22.03.2018

Die vier Schlammritter zu Burg Elz

ja es ist nicht einfach sich durch das Mittelalter zu schlagen ! Der Wille ist groß die Mittel sind rar. Da will die Kostbare Zeit reich genutzt werden. Und wenn man dann schonmal frei von Knecht- und Knappenaufgaben hat, dann muss man auch mal raus aus den heimischen Gefilden. Sodann trafen sich Ritter Schnippi "der Adler", Ritter Alex "knarzender Hinterbau",Ritter Manni "King of Mud" und Ritter Hubert "die Killerplautze".

Ritter Hubertus "Los Jungs ... Duschen !"

Der Rittertross morgens kurz nach zehn im Brohlbachtal
Lieblich lag sie da,die Mosel als die vier Recken auf ihren Alurössern in die Pedale traten. Zunächst gemütlich entlang des plätschernden Brohlbaches. Tendenziell ging's nach oben, gut zu treten der Boden war größtenteils noch gefroren. Sonnig Plätzchen offerierten aber schon was die Ritter erwartete. Nach einigen Kilometer entlang des Flusses nahmen die vier eine geschmeidige Abfahrt ins liebliche Elztal. Hier folgten sie träumerischen Pfaden. 
... über etliche Brücken führte uns der Weg ... 
... ohne diese wärs kalt geworden glaub ich ...



... machen aber auch Spass die Brückelchen ...

... und sind meist auch "schwerlasttauglich"

Der Thekenbaum im Elzbachtal

Im munteren auf und ab zogen die Ritter daher.Wurden oft zu Knechten degradiert mussten sie doch ob der kleinen aber sehr steilen Rämpchen ihr Aluross hinauf schieben. Einmal oben angekommen sattelten die Ritter flux auf und rauschten wieder zu  Tale. Diese Übung nennt sich "Ritterdreikampf" ( Schieben, tragen, stossen ) und ist die höchste Form der ritterlichen Fortbewegung. Daher wurde sie oft und gerne praktiziert. Mit stolz geschwellter Brust oder Bauch meisterten die vier Recken so des Teufels Kammer.
Ein Träumchen diese Ecke !

Ritter Schnippi belagert die Pyrmonter Mühle ...mindestens 5 Minuten lang !

Die da hatte zu ! Das fanden die Ritter doof ! 
Sogar durch den Hintereingang hatten wir keine Chance auf ein Stück Donauwelle !
Dann versuchten sich die Recken sich mit dem Sturm auf die Burg Pyrmont. Vollkommen unterzuckert musste jetzt eine Donauwelle ... oder zwei .... her ! Sie scheiterten jedoch an den unüberwindbaren Pforten der Burg, diese waren nämlich alle zu, Mittwochs Ruhetag. Tja da kann der Ritter nichts machen ausser belagern bis der Ruhetag vorbei ist. Das war uns  zu lange und so vernichteten wir bei den nahe gelegenen Wasserfällen unsere Vorräte.. so das haben die jetzt davon !
Die Sonne weichte derweil die Wege auf. Das liess das ganze zur Schlammschlacht werden. Die Elz warf uns den Schlamm nur so entgegen, wir warfen und teilweise regelrecht hinein. So passiert an einem kleinen aber knackigen Steilstück bei der Löffelmühle. Einzig Ritter Manni erlangte hier den Ritterschlag zum "Kind of Mud",wenn auch mit 200 Puls :D Alle anderen scheiterten mit einem dumpfen aber matschigen Einschlag. Daber war Ritter Alex noch der cleverste nutzte er doch das rumstehende Gehölz als Fallsicherung. Was ein gelächter ... :D
Ritter Schnippi mit der seitwärts Technik 
Diese Treppe erwies sich als echter Eierklopfer ! Aua !
Es begann nun der Sturm auf die Burg Elz. Auf und nieder immer wieder ! Dann versuchten uns vier Knappen mit Fällarbeiten aufzuhalten. Der mutige Ritter Schnippi und Alex, welche beide übrigends auch in der Zunft des Holzumlegens bewandt sind, schritten mutigen Schrittes voran. Auf Schleichfahrt näherten wir uns den Knappen. Diese schauten uns nur verdutzt an. Hatten wir uns doch auf wüste Wortgefechte gewappnet so war es diesen Knappen drissejal. Kein wunder sie schienen aus "liberalen" Ländern zu kommen. Hätten hier die üblichen deutschen Sherrifs gestanden es hätte vermutlich Mecker gehagelt. Aber so vier wackere Ritter auf ihren Alurössern ist natürlich auch eine respekteinflössende Erscheinung 
Ein träumchen diese Pfade

Da haben gestandene Ritter Pippi in den Augen

Dann war es so weit, die Burg Elz lag zu unseren Füssen. Die Eroberung konnte nur was für Sekunden sein. Denkste ! Geschlossen bis 25.3.18 ! Zum belagern wiedermal viel zu lange, Drohnen durfte man hier auch nicht starten lassen drum zogen wir geknickt von dannen. Es ging hinauf ... eine steile Teerrampe bringt uns auf die Höhe. Hier muss man gut was wegstemmen, aber das gute an steil ist meist das es schneller vorbei ist. Eine Plünderung des Neuhofs machte keinen Sinn, schien er schon lange verlassen. Drum näherten wir uns der nächsten Abfahrt. Dort vernichteten wir in der Sonne noch die letzten Reste unseres proviants und stürzten uns hinein ins Vergnügen. Serpentinchen, verblockte Steinpassagen ....herrlich ! Ein wahrlich ritterliches Spektakel !
Erobert sie ! Erobert Sie !

Ritter Hubertus mit braunem Knie ....

...der Trail der einem das braune an die Hose treibt !

Herrlicher Trail ... musste für ausgiebige Fotoshoots herhalten !





Es folgte das letze Gefecht. Die vier Ritter mobilisierten nochmal alle Kräfte, gaben ihren Alurössern nochmal Hafer und buchsierten sich 200hm hinauf. Ganz schön stramm das Programm heute ! Hatten die Männerschnupfen der letzten Wochen doch ihre spuren hinterlassen ! Aber ein Ritter muss tun was ein Ritter tun muss. So dämmelte man stoisch hinauf. Oben ! Das war dann am Kompusköppchjen. Dort sammelten sich die Ritter für ein letztes Gefecht aus der Höhe. Der Sturm auf Treis-Karden. Herrlich...Sonne, Moselpanorama dazu ein felsiges Pfädchen ... Ritterherz was willst du mehr ! So endete dann eine herrliche Moseltour. Schon allein wegen des Wetters hatte sich die Anreise gelohnt. Dazu feine Trails und Panoramapur, da macht das bisschen Schlamm auch kein veto :D

Was ein herrlciher Ausblick ! 
Die Schlacht ist geschlagen ! Die vier Ritter sind kapott !



Träumchen !