14.02.2010

Als die weiße Pracht zur weißen Pest wurde

Winterzeit ! Eigentlich ne feine Sache. Romantisch verschneite Waldwege laden zum Spaziergang ein und der öde Hang am Ortsausgang wird zum Mekka der Rodelfreunde. Am Anfang ist man j arichtig heiß auf das weiße Zeugs. Tolle Touren durch den Schnee. Bleibt das Zeugs dann länger liegen sagt man sich " .. och ja, lass ma nochmal was fahren wird ja bald abtauen !" Denkste ! Nun liegt der gefrorene Regen schon mehrer Wochen hier rum und denkt nicht dran zu verschwinden. Dabei ist schon mitte Februar und die Saison geht bald los. Kilometerfressen kann man knicken. Mittlerweile liegt die Pampe sogar schon 20-30cm hoch was abseits geräumter oder von Trekkern befahrenen Strecken schieben zur folge hat.




So auch heute wieder als ich mit Bikekumpane Udo ne Runde gedreht hab. Zunächst boxten wir uns auf Radwegen durch. Dann wurde bei der Mülldeponie Strempt ein schon recht knackiger Trail mit einigen Querstehern bezwungen. Wir hatten dann die riesen Idee bis Keldenich weiter auf "befarhrbarem" Untergrund zu fahren und dann wolltn wird uns irgendwie durch Königsfelder Tal durchwurschteln. Der erste Teil des Plans ging ganz gut, doch die Abfahrt ins Königsfelder Tal eendete dann nach einem Kilometer mit schieben. Ich schwöre ich habe noch nie, never ever, niemals eine breite Schotterpiste hinunter geschoben. Heute wars soweit ! Der Schotter lag unter guten 30cm Schnee was zur folge hatte das der Lenker nach links und rechts zuckte wie ein Metronom beim Prestissimo. Also erstma 20 min schieben. Zu Hause schauten wir uns erstmal die riesen Klötze von Eis, Schneematsch und Salz an die unsere Bikes gefühlte 5kg schwerer machten. Schnell waren wir uns dann einig: "Das muss runter". Also ab in den Waschpark. Auch sone hässliche Wintererscheinung- Hat man keine Nasszelle für Mountainbikes im Keller ist man ständig gezwungen das ding woanders sauber zu machen. Sonst kann man am andern Tag in der Garageneinfahrt Schlittschuh laufen. Ausserdem nagt mögen Bikes im gegensatz zu Fleisch keine Salzkruste ! Die Kette sieht dann aus wie Hulle und alles was aus normalenm Stahl ist oxidiert auch schnell rum. Also immer gleich einfetten. Und mal ganz abgesehn von dem zwanzig Lagen Textil die man sich um den vom Weihnachtsfest eh schon geschwängerten Wanzt schlingen muss. Alles in allem wird's auf die dauer lästig. Letzten Freitag beim Nightride hab ich gar nen Schnitt von 7,5 km/h in den Schnee gebrannt. Trainingsdaten sind also auch fürn A****. Das einzige was einen dann noch motiviert ist die Waage im Badezimmer. Solang die nicht unter 0,09 Tonnen fällt gibt's kein ebarmen. Also werde ich weiter vom Ehrgeiz zerfressen meine Stollen in den Schnee pressen. Und wenn's drei Meter Schnee hat. Immer in der Hoffnung das sich im Sommer die mühsam gesammelten Kilometer im Schnee doppelt auszahlen werden. Un dwenn nicht brauch ich mir wenigstens nicht vorwerfen zu lassen ich wär ein Schönwetterbiker ;) In diesem Sinne ....... ride on ! Der Frühling kommt bestimmt. 





30.01.2010

Wintertour für nen guten Zweck

Im Internet auf der Seite von gpsies.com hatte ich von einer Aktion gelesen bei der Läufer für jeden Kilometer einen Euro für einen guten Zweck "erlaufen", Run4Haiti nannte sich das.. Das gespendete Geld bzw. die gespendeten Kilometer gehen dann direkt an die Aktion Deutschland Hilft. Daraufhin hab ich mir gedacht ich könnt ja auch'n paar Kilometer beisteuern. Da's jetzt für meine Kalabamarennsandalen eigentlich etwas zu glatt ist und um ein paar Kilometer mehr zu schaffen absolviere ich dann halt meine Spendenrunde auf dem Bike. Eigentlich hatte ich mir nen 40 Kilometer langen Track ins Rurtal zusammengeschraubt. Da's aber wiedermal tierisch geschneit hatte und noch schneite war mir schon klar das das ziemlich übel werden kann. Dann rief noch Bikekumpane Eddy an und so strampelten wir zwei erstmal drauflos um zu schauen wie weit man kommt.



Los ging's ab Kommern dann über geteerte Feldwege, welche aufgrund von 10-20cm Schnee schon recht schwer zu treten waren. Vorbei an den Weingartener Höfen ging's in Richtung Berg. Hier fanden wir erste hohe Schneeverwehungen vor und beschlossen die Tour zunächst bis Berg auf der Landstrasse fortzusetzen. Hinter Berg ging's dann wieder auf Feldwegen weiter. Immer höher wurde der Schnee. Bis zur Landstrasse tendierte unser Schnitt zwischen 4 und 5 km/h. So beschlossen wir ein wenig auf der Landstrasse weiter zu fahren um dann nach Hergarten abzufahren. Das ging zunächst auch ganz gut. In Hergarten steuerten wir dann einen altbekannten Weg in Richtung Wolfgarten ein. Das hier ein wenig mehr Schnee liegen sollte war mir schon klar aber das es fast 40cm waren hätte ich nicht vermutet. Zunächst kamen wir auf platt getretenem und platt gefahrenem Schnee noch ganz gut vorwärts. Wir verließen dann diesen frequentierten weg und bogen in eine unberührte Schneepiste entlang des Schafbachs ein. Weia hier ging dann gar nix mehr. Wir hatten dann eigentlich nur zwei Möglichkeiten. Zurück nach Hergarten und nen anderen Weg suchen oder bis zur nächste Landstrasse schieben. Wir nahmen den Schiebejoker und so ging's dann zu Fuss weiter. Nach 1,5km schieben durch Knie hohen Schnee erreichten wir dann die Landstrasse. Ziemlich zäh dat janze ! Wir fuhren dann bis zum Parkplatz Tönnishäuschen um einen Blick in den Weg zur Kohlweghütte zu werfen. Da hier auch noch keine Landmaschine den Weg plattgewalzt hatte blühte uns wieder schieberei. So nahmen wir dann die geteerte Variante nach Düttling hinunter. Hier steuerten wir dann unsere Bikes über die Lukasheide hinunter nach Bergbuir und dann weiter durch die schöne Winterlandschaft nach Glehn und Hostel. Von hier aus ging's dann zielstrebig zurück nach Kommern. Ohne Schnee hätten wir uns auf dieser Tour wahrscheinlich zu tode gelangweilt, mit Schnee wars dann doch recht anstregend und hier und da kleite das Bike auch mit dem Lenker ganz schön aus. So hatten wir am Ende 35km von den anvisierten 40km gesammelt.  Ich spende dennoch die vollen 40km kann ja keiner was für unser versagen :)




01.01.2010

Das Jahr 2009 - Biken at it's best !

Die MTB Saison 2009 war bisher die beste. Hubert konnte eine Menge Zeit auf dem Sattel verbringen. Dabei wurde so einiges erfahren. Ich nahm das erste mal im Leben an einem MTB Marathon teil, fuhr bei einigen tollen Veranstaltungen mit und es wurden viele schöne Touren gedreht. Ein Highlight war auch der Urlaub in Leogang wo ich erste richtige Alpine Erfahrungen sammeln konnte. Das alles geht natürlich auch nur wenn man jemanden hat der das ganze toleriert und auch ein wenig unterstützt, danke dafür Schatzi ! Schatzi findet übrigends auch immer mehr gefallen am MTB und fährt immer öfter mit durch die heimischen Wälder. Mitfahrer hatte ich auch ne ganze Menge im Jahr 2009. Einigen Leuten aus dem MTB Forum konnte ich Gesichter zuordnen und auch so habe ich viele neue Leute beim biken kennengelernt. Seit Mitte des Jahres konnten wir in Kommern sogar einen kleinen MTB-Treff etablieren der sich seither zu regelmäßigen Ausfahrten trifft. Der Pannenteufel schlug auch dieses Jahr wieder ordentlich zu: ich verschliss ein Schaltwerk, ein Schaltauge, eine Federgabel, zwei Hinterradfelgen und ein paar Schläuche. Aber wo gehobelt wird da fallen ja bekanntlich auch Späne, denn in noch keiner Saison konnte ich so viele Kilometer runterreißen wie in dieser. Nicht zuletzt weil ich mich sportlich fast nur noch auf's biken konzentriere und den Fussball ganz drangegeben habe. Dabei kamen dann satte 6.220 km und 102.370 hm zusammen, soviel zur Statistik. Aber zahlen sind ja bekanntlich Schall und Rauch so freue ich mich schon auf dei kommende Saison in der ich wieder den ein oder anderen Marathon bestreisten werde und als Höhepunkt steht im Juli mein erster Alpencross an. Bis dahin heist's weiter fleissig trainiern.

In diesem Sinne: Hubert wünscht allen Besuchern der Website ein gesundes und erfolgreiches Jahr 2010

20.12.2009

KRKADS-Knecht - Ruprecht - Knüppel - Aus - Dem - Sack

An einem sehr kalten Dezemberwochenende fanden sich ein paar Winterharte Biker im beschaulichen Kommern zusammen, um die Knecht-Ruprecht-Knüppel-Aus-Dem-Sack- Tour zu fahren. Dabei sollte es sich um eine Runde über Trails der näheren Umgebung handeln, wobei es dann hin und wieder was aus dem Sack gab. Aufgrund der frostigen Temperaturen ließ Knecht-Ruprecht den Knüppel zu Hause und packte etwas Frostschutzmittel ein. Eingeladen waren viele doch letztendlich blieb es bei drei Teilnehmern, kein wunder zeigte der Tacho "nur" -5°C beim start der Tour an. Am Tage zuvor warens sogar satte -10°C was wahrscheinlich auch schon einige Teilnehmer abschreckte. Hinzu kam noch ein laues Windchen und drei bis vier Schneeflocken. Udo, Donner und Hubert liessen sich jedoch von nichts abbringen und kurbelten zunächst mal in Richtung Wolfgarten. Das vorhaben wurde irgendwo hinter Hostel verworfen, jammerte einer der Teilnehmer bereits über Zugluft in der Unterhose. Wir drehten dann ab und verschwanden im Eickser Busch. Beim Waldkapellchen gabs dann erstmal was aus dem Sack. Weiter hinauf am Freillichtmuseum vorbei wurde ein Einkehrschwung in Kommern Hang geübt. Nach reichlich Frostschutzmittel und dem entfrosten der Füsse vor dem Kamin ging's weiter. Vorbei an der Tingstätte und durch dem Mühlenpark steuerten wir die Barbarakapelle an. Auch hier hies es wieder: "... aus dem Sack !" Mit roten Bäckchen und gefühlten 28°C im Schatten gings dann hinunter nach Burgfey. Zielstrebig ging's dann in den Trail beim Feybach in Katzvey. Danach ging's durch den Schuwaldtrail in die Schavener Heide. Hier steuerte man dann eine Trailabfahrt nach Schaven an wo Knecht Ruprecht dann seine letzten Reste aus dem Sack holte. Das Trio-Infernale steuerte daraufhin wieder gen Heimat wo die Tour noch einen feucht-gemütlichen Ausklang im Stollen fand. 

Fazit: Das sollte eine feste Instution am Ende des Jahres werden, hat ne Menge Spass gemacht.














06.12.2009

Ahrtahlglühen mit den Tomburgern.

Zum Nikolaustag hatten die Tomburger ins schöne Ahrtal zum Ahrtalglühen eingeladen. Das ist bei denen anscheinend Tradition, da es schon öfters stattgefunden hat. Organisator der Tour war Uwe, der wahrscheinlich schon zwischen Koblenz und Köln hinter jeden Stein der Eifel geschaut hat. Ich sammelte in Euskirchen noch Martin und Jürgen ein und dann flitzten wir im Familienbomber nach Ahrweiler zum Bahnhof. Hier wartete bereits eine schar an Bikern. So nach und nach traf dann die ganze Horde ein. Michael hatte für die ganze Truppe "Weckmänn möt Pief" gebacken, super Aktion, ich bekam auch einen ab, thx Micha ! Nachdem dann genug rumgeschwad war kurbelte man so langsam los.

Zu den Tomburgern gibt's eigentlich folgendes zu vermelden: ein Trupp Biker und Bikerinnen, die sich regelmässig an der Tomburg bei Rheinbach oder auch an anderen Orten der Eifel zum gemeinsamen biken treffen. Dabei habe ich bisher schon einige Verhaltensregeln / Schemen entdeckt: zum einen fahren Tomburger NIE zum Spass ! Zum anderen kommen immer weniger Tomburger ins Ziel als am beim Start losgefahren sind. Unter diesen Regeln tat man sogleich das nötigste um einen Mitstreiter loszuwerden. Diesen versuchte man auf einer glitschigen Brücke im Brückentrail beim Kalvarienberg loszuwerden. Der arme Kerl lag Rücklings im Bach und schien langsam von hinten vollzulaufen. Man half im wieder auf's Bike und weiter ging die Rutschpartie über die letzten paar Brücken. Dann wurd's erstmal still. Ein längerer Anstieg zum Steinhalskopf sorgte für den ein oder anderen roten Kopf ! Hier oben war viel los, ne "Glöhwingbud" war aufgebaut und einige Leute machten auf Feuerchen auch Glühwein heiß. Ich zog mir auch ein Becher von dem würzigen Gesöff rein. Dan ging's weiter. Über Häuschen ging's durch de Bösch nach Ramersbach. Einige kleinere Trails lagen auf dem Weg. Beim Steckenbergturm wars dann langsam etwas dunkler, so das die Beleuchtung ins Spiel kam. Den folgenden Trail nahmen noch alle Teilnehmer souverän. Uwe gab jedoch sein bestes im folgenden weitere Tomburger abzuwimmeln. Er unterlag ja schliesslich dem Regelzwang ! Beim Lennetrail gab's dann tatsächlich einen wüsten Einschlag. In einer Senke hebelte es einen Mitstreiter ( Namen sind Schall und Rauch ! ) aus. Dieser machte demzufolge "en Jeseeschsbremsung" was auf Deutsch so viel heisst wie "Aua". Der Schreck stand auch einigen anderen ins Gesicht, nach einer ersten Diagnose von Fr. Dr. Redfraggle gab's Entwarnung. Die Nas wurde "Jetäpt" der Teilnehmer wurde von Martin sicher zurück zum Bahnhof geleitet. Der Rest der Truppe fuhr dann etwas verhaltener weiter. Es rüsselte jedoch hier und da dennoch den ein oder anderen hin, ging aber alles glimpflich ab. Krönender Abschluss der Tour war dann die Winkelgasse im dunkeln. Sah super aus wie die vielen kleinen Lämpchen da runter kamen. Nachdem wir unsere Freude über das gerade erlebte wieder gut versteckt hatten ( bed. Reg. No. 1 ) steuerten wir den Weihnachtsmarkt in Ahrweiler an wo die Tour dann ihren Ausklang fand. Resüme: Hat Spass gemacht mit euch Tomburgern, auch wenn ich somit gegen die Regel verstosse :)
 


 

04.11.2009

Nightride Saison 2009 ist eröffnet.

