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23.08.2012

100% Eifel, 200% Spass - 2 Tagestour nach Monschau mit der Ehefrau

Hach ja, wie war das noch ? Bauherrenjahre sind Pleitejahre ? Weiss zwar nich wie manche Zeitgenossen das machen mit dem Haus und dem dicken fünfer in der Garage, aber mir treibt der Kontostand zur Zeit eher Tränen in die Augen statt Freudenpippi. Zudem stand ne Woche Urlaub an, also watt machen ? Die geplagte Baukasse gab maximal nen zwei oder drei Tagetoürschjen her, an Urlaub in den Alpen oder sonstwo war nich zu denken. Da die Ehefrau auch zur Zeit frei hat und mächtig auf die Kurbel eintrommelt kam mir da mal ne Idee. Heraus kam ein zwei Tagestripp per Bike nach Monschau und zurück. Ein kurzer aber feiner Urlaub sollte es werden, zudem ein erster Härtetest für die 29er trainierten Waden der Dame. So schoß ich mir dann am Rechner ne Strecke zusammen auf der die weibliche Häflte unserer Reisegruppe auch Spass haben sollte. Los ging's



Donnerstag morgen, die Sonne lacht, 19°C um halb Zehn, so kann der Tag beginnen. Von Kommern zielten wir erstmal auf den Feuerwachturm bei Wolfgarten. Daziwschen lag jedoch ein erster etwas zäher Anstieg über Glehn nach Begbuir und zur Kohlweghütte. Das strampelten wir mal eben so nieder. Dann ein erster feiner Trail, von Wolfgarten ging's entlang des Böttenbachs hinunter zum Urftsee. Fein ! Super Licht, super Luft und Supa Trail. Unten tat der Dame der Unterarm vom supa viel Bremsen weh. Kurz ausschüttlen, weiter jehts ! Der Uferweg vom Urftsee, auch überregional als "Silberlocken-E-Bike-Einflugschneise" bekannt sollte uns zur Urftseestaumauer bringen. Auf der Staumauer ein kurzes Päuschen. Ne Waffel und Apfelschorle später rappelte ich die verblockte Sch(n)eise direkt hinter der Staumauer hinunter. Die Dame zog den Fussbetrieb vor, waise Entscheidung ! Möchte mal gern wissen welcher "Vollhonc" bei der Wegeplanung hier die Radwege angelegt hat, möchte nich dabei sein wenn der Opi und die Omi beim Sonntagsausflug mal von Einruhr nach Vogelsang wollen, dat gibt ein Gebrüll sach ich euch ! Zurück zur Tour: die verlief geschmeidig weiter am Ufer der Obersees bis nach Einruhr. Dort suchten wir uns einen möglichst schmerzfreien, nicht asphaltierten Weg nach Dedenborn. Gefunden ! Ein Waldlehrpfad brachte uns über eine kleine Brücke bis fast in den Ort. Ab hier folgten wir zunächst dem Radweg Richtung Hammer. Das ging mal wieder seeehr geschmeidig, dazu lachte uns dat Sönnchen "mitten innet Jeseesch erinn !". Der Radweg wollte uns dann aber schon hier und da auf die Strasse verleiten. Pah nicht mit uns, dat is nur watt für 22mm Tretmaschinen aber nix für uns Geniessas ! Glücklicherweise kenn ich mich im Rurtal ein wenig aus so das es ein leichtes war weiterhin mit möglichst wenig Asphalt und Berg bis nach Hammer zu radeln. Hier wendete sich das Blatt jedoch umgehend. Und zwar von 44 auf 22, äääh von groß auf klein also ! Et jing de Bersch eroppe ! Und dazu noch auf Apshalt, würg ! Muss aba, wir wollen ja schliesslich zur Uhusley und das geht nur am Ortsausgang Hammer bergauf. So, geschafft. Endlich befreit von Brumbrumms genossen wir die Ruhe auf den Liegeplätzen an der Uhusley. Herrlich, wer braucht da schon die Alpen.


   

Mal Trail, mal Waldweg so zog es sich bis ins Grünetal dahin. Es standen sich nun gegenüber: der Finale Anstieg und meine Frau ! In der Favoritenrolle: meine Frau, 29er gestählt mit dem Riserbar zwischen den Zähnen ging's hinauf. Eine Geröllig, nasse Auffahrt. Die hatte quasi schon verloren da zwang sie doch tatsächlich die Frau kurzweil vom Rad. Bevor der Ringrichter sie jedoch auszählen konnte wurde wieder munter auf die Kurbel eingehämmert so das wir schon bald am unteren Ende der Rodelbahn Rohren ankamen. Geschafft ! Der letzte Anstieg des Tages lag hinter uns. Kam nur noch ein Hämmerchen, der Trail hinunter zur Kluckbachbrücke zählt jetzt nicht gerade zu den zahmsten seiner Sorte. Die Dame hatte bereits den Anstieg Plattgehauen, also ging's hier per Pedes runter. Ich nahm das ganze weil's so schönwar dann auch zweimal unter die Stollen. Also nochmal hochschieben und nochmal dauergrins beim runterfahren. So, beide hatten nun genug Endorfine gesammelt um die finalen Kilometer nach Monschau, Kenner bezeichnen die Stadt auch gerne als höchsten Punkt Hollands, zu meistern. Über's Rosenthal gondelten wir daher. In der Stadt war wie immer mächtig viel los, uns störte es nicht den wir labten uns bereits an einem riesen Rote-Grütze-Eisbecher, hmmmm watt fein ! Nach kurzer Entspannung und frisch machen in der Pension liessen wir den Abend bei Schnitzel und Zwickelbier ausklingen. Genächtigt haben wir im Garni Hotel Haller, alles neu hier, schöne Zimmer, Fahrradverleih unten drunter und Thai Massage gibbet auch Paterre. Kann man nich meckern !


