28.10.2014

Nightride Saison Zwovierzehn gestartet

Jedes Jahr das gleiche .... kommt der Oktober .... kommt die Zeitumstellung ... zack bumm,is dunkel drausen ! Ich wollts ja erst nich wahrhaben nach 24°C zu Kirmes, aber auch dieses Jahr scheint man einen Winter vorgesehen zu haben. Naja, im dunkeln Rädchen fahren hat ja auch was ....

Ne Menge los am Abendhimmel
Da kommt der Fackelzug ...
.... immer um dieEcke rum
Düster !
Engelchen sind auch schon am Backen !
Jetz ab er ab nach Hause

18.10.2014

6. Internationales Kommerner Kirmes Trailmassakker

Kommern, 22°C, die Sonne brennt ! 8 Biker oder 16 stramme Waden tummeln sich ums Köter Headquater. Sie wollen biken ! Sie wollen Trails ! Sie sind nicht umsonst hier. Es wurde auch dieses Jahr zum ultimative Kirmes Trailmassaker ausgerufen. Frisch polierte Boliden mit mindestens 1000mmm Federweg warteten auf Schüsselstellen rund um Kommern! Dann ...  endlich ... die Köter Meute wird von der Kette gelassen und schiesst von dannen. Erst mal möglichst schnell rein ins Gemüse. Gleich am Kommerner See nimmt das Massakker seinen Lauf ! Trail am Mühelnpark, Check ! Trail an der Rodelbahn, Check ! Volles Rohr durch den Eickser Buschtrail, Check ! Gemächlich stemmen die Herren den nächsten Anstieg zum nächsten Trail.
So sieht einer aus der gerade Trail gerockt hat
Zwischendrin in der Auffahrt zum Museum leichte Traktionsprobleme aufgrund feuchtem Geläuf, kein Problem für die Nobby Fraktion. Mit versteinertem Gesicht ziehen Sie hinfort. Nächster Halt: Museumstrail. Zackig geht's bergab, für die versierte Truppe leichtes Geläuf. Hm,da muss der Guide schon mit schwierigerem kommen. Aber jetzt ! Hellwegtrail ! Verweigerten hier noch vor zwei Jahren transalp erfahrene Oranjebiker so schossen diesmal alle Teilnehmer die Treppe hinab als ob's ne gepflasterte Garageneinfahrt wär ! Gut, probiern mer's mal bergauf. Auffahrt in die Schavener Heide. Gut steil, zerfahrenes Geläuf. Kein Thema, stahlharte Waden stemmen sowas weg wie nix ! Jedoch liegt ein Fluch auf der Rampe. Flickte das alpenerprobte Team in Orange hier noch vor zwei Jahren mehrere Stunden einen Schlauch ;), so killte diesmal uns Robinator hier sein Hinterrad. Jedoch kein Problem für den technisch versierten Biker, schnell geflickt und schon ging's weiter.
Flickerei
Pinkelerei
Fahrerei
Ein Heidetrail nach dem andern klatschte der Kirmesgesellschaft vor's Vorderrad. Was bei der Tour der Hoffnung als "Schlüsselstelle" angepriesen wird, walzten die Herren einfach runter ohne nenneswerte Gesichtsregeung. Selbst der Georg W. - Gedächtinstrail und "das Eisen des Todes" wurde wie auf Schienen genommen. So nu aber: Männer Abfahrt am Iiiisebahntrail. Steil, leicht schräg, immer für nen rutscher gut. Kein Problem für die 8 Herren ! Nutzt nix, der Schwierigkeitsgrad muss erhöht werden. Um die Burg Satzvey gezirkelt, die Treppen davor erwähne ich erst gar nicht: Spielzeug ! Doch dann, die Catstones näherten sich. Der "Zipfelklatscher-Trail" ist immer wieder gerne für Gelächter und Ausfallerscheinungen gut ! Also hinein in die Abfahrt. Sowas würde bei der TDH wahrscheinlich von der Kategorie "Schlüsselstelle" in die Kategorie "Todes-Rampage-Slebstmord-Schlüsselstelle" umbenannt. Jedoch auch hier sehr souveräne Fahrtechnik der 8 Herren. Kann eigentlich nur an den Bikes liegen !
Pendel des Todes
Zipfelklatscher-Trail
Kötermeute
Nun gut, eine fiese Rampe und ein schöner Trail später zogen wir uns erst ein paar Riegel rein und dann von dannen, nächster Halt: Tennisplatztrail. Voll Enduro wa ! Flowig, episch oder wie das heutzutage heisst. Nur leider viiiiel zu kurz. So ist das halt inne Eifel ... immer rauf und runter. Nächster Halt: Altusknipp Kreuztrail. Auf der Bank ein jung verliebtes Pärchen, Er wollte gerade zum Angriff blasen doch DA kamen ihm die Köter dazwischen mit ihren 1000mm Boliden und ihrem blöden Verzell. Wir wollten die Jugend aber nich groß beim liebe machen stören und schossen in den Trail. Auch hier wurde einfach alles platt gebügelt. TDH und Rebellen suchen hier nach Chickenways, Köter knattern hier einfach runter ! Supa ! Der Pizzatrail spuckte uns am Kommerner See aus. Aber einen hatten wir noch ! Das Kommerner-Treppenmassakker. Das auch hier niemand zuckte brauche ich nicht mehr zu erwähnen oder ? War da ne Treppe ? Dieses letzte kleine Schmankerl brachte uns quasi direkt ins Epizentrum von HalliGalli und gebrannten Mandeln. So liessen wir bei ein paar Kirmesbier die Tour auf der Kirmes gebührend ausklingen. Supa Wettah, Supa Trails, Supah Mitfahrer, mehr braucht man nicht zum glücklich sein ... zumindest beim biken :)

