Steigenberg hinauf gehen. Sollte ! Eigentlich hätten wir skeptisch werden sollen als uns die älteren Damen sagten das dort oben einiges an Holz auf dem Weg liegt. Aber wir wolltens dann doch versuchen. Dabei bliebs dann auch. Kurz vor Erreichen des höchsten Punktes lagen derart viele Bäume quer das drüberturnen quasi unmöglich war. Auch Ausweichen auf den Hang hätte nichts gebracht, hier lagen genausoviele Bäume rum. Und eigentlich hatten wir auch nach der Erfahrung an der Lieser gar keine Lust mehr auf Klettern. Also entschieden wir uns für das gemütlichere Finale. Wir nahmen von Erhang aus den Radweg bis Trier. Dort machten wir dann nochmal nen Zug auf und schrubbten die letzten Kilometer mit nem 35er Schnitt ab. In Trier steuerten wir die Porta Nigra für das obligatorische Finisher-Foto an. Danach buchsierten wir uns und unsere Bikes abgekämpft aber glücklich in den Zug und reisten mit der Bummelbahn gen Heimat ab


Erkentnis des Tages: "Moselhöhenweg verläuft nicht nur auf der Höhe !"
Spruch des Tages: "Quattro statione wär mir jetzt lieber als 12 Statinenweg !"


13.05.2010

Vatertagstoürchen von Blankenheim nach Kommern

Mal wieder ein Feiertag, mal wieder Zeit für eine Biketour. Fix ne Mail an die Bikefreunde rausgehauen und schon saßen wir so gut wie auf dem Bike. Diesmal hatte ich mir eine Streckentour ausgedacht. Soll heissen das Ausgangspunkt und Endpunkt der Tour nicht der gleiche Ort sind. Also schmissen wir unsere Bikes in Mechernich in den Zug. Dort liefen neben Udo, Torsten, Ilka, und Holger auch Michael aus Kerpen ein, Im Zug warteten bereits Toto, Carsten und Jürgen. Nachdem wir uns durch den Urinaltunnel im Bahnhof Blankenheim bugsiert hatten konnts losgehen. Ziemlich kalt war es !




Drum wurde zum warmfahren der Eifeler Quellenpfad eingeschlagen. Dieser führte hinter einer kleinen Holzbrücke als ziemlich wurzeliger Geselle durch den Wald in Richtung marmagen. Oben wars dan auch keinem mehr kalt. Weiter auf dem Weg wurde vor Marmagen wieder ein feiner wurzeliger Trail mitgenommen, diesmal jedoch etwas mehr bergab. Hier kündigte sich dann schon ein erster defekt an. Eine Speiche bzw. ein Speichenippel an Jürgens Hinterrad hatte den Kopf verloren. Dies hatte zur folge das die 2.4er Pellen immer am Hinterbau kratzten. Weiterfahren hätte also schleiferei am Alu bedeutet. Auch ein wenig mehr Speichenspannung auf der gegenüberliegenden Seite brachte keinen Erfolg. Kleines Bauteil große Wirkung ! Jürgen musste lbedauerlicherweise nach gerade mal 10km die Tour beenden. Das Glück schien nicht auf Yogis Seite ! Hatte er doch erst den Tag zuvor bekanntschaft mit ner Autotür gemacht.  Hoffe wir drehen demnächst trotzdem nochmal ne Runde, Jürgen !





Nachem wir unsern Bikekameraden schmerzlich zurücklassen mussten gings von der Höhenklinik in Marmagen einen trail hinunter zur lieblich gelegenen Hallenthaler Mühle. Dahinter wurds dann wieder was wärmer. Wir nahmen einen schmalen bewachsenen Aufstieg zum Kloster Steinfeld. Auch hier gings auf schmalen Pfaden entlang der Klostermauer. Dann bemerkte ich leider zu spät das das Bächlein in der Senke kein Bächlein war sondern wohl der Abwasserstrom des Steinfelder Klosters, die Brühe roch jedenfalls ganz erbärmlich und fortan begleitete mich der gestank ein wenig. Dann war auch dieser Trail geschafft und nach ein paar Metern im Tale gings wieder hinauf in Richtung Rinnen. Hinter dem Örtchen steuerten wir die feinen Trails bei Golbach an. Immer wieder zaubert einem dieser schöne aber leider zu kruze Trail nach Sötenich ein Grinsen aufs Gesicht. Nach kurzer Ermahnung der Mitfahrer das wir nicht zum Spass Bike fahren und emotionale Freudenausbrüche bitte zu unterlassen seien gings zum abbau des Endorphinpegels wieder bergauf. Teilweise recht steil in Richtung Keldenich.




Auf halber Höhe schwenkten wir dann rechts hinüber und durch eine Landschaft die fast dem Allgäu ähnelt suchten wir den schmalen Pfad der uns zur Stolzenburg führt. Kurzer Blick vom Aussichtspunkt und hinunter gings. Wie immer recht schön, nur am Ende auch wie immer recht unfahrbar, für uns zumindest. Ein dicker Wurzelteppich im steilen Hang wurde  hinunter gekraxelt. In Urft gings dann entlang des gleichnamigen Flusses. Das locker beschwingliche Rollen wurde durch den Anstieg im Rosental unterbrochen. Oben warteten dann schöne Waldwege durch die Buchenwälder bei Weyer. Bei den Kakushöhlen gings dann in einen recht glitschigen Trail hinein. Der ein oder andere hatte hier Probleme den Gaul im Zaum zu halten kam jedoch wieder auch den rechten Pfad. Eine andere Mitfahrerin ;) hatte den Trail eigentlich souverän im Griff, bis die fiesen Wurzeln dann doch noch zusgeschlagen haben. Ganz fiese Dinger !