   

Zweiter Tag, die Heimereise steht an ! Blick aus dem Fesnter: "... die ham den Wetterbericht wiedermal gewürfelt !" Schönste Sonne statt Regenschauer. So soll's sein. Also erstmal Frühstück reingeschaufelt. Alles da was Mann und Frau so braucht. Rührei, Wuasch und Nutella, her damit ! Die freundliche Dame vom Fahrradverleih unter der Pension hatte unsere Bikes noch nicht verliehen sondern übergab sie wieder anstandsgemäß in unsere Hände. Wir zogen von dannen, Tschööö. Hinter Monschau mussten wir die Bikes erstmal ein Stückchen gen Engelsley hinaufbuckeln. Oben angekommen war auch keinem mehr kalt, Tour konnte also wohltemperiert weitergehn. Über den Nationalpark Wanderweg ging's vorbei an der Perlenau zur Perlenbachtalsperre. Nää watt schön hier ! Der Stausee spiegelte sich schon in der Morgensonne, das hätte auch irgendwo in der Wildnis Kanadas sein können.


Weiter vorbei am Stausee bis zur Höfener Mühle. Hier war ein wenig rutscherei über den altbekannten Wurzeltrail angesagt. Nach der Wurzelbehandlung ging's entlang des Fuhrtsbaches, cooler Name oder, bis Antoniusbrücke. Dahinter dann die Dööppeskaul "eroppe" und dann weiter hinauf bis zum Feuerwachturm Wahlerscheid. Von hier aus peilten wir die Oleftalsperre an. Aber anstatt die schönde Teerpiste runterzuhämmern suchten wir den Geopfad auf. Der verläuft etwas im Bogen um die Wiesenhardt herum. Herllich hier, Natur pur ! Weiter radleten wir über die Uferpromenade der Oleftalsperre bis nach Hellenthal, dat war zwar landschaftlich schön aber ein wenig öde zu treten. Ab Hellenthal buchsierten wir uns mittels einer Radweg-Trailkombi bis hinüber nach Schleiden. Auch nich schlecht.


   

In Schleiden "Downtown" gab's erstmal was zwischen die Kiefer vom Bäcker. Bikekumpane Dieter kam promt um die Ecke, eigentlich wie immer wenn ich mal zwischen Olef und Schleiden unterwegs bin :) Nach kurzem Plausch radelte Dieter gen Oleftalsperre, wir gen Olef. Ab Olef ging's über gewöhnliche Forstautobahn unterhalb der Kuckucksley hindurch nach Gemünd. Ab hier suchten wir altbekannte Wege auf. Entlang der Urft immer wieder über schöne Trails bis nach Anstoiss. Hier klinkten wir uns gen Wallenthaler Höhe aus. Das goldene M liess uns jedoch wieder in Richtung Kall driften. Wir blieben dennoch Standhaft und schoßen sogleich wieder hinunter nach Scheven. Ein letzter Trail und dann liessen wir es gemütlich über Radwege nach Strempt ausrollen. Vorbei am Kommerner See war es dann ein leichtes bis zurück zum trauten Heim. So endete eine kleine aber seeehr feine zwei Tagestour. Es müssen nicht immer die Alpen sein, es müssen nicht immer die Mega Trails sein oder die steilsten Anstiege, manchmal reichen einfach zwei Tage mit der Dame des Herzens bei dem zu verbringen was man gemeinsam gerne macht: biken ! Wenn einem dann solch tolle Landschaft unter die Stollen kommt und die Sonne so direkt ins Geschicht strahlt dann scheint das Glück perfekt !


18.08.2012

Dreckiger Köter - "Ritt auf dem Vulkan"

Lange voher hatte ich mir das heutige Datum im Kalender markiert. Stand doch nochmal ein echtes Highlight an. Der Lieserpfad sollte heuer noch unter die Stollen genommen werden. Und da sowas alleine weniger Spass macht waren die Köter natürlich auch wieder mit von der Partie, dazu gesellten sich dann auch noch zwei eifel-on-bike Guides. Sieben Biker trafen sich also morgens um zehn in Daun am Bahnhof. Einer der Herrn trat dann mit Stahlhelm an. Aufgrund der Verbrennungsgefahr bei den angekündigten 34°C im Schatten tauschte dieser jedoch den Stahlhelm wieder gegen ein Modell mit Löchern. Schade, hätte man sicherlich um die Mittagszeit schön ein Ei druff kloppen können !


   

Los ging's dann geschmeidig über den Maare Mosel Radweg in Richtung Maare. Genauso geschmeidig drückten wir dann wenig später bei 27°C im Schatten den Mäuseberg hoch. Marathonteilnehmer sollte der noch bekannt sein, heuer strampelten wir den jedoch locker hoch waren die Beine doch noch frisch ! Oben angekommen gab's ein paar Trails around the Maare bis wir in Schalkemehren in Richtung Observatorium dämmelten. Die Nadel neigte sich der 30°C Grenze zu, der Asphalt tat sein übriges, der Spruch einer Anwohnerin von wegen "So schön wie hier bleibt der Weg nicht" trug auch nicht gerade zur motivation bei. Macht aber nix, muss man ja hoch hier ! Hinterm Observatorium wurd's dann wieder erfrischend Kühl, die Abfahrt zur Üdersdorfer Mühle war fein zu fahren und endete mit einem schönen Serpentinen Trail. Vorbei an einer "Holzspränkelanlage" suchten wir dann zielstrebig die Lieser auf.

   

Die ersten Trails liessen hier auch nicht lange auf sich warten. Nar kurzen "Orientierunugsstops" des Guides zog die Gruppe einen Trail nach dem andern durch. Kurz vor der Kobeslochhütte wollten sich zwei ältere Teilnehmer, einer aus einer Kreisstadt der andere aus den Höhenlagen um Hilterscheid, um eine Rampe drücken, der Guide konterte den Fluchtversuch jedoch gekonnt aus. Danach folgte bis Manderscheid ein wahres Trailfeuerwerk. Hinter dem Ort steuerten wir den Burgenblick an um dort zu rasten. Nach dem üblichen vernichten von allerlei Fressalien und ein wenig blöden Verzell konnte das Trailmassaker weitergehn. Teilweise zwang uns der Trail hier und da aus dem Sattel, was zur folge hatte das sich des Guides Hose an selbigem verfing und so gekonnt eine fünf hinein riss. Ein wenig schwund is halt immer, weiter geht's.

   

Den Lieserpfad verliessen wir dann bei der Einmündung der kleinen Kyll. Dieser folgten wir Flussaufwärts weiter auf schmalen Pfaden. Bisher lag der Trailanteil wohl bei guten 50%, was viel ist für unsere Regionen. Zwischenzeitlich hatte das Thermometer auch locker die 30°C gesprengt, was unserer Freude nicht wirklich einen Abbruch tat, dafür sorgten auch Verfahreinlagen des Guides und der darauf folgende Hohn und Spott ! Bei der Heidsmühle lungerten die Renter schon im Schatten und führten sich Kaltgetränke zu, um hier nicht den Altersschnitt zu versauen dämmelten wir weiter. Bei der Villa Kunterbunt hatte der ältere Herr aus Hilterscheid dann die Reservelampe an, kurzer Tankstopp, Apfelschorle eingeworfen, fünf Euro auf die Theke und weiter ging's. Bei der Bleckhausener Mühle wechselten wir von der kleine Kyll hinüber zum Trombach. Das ging mittels einer geschmeidigen Rampe die voll in der Sonne lag. Eigentlich kein Problem, aber bei 35°C im Schatten kam hier wohl so ziemlich jeder ans Pumpen, dem ein oder andern Gesicht sah man das auch an. Oder war das eher die Wut auf den Guide ?

     

Als kleine Entschädigung gab's oben ne Wachholderheide und ne nette Abfahrt zum Bach. Dort wurde ein kurzer Erfrischungsstopp eingelegt. Der eine zoppte sein Kopftuch im Bach, der andere das ganze Trikot, na wenn das mal kein Fischstreben auslöst :) Dem Bach folgten wir dann wieder bis Üdersdorf. Das lief recht gut, steile Rampe suchte man hier vergebens, leider ! Von Üdersorf kachelten wir vorbei an einem Steinbruch wieder hinunter zur Lieser und folgten dieser wieder bis zurück nach Daun. Das lief relativ unspektakulär und geschmeidig ab, war auch genug für heute bei der Affenhitze. So liessen wir die Tour bei einem Kaltgetränk am Bahnhof in Daun ausklingen. Wiedermal ne Top Tour mit Top Mifahrern. Nächstes Jahr kommen wir bestimmt nochmal wieder !


12.08.2012

Tourenwochenende - Ahrtour / MTB Event Bütgenbach

Die Dame des Hauses hatte für dieses Wochenende leider Arbeit bis unter die Decke. Und was macht der bikeverstrahlte Ehemann wenn die Frau schonaml das Geld verdient ? Na ? Röschtöööösch - beikn ! Deswegen kam ich dieses Wochenende nochmal in den Genuss Samstags und Sonntags nen Toürschjen zu drehen. Flugs noch die Köter informiert und schon konnt die Kurbelei beginnen.

Tourenwochenende Part I - Ahrtour mit den Kötern
Für den Samstag hatt ich mal wieder ne Ahrtour rausgesucht. Schlappe 35km auf die sich schmächtige 1300hm verteilten. Bah, is doch was für eine Keule. Dazu noch die Weicheivariante auf den Steinerberg. Das schrie ja fast nach ner Kaffeefahrt ! Deswegen mussten ein paar knackige Trails mit rein. Angefangen wurd dann gleich mal mit dem Krausberg. Locker leicht hinauf und die Serpentinen nach Dernau wieder runter. Erledigt ! Danach der Knoppen. Diesemal gegen den Uhrzeigersinn. Macht aber nicht mehr Sinn ! Werd das Ding nich mehr anfahren, is links wie rechts doof. Weiter im Text: die Reimerzhofen-Abfahrt. Locker leicht die Serpentinchen runter. Zwischendrin war das Ross ein wenig bockig, unten angekommen ging's auf die Ahrschleife. Wandererslalom dann hinauf auf den Hornberg. Hier wurde das erstemal damit gedroht demnächst doch Steigeisen mitzubringen, na da bin ich amal gespannt ! Den Hornberg wie immer über die "Käskopprampe" und die üblichen Trails hinunter. Rüber nach Kreuzberg und Pützfeld und dann ne geschmeidige Anfahrt auf's Steinerberghaus. Dort oben musste Köter Christopher erstmal den "Resetschalter" drücken. Heisst nen halben Liter Cola in den Kopp uind dat Motörchen läuft wieder wie geschmiert. Wir machten uns von dannen um den letzten Trail des Tages zu rocken. Und was für einer ! Die 14 Serpentinen hinunter nach Walporzheim zauberten feuchte Augen in die Gesichter der Mitfahrer. Wars die Freude oder eher der Schmerz im unterarm vom bremsen?


Tourenwochenende Part II - 23. Int. MTB-Event in Bütgenbach

Für den Sonntag hatte ich mal wieder ne Tour in Belgien rausgesucht. Dort sollte eine VTT in Bütgenbach stattfinden. Da Belgien immer lecker ist wollt ich hier auf jeden Fall hin. Leider fanden sich keine weiteren Mitstreiter aus dem Fahrerlager der Köter. Entweder beschäftigt, in Urlaub oder kapott. Hm, dann reisen wir mal alleine an. Startgeld bezahlt und um zwanzig nach neun knatterte ich schon in die Falsche Richtung, mir im Nacken fünf Franzosen. "Nix versteh ? Näh he jed ett net wigge ! Zoröck !" Ah, Platt verstehnse also ! DOch eher Bämmese :) So nu in die richtige Richtung. Typisch für Belgien: der erste Trail lässt nicht lange auf sich warten. Und auch typisch für Belgien: das erste Matschloch lässt auch nicht lange auf sich warten. Also volles Rohr rein in die braune Suppe. Vorbei am Stausee ging's über einen Trail nach dem andern. Einfach herrlich ! Immer in der typisch belgisch saugenden Untergrundkonsitenz schob ich die Ahrgeschädigten Stengel durch die Wälder. Zwischendrin auch immer wieder die typisch belgisch ausgemergelten Bikertypen die mit ihren Stengeln durchs Gemüse pflügen. Die ham zwei Beine wie ich eins und drücken derart auf's Pedal da fällt einem nix mehr ein. Nach gut 20km die erste Verpflegung. Ein wenig trinken und zuschauen wie der Vater und die Söhne durch die Gegend dengeln. Eine wahre Freude wenn man sieht wie in Belgien MTb gelebt wird. In der Heimat fahren die meisten Kinder höchstens noch auf der Wii MTB. Naj weiter im Text. Auf der nächsten Schotterpistenabfahrt rauschte ich dann zwei bekannten Gesichter entgegen. Katja und Alex kannte ich vom MTB Forum her, die waren schon das ganze Wochenende hier und Katja hatte Platt gefahren. Der Gentlemann schlug mal wieder durch so übernahm ich prompt die Luftzufuhr für den Reifen. Zusammen dämmelten wir dann weiter. Einen recht strammen Anschlag drückten die Dammen dann auf's Pedal. Wer meint er müsse hier warten irrt gewaltig ! Sorgte auch für das ein oder andere verdutzte Gesicht. Nach nem kleinen verfahrer hatte Katja dann nochmals platt. Den ollen Schlauch rausgefriemelt und nen neun rein, der hielt dann. Weiter auf die Kurbel eintreten. Nach dem abzweig auf die 60er Runde zumeist zwar eher nur auf breiteren Wegen, aber nicht weniger schön.Je näher wir wieder an Bütgenbach rankamen um so mehr Trails mischten sich wieder dazwischen. Wenn diese auch rehct einfach zu fahren waren machte es doch ein heiden Spass. Nach guten 60km und 1100hm standen wir dann zum guten Schluss wieder in Bütgenbach am Sportplatz. Feine Tour und ordentlich auf die Kurbel eingehämmert die Damen ! Das Zeigergerät zeigte am Schluss einen 16,5er Schnitt. Zwar kein Weltrekord aber doch gar nich mal sooo schlecht auf einer Trailreichen Strecke wie dieser. Wie dem auch sei, ich komme wieder, keine Frage !
 

05.08.2012

Zwei dreckige Hunde auf dem Weg um die grüne Hölle- Würfeleinreiten V2.0

Für heute stand ma wieder ne Tour mit der Ehefrau an. Der hatten wir am Freitag auf die schnelle nochn neuen Untersatz besorgt. Un zwar eins von diesen neumodischen Trekkingrädern da, wie heisen die noch gleich ? Ah ja, Twändineinoor wie des Sachse sacht, kurz 29er. Bin ja bisher dem neumodischen Kram eher skeptisch gegenüber gewesen weils für mich selbst eigentlich nix ist. Hab lieber ein antrittstarkes, reaktionsschnelles Hardttail als ein "dahinroller". Aber ich dachte mir eigentlich müsste das für die Dame genau das richtige sein. Nach kurzer Probefahrt wurde dann bei Höflichkeit&Service in Bonn ein Cube LTD 29SL eingetütet. Nach kurzer Probierrunde am Freitag stand dann heute ein erster längerer Test an. Das ganze geschah dann zu zweit, die einen Köter waren im Urlaub, andere sprengten ihr Schultergelenk, wiederrum andere mussten der Verwandschaft die Händchen halten und wiederum andere litten an chronischer Unlust. Naja seis drum, so packten wir dann trotz Nieselregen die Bikes ans Auto und reisten nach Adenau.


       

Der Nieselregen hatte sich längst verzogen denn in Adenau begrüßte uns die Sonne. Also aufsatteln und einfach mal losdämmeln. Nach ganzen 2km schon die erste Pinkepause ! Sauber ! Unterhalb des Bergwerks wurde gleich mal das Revier abgesteckt. Oben dröhnten die Porsche unten plätscherte .... Zuallererst stand mal der schwierigste Teil der Tour an. Eine laaaaange Auffahrt bis zum Kaiser Wilhelm Turm auf der Hohen Acht. Gute 400hm am Stück, das war Rekord für die Ehefrau. Doch noch waren wir nicht oben. Vorbei am "Nikkilaudalinksknick" näherten wir uns der Klostertalkurve. Man hörte schon das quietschen und rabbeln der Reifen im Karusellchen. Dort angekommen kam was kommen musste: die Steilstrecke ! Klar das ich hier nicht nein sagen konnte. Die Dame wollte sich das lieber von unten angucken, das hiess also rauf und wieder runter, ok kein Problem mach ich alles ! Rentnerblatt rein, Sattelspitze in die Kimme und treeeeeten. Nach dem ersten viertel der Steigung kam mir ein Wandersmann entgegen der sagte: "... glich jon dir de Jäng us Jung !", ich scherzte, "... naja mal sehn wie weit ich komme" Nach der Hälfte ( von der ich von unten dachte es wäre das Ende ) knickte die Prozentzahl dann endlich von fast 30% auf lockere 25% ab. Man eh, das Ding könnte man auch Kotzstrecke nennen, leck mich am Hoocker is dat steil hier ! Doch so ein Köter ist ein zäher Hund. Auch wenn ich oben ziemlich im Drehzahlbegrenzer geknattert hab hab ich dieses drecks Ding platt gemacht ! Chacka du Wurst !



Ziemlich fertig rollte ich am Zaun entlang wieder runter wo die Dame schon wartete. Hat der Wandersmann doch tatsächlich dran gezweifelt, die Wurst ! Naja egal. Gemeinsam dämmelten wir ins Karusselchen um uns das treiben hier mal anzusehn. Pfffffft und die Luft war aus dem hinteren der beiden Trekkingräder raus. Supa ! Ich hatte noch gar keinen Schlauch für den Apparillo und nur noch einen Flicken. Hoffentlich geht das gut. Nach Crashcurs im Reifenflicken für die Dame und ein paar Fotos ging's weiter....hinauf. War nich mehr weit bis zu Willis Türmchen. Zwischenzeitlich wurde die Nordschleife auch wegen einem Unfall gesperrt. Stille ! Nichts als Stille. Unglaublich der Unterschied wenn die Motoren hier nich durch die Wälder bollern. Genau richtig um den Turm zu erklimmen. Zum guten Schluss wurschtelten wir uns den fiesen Anstieg kurz vorm Turm hinauf. Auch nich schlecht ! Nach ner Waffel und ner Runde Sightseeing auf dem Turm ging's hinunter Richtung Brünnchen. Hier dann auch die ersten feinen Trails. Diese spuckten uns sogleich am Brünnchen aus. Da mussten wir durch ne ziemlich stinkige Röhre die Fahrbahnseite wechseln um dann via Pflanzgarten abzudüsen. Aber hey, hatte ich schon erwähnt das die Ehefrau das erste mal im Leben 400hm am Stück plattgemacht hat ?



Über ständiges auf und ab gings am Pflanzgarten, Schwalbenschwanz und Galgenkopf vorbei nach Nürburg. Hier streiften wir das Industriegebiet wo sich Namhafte Firmen ihre Testcenter leisten. Man, man watt stehen hier Werte auf den Parkplätzen. Nicht selten das da auf 100m² einige Einfamilienhäuser geparkt sind. Weiter vorbei an der Nürburg in den Hatzenbach. Nochmal die Kommunionsblase leeren, ein wenig gedröhne gucken und runter gehts. Nun kam der angenehme Teil. Bis Adenau geht's ab hier fast nur noch bergab. Via Hocheichen, Flugplatz und Schwedenkreuz nahmen wir in der Fuchsröhre einen wirklich schönen Trail unter die Stollen. Schön wurzelig und kurvig zieht er sich hinunter. Danach nochmal ein klein wenig hinauf ins Metzgesfeld und dann ging's wirklich nur noch bergab. Durch den Kallenhard führte auch eine nette Piste entlang der Strecke. Diese spuckte uns bei den Zuschauermassen in Breidscheid aus. zu guterletzt nochmal die Treppe runtergescheppert und schon standen wir wieder in Adenau. Man watt ne Tour, die war echt lecker. Auch wenn ich hier früher mit dem Moppeth immer versucht hab die 9min. Schallmauer zu erreichen muss es nicht immer die Geschwindigkeit sein die am Nürburgring faszienert. Einfach mal drum herumeiern und Autos gucken is auch ganz lustig. Die Ehefrau war dazu mit ihrem neuen Trekking ..ähem Twändineinoor sehr glücklich, so kann ein Sonntag ausklingen !


29.07.2012

Köter & Friends meets Perle der Eifel

Sonntag morgen, wiedermal vor dem Wecker wach ! Mal mit einem Auge aus dem Fenster. Hey watt ös dat ? Blau ? Korrekt ! Den für heute hatte ich mal wieder ein echtes Leckerchen geplant. "Die Perle der Eifel" stand auf der To-Do-Liste. Die hatten wir nämlich vor kurzem wegen zu viel Nass von oben abgesagt. Groß was über die Strecke schreiben brauch ich eigentlich nichts mehr, denn das meiste steht schon hier. Neu heute war das ich die Tour diesmal nicht alleine fahren musste sondern von 28 strammen Waden begleitet wurde. Es hatten sich ein paar Köter & Freunde gemeldet diie auch mal die Runde kennenlernen wollten. Alles in allem kam dann eine lustig, matschige, trailreiche, zähe, schöne, aussichtsreiche Tour zustande. Der Guide nahm diesmal sogar wieder eine Bodenprobe was ein drittes Knie zur folge hatte. Wahrscheinlich die Bestrafung für zwei kleine "Verfahrer" :) Zum Abschluss gönnten wir uns noch ein lecka Weizen ( der ein oder andere auch Pommes - Schranke ) am Schwimmbad. Im Hotel nebenan wollte man uns nicht. Wahrscheinlich rechneten die Gastwirte Polsterreinigung gegen Getränkeumsatz und hatten am Ende ein Minus im Kopf ! Sies drum, das war jedenfalls wiedermal ein Top Sonntag mit Topo Leuten. Danke an Reinhold,Christopher, Willi, Robin, Meik, Melanie, Andre, Gertel, Klaus, Karl, Olli, Dieter und Ralf für diesen schönen Tag auf dem Rädchen.
 