Meute am Kreuz
Einstieg Treppenmassakker
Kirmesbier an de Kirmesbud
Dank an die Herren Mitreisenden ...stay tuned for 2015 :)




12.10.2014

Der Oktober ist der neue August

Heimbach, 18°C, die Frisur sitzt !
 

So gefällt mir das ! Spieglein ...

100% Eifel

Hier fühlt sich der Hans wohl !


 

04.10.2014

Die ständige Jagd nach dem nächsten Trail !

Ja,ich geb's zu ! Ich bin süchtig. Und zwar nach Trails ! Getrieben von der Sucht werden Wanderkarten und Internet durchstöbert um ständig neues Dope zu finden. Jede gestrichelte Linie wird angefahren um zu sehen ob dort nicht doch ein wenig fahrbarer Trail zu erhaschen ist. Wie ein Trüffelschein immer die Nase im Dreck. So auch wieder diesen Freitag !
Da geht das Trailgemetzel los !
100% Ardennen
Freitag, Feiertag, schönstest Wetter. Perfekte Bedingungen der Sucht nachzugehen. Wo ? Malmedy ! Dort habe ich schon des öfteren meine Sucht beim RDHF befriedigen können. Traillastiger Marathon, alles was ich in Deutschland kenne ist Kindergeburtstag dagegen. Da gibt's jede Menge Dope ! Dazu gesellten sich vier weitere Süchtige die sich auch eine gehörige Dosis Trails reinziehen wollten. So rollten wir morgens um halb neun gen Malmedy. Dort angekommen sattelten wir sogleich auf und machten uns auf die Suche, waren wir schon auf Entzug ? Nach einer geschmeidigen Rampe zum warm werden wurden wir schnell fündig. Gleich am Ortsrand gab's nen Pfad. Erstmal mussten wir ein wenig hochschieben, dann wurden wir jedoch mit einem Trailband bis hinüber zu Ferme Libert bestens belohnt, herrlich !
Ferme Libert
Herrliche Trails
Dort angekommen bestaunten wir erstmal die schönen Sachen im Bikepark, der hatte noch geschlossen. Üble Geräte sach ich euch, nix für uns, sind dann doch eher zu bodenständig für die Fliegerei. Wir rollten weiter in Richtung Tro Maret. Erst durch eine Rinne ala Val Mora, dann ein wenig geschmeidiger über Forstpisten. Zwischendrin schlammgewühle durch Forstarbeiten. Hier rücken die Belgier noch mit Pferden das Holz, sehr schön. Dann das nächste Dope, ein verblockter Pfad führt hinunter zum Bach Tro Maret. Auf der andern Seite eine wiederliche Geröllpiste hinauf, hier versuchte sich der Nettersheimer Joung, stellte aber schon schnell fest: Fussbetrieb ist auchnicht schlecht ! War aber nur kurz das Stück so rollten wir schon bald weiter auf einem traumhaften Pfad. Spitze Steine setzten zwsichendrin dem Smarten Sam von Bastian zu, der quittierte dies durch