Im Feytal entschied sich dann ein kleiner Teil des Trupps auf direktem einfacherem Wege die Tränke in Kommern aufzusuchen. Der Rest folgte mir dann über altbekannte Trails. Bei den Katzensteinen haute es dann doch nochmal einen Teilnehmer vom Rad, man munkelt auch hier wären die bösen Wurzelzwerge am Werk gewesen ! Nach einem weiteren feinen Trail am Feybach entlang buchsierten wir die Bikes durch die Schavener Heide. Hier konnten dann noch zwei Teilnehmer ihr schweres Trauma beim H&C-Gedächtinstrail bewältigen und diesen fehlerfrei meistern. Der Rest war schnell abgestrampelt und nach einer Dusche der Bikes mit Muttis Gartenschlauch ließen wir die Tour bei ner Bratwurst und nem Kaltgetränk ausklingen. Dank an alle Begleiter/Begleiterinnen, hat mal wieder Spas gemacht mit euch !




17.04.2010

Hubert & Freunde durch die Narzissen und die Rureifel

Heuer trafen sich 7 wackere Gesellen für ein Ründchen durch die Rureifel. Forumsprominenz aus den Bergen weit jenseits des Rheins hatte sich angesagt ;) Somit stand der Guide natürlich enorm unter Leistungsdruck. Wie sich später herausstellen sollte gab es dann auch eklatante Mängel.


Nach kurzer Einrollphase an der Oleftalsperre ging's zum warm werden hinauf zum Feuerwachturm. Dann rollte der Trupp der gloreichen sieben in Richtung Perlenbach. In den Narzissenwiesen musste dann einem der Kandidaten schwarz auf weiß gezeigt werden das das pflücken der Narzissen verboten ist. Also ging der Slalom um die Wandersleut erstmal weiter gen Perlenbachstausee.Hier suchte der Trupp den Jahrhundertweg auf. Scharfkantig stellte sich der ein oder andere Stein in den Weg aber schliesslich schafften es alle zum Aussichtspunkt. Hier wurde in ALLE Himmelsrichtungen das eroberte Revier abgesteckt ! Weiter hinauf nach Heidgen und auf der anderen Seite ging's wieder im Singletrail ins Rurtal hinein.


Hier ging's vorbei an Kluckbachbrücke in den Singletrail bei Wisley. Widerspenstiger Ginster hätte fast einen aus unserm Trupp in die Rur gezogen. Ross und Reiter schienen jedoch OK so ging's dann weiter. Immer munter auf und nieder. Hinterm Grünetal kreuzten wir die Uferseite und fuhren über die Uhusley nach Hammer. Fast wären wir der Verführung zweier wunderschönen Sonnenliegen erlegen, Michael riss jedoch mit einen Spitzen Vorschlag alle aus den Fängen der Sonnenliege und so gings zum Campingplatz nach Hammer.Docht gabs dann ne Runde Kaltgetränke. Der Name war hier Programm. Hammer-Plätzchen, Hammer-Türgriffe,Hammer-Spiegeleinfasung und sogar kleine Hämmer im Männerpisoir ( ups das könnte man auch falsch verstehn ;) )



Via Eifelsteig ging's dann stramm Richtung Dedenborn. Ein wenig schmäler und ein wenig breiter führte der Weg durchs Tal der Erkensruhr. Hier folgte die erste und einzigste Panne des Tages. Manni hatte Platt gefahren. Der Reifen war jedoch schneller geflickt als ich ne Banane essen kann und so ging's zügig weiter. Entlang von Wüstebach und Viehbach sollte es wieder Richtung Oleftalpserre gehen. zuvor deckte Eddy jedoch noch einen eklatanten Mangel des Guides auf. Dieser hatte nach Eddy's Meinung die Pflicht jeden einzelnen Teilnehmer über ein vorgefundenes Schlammloch zu tragen damit diese trockenen Fusses und mit sauberem Bike wieder zum Ziel gelangen könnten. Nun gut, da wär dann erstmal ein Guide-Bootcamp fällig. Ich gelobe Besserung hoffentlich erinnere ich mich nicht mal dran ;)



Der Rest war dann für den Trupp ein klacks. Eine zähe Steigung hinauf Richtung Schöneseiffen machten wir quasi mit dem linken Kurbelarm und dahinter ging's nochmal schwungvoll durch ein dickes Matschloch. Den Uferweg an der Oleftalsperre nutze dann der ein oder andere nochmal um die letzten Körner zu verblasen oder die Innereien des Handys großzügig zu verteilen. Letztendlich kamen alle wieder nach ca. 60km und 1100hm wohlbehalten aber etwas dreckiger als zu Begin der Tour an der Staumauer der Talsperre an. Danke an Andre, Carsten, Michael, Manni, Eddy, Uli für die nette Begleitung an diesem perfekten Frühjahrstag. Ich hoffe es hat euch gefallen und wir haben uns nicht zum letzten mal gesehn.