Nachdem ich mir nun auch endlich mal eine vernünftige Lampe zugelegt habe, kann die Dunkle Jahreszeit ruhig kommen. Nach einem Pannenreichen ersten Nightride letzte Woche, wir hatten sage und schreibe drei defekte Schläuche dabei, geht's diese Woche richtig los. Heuer war ich mit Wilfried und Carsten eine Runde in der näheren Umgebung von Kommern unterwegs. Nachtbiken ist schon was ganz anderes. Man muss sich bei der Orientierung schon ein wenig mehr konzentrieren zumal zur Zeit das Laub die Wege recht unkenntlich macht und auch die ein oder andere Überraschung verbirgt. Aber mit der richtigen Ausrüstung macht das ganze mächtig Spaß. Morgen geht's dann mit Martin von Euskirchen aus Los. Muss auch denn nur so kann man fleissig Punkte für den Winterpokal sammeln.

Hier noch ein Bild vom Nightride:

31.10.2009

Hubert unterwegs mit dem RSV Euskirchen

An einem schönen Samstagmorgen reiste ich zusammen mit Bikekumpane André nach Walporzheim an der Ahr. Der RSV Euskirchen hatte zur Abschlusstour 2009 geladen. Die Tour wurde dan organisiert von Martin, einem regional sehr bekannten Biker der auch schon so manche Seite der Bike schmückt. Es traten dann einige weitere Mitfahrer an, die auch alle dem RSV anzugehören schienen. Mit Martin, Henning, Andre und mir warens dann vier Leute die vorwiegend auf dem MTB sitzen die anderen sechs treten hauptsächlich auf dem Rennrad in die Kurbel. Getroffen haben wir uns auf einem Wanderparkplatz unterhalb der Katzley, einem alten Steinbruch, wo's dann auch gleich in den ersten Trail ging. Hier warteten dann auch gleich ein paar kleine Prüfungen. Ein Absatz der bei mir Zahnverlust am Kettenblatt bedeutet hätte hab ich dann auch getragen. Für Henning und Martin genau richtig zum warm werden.

Nach einer kurzen Asphalteinlage über den Ahrtalradweg ging' laaange hinauf zum schwarzen Kreuz. An dem ersten längeren Anstieg zogen die RR'ler gleich vorne weg. Ich dämelte gemächlich der Meute hinterher.Oben steuerten wir dann den nächsten Trail an. Es ging den Neuenahrer Berg in Spitzkehren hinunter. Ein feiner Trail der seeehr viel Flow hat, man kann die Spitzkehren richtig schnell fahren. Henning und Martin zeigten mir eine gute Linie durch Kurvengewirr. Nach diesem ersten endorfinschub ging's wieder hinauf zum schwarzen Kreuz und diesmal dann zum Steckenberg wo auch wieder feine Trails auf uns warteten. Darauf zündete Martin ein wahres Trailfeuerwerk. Es ging über den Lennetreil, die Achterbahn und die Winkelgasse. Ein Tail spaßiger als der andere. Unten war ich dann vor lauter grinsen im Gesicht kurz vor der Gesichtsstarre. Jetzt kam erstmal was zum entspannen. Nach kurzer Überführung durch Ahrweiler ging's zum Calvarienberg und dem dortigen "Brückenpfad". "Alter Schwede wo ist denn hier der Gondoliere ?" dachte ich so. Ich weiss nich mehr wie viele kleine Holzbrücken über diesen schmalen Bach führten, schätze mal so sieben bis acht.

Hier rauf folgte dann wieder ein Anstieg zur Katzley. Leider musst Rainer hier die Tour abbrechen, es ging ihm nicht mehr so gut, gute Besserung noch mal, hoffe des war nix schlimmeres Rainer ! Der Katzley-Trail war dann schon etwas derber. Die Spitzkehren waren hier schon bedeutend enger und auch teilweise felsig und steil. Henning trickste in einigen Serpentinen dermaßen das ich vor lauter zugucken fast selber das fahren vergessen hätte. Unglaublich was der Kerl mit dem Bike anstellt. Einige Spitzkehren waren auch hier für mich nicht fahrbar. Egal, ist noch kein Meister vom Himmel gefallen also schön weiter üben. Nun ging's wieder hinauf auf den Krausberg. Nach kurzem Plausch mit den Wanderern an der "Gipfelstation" stürzten wir uns in die nächste Trailabfahrt. Ein paar geile Serpentinen später war der Spass schon wieder vorbei. Schade, das könnt ich den ganzen Tag machen. Aber einen hatte Martin noch. Nach einem letzten recht zähen Aufstieg zur Alfred-Dahm-Hütte folgte ein würdiger Abschluss der Tour. Ein Trail mit 14 Spitzkehren schlängelte sich den steilen Hang hinunter. Hier kam ich dann auch immer besser zurecht. Linksrum ging's ganz gut rechtsrum musst ich hier und da noch den Fuss aufsetzen. Allerdings hatte ich nach einigen Kehren ganz schön Aua vom Bremsen an der rechten Hand. Wahrscheinlich doch noch zu verkrampft ;) Unten stießen wird dann noch auf eine große Gruppe Wandervolk die staunend stehen blieben und dem Treiben zuschauten. Die machten sogar Fotos von den Bikern im Hang. Wahnsinn, hab ich in der Eifel so noch nicht erlebt, so sollte das immer sein.

Wir rollten dann noch gemütlich das kurze Stück bis zum Parkplatz aus und packten die Bikes wieder ins Auto. Ein perfekter Tag auf dem Bike war zu Ende. Perfektes Herbstwetter, super Trails und ne super lustige Truppe unter kundiger Führung eines klasse Guides. Danke für diese tolle Tour Martin !

18.10.2009

Kirmessonntag mit Hubert oder Wet wet Grass, makes the as nass !

Sonntag morgen. gerade mal 1°c zeigte das Thermometer beim Bröcthen holen. Locker bleiben bis 10 is noch lang. Dann wars 10 und es waren schon 5°C, na immer hin. Udo kam mich schon zu Hause holen, na gut ich war 2 Minuten zu spät. An de Kirmesbud warteten dann jedoch keine weiteren Mitstreiter. Udo hatte zwar jemanden gesehn, dem wars aber vielleicht doch was z ukalt geworden oder so.




Also ging's mit zwei Teilnehmern los. Zunächst über altbekannte Trails am Tennisplatz Kommern-Süd und im Bergschadensgebiet in Mechernich. Hier ging Udo mit 1:0 in Führung, kurz darauf komponoierte ich durch einen Geistesblitz das Tourmotto ( siehe oben ). Hierauf folgte hnter Bergheim ein wurzeliger Trail hinunter nach Vollem. Zwischendrinn hatten die Hobbyförster mal wieder ganze Arbeit geleistet. Die Deppen haben das Holz über die komplette Wegbreite gestapelt so das eine Kletterpartie vom feinsten notwendig war. Unten gings dann bei Urfey ins Königsfelder Tal hinein. Wie ich finde eins der schönsten Täler in der näheren Umgebung und ganz besonders im Herbst wenn die Sonne auf die bunten Bäume scheint. Das Tal verließen wir dann nach Keldenich worauf's hinüber zur Stolzenburg ging. Nach kurzer Rast folgte der Trail hinunter nach Urft. Durch das feuchte Laub mauserte sich manch wurzelige Passage zur Rutschpartie. Unten folgte dann ein Anstieg und ein weiterer Trail hinunter zur Urft. Auf der anderen Seite des Flusses gings dann wieder hinauf, flach kann ja schliesslich jeder ! Wir folgten dem Eifelsteig. Oben bogen wir dann rechts in einen weiteren Trail ein. Nach ein paar Meter war dann auch erstmal schieben angesagt, das Hinterrad war am "dörschdrähe wie beklopp". Schwer matschig hier. Weiter durch herrliche Herbstwälder ging's hinter der Hallenthaler Mühle einen weiteren Trail hinauf nach Steinfeld. Der war janz jut zugewuchert. Wir sammelten an Armen und beinen so komische Seeigel ein. Am Kloster dann erstmal ne kruze Rast. Paar Energieriegel wegjeputzt und was getrunken. Runter ins Tal und auf der anderen Seite wieder hinauf nach Rinnen durch einen Steinbruch. Dann nochmal runter in den Ort und nochmal rauf zum Pferdekopf nach Golbach und über eine schöne Abfahrt nach Straßbüsch. Hier beschlossen wir dann den direkten Weg in die Heimat zu nehmen da wir für heute von matschigen Trails genug hatten. Über Kall gings dann am Bleibach entlang bis nach Strempt und ab hier über Elisabethhütte und den Mühlenpark nach Hause wo's auf der Kirmes dann erstmal nen leckeren Kakao mit Rum gab. 



Schön herbstliche Tour mit very matschigen Trails.Das ständige auf und ab forderte den ganzen Biker. Schade das wir "nur" zu zweit waren, mit ein paar Teilnehmern mehr wärs sicherlich noch lustiger geworden. Die Tour sollte jedenfalls im Sommer nochmals wiederholt werden, damit man die Trails mal bei trockenem Geläuf genießen kann.


14.09.2009

Rhens, mein erster Marathon !

Naja, eigentlich kein richtiger denn der Marathon als Rhens ist ehe als sportliche Touristikfahrt mit Massenstart ausgeschrieben. Im März erfuhr ich von zwei Radrebellen vom Marathon in Rhens am Rhein. Diese waren von der Veranstaltung begeistert und meinten das ich doch einmal mitfahren solle. Hab mich dann nochmal im Internet kundig gemacht und entschieden das Ding ist gebongt ! Sonntagsmorgens ging's dann schon um 5:00 Uhr aus den Federn. Alter Schwede war das früh. Ich muss wohl mit dem Klammersack gepudert sein so früh fürs Mountainbiken aufzustehen. Um kurz vor sechse ging's dann los. Mit Ilka und Holger nach Kalkar, dann wurde die Gruppe um Petra, Peter, Caro, Hans und Hans-Georg erweitert, in Arloff packten wir Robert ein und in Rheinbach Julia, Volker und Torsten. Wie es sich gehörte für Sonntagmorgen war die Autobahn frei, wer ist auch schon so ballaballa außer uns und reist schon durch die Gegend. Nach der Anmeldung wurde erstmal gefrühstückt. Das war im Startgeld mit drin und war doch recht zufriedenstellend. Noch schnell auf die hoffnungslos überforderte Toilette und dann stellten wir uns so langsam in die Startaufstellungen. Ich hatte mich für die 50km Runde angemeldet, wie die anderen auch, bis auf Hans der fuhr die 75er. Und Petra, die war für den Teamsupport zuständig :) Pünktlich um 09:00 Uhr fiel dann auch der Startschuß. Es tat sich jedoch zunächst nichts. Es waren 870 Teilnehmer an den Start gerollt so das es zunächst einmal eine weile dauerte bis sich alle Biker in Bewegung gesetzt hatten. Nach geschätzten 3 Minuten ging's dann los. Durchs Stadttor rollten wir gemächlich an und kamen kurz dahinter auch gleich zum stehen. Stau ! Die Strecke zweigte nach gerade mal einem oder zwei Kilometer links in einen schmalen Feldweg was zu einem weiteren Stau führte. Hier standen und schoben wir dann weitere 5 Minuten bevor's dann erstmalig ein wenig flüssiger vorwärts ging. Ilka, Holger und Hans-Gerog waren beim Start noch direkt hinter mir, ich hatte sie jedoch schon nach den ersten Kilometern irgendwie aus den Augen verloren, also gab ich erstmal Kette rechts. Es ging zunächst mal gleich fies hinauf bis zum Kronenhof, wo dann rechts rum der erste Trail in die Wolfsdelle wartete. Nach dem kurzen Stück hinunter ging's am Mühlenbach entlang wieder leicht bergan. immer wieder zogen von hinten schnellere Fahrer vorbei und auch ich konnte zunächst ein paar Teilnehmer trotz noch moderatem Tempo hinter mir lassen. Dann kams nochmal zu einer Engstelle. Die Auffahrt auf den Födersbacher Berg war schon ziemlich augelutscht und steil so das hier auch aufgrund der Anzahl an Bikern nur schieben angesagt war, dachte ich ! Bis von hinten ein paar Cracks den Hang hinauf geknallt kamen als ob's nix gewesen wäre. Schon beeindruckend was denn möglich ist. Als "fast" 0,09 Tonner musste ich jedoch weiter schieben. Oben dann wieder auf den Sattel, die Steigung war jetzt modrater. Auf einer Forstautobahn gings in Spitzkehren den Hang hinauf. Unterwegs schloss ich auf Robert auf. Nach einem kurzen Plausch trat ich wieder meinen Rhytmus und fuhr weiter. Kurz darauf schloß dann Torsten auf mich auf. Wir fuhren dann eine ganze weile zusammen. Zunächst schoben wir am ersten Verpflegungsstand etwas Flüssigkeit und Obst nach, dann stürzten wir uns in den nächsten Downhill. Ziemlich schnell gings hier runter und durch diverse Schotteraufwürfe konnte man hier und da mal nen Sprung wagen. Nach einer kurzen Rampe ging's dann wieder hinunter Richtung Rhein. Immer wieder waren tolle Waldwege dabei die durch Fahrrinnen auch ein klein wenig Fahrtechnik forderten. Dann ging's auf Asphalt in engen Kehren hinunter zum Rhein bzw. Petersbach. Gleich dahinter in den nächsten Uphill. Ich konnte Torsten zunächst noch ganz gut folgen, im Uphill fuhr er mir aber jedesmal ein wenig davon, naja egal, muss man mal beißen. Vom Ohlenberg ging's dann in den berüchtigten Trail den Weinberg hinunter. Hier hatten Torsten und ich einen Experten der Gatttung "Wie fahre ich über meine Verhältnisse" vor uns ! In jeder Spitzkehre war der Kandidat kurz vorm Sturz und er bremste uns jedes mal zusammen so das der an sich schöne Trail ein wenig seinen Spass verlor. Dabei war der gar nicht so schwer wie erwartet. Dem entsprechen waren Torstens und mein Hals unten geschwollen. Also erstmal wieder frei blasen. Nach einer weile am Rhein entlang ging's auf Asphalt den Petersberg hinauf. Auch mal ne niedliche Rampe. Ham wir aber ganz gut gemeistert und oben dann erstmal relativ flach auf der Höhe entlang geradelt. Am nächsten Verpflegungsstand trennten sich dan Torstens und mein Weg, Torsten beschloss schnell weiter zu fahren was auch für mich o.k. war fuhr ich doch eigentlich einen Tick über meine Verhältnisse. Nach ein wenig Apfelschorle und nem Banänchen ging's weiter im Weinberg. "Puh, ganz schön warm hier" fiel mir mal nebenbei so ein ! Bei der nächsten Rampe merkte ich langsam das die Beine schwer wurden. Denke das auf dem Jakobsberg mein Kopf genauso rot war wie mein Helm :)



Am Christkopf wartetet dann die nächste schweinerei auf die Teilnehmer. Es ging in eine fiese Rinne hinein. Die war mit Gehölz zugeworfen und in der Mitte war nur eine schmale Fahrspur, zudem wurde das Teil nach oben immer steiler und steiler. Ich fuhr zusammen mit 4 weiteren Kandidaten in die Rinne hinein. Keiner wollte absteigen aber unsere Köpfe schienen gleich zu platzen. Dann ! Endlich stzte einer den Fuss auf den Boden und alle anderen folgten. Also schoben wir mit einem grinsen im Gesicht den Hang hinauf. Oben dann erstmal wieder aufsatteln und hinunter. Aber nur kurz der nächste Anstieg wartete schon. Es ging am Tauberbach hinauf, zunächst gemächlich und oben dann nochmal fies steil. Hier überholte mich dann auch Hans, der auf der 75km Runde unterwegs war. Nochmal schönen Dank für den Fahrtwind Hans, das hat den Berg rauf schon geholfen :) Oben dann am letzen Verpflegungsstand nen Becher Wasser reingequält. "Nur noch 5km den Berg runter !", quäkte der Mann hinterm Stand. "Jaja" dachte ich und erwartete nochmal ne Schweinerei. Aber er sollte "fast" recht behalten. Es ging wirklich nur noch bergab. Aber es ging am Ende nochmal über einen Wiesentrail der so derbe ruppig war das das gar nicht gut für die dritten war :) ! Mit nem Hardtail musste man hier schon aufpassen das es einem nicht den Lenker aus den Händen schlägt. Also festkrallen und nochmal Kette rechts bis ins Ziel. Nochmal für den Fotograf nen BunnyHop gemacht und dann war's endlich geschafft. Total ausgelutscht trödelte ich ins Ziel über die Treppe ans Rathaus wo ich dann von Petra, Peter und Torsten empfangen wurde. Nach und nach trudelten dann auch die anderen wieder ein. Dann mal unter die Dusche. Wusste gar nicht das Duschen so schön sein kann ! Nach ner "Kump Nudele" und ein paar Kaltgetränken machten wir uns dann auf die Heimreise.



Super Wetter, super Tour, super Verpflegung, super Dusche ! War ne tolle Veranstaltung. Einzig der Stau am Anfang der Tour war ein kleiner Wehrmutstropfen. Aber schätze der Veranstalter war mit über 800 Teilnehmern überfordert und ich bin sicher das die's im nächsten Jahr verbessert wird. Alles in allem bin ich mit mir zufrieden. hatte ich mir vorher irgendwas zwischen drei und dreieinhalb Stunden als Zeit vorgenommen so lag ich dann letztendlich noch im Soll. Mit ein paar Kilo weniger auf den Hüften und ner vernünftigen Vorbereitung ist sicherlich noch was drin. Aber das kann man dann ja näcchstes Jahr machen, denn hier war ich sicherlich nicht das letzte mal ! Danke an Ilka, Holger, Petra, Petra, Caro, Robert, Julia, Voler, Torsten, Hans und Hans-Georg für diesen tollen Tag !



Distanz: 50 km;
Höhe: 1300hm
Max.Steigung: ca. 27%
Zeit: 03:26:21 ( incl alles )
Platzierung: 230 von 441


12.09.2009

Vulkanbike 2009 in Daun

Die Wolken hingen noch tief als ich das Haus am Samstag morgen verließ. "Hm, wird schon." dachte ich und sammelte erstmal die anderen Mitstreiter ein. Für meinen zweiten Marathon hatte ich mir den Vulkanbike in Daun ausgesucht. Es hatten sich bereits ein paar bekannte angemeldet, andere sollten noch hinzukommen. Zuerst sammelte ich Bikekumpane Holger "Bergziege" ein, leider konnte Fr.200Puls nich mit, wir hätten bestimmt die 220 geknackt ! Weiter gings ins Nachbardorf . Es schlossen sich Georg "Cappuccino-Tourer", Ute "Ich-fahr-mal-eben-unter-die-TOP10", Hans "Killerwade" und Klaus "Ich-mach- alles-platt" dem Tross an. Kurz vor der Autobahn sammelten wir noch Carsten "Michelsberg-bezwinger" ein. Der Convoy war komplett und wir schossen ab gen Daun. In Daun wurd erstmal ausgepackt, umgezogen, aufgepumpt, gefrühstückt, angemeldet, nach gemeldet, jeluurt, jeschwaad un mal die Lage gepeilt. Ups, schon nach neun jetzt aber schnell in den Startblock. Wir hatten uns alle bis einen für die Halbmarathon Distanz eingeschrieben. Carsten wollte für seinen ersten Marathon die kurze Distanz mal probiern. Holger, Georg und ich standen dann im 4. und letzten Block, die anderen zwei Blocks vor uns. Es dauerte dann doch noch eine ganze weile bis zum Start. Kalter Eifelwind ließ die Mitstreiter bibbern, manch einer hatte Gänsehaut wie 40er Schmirgel. Da zahlt sich doch mal wieder so ne kleine Killerplauze wie ich sie hab aus :)



Nach dem "Yeeeha"-Start ging's erstmal relativ locker los.Der Star der Veranstaltung, Bart Brentjes war mittlerweile schon eine Stunde frührer ins Rennen gegangen und wahrscheinlich schon fast rum. Meine Knochen waren kalt und mussten erstmal wieder gangbar gemacht werden. Nach ca. nem Kilometer fuhren wird dann über die rote Matte, ab hier wurde die Zeit genommen. Holger und ich machten trotzdem erstmal relativ locker weiter, die Keulen waren immer noch eingefroren. Hinter Rengen zwängten wir uns dann durch eine Unterführung die unter der Bundesstrasse durchführte. Links Beton, dann ein halber Meter zum fahren links Wasser. Kleines Abenteuer hier, möchte mal wissen wie der erste Block hier reingeflogen ist. Dann kamen erste 100hm zum warm werden. Oben wars schon etwas wärmer, aber immer noch lauwarm. Also das ganze nochmal. nach dem zweiten 100hm Hübbelchen bei Hörscheid war dann Betriebstemperatur erreicht, die Pulsuhr konnte abgelegt werden denn der Herzschlag war im Hals zu spüren.




Also nahmen wir langsam fahrt auf. Vor dem Schalkemehrener Maar wartete dann eine etwas längere Steigung und nochmal eine kurze Rampe auf Gras hinauf zur ersten Verpflegungsstation. Hier wurde erstmal das Blösje geleert, mussten wir beide schon seit dem Start pinkeln. Auf dem Zaun des Segelfluggeländes war dann auch lieblicher Weise kein Strom drauf sonst hätte man am Verpflegungsstand nochn paar Bratwürste verkaufen können. Nach ein wenig Verpflegung ging's dann weiter. Über wein wenig Trail, staubige Abfahrten und hier und da auch mal ein wenig kniffliges aber nie wirklich schwieriges Geläuf erreichten wir die Üdersdorfer Mühle. Holger und ich nahmen uns dann immer wieder vor etwas langsamer zu fahren um nicht schon frühzeitig zu ausgebrannt zu sein. Das klappte meistens immer so lange bis wieder irgendwer in Sichtweite kam. Vorbei an lustigen Cowboys mit Stubis am Hals gings über perfekt zu fahrende Wege an der Lieser entlang. Irgendwie hab ich das gemütlicher in Erinnerung.




Es folgte nach der überfahrt der Lieser eine kurze Rampe und dann eine längere doch recht zähe Steigung um Üdersdorf herum. Dann folgte aber auch zur Regeneration die zweite Verpflegungsstation und ne genauso lange Abfahrt zum Weiersbach, welcher durch ne Eigenbau-Brücke aus Alu-Gerüstbohlen überquert wurde. Nun wurds nochmal schmerzhaft. Es ging zunächst gemächlich dann jedoch steiler und steiler über ne Skipiste den Mäuseberg hinauf. Hier hatte Holger dann pech. Er musste absteigen da vor ihm eine Dame fast den Adler gemacht hätte. Er klagte aber auch schon seit geraumer zeit über schmerzen im Knie und schob erstmal ein wenig. Die Piste hier rauf war ganz schön zäh, links und rechts des Weges standen neben zahlreichen Zuschauern auch andere Biker deren Gesichter waren so rot und weiß wie das Trikot vom FC. Aber auch an mir nagte jetzt die Schwerkraft. Die Stengel die da die Kurbel betätigen sollten taten dies nur noch widerwillig so das ich am Gipfel des Mäusebergs ziemlich platt ankam. Da ich nicht wusste was jetzt noch so alles folgte beschloss ich erstmal wieder was Energie zuzuführen. Muss wohln lustiges Bild gewesen sein wie sich so mit einer Hand am Lenker und der anderen am Energieriegelchen den Singletrail am Dronketrum runtergezirkelt bin. War mir dann doch zu haarig, also stopfte ich dasTeil direkt komplett in die Schnauze was kurzeitigen Sauerstoffmangel zur folge hatte. Ejal, muss weitergehn. Ich lief dann auf langsamere Biker im Trail auf. Überholen war nicht und so eierte ich erstmal hinten dran. Holger lief dann auch wieder auf. Die folgende Abfahrt ließ ich dann die Bremse lange offen und überholte erstmal die Trailbremsen. Der Rest war dann doch easy-going. Es folgte ein Stück Maare-Mosel-Radweg. Kurz vorm langen Eugen überholte mich dann einer recht zügig, ich hing mich erstmal hinten rein. Aber da hinterherfahren nur Asi ist, zog ich vorbei und wir machten nen Zug auf dem sich dann noch zwei weitere Sportskameraden anschlossen. War schon lustig das Teil mal mit 40 Klamotten in Richtung Daun zu fahren. 



Hinterm Bahnhof ging's dann über die Lieser und nochmal eine letzte Steigung hinauf zum Forum. Hier traten dann alle nochmal kräftig an um dann mit Zweehundort-Buls ins Ziel zu rollen. Holger war dann auch kurz hintermir im Ziel, er hatte zwar meinen Zug auf dem Radweg noch gesehn, kam aber alleine nicht mehr ran. Ute, Hans und Klaus waren bereits im Ziel, Georg kam dann eine halbe Stunde später an, der hatte wahrscheinlich unterwegs noch gegrillt :) Carsten war auch ziemlich gleichzeitig mit uns am Ziel, er hatte sich auf dem ShrotTrack rischtisch ausgetobt, schätze er ist jetzt auch MTB verseucht. Respekt auch an Ute die unter die TOP 20 der Frauenklasse und in ihrer Alters-Klasse sogar unter die TOP 10 fuhr und an Klaus der gut 20min vor mir im Ziel war und den 8. Platz seiner Altersklasse holte. Nimmersatt Hans fuhr abends noch die RWE-Bikenight mit, der war noch scharf aufn Cowboyhut. Villeicht hätte er mal die Jungs mit den Stubis an der Lieser fragen sollen.

Tolles Event ! Das gute Wetter war schon die halbe Miete. Dadurch war die komplette Strecke bestens zu fahren und bot immer guten Grip. Die Streckenführung war sehr flüssig zu fahren, es waren zwar Rampen dabei die waren aber gut anzufahren und nicht als Ü-Ei versteckt. Verpflegungsstände waren auch ausreichend ausgestattet und auch der Startmodus mit den Blockstarts in 5 Minutenabständen fand ich angenehm. Dadurch war die Strecke nie wirklich vollwas auch wieder dem vorankommen zu gute kam. Allerdings muss man auch sagen das man schon ein paar Euronen an Startgeld hinlegt. Ist halt doch ein ziemlich großer Aufwand, der aber auch anders bei knapp 1500 Startern wahrscheinlich nicht anders zu handeln ist. Dank an die Mitfahrer, es war mir ein Fest !

 
Distanz: 60 km
Höhe: 1300 hm
Max. Steigung: ca. 19 %
Zeit: 03:05:02