ruckartigen Luftverlust. Schnell war die Pelle geflickt.Sowieso sollte man auf diesem trail keinen Fehler machen, ging's rechts doch ganz schön derbe nach unten. Wenig später folgte der Klettersteig den ich schon aus dem RDHF kannte und eine Bachquerung deluxe. Unter einer Brücke muss man quasi quer durch den Bach. Auch hier preschte der Nettersheimer Joung vor, teste jedoch schon bald die Wasserdichtheit von FiveTen.
Das macht Spass
Bachquerung deluxe
Nachdem sich die Lachmuskeln beruhigt hatten und alle das andere Ufer erreicht hatten rollten wir weiter. Immer noch auf herrlichen Pfädchen.  Am Campingplatz war dann erstmal Ende, die Zivilisation hatte uns wieder. Schon ganze 10km geschafft, was ein Klopper ! Hinauf nach Mont Malmedy suchten wir den nächsten Pfad. Durch "Armeleute" Wohngebiete wurden wir dann fündig. Ein weiteres "Trailband" tat sich auf. Ein Pfad am andern brachte uns bis ins Warchetal. Dem folgten wir zunächst auf breiter Piste bis zur Bayehon Mündung wo wir erstmal ein Päuschen machten. Gestärkt machten wir uns an ein weiteres "Rämpchen" hinauf nach Xhoffraix, keine Ahnung wie das ausgesprochen wird ! Aber wir buchsieren uns ja nicht umsonst so einen Schweineberg hoch, hinterm Ort warteten schon die nächsten Pfädchen. Durch ein Tal ging's nach Longfaye im weiteren dann wieder ins Tal des Bayehon bis zum Wasserfall. Alles gespickt mit feinen Pfädchen.
Erstmal wieder trocken legen
Pause
Am Wasserfall war einiges los, kurz mal die Lage gescheckt dann warfen wir uns in den folgenden Trail. Ich nahm das mit dem werfen dann mal kurz wörtlich uns versuchte einen Frontflip mit 2,3km/h. Leider ohne Erfolg, ich blieb auf der Hälfte der der Drehung hängen.Platsch da lag er ! Der Trail war dennoch wieder ein Zuckerstück. Herrlich mit Wurzeln und Felsen durchsetzt, schaulustige Wanderer warteten auf weitere Spektakuläre einlagen. Vergebens ! Seriös wurde der Rest gemeistert ! Nach ein klein wenig Forstpiste suchten wir die nächsten Pfade auf. An der Ghaster sollte es weiters Material für die süchtigen Fünf geben. Denkste ! Was hier auf uns wartete war eher was für's Schlauchboot. Der Bach hatte den kompletten Trail überschwemmt. Aber da wir schonmal hier waren folgten wir dem fast nicht mehr zu erkennenden Pfad. Über Stock und Stein. Der Robinator bewies hier echte "Outdoorqualität" und versenkte gekonnt seine Rennsandalen in jedem erdenklichen Terrain.  Er machte soger einen Versuch mit seinