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14.10.2012

Eifler Waalwege und Historisches

Am heutigen Sonntag sollte es nochmal in eine Gegend gehen wo ich schon länger nicht mehr war. Die Köter griffen am Hasselbachgraben und am Westwallwanderweg an. Dazwischen ein wenig auf und ab und hier und da ein spassiges Trailchen. Los ging's diesmal ab Rurberg. Zwanzig vor Zehn war hier noch alles am schlafen. Also erstmal den lecker Trail am Campingplatz angesteuert. An dessen Ende gleich mal watt zum warmwerden, ein, zwei kurze Schiebestücke. Danach hinauf, vorbei an Wanderhorden und später ein erstes "Batterientausch", Ärmelabreiss und Pinkelpäuschen.


   

Dann buchsierten wir uns weiter hinauf durch's Weidenbachtal bis nach Strauch. Hier ganz schön zur Sache. Aber kein Problem ich hatte ja die Ärmel von meiner neuen Jackenweste entfernt sonst wär ich ja noch ans schwitzen geraten. Über Rollesbroich gelangten wir zu einem weiteren spassigen Trail hinunter zur Kalltalsperre. Diese querten wir und dann hinauf zum Forsthaus Jägerhaus. Flux über die Strasse, die wahnsinns Aussicht genossen und zielstrebig im Sinkflug zum Hasselbachgraben. Dann war er auch schon da, der Eifler Waalweg. Geschmeidig zogen wir neben dem Bächlein auf dem Trail daher. Hier und da eine Wurzel oder ein Steinchen. Ex-Downhillprofi Dieter nahm sich dann sogar mal die Zeit an einer Wurzel allen hinterherfahrenden zu zeigen wie man denn an so einer Wurzel einen Handstand macht. Das ganze in Zeitlupe natürlich.


   

Der Pfad wollte gar kein Ende mehr nehmen. Immer weiter ging's auf schmaler Spur entlang des Gewässers. Bis wir dann doch die Dreilägerbachtalsperre erreichten. Hier gab's erstmal ein Riegelchen. Die Herren putzten die Bikebrillen. Aaah, du bist das ! Wer sich hier auskennt weiss was nun folgen musste: der Schleebachgraben. Ein Clon des Hasselbachgrabens nur nicht ganz so lang. Dazwischen ein Bach. Hubi vorraus auf Tauchstation durchs Gewässer. Alle andern übers Brückelchen. Ausser Dieter, der zögerte. Doch dann Griff er an und siehe da, Ziel erreicht: Füsse Naß ! Es folgte zur Wiedergutmachung der Schleebachgraben. Auch ein feiner Trail. Aber auch der war irgendwann mal zu Ende. Nun ging's über wiederlichen Teer via Vennbahnradweg bis nach Lammersdorf. Von dort war's dann nicht mehr weit bis zum Westwallwanderweg.



Erst wollte man es mir gar nicht glauben das hier was fahrbares zu finden ist, aber siehe da, wo ein Wille da ein Trail. Der Pfad führt über 40cm Beton immer entlang der Panzersperren. Links Beton, rechts 1m nichts. Geradeaus kein Thema, tricky wird's wenn Hindernisse oder eine Ecke kommt. Nun ja, das Pfädchen sorgte mal wieder für allgemeine Freude. Irgendwann kriegt man dann hier aber einen an der Klatsche weil man ständig drauf achten muss die Spur zu halten. Aber auch der Pfad war dann in Simmerath zu Ende. Von hier aus steuerten wir Huppenbroich an. Dort suchten wir ein weiteres Trailschmankerl. Was sich dann auch promt finden liess. Ein feiner Wurzelpfad führte hinunter ins Tiefenbachtal. Herrlich !


   

Was dann kam war nicht mehr so fein. Ein zäher Hund musste bezwungen werden. Es ging nochmal hinauf nach Kesternich. Der war wirklich zäh, das Rentnerblatt wurde zum besten Freund. Ich hätte auch fast angefangen zu schwitzen. Oben angekommen steuerten wir das letzte Highlight des Tages an. Die mörder Abfahrt nach Rurberg. Nach ein wenig gesuche fanden wir dann erstmal die Kraxelfelsen hinterm Wasserturm. Dahinter folgte das geschredder. Erst fahrend dann aber doch lieber schieben, die Knochen sollen ja noch gebraucht werden. Mit Schätzungsweise über 40% Gefälle gleicht der Trail hier eher dem freien Fall. Dazu überall Bäume und Felsbröckelchen. Es sorgte jedenfalls nochmal für einige Lacher. Bei einer Tasse Kaffe oder einem Dönertier liessen wir die Tour in Rurberg ausklingen. Wiedermal feinste Beschäftigung am Sonntag, meinen Dank an die Mitfahrenden !


03.10.2012

Köter rocken das Kalltal

So, da ich mich im Frühjahr wohlweisslich von den Radrebellen losgesprochen hatte war am heutigen Feiertag mal keine Arbeit als Guide zu tun sondern war komplett für uns Hubi frei. Die Ehefrau war auch bikewütig also mal geschaut was so geht. Kalltal is im Herbst immer ne gute Wahl. Die Köter hatten auch Lust auf'n entspanntes Ründchen. Das sollte reichen, wollten ja nich gleich wieder ne komplette Prozzesion hinten dran haben. Also Bikes gepackt und ab nach Brück zum Bahnhof. Dort packten die anderen Teilnehmer schon die Bikes aus. Manchmal hat man das Gefühl die übernachten da, nur um vor mir da zu sein ;)


       

500m hinterm Start ging's auch gleich in den ersten Trail. Ab Zerkall sollten wir dann dem Flüsschen Kall für einige Kilometer folgen. Das ging bis Simonskall auch recht geschmeidig ab. In leichtem auf und ab dämmelten wir daher, die Sonne lachte uns dabei immer schön von vorne ins Gesicht. Herrlich son bunter Herbsttag mit Sonne. Diesmal kamen wir auch ohne Britzenhocker an Zweifallshammer vorbei, normal hängen hier am Parkplatz immer irgendwelche alten Bieber im Gebüsch ! Auch an der Mestrenger Mühle war noch nichts los. In Simonskall dann schon eher. Nach ein wenig Wandersmannslalom buchsierten wir uns hinter dem Ort einen feinen Anstieg hinauf. Der Trieb der Ehefrau leichte röte ins Gesicht, sah ungefähr so aus wie nach dem pinkeln den Klodeckel oben gelassen zu haben :)). Aber auch die andern Teilnehmer pusteten mal gut durch. Nutz ja nix, hier muss man halt hoch !

       

Von nun an rollte es aber wieder leichter daher, schnell war die Kalltalsperre erreicht. Hier war erstmal ein Päuschen angesagt. Andre nutze die Gelegnenheit mal das Tandem von Roland&Franca zu testen. Ganz schöner Wendekreis das Teil oder ? Nach ner Waffel und Christstollen zogen wir von dannen. Es ging hinauf in Richtung Forsthaus Jägerhaus. Davor aber rechts nach Raffelsbrand und dann immer auf der Höhe bleiben. Es ging durch herrliche Wälder. Vorbei an zahlreichen alten Bunkern und nem Soldatengrab suchten wir den Trail nach Simonskall auf. Den schossen wir so derart hinunter das einige Teilnehmer den Gestank der Bremsscheiben unten für "Zwiebelschnitzel" hielten. Bevor hier noch jemand nen Hungerast bekam ging's gleich weiter. Locker und leicht rollten wir wieder hinüber zur Mestrenger Mühle. Auch hier wurde Pommes&Schnitzel aufgetischt. Man konnte fast durch den ein oder andern hindurchschauen so groß war schon das Loch im Bauch. Wurde Zeit das auch wir was zwischen die Kiefer bekamen.


Doch dazwischen stand noch ein letzter Anstieg. Ab Zweifallshammer schraubten wir uns hinauf nach Bergstein, suchten dort den Karwutschketurm auf um kurz dahinter im Trail hinunter nach Zerkall zu verschwinden. Auch ein lecker Pfädchen. Nun stand noch ein letzter Trail auf dem Programm. Der sollte uns direkt am Gutshof Kallerbend ausspucken. Das tat er auch, aber wie ! Recht Anspruchsvoll gestalteten sich die letzten Meter vor der Kuchentheke. Aber auch dieses Stück meisterten wir und so liessen wir die Tour dann bei Kaffee und Kuchen ausklingen. Wiedermal ein herrlich Touürschjen mit netten Mitfahrern gedreht. Danke Roland, Franca, Andre, Melanie, Reinhold, Christopher, Udo, Carsten, Robin, Letti, Jasper und natürlich die Ehefrau für die nette Begleitung.

01.10.2012

Ein Tag Frei an der Mosel - Cochemer Spätlese

Unser diesjähriger Eifelcross führte uns ja bekannter Weise nach Cochem. Das hat mir so gut gefallen, das ich mir die Gegend Rund um den Moselort nochmal etwas genauer anschauen wollte. Rundherum gab es noch zahlreiche gestrichelte Linien im Hang. Wer mich kennt weis das mich sowas total kribbelig macht ;) Also packte ich die Wanderkarten, das Bike und mein GPS-Gerät ein um auf Entdeckungstour an der Mosel zu gehen. Geplant war einen Rundkurs auszutüfteln der das bekannte wildromatische Enderttal und ein paar Trails bei Cochem miteinander verbindet. Die Fahrt zur Mosel gestaltete sich schonmal recht frostig. 2,5°C zeigte das Außenthermometer an der Ahr. Nur gut das mein Dieselchen ne Heizung hat.


 


In Cochem angekommen ging's auch gleich los. Und wie ! Wei o wei da hat ich mir ja ne feine Anfahrt auf den Langenberg ausgesucht. Wer den nich kennt dem sagt der Tierpark Klotten vielleicht mehr, denn den streifte ich nachcher rechter Hand. Mit durchschnittlich 17-20% zog sich der Weg über gut 1,5km hinauf, dann wurds etwas flacher. Genau richtig zum warmwerden also. Weiter gestaltete es sich dann erstmal bis auf Fernsicht ins Moseltal relativ unspektakulär. Über Greimershof und Martentalerhof ging's hinter der Achatiushöhe wieder zur Sache. Ein Trail zog sich in "Kürvchen" mit Anliegern hinunter. Dem schloss sich noch ein weiterer Pfad bis zur Martentaler Kirche an. Hier buchsierte ich meinen Kadaver wieder hinauf. Mittlerweile wars auch recht warm, was nicht zuletzt auch an dem Lavabestreuten Weg lag.






In Leienkaul nahm ich die fährte des Grubenwegs auf. Das ist mal was lustiges, der zieht sich um und durch einen alten Schieferbruch. Erst kann man auf der Höhe den Blick in die Grube, sieht aus wie aufm Mond hier, dann kann man ein tolles Pfädchen hinunter in die Grube geniessen. Teilweise sogar recht anspruchsvoll das Gerät. Unten angekommen führt einen der Weg durch die Grube. Schwarzglänzend schimmern hier die Schieferplatten in der Sonne. Wären die Teile nich so schwer hätt ich mir was für den Kamin mitgenommen. Wat solls, weiter ging die Entdeckungstour. Der nächste Trail liess nicht lange auf sich warten.





Nach einer Bachquerung ohne nasse Füsse zog sich ein Pfad parallel zur Endert und später als Kreuzweg ( ja ich finde immer irgendwo einen ) wieder hinauf zur Martentaler Kirche. Da die Uferseite gewechselt und einen richtig flutschigen Trail hinunter. Moos auf Stein ist keine gute Mischung für Experimente. Unten spuckte mich der Pfad genau über dem Endertwasserfall auf einer kleinen Holzbrücke aus. Ab hier war mir die Strecke aus dem Eifelcross bekannt. Ich zog aber nicht ohne das obligatorische Foto vom Wasserfall von dannnen. Hab sogar ne halbwegs fahrbare Variante hinunter gefunden.





Nun folgt für einige Kilometer ein Trail am andern. Einfach herrlich das Tal hier. Die Herbstsonne tat ihr übriges zum herrlichen Bild dazu. Wär ich nich son kernharter Eifler ich würde glatt zur Romantiksau ;) Wie bekannt ging das Pfädchen mal mehr oder weniger fahrbar vorbei an einigen mehr oder weniger gut erhaltenen Mühlen. Die Kletterziegen hatten diesmal frei, jedenfalls hatte ich keine gesehn. Sind wie die Friseure halt, immer Montags frei ! Weiter und weiter zieht sich der Trail immer am Bach entlang. Zwischendrin hatte ich dann zwei Dinge als "Verlust" zu buchen. Erst gab meine Kamera mal wieder den Geist auf, dann fädelte ich mit dem linken Arm am "Moschendrähtzäun" ein und riß mir ne fünf hinein. EInfach zu schmal der Pfad für Kerneifler !

   


Irgendwann hatte das Trailmassakker an der Weissmühle ein Ende. Puh watn Fest, darauf erstmal ne Pause. Den nun folgte nochmal strammes "Wadengeknechte". Es lagen nochmal drei Hügelchen vor dem Vorderrad. Ohne Mampf kein Kampf ! Hügelchen No. 1 war der Anstieg zur Winneburg. Zäh aber gut tretbar, oben nochmal kribitzig das Schweinchen. Die Burg entschädigte mit herrlichem Blick auf Cochem und die Mosel und einem Trail hinunter zum Winzerhaus. Am Ende für mich unfahrbar verwinkelte und rutschige Steinstufen. Anstieg No.2 war dann mal son richtig zähes Ding. Die hatten hier den Boden umgegraben, da fühlte sich Kurbeln wie Kaugummikauen an. Aber nicht's was mich im Entdeckungswahn aufhalten könnte. Oben dann die Wilhelmshöhe. Diesmal ohne große Aussicht dafür mit einem herrlichen Trail der mich an einem Sportplatz mit Hubschrauberlandeplatz ausspuckte. Was die hier wohl spielen ?





Es stand der finale Anstieg an. Der war nochmal so richtig herzhaft. Ein Pfädchen zog sich die Victoriahöhe hinauf. Alta jetz wird's eng. Der Puls am Kröpfchen, die Waden so dick wie römische Tempelsäulen. Nur nich klein kriegen lassen. Treten, treten, treten. Dann war auch dieses Hügelchen kleingehackt. Hinterm Forsterhof warf ich mich in die Abfahrt. Das Märtschelttal stand an. Herrlich sag ich nur ! Erst als schnuckelig ausgesetzter Höhenweg geht's dann bächtig rutschig steil über Brücken und Stein hinunter nach Cochem. Ein würdiger Ausklang. Ausklang ? Einen hab ich noch. Vorbei an der Reichsburg Cochem hatt ich noch in den Burggärten ein Pfädchen gefunden. Das spuckte mich auf den Fussweg zur Burg wieder aus, den beamte ich mich dann hinunter zurück in den Ort. Da konnte ich dann getrost sagen "Abe Fertisch !". Nach gut 43km und 1600hm war's geschafft. Eine harte aber schöne Tour an der Mosel. Mal sehn wann ich die den Kötern zum Fraß vorwerfe ;)

08.09.2012

AHRnother AHRtour - Köter & Friends rocken den Krausberg



Man wat war dat wieder ein Touürschjen ! Heuer ham wir uns ne Ahrtour zusammen gehauen die sich aber gewaschen hatte. Bei strahlendem Sonnenschein nahmen die Köter & die Sonntagsfahrer ( interner Deckname: Schgoddd-Fraktion ) die Neuenahrer Flowtrails ( Geschmedig-Trails is doof oder ? ) unter die Stollen. Es zogen 8 mit MTB's bewaffnete Männer von Walporzheim gen Neuenahr. Nach einrollen auf dem Radweg und einem kleinen Fauxpax des Guides ( allgemeines Gelächter war mir sicher !) brachen wir zum Neuenahrer Turm durch. Hier oben waren schon bei dem ein oder anderen kleine Stellen von Flüssigkeitsverlust zu erkennen. Wie war das noch: Schwitzen ist wenn die Muskel weinen !

Es folgte Geschmeidig-Trail No.1. Er zauberte allen ein fettes Grinsen ins Gesicht. Wieder hinauf zur Klimastatsion, ein kurzes geplänkel am Steckenbergturm und dann volle Granate in Geschmeidig-Trail No.2 hinein. Das Grinsen wurde ein wenig breiter. Wieder hinauf und dann schossen wir von der Fürstenberghöhe in den nächsten Geschmeidig-Trail. Unten angekommen hätte der ein oder andere im Kreis grinsen können sofern keine Ohren vorhanden. Schätze da braucht man heut abend Hammer und Meißel um das Grinsen wieder aus dem Gesicht zu schlagen. Aber wir waren ja noch nicht fertig !

Es folgte ein nettes Trailchen die Katzley hinunter. Die Techniker nahmen die linke Seite die Legasteniker ( dazu gehöre ich auch ! ) die rechte Seite. Nach der Vereinigung von Technik und Legastenik schoben die Technolegasteniker sich auf den Krausberg. Nach zähem getrommel auf die Kurbel waren wir oben. Es folgte eine geschmeidige Abfahrt hinunter nach Dernau. Die Techniker vorraus loteten diese die Gesetze der Physik aus. Einer der Teilnehmer befand sich soger kurzeitig hinter dieser Grenze was leichtherben einschlag zur Folge hatte. Es war jedoch nicht die Physik die Ross und Reiter zu Fall brachten nein es war der Lenker. Manche Leute montieren sowas an Surfbretter als Segelstange, angeblich taugt sowas auch am MTB, oder doch nicht ?

Nun ging's zum letzten Akt der Tour. Wir schoben die Kadaver die Teerpiste erneut zum Krausberg hinauf. So langsam hatte das Thermometer auch die 25°C Marke geknackt, kurzum es war Tauwetter für Dicke ! Letztlich kamen alle oben an und es folgte der letzte Geschmeidig-Pfad. Ein Spitzkehren Massaker hinunter nach Walporzheim. In Kehre 2 merkte ich ein leicht schwammiges Gefühl hinten rum. Nein es war keine Inkontinenz sondern ein Plattfuss ! Geflickt, zwischenzeitlich haute es noch uns Robin mangels vorhandener Bremse hin un weiter gings. Robin vorraus.... hä ? wo isser hin ? Ah da ! 9m weiter unten kroch uns Hannoveraner aus der Böschung. Kurve verfehlt oder einfach: ihm ging der Pfad aus ! Das wichtigste: nix passiert also weiter. Geht nich ! Wie geht nich ? Platt ! Geflickt, so jetz geht wieda ! Wir eierten dann noch die restlichen Spitzkehren hinunter und liessen die Tour gemütlich bei kühlem Weizen und blödem Verzell ausklingen.

Meine Herren, das war ein fast (bis auf die Abgänge und Plattfüsse ) perfekter Tag auf dem Bike, Schappooo ! Das schreit nach Wiederholung. Die Kombi Köter - Sonntagsfahrer passt super. Vielen Dank dafür.

Bilder gibts leider nur wenige, war zu schöööhn sorry 
 
 

02.09.2012

Von Kommern ins Kalltal

Heuer mal fluffige Tour ins Kalltalt gedreht. Einfach nur so daher gedämmelt, dabei kam folgendes raus:
Highlights
Dutch Mountains
Kalltal
Anstieg im Buhlert
DH Strecke bei Schmidt
Rast bei super Aussicht am Rursee
Supa Wettah
Downlights
Unfreundliche Rennradler, die grüßen nie !
Großbrand irgendwo bei Hürtgenwald gesehn
Fehlende Brücke im Kalltal
Britzenhocker bei Zerkall...uaahhhh watn Bieber !
 
 

23.08.2012

100% Eifel, 200% Spass - 2 Tagestour nach Monschau mit der Ehefrau

Hach ja, wie war das noch ? Bauherrenjahre sind Pleitejahre ? Weiss zwar nich wie manche Zeitgenossen das machen mit dem Haus und dem dicken fünfer in der Garage, aber mir treibt der Kontostand zur Zeit eher Tränen in die Augen statt Freudenpippi. Zudem stand ne Woche Urlaub an, also watt machen ? Die geplagte Baukasse gab maximal nen zwei oder drei Tagetoürschjen her, an Urlaub in den Alpen oder sonstwo war nich zu denken. Da die Ehefrau auch zur Zeit frei hat und mächtig auf die Kurbel eintrommelt kam mir da mal ne Idee. Heraus kam ein zwei Tagestripp per Bike nach Monschau und zurück. Ein kurzer aber feiner Urlaub sollte es werden, zudem ein erster Härtetest für die 29er trainierten Waden der Dame. So schoß ich mir dann am Rechner ne Strecke zusammen auf der die weibliche Häflte unserer Reisegruppe auch Spass haben sollte. Los ging's



Donnerstag morgen, die Sonne lacht, 19°C um halb Zehn, so kann der Tag beginnen. Von Kommern zielten wir erstmal auf den Feuerwachturm bei Wolfgarten. Daziwschen lag jedoch ein erster etwas zäher Anstieg über Glehn nach Begbuir und zur Kohlweghütte. Das strampelten wir mal eben so nieder. Dann ein erster feiner Trail, von Wolfgarten ging's entlang des Böttenbachs hinunter zum Urftsee. Fein ! Super Licht, super Luft und Supa Trail. Unten tat der Dame der Unterarm vom supa viel Bremsen weh. Kurz ausschüttlen, weiter jehts ! Der Uferweg vom Urftsee, auch überregional als "Silberlocken-E-Bike-Einflugschneise" bekannt sollte uns zur Urftseestaumauer bringen. Auf der Staumauer ein kurzes Päuschen. Ne Waffel und Apfelschorle später rappelte ich die verblockte Sch(n)eise direkt hinter der Staumauer hinunter. Die Dame zog den Fussbetrieb vor, waise Entscheidung ! Möchte mal gern wissen welcher "Vollhonc" bei der Wegeplanung hier die Radwege angelegt hat, möchte nich dabei sein wenn der Opi und die Omi beim Sonntagsausflug mal von Einruhr nach Vogelsang wollen, dat gibt ein Gebrüll sach ich euch ! Zurück zur Tour: die verlief geschmeidig weiter am Ufer der Obersees bis nach Einruhr. Dort suchten wir uns einen möglichst schmerzfreien, nicht asphaltierten Weg nach Dedenborn. Gefunden ! Ein Waldlehrpfad brachte uns über eine kleine Brücke bis fast in den Ort. Ab hier folgten wir zunächst dem Radweg Richtung Hammer. Das ging mal wieder seeehr geschmeidig, dazu lachte uns dat Sönnchen "mitten innet Jeseesch erinn !". Der Radweg wollte uns dann aber schon hier und da auf die Strasse verleiten. Pah nicht mit uns, dat is nur watt für 22mm Tretmaschinen aber nix für uns Geniessas ! Glücklicherweise kenn ich mich im Rurtal ein wenig aus so das es ein leichtes war weiterhin mit möglichst wenig Asphalt und Berg bis nach Hammer zu radeln. Hier wendete sich das Blatt jedoch umgehend. Und zwar von 44 auf 22, äääh von groß auf klein also ! Et jing de Bersch eroppe ! Und dazu noch auf Apshalt, würg ! Muss aba, wir wollen ja schliesslich zur Uhusley und das geht nur am Ortsausgang Hammer bergauf. So, geschafft. Endlich befreit von Brumbrumms genossen wir die Ruhe auf den Liegeplätzen an der Uhusley. Herrlich, wer braucht da schon die Alpen.


   

Mal Trail, mal Waldweg so zog es sich bis ins Grünetal dahin. Es standen sich nun gegenüber: der Finale Anstieg und meine Frau ! In der Favoritenrolle: meine Frau, 29er gestählt mit dem Riserbar zwischen den Zähnen ging's hinauf. Eine Geröllig, nasse Auffahrt. Die hatte quasi schon verloren da zwang sie doch tatsächlich die Frau kurzweil vom Rad. Bevor der Ringrichter sie jedoch auszählen konnte wurde wieder munter auf die Kurbel eingehämmert so das wir schon bald am unteren Ende der Rodelbahn Rohren ankamen. Geschafft ! Der letzte Anstieg des Tages lag hinter uns. Kam nur noch ein Hämmerchen, der Trail hinunter zur Kluckbachbrücke zählt jetzt nicht gerade zu den zahmsten seiner Sorte. Die Dame hatte bereits den Anstieg Plattgehauen, also ging's hier per Pedes runter. Ich nahm das ganze weil's so schönwar dann auch zweimal unter die Stollen. Also nochmal hochschieben und nochmal dauergrins beim runterfahren. So, beide hatten nun genug Endorfine gesammelt um die finalen Kilometer nach Monschau, Kenner bezeichnen die Stadt auch gerne als höchsten Punkt Hollands, zu meistern. Über's Rosenthal gondelten wir daher. In der Stadt war wie immer mächtig viel los, uns störte es nicht den wir labten uns bereits an einem riesen Rote-Grütze-Eisbecher, hmmmm watt fein ! Nach kurzer Entspannung und frisch machen in der Pension liessen wir den Abend bei Schnitzel und Zwickelbier ausklingen. Genächtigt haben wir im Garni Hotel Haller, alles neu hier, schöne Zimmer, Fahrradverleih unten drunter und Thai Massage gibbet auch Paterre. Kann man nich meckern !


   

Zweiter Tag, die Heimereise steht an ! Blick aus dem Fesnter: "... die ham den Wetterbericht wiedermal gewürfelt !" Schönste Sonne statt Regenschauer. So soll's sein. Also erstmal Frühstück reingeschaufelt. Alles da was Mann und Frau so braucht. Rührei, Wuasch und Nutella, her damit ! Die freundliche Dame vom Fahrradverleih unter der Pension hatte unsere Bikes noch nicht verliehen sondern übergab sie wieder anstandsgemäß in unsere Hände. Wir zogen von dannen, Tschööö. Hinter Monschau mussten wir die Bikes erstmal ein Stückchen gen Engelsley hinaufbuckeln. Oben angekommen war auch keinem mehr kalt, Tour konnte also wohltemperiert weitergehn. Über den Nationalpark Wanderweg ging's vorbei an der Perlenau zur Perlenbachtalsperre. Nää watt schön hier ! Der Stausee spiegelte sich schon in der Morgensonne, das hätte auch irgendwo in der Wildnis Kanadas sein können.


Weiter vorbei am Stausee bis zur Höfener Mühle. Hier war ein wenig rutscherei über den altbekannten Wurzeltrail angesagt. Nach der Wurzelbehandlung ging's entlang des Fuhrtsbaches, cooler Name oder, bis Antoniusbrücke. Dahinter dann die Dööppeskaul "eroppe" und dann weiter hinauf bis zum Feuerwachturm Wahlerscheid. Von hier aus peilten wir die Oleftalsperre an. Aber anstatt die schönde Teerpiste runterzuhämmern suchten wir den Geopfad auf. Der verläuft etwas im Bogen um die Wiesenhardt herum. Herllich hier, Natur pur ! Weiter radleten wir über die Uferpromenade der Oleftalsperre bis nach Hellenthal, dat war zwar landschaftlich schön aber ein wenig öde zu treten. Ab Hellenthal buchsierten wir uns mittels einer Radweg-Trailkombi bis hinüber nach Schleiden. Auch nich schlecht.


   

In Schleiden "Downtown" gab's erstmal was zwischen die Kiefer vom Bäcker. Bikekumpane Dieter kam promt um die Ecke, eigentlich wie immer wenn ich mal zwischen Olef und Schleiden unterwegs bin :) Nach kurzem Plausch radelte Dieter gen Oleftalsperre, wir gen Olef. Ab Olef ging's über gewöhnliche Forstautobahn unterhalb der Kuckucksley hindurch nach Gemünd. Ab hier suchten wir altbekannte Wege auf. Entlang der Urft immer wieder über schöne Trails bis nach Anstoiss. Hier klinkten wir uns gen Wallenthaler Höhe aus. Das goldene M liess uns jedoch wieder in Richtung Kall driften. Wir blieben dennoch Standhaft und schoßen sogleich wieder hinunter nach Scheven. Ein letzter Trail und dann liessen wir es gemütlich über Radwege nach Strempt ausrollen. Vorbei am Kommerner See war es dann ein leichtes bis zurück zum trauten Heim. So endete eine kleine aber seeehr feine zwei Tagestour. Es müssen nicht immer die Alpen sein, es müssen nicht immer die Mega Trails sein oder die steilsten Anstiege, manchmal reichen einfach zwei Tage mit der Dame des Herzens bei dem zu verbringen was man gemeinsam gerne macht: biken ! Wenn einem dann solch tolle Landschaft unter die Stollen kommt und die Sonne so direkt ins Geschicht strahlt dann scheint das Glück perfekt !


18.08.2012

Dreckiger Köter - "Ritt auf dem Vulkan"

Lange voher hatte ich mir das heutige Datum im Kalender markiert. Stand doch nochmal ein echtes Highlight an. Der Lieserpfad sollte heuer noch unter die Stollen genommen werden. Und da sowas alleine weniger Spass macht waren die Köter natürlich auch wieder mit von der Partie, dazu gesellten sich dann auch noch zwei eifel-on-bike Guides. Sieben Biker trafen sich also morgens um zehn in Daun am Bahnhof. Einer der Herrn trat dann mit Stahlhelm an. Aufgrund der Verbrennungsgefahr bei den angekündigten 34°C im Schatten tauschte dieser jedoch den Stahlhelm wieder gegen ein Modell mit Löchern. Schade, hätte man sicherlich um die Mittagszeit schön ein Ei druff kloppen können !


   

Los ging's dann geschmeidig über den Maare Mosel Radweg in Richtung Maare. Genauso geschmeidig drückten wir dann wenig später bei 27°C im Schatten den Mäuseberg hoch. Marathonteilnehmer sollte der noch bekannt sein, heuer strampelten wir den jedoch locker hoch waren die Beine doch noch frisch ! Oben angekommen gab's ein paar Trails around the Maare bis wir in Schalkemehren in Richtung Observatorium dämmelten. Die Nadel neigte sich der 30°C Grenze zu, der Asphalt tat sein übriges, der Spruch einer Anwohnerin von wegen "So schön wie hier bleibt der Weg nicht" trug auch nicht gerade zur motivation bei. Macht aber nix, muss man ja hoch hier ! Hinterm Observatorium wurd's dann wieder erfrischend Kühl, die Abfahrt zur Üdersdorfer Mühle war fein zu fahren und endete mit einem schönen Serpentinen Trail. Vorbei an einer "Holzspränkelanlage" suchten wir dann zielstrebig die Lieser auf.

   

Die ersten Trails liessen hier auch nicht lange auf sich warten. Nar kurzen "Orientierunugsstops" des Guides zog die Gruppe einen Trail nach dem andern durch. Kurz vor der Kobeslochhütte wollten sich zwei ältere Teilnehmer, einer aus einer Kreisstadt der andere aus den Höhenlagen um Hilterscheid, um eine Rampe drücken, der Guide konterte den Fluchtversuch jedoch gekonnt aus. Danach folgte bis Manderscheid ein wahres Trailfeuerwerk. Hinter dem Ort steuerten wir den Burgenblick an um dort zu rasten. Nach dem üblichen vernichten von allerlei Fressalien und ein wenig blöden Verzell konnte das Trailmassaker weitergehn. Teilweise zwang uns der Trail hier und da aus dem Sattel, was zur folge hatte das sich des Guides Hose an selbigem verfing und so gekonnt eine fünf hinein riss. Ein wenig schwund is halt immer, weiter geht's.

   

Den Lieserpfad verliessen wir dann bei der Einmündung der kleinen Kyll. Dieser folgten wir Flussaufwärts weiter auf schmalen Pfaden. Bisher lag der Trailanteil wohl bei guten 50%, was viel ist für unsere Regionen. Zwischenzeitlich hatte das Thermometer auch locker die 30°C gesprengt, was unserer Freude nicht wirklich einen Abbruch tat, dafür sorgten auch Verfahreinlagen des Guides und der darauf folgende Hohn und Spott ! Bei der Heidsmühle lungerten die Renter schon im Schatten und führten sich Kaltgetränke zu, um hier nicht den Altersschnitt zu versauen dämmelten wir weiter. Bei der Villa Kunterbunt hatte der ältere Herr aus Hilterscheid dann die Reservelampe an, kurzer Tankstopp, Apfelschorle eingeworfen, fünf Euro auf die Theke und weiter ging's. Bei der Bleckhausener Mühle wechselten wir von der kleine Kyll hinüber zum Trombach. Das ging mittels einer geschmeidigen Rampe die voll in der Sonne lag. Eigentlich kein Problem, aber bei 35°C im Schatten kam hier wohl so ziemlich jeder ans Pumpen, dem ein oder andern Gesicht sah man das auch an. Oder war das eher die Wut auf den Guide ?

     

Als kleine Entschädigung gab's oben ne Wachholderheide und ne nette Abfahrt zum Bach. Dort wurde ein kurzer Erfrischungsstopp eingelegt. Der eine zoppte sein Kopftuch im Bach, der andere das ganze Trikot, na wenn das mal kein Fischstreben auslöst :) Dem Bach folgten wir dann wieder bis Üdersdorf. Das lief recht gut, steile Rampe suchte man hier vergebens, leider ! Von Üdersorf kachelten wir vorbei an einem Steinbruch wieder hinunter zur Lieser und folgten dieser wieder bis zurück nach Daun. Das lief relativ unspektakulär und geschmeidig ab, war auch genug für heute bei der Affenhitze. So liessen wir die Tour bei einem Kaltgetränk am Bahnhof in Daun ausklingen. Wiedermal ne Top Tour mit Top Mifahrern. Nächstes Jahr kommen wir bestimmt nochmal wieder !


12.08.2012

Tourenwochenende - Ahrtour / MTB Event Bütgenbach

Die Dame des Hauses hatte für dieses Wochenende leider Arbeit bis unter die Decke. Und was macht der bikeverstrahlte Ehemann wenn die Frau schonaml das Geld verdient ? Na ? Röschtöööösch - beikn ! Deswegen kam ich dieses Wochenende nochmal in den Genuss Samstags und Sonntags nen Toürschjen zu drehen. Flugs noch die Köter informiert und schon konnt die Kurbelei beginnen.

Tourenwochenende Part I - Ahrtour mit den Kötern
Für den Samstag hatt ich mal wieder ne Ahrtour rausgesucht. Schlappe 35km auf die sich schmächtige 1300hm verteilten. Bah, is doch was für eine Keule. Dazu noch die Weicheivariante auf den Steinerberg. Das schrie ja fast nach ner Kaffeefahrt ! Deswegen mussten ein paar knackige Trails mit rein. Angefangen wurd dann gleich mal mit dem Krausberg. Locker leicht hinauf und die Serpentinen nach Dernau wieder runter. Erledigt ! Danach der Knoppen. Diesemal gegen den Uhrzeigersinn. Macht aber nicht mehr Sinn ! Werd das Ding nich mehr anfahren, is links wie rechts doof. Weiter im Text: die Reimerzhofen-Abfahrt. Locker leicht die Serpentinchen runter. Zwischendrin war das Ross ein wenig bockig, unten angekommen ging's auf die Ahrschleife. Wandererslalom dann hinauf auf den Hornberg. Hier wurde das erstemal damit gedroht demnächst doch Steigeisen mitzubringen, na da bin ich amal gespannt ! Den Hornberg wie immer über die "Käskopprampe" und die üblichen Trails hinunter. Rüber nach Kreuzberg und Pützfeld und dann ne geschmeidige Anfahrt auf's Steinerberghaus. Dort oben musste Köter Christopher erstmal den "Resetschalter" drücken. Heisst nen halben Liter Cola in den Kopp uind dat Motörchen läuft wieder wie geschmiert. Wir machten uns von dannen um den letzten Trail des Tages zu rocken. Und was für einer ! Die 14 Serpentinen hinunter nach Walporzheim zauberten feuchte Augen in die Gesichter der Mitfahrer. Wars die Freude oder eher der Schmerz im unterarm vom bremsen?


Tourenwochenende Part II - 23. Int. MTB-Event in Bütgenbach

Für den Sonntag hatte ich mal wieder ne Tour in Belgien rausgesucht. Dort sollte eine VTT in Bütgenbach stattfinden. Da Belgien immer lecker ist wollt ich hier auf jeden Fall hin. Leider fanden sich keine weiteren Mitstreiter aus dem Fahrerlager der Köter. Entweder beschäftigt, in Urlaub oder kapott. Hm, dann reisen wir mal alleine an. Startgeld bezahlt und um zwanzig nach neun knatterte ich schon in die Falsche Richtung, mir im Nacken fünf Franzosen. "Nix versteh ? Näh he jed ett net wigge ! Zoröck !" Ah, Platt verstehnse also ! DOch eher Bämmese :) So nu in die richtige Richtung. Typisch für Belgien: der erste Trail lässt nicht lange auf sich warten. Und auch typisch für Belgien: das erste Matschloch lässt auch nicht lange auf sich warten. Also volles Rohr rein in die braune Suppe. Vorbei am Stausee ging's über einen Trail nach dem andern. Einfach herrlich ! Immer in der typisch belgisch saugenden Untergrundkonsitenz schob ich die Ahrgeschädigten Stengel durch die Wälder. Zwischendrin auch immer wieder die typisch belgisch ausgemergelten Bikertypen die mit ihren Stengeln durchs Gemüse pflügen. Die ham zwei Beine wie ich eins und drücken derart auf's Pedal da fällt einem nix mehr ein. Nach gut 20km die erste Verpflegung. Ein wenig trinken und zuschauen wie der Vater und die Söhne durch die Gegend dengeln. Eine wahre Freude wenn man sieht wie in Belgien MTb gelebt wird. In der Heimat fahren die meisten Kinder höchstens noch auf der Wii MTB. Naj weiter im Text. Auf der nächsten Schotterpistenabfahrt rauschte ich dann zwei bekannten Gesichter entgegen. Katja und Alex kannte ich vom MTB Forum her, die waren schon das ganze Wochenende hier und Katja hatte Platt gefahren. Der Gentlemann schlug mal wieder durch so übernahm ich prompt die Luftzufuhr für den Reifen. Zusammen dämmelten wir dann weiter. Einen recht strammen Anschlag drückten die Dammen dann auf's Pedal. Wer meint er müsse hier warten irrt gewaltig ! Sorgte auch für das ein oder andere verdutzte Gesicht. Nach nem kleinen verfahrer hatte Katja dann nochmals platt. Den ollen Schlauch rausgefriemelt und nen neun rein, der hielt dann. Weiter auf die Kurbel eintreten. Nach dem abzweig auf die 60er Runde zumeist zwar eher nur auf breiteren Wegen, aber nicht weniger schön.Je näher wir wieder an Bütgenbach rankamen um so mehr Trails mischten sich wieder dazwischen. Wenn diese auch rehct einfach zu fahren waren machte es doch ein heiden Spass. Nach guten 60km und 1100hm standen wir dann zum guten Schluss wieder in Bütgenbach am Sportplatz. Feine Tour und ordentlich auf die Kurbel eingehämmert die Damen ! Das Zeigergerät zeigte am Schluss einen 16,5er Schnitt. Zwar kein Weltrekord aber doch gar nich mal sooo schlecht auf einer Trailreichen Strecke wie dieser. Wie dem auch sei, ich komme wieder, keine Frage !
 

05.08.2012

Zwei dreckige Hunde auf dem Weg um die grüne Hölle- Würfeleinreiten V2.0

Für heute stand ma wieder ne Tour mit der Ehefrau an. Der hatten wir am Freitag auf die schnelle nochn neuen Untersatz besorgt. Un zwar eins von diesen neumodischen Trekkingrädern da, wie heisen die noch gleich ? Ah ja, Twändineinoor wie des Sachse sacht, kurz 29er. Bin ja bisher dem neumodischen Kram eher skeptisch gegenüber gewesen weils für mich selbst eigentlich nix ist. Hab lieber ein antrittstarkes, reaktionsschnelles Hardttail als ein "dahinroller". Aber ich dachte mir eigentlich müsste das für die Dame genau das richtige sein. Nach kurzer Probefahrt wurde dann bei Höflichkeit&Service in Bonn ein Cube LTD 29SL eingetütet. Nach kurzer Probierrunde am Freitag stand dann heute ein erster längerer Test an. Das ganze geschah dann zu zweit, die einen Köter waren im Urlaub, andere sprengten ihr Schultergelenk, wiederrum andere mussten der Verwandschaft die Händchen halten und wiederum andere litten an chronischer Unlust. Naja seis drum, so packten wir dann trotz Nieselregen die Bikes ans Auto und reisten nach Adenau.


       

Der Nieselregen hatte sich längst verzogen denn in Adenau begrüßte uns die Sonne. Also aufsatteln und einfach mal losdämmeln. Nach ganzen 2km schon die erste Pinkepause ! Sauber ! Unterhalb des Bergwerks wurde gleich mal das Revier abgesteckt. Oben dröhnten die Porsche unten plätscherte .... Zuallererst stand mal der schwierigste Teil der Tour an. Eine laaaaange Auffahrt bis zum Kaiser Wilhelm Turm auf der Hohen Acht. Gute 400hm am Stück, das war Rekord für die Ehefrau. Doch noch waren wir nicht oben. Vorbei am "Nikkilaudalinksknick" näherten wir uns der Klostertalkurve. Man hörte schon das quietschen und rabbeln der Reifen im Karusellchen. Dort angekommen kam was kommen musste: die Steilstrecke ! Klar das ich hier nicht nein sagen konnte. Die Dame wollte sich das lieber von unten angucken, das hiess also rauf und wieder runter, ok kein Problem mach ich alles ! Rentnerblatt rein, Sattelspitze in die Kimme und treeeeeten. Nach dem ersten viertel der Steigung kam mir ein Wandersmann entgegen der sagte: "... glich jon dir de Jäng us Jung !", ich scherzte, "... naja mal sehn wie weit ich komme" Nach der Hälfte ( von der ich von unten dachte es wäre das Ende ) knickte die Prozentzahl dann endlich von fast 30% auf lockere 25% ab. Man eh, das Ding könnte man auch Kotzstrecke nennen, leck mich am Hoocker is dat steil hier ! Doch so ein Köter ist ein zäher Hund. Auch wenn ich oben ziemlich im Drehzahlbegrenzer geknattert hab hab ich dieses drecks Ding platt gemacht ! Chacka du Wurst !



Ziemlich fertig rollte ich am Zaun entlang wieder runter wo die Dame schon wartete. Hat der Wandersmann doch tatsächlich dran gezweifelt, die Wurst ! Naja egal. Gemeinsam dämmelten wir ins Karusselchen um uns das treiben hier mal anzusehn. Pfffffft und die Luft war aus dem hinteren der beiden Trekkingräder raus. Supa ! Ich hatte noch gar keinen Schlauch für den Apparillo und nur noch einen Flicken. Hoffentlich geht das gut. Nach Crashcurs im Reifenflicken für die Dame und ein paar Fotos ging's weiter....hinauf. War nich mehr weit bis zu Willis Türmchen. Zwischenzeitlich wurde die Nordschleife auch wegen einem Unfall gesperrt. Stille ! Nichts als Stille. Unglaublich der Unterschied wenn die Motoren hier nich durch die Wälder bollern. Genau richtig um den Turm zu erklimmen. Zum guten Schluss wurschtelten wir uns den fiesen Anstieg kurz vorm Turm hinauf. Auch nich schlecht ! Nach ner Waffel und ner Runde Sightseeing auf dem Turm ging's hinunter Richtung Brünnchen. Hier dann auch die ersten feinen Trails. Diese spuckten uns sogleich am Brünnchen aus. Da mussten wir durch ne ziemlich stinkige Röhre die Fahrbahnseite wechseln um dann via Pflanzgarten abzudüsen. Aber hey, hatte ich schon erwähnt das die Ehefrau das erste mal im Leben 400hm am Stück plattgemacht hat ?



Über ständiges auf und ab gings am Pflanzgarten, Schwalbenschwanz und Galgenkopf vorbei nach Nürburg. Hier streiften wir das Industriegebiet wo sich Namhafte Firmen ihre Testcenter leisten. Man, man watt stehen hier Werte auf den Parkplätzen. Nicht selten das da auf 100m² einige Einfamilienhäuser geparkt sind. Weiter vorbei an der Nürburg in den Hatzenbach. Nochmal die Kommunionsblase leeren, ein wenig gedröhne gucken und runter gehts. Nun kam der angenehme Teil. Bis Adenau geht's ab hier fast nur noch bergab. Via Hocheichen, Flugplatz und Schwedenkreuz nahmen wir in der Fuchsröhre einen wirklich schönen Trail unter die Stollen. Schön wurzelig und kurvig zieht er sich hinunter. Danach nochmal ein klein wenig hinauf ins Metzgesfeld und dann ging's wirklich nur noch bergab. Durch den Kallenhard führte auch eine nette Piste entlang der Strecke. Diese spuckte uns bei den Zuschauermassen in Breidscheid aus. zu guterletzt nochmal die Treppe runtergescheppert und schon standen wir wieder in Adenau. Man watt ne Tour, die war echt lecker. Auch wenn ich hier früher mit dem Moppeth immer versucht hab die 9min. Schallmauer zu erreichen muss es nicht immer die Geschwindigkeit sein die am Nürburgring faszienert. Einfach mal drum herumeiern und Autos gucken is auch ganz lustig. Die Ehefrau war dazu mit ihrem neuen Trekking ..ähem Twändineinoor sehr glücklich, so kann ein Sonntag ausklingen !