 

08.07.2012

Dreckiger Köter meets Tour der Hoffnung

So, erstens kommts immer anders, zweitens als man denkt. Eigentlich wollten wir diesjahr mal Pause machen mit Tour der Hoffnung. Staus vor Trails und Horden von Bikern hatten die einzigste Begeisterung für dieses Event ein wenig verblassen lassen. Geplant war ne Tour in Einruhr mit feinsten Trails bis Monschau und zurück. Nach dem ersten Blick aus dem Fenster morgens um sechs war mir eigentlich direkt klar das das wenig Sinn macht. Gewitter und Starkregen prasselte vor dem Fenster herunter. Nach dem Blick auf's Wetterradar war keine Besserung in Sicht. Die Tour in Einruhr wurde also kurzerhand abgesagt. Die ist einfach zu schade um sie im Matsch auf nassen Wurzeln abzurutschen. Aufgehoben ist nicht aufgeschoben. Abr son Sonntag ohne biken ist wie Heiligabend ohne Weihnachten... hä ? Also kurzerhand mal rumtelefoniert und die Meute die noch Lust hatte dennoch zur Tour der Hoffnung zusammen getrommelt. Zu viert reisten wir dann also im Regen nach Wiskkirchen, bewusst was uns dort erwarten würde.


   

Am Start waren die Biker schon mannigfaltig mit Startvorbereitungen beschäftigt. Wie immer schoben hier kackstelzen sündhaft teuere Kohlen durch die Gegend und die strammen Waden standen mit dem üblichen Kernschrott am Start. Echte Biker erkennt man halt nicht an dem was sie fahren. Die Schgodd-Fragtion aus dem Nachbarort sowie viele andere bekannten Gesichter ( das ein oder andere mit mehr oder weniger Eisen drin ) standen auch am Start. Schon alleine deswegen lohnt eigentlich die Anreise um mit all den Leuten die man alle jubel Tage mal sieht ein bisschen Blödsinn zu quatschen. Nachdem wir uns in den Lahmschnecken-Block für die lange Tour einsortiert hatten, schlotterten der Guidin en wenig die Knie. "Keine Angst die wollen nur spielen" schon war die Dame beruhigt. Nachdem dann auch Chef-Einschreier Klinki seine einweisenden Worte losgeworden war eierten wir los.

   

Über Burg Feynau zur ersten Schüsselstelle vor Satzvey. Eine fiese Senke von gut und gerne 1,35m sorgte für den ersten Stau des Tages. Puh, geschafft ! Weiter nach Satzvey in den Mechernicher Wald. Unterwegs wieder eine Schüsselstelle nach der andern. Umgelegte Bäume sorgten für fahrtechnische Herausforderungen der besonderen Art. Auf dem Weg zu den Katzensteinen sorgte die Rennradfraktion beim durchfahren einer Pfütze für allgemeines gelächter. Tja Pfützen im Wald sind halt nich von unten drunter geteert ! Dann kam der Killertrail an den Katzensteinen. Ich postierte mich als Papparatzi um den eine oder anderen fliegenden Biker aufzuschnappen. Das ganze lief jedoch alles ohne spektakulären EInlagen ab so zogen wir gen Heide von dannen. Diese erreichten wir über Trails beim Hochwildschutzpark. Hier fabrizierte ich dann beim Sprung in eine Pfütze einen Durchschlag vorne. Platt ! Das hat man dann davon, egal muss ma halt flicken. Guide Klinki un der Kollesch von Daun hielten mit mir die Stellung. Gerad geflickt war die 35er Gruppe auch schon da. Der Kollesch von Daun flickte der Freundin noch die Schaltung wir versuchten wieder auf die "große" Runde aufzuschliessen.

   

Eine Steilabfahrt nach Schaven und ein wenig geboltze am Zaun des Hochwildschutzparks entlang hatte ich sie dann in Kommern Süd wieder bei. Hier den Trail an de Tennisplätz runter und auf der andern Seite die Rappelspiste zum Haus Hombusch eroppe. Weiter und weiter hinauf bis nach Weiler a. Berge. Zwischenzeitlich setzte auch immer wieder der Regen ein, mal mehr mal weniger. Ejal, war eh schon Nass. Hinter Weiler gabs dann am Stockert watt zwischen die Kauleiste. Schmeckt jut sone Regendurchweichte Waffel, muss ma gar net mehr kauen. Däm ehn sing Kett noch schnell jeflick un wigga jing et. Volles Rohr ins Eschweiler Tal. Dank nicht vorhandenem Scheibenwischer mit null, in Zahlen 0, Sicht dank Dreck im Auge. Ejal, muss ma durch. In Heinotown ging's dann nochmal was länger hinauf. Wurd auch Zeit war kalt geworden durch den Fahrtwind und Regen. Zielstrebig wurde das Downhill Highlight zwischen Steinbach und Heinotown aufgesucht. Der A-Trail. Ein Fall für den Papparatzi ! Zielstrebig postierte ich mich mit meiner Digicam an einer S6 Schlüsselstelle. Schon rauschten mir die Teilnehmer vor die Linse. Auch hier jedoch ohne spektakuläre EInlagen. Gut so !

   

Der Rest war dann relativ schnell und einfach abgespult. Über den Hardtwald ging's nochmal in den Kreuztrail. Die Serpentinen meisterten die Teinlehmer teils zu Fuss teils sitzend. Bevors Stau gab räumte ich das Feld und schoß nach Kreuzweingarten. Nun nur noch durch den Billiger Wald beim böhsen Förster vorbei und schon schoßen wir gen Ziel. Kurz vorher nahm die Rennradfraktion nochmal maximale Schräglage ein. Nix passiert, alle kamen heile ins Ziel, so soll das sein ! Nach nem Kaltgetränk, der durchnässte Körper will auch von innen Nass gemacht werden, ging's dann nach Hause. Nicht ohne eine kurze Einkehr auf dem Dorffest in Schaven. Hier kam dann auch endlich die Sonne mal richtig raus. Wir genossen ein paar Stubis und ne Bratwurst wobei wir von den Einheimischen mit großen Augen angeschaut wurden. Warum ? Hab ich da was im Gesischt ?

   

Fazit: Nachdem die Stimmung am morgen erstmal unter Null war hatten wir dennoch mächtig Spass. Müssen halt eben nicht immer die ausgeklügelsten Dinger sein, man kann auch Spass im Regen mit Matsch und massig Leuten auf vollgestopften Trails haben. Man muss es nur zu nehmen wissen. Dank an die TDH für den lustigen Sonntag




02.07.2012

Bald Bikeverbot in Hessen ?

Eine dicke Schlagzeile überraschte mich Anfang der Woche: "Hessen plant weitreichendes Bikeverbot". Diesmal haben sich unsere Großkopferten in Hessen mal wieder was ganz tolles einfallen lassen. Biken soll nur noch auf Wegen erlaubt sein die fest und von nicht geländegängigen zweispurigen Kraftfahrzeugen ganzjährig befahrbar sind. Kurz gesagt auf breiten Asphaltierten und geschotterten Wegen. Selbst eine breite Matschpiste oder ein vom Harvester zerstörter Weg wäre dann tabu. Was für ein quatsch !

Die idiotie erscheint noch größer wenn man liest das Bußgelder von bis zu 100.000€ vorgesehen werden können. Derzeit werden sogar schon Bußgelder bis zu 600€ verhangen. Absoluter Schwachsinn wenn man bedenkt das man wenn man verkehrt herum auf die Autobahn fährt mit "nur" 200€ dabei ist ! Begründet wird das ganz mit einem schon recht flachen Grund: das fahren abseits von Wegen ( also auf Singletrails ) hätte in der nähe der Ballungsräume in den Mittelgebirgen problematische Ausprägungen angenommen. Wei o wei, da fragt man sich echt watt fürn Krawattenschlegel sich dat wieder ausgedacht hat.

Der ein oder andere fragt sich jetz vielleicht: "watt hätt der Hubäth möt däh Hesse am Hot ?" Ganz einfach, sollte der Gesetzesentwurf so durchgesetzt werden dann kann das eine Vorlage für weitere Bundesländer werden. Die Männer mit den großen Hüten von neben an aus dem Naschonäl Park warten bestimmt nur drauf !

Grund genug da was gegen zu unternehmen. Was ? Zum einen könnt ihr euch erstmal hier belesen: DIMB. Da findet man alle Infos und weiteren Aktionen. Weiterhin wäre hohe Beteiligung an der Online Petition sinnvoll. Hab ich auch schon gemacht und werde das geschehen natürlich weiterhin beobachten. Dazu könnt ihr eure likes noch beim Fratzenbuch loswerden. Kann ich nich, mach ich nich mit ! Und man kann noch Unterschriften sammeln. Dazu einfach Unterschriftenliste Downloaden, ausfüllen und zurück schicken
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http://dimb.de/images/stories/pdf/anlagen/Hessen2012/dimb_hefog_fly_2.aufl.pdf

01.07.2012

Oil of Oleftal - Trails im Oleftal und darüber hinaus.

Eigentlich wusst ich nich so recht was ich mit dem Sonntag anfangen sollte, andere Leute legen sich vermutlich nach einer fast 80 Std. Woche lieber Sonntags auf die Couch. Wenn man so bikeversucht ist wie ich kann man das nur schwer ertragen. Zumal da in der Karte zwei drei gestrichelte Linien waren die ich noch nich kenne und das juckt echt ! Also die unbekannten mit den bekannten gemischt und schon stand der Track. "Höhenprofil sieht ja schon was zornig zackig aus. Wird schon gehen !", also Bike in de Kofferaum un ab nach Jemöng.


   

Das Rädchen startklar gemacht, GPS angeworfen und schon strampelte unz Hubäth stramm den Kanzelweg hinauf. Als erstes stand ein bekannter auf dem Plan: die Kuckucksley. Supa Aussicht, supa Abfahrt. Erinnert mich immer ans Affenahus in Köln, hatte hier doch mal ein dreckiger Köter im Baum gehangen. Trail eins und zwei Haken dran, weiter nach Olef, kurze stramme Steigung und rüber nach Schleede. Kurz vorher links rein und hinauf nach Broich. Übel hier ! Waldfeldwegkombi, tiefes Geläuf, links und rechts lauern die böööhsen Bröhnessele mit ihrem Saft. Spur halten bis oben. War nich einfach, oben zeigt das Gerät die Zähne, stramme 17-20% standen auf dem Zeiger. Geschafft, es folgte ein bis dato noch unbekannter Trail.



Parallel zur B258 verläuft ein recht zugewuchertes Päddchjen den Ruppenberg hinunter, spuckt einen genau in Schleiden aus. Links und rechts waren noch andere Päddchjen, sind notiert und für spätere Touren vorgesehn. In Schleiden buchsierte ich mich steil am Schloss vorbei auf den Mühlenberg. Der Rur Olef Route folgend folgten wieder bekannte Trails bis nach Blumethal. Hier folgte für meinen Geschmack ein kleines "Zückerli". Ein feines Pfädchen schmiegt sich an den Reifferscheider Bach. Normal zwar nur für Fussgänger, sind Sonntags aber eh keine Unterwegs ! Nun folgte wieder mal ein Anstieg, "et jing jod eroppe" nach Wollenberg. Ein weiteres "Zückerli": nette Serpentinenabfahrt nach Reifferscheid. Normal könnt ich's mir jetz einfach machen und rechts rum nach Hellenthal. Einfach kann jeder: links rum wieder hinauf nach Zingscheid. "Janz schöhn steil hier wa ?", sauste es mir durch den bikeverseuchten Kopf.


     

Zack war ich schon an der Wildenburg. Horden von Wanderern eierten hier den gewünschten Trail hinauf. Also ersma paar Bilder von der Burg gemacht, gewartet bis der letzte oben war, Sattel runter und dann ab in den Trail. Nett ! Unten dann endlich rechts rum. Dafür aber dann nochmal hinauf, nochmal nach Zingscheid. Wüste Auffahrt, wird aber mit nem echt feinen Trail entlohnt. In seichtem Gefälle gehts über Stock und Stein bis nach Reifferscheid. Hier cruiste ich einmal um die Brug herum um im weiteren der Burgenroute zu folgen. Deftig hinauf jeht et hier wieder. Dann war Hellenthal erreicht. Saftige 1100hm auf schmächtigen 35km standen auf dem Zeiger. Alles Ahrtal oder watt ?


     

In Hellenthal ging's hinauf zur Oleftalsperre. Auf dem Uferweg traf ich dann noch Bikekumpane Dieter. Nach kurzem Plausch trennten sich unsere Wege wieder und ich nahm ein weiteren Anstieg unter die Stollen. Der zog sich recht schlammig zäh hinauf nach Harperscheid. Volle Granate runter zu den Campern bei der Schafbachmühle und mörder Zäh das Schafbachtal wieder hinauf. Oben musste ich ersma an der Trinkblase nippeln damit die Sternchen wieder weg gingen, danach rauschte ich hinter Berescheid ins Tal. Hier war noch eine von den unbekannten gestrichelten Linien. Hm, für son freigehauenes Wiesenpfädchen hat die Anreise nich wirklich gelohnt, zumal dahinter ein deftiges Hügelchen hinauf nach Dreiborn wartetet. Aber das weiß man vorher ja nie, also Haken dran un dääämmeln!

   

In Dreiborn peilte ich nen altbekannten auf der Hochfläche an. Herrlich der Ginster hier. Hinter Dreiborn ging's dann in ein feinen Trail der sich herrlich um die Sumpflöcher schlängelt und auch mal kurz über Holzstege führt. Fast wie ein mini Venn. Hinter Burg und Patersweiher zielte ich dann die nächste gestrichelte Linie an. Der ging dann schon eher, schlängelt sich wieder ins selbe Tal wo ich gerad schonmal war. Aber ein wenig zugewachsen, hat aua Beine gemacht, die böhsen Bröhnessele waren wieder da. Nun ging's recht zügig nach Ettelscheid einen altbekannten Trail hinunter. Der versteckt sich gut hinter zwei kleinen Gattern. Leider ham die Forstwirte hier ein Stückchen davon platt gemacht, hat aber am Ende doch noch gepasst, über ein kleines Brückelchen schiesse ich hinunter zur Bundesstrasse. Die gequert gehts um den Campingplatz auf dem nächste Päddchjen weiter. Das brachte mich fast bis Schleiden zurück. Am Schloss vorbei und ein Stückchen an der Olef gings ... na ? ... eroppe ! Un zwar de Lützeberesch. Bis dato hatte ich gute 1500hm gesammlet. Läpsch, da geht noch was ! Oben angekommen ging's in einen altbekannten Trail den ich zu meinem Pech mal ner Gruppe Biker verraten hab die regelmäßssig Massenveranstaltungen durchführen. Pech wieso ? Weil das Ding richtig schön breitgeklopft ist und Fahrtechniklegasteniker schon die Serpentinen Anfagen abzukürzen. Naja, passiert mir ja nicht noch mal.

   

So und damit's auch ne Runde Tour wird und noch Trails in der Nähe sind buchsierte ich meinen fettleibigen Körper erneut hinauf. Diesmal bis nach Hohenfried. Das war dann doch schon recht zäh, die Stengel waren ziemlich leer gefahren, so eierte ich dahin bis die letzte Abfahrt für heute vor mir lag. Der Vorteil: ab hier geht's nur noch bergab, wirklich ! Also nen guten Schluck aus dem Säckli, Sattel runter und ab dafür. Fein zog sich das Päddchje in einfachen Serpentinchen bis hinunter nach Gemünd. Geschafft ! Puh wattn Klopper. Da hatte ich doch tatsächlich 2012-Rekord gefahren. Auf 69km sammelte ich geschmeidige 1815hm ein. Soviel wie noch nie in diesem Jahr. Aber wie war das noch ? Einfach kann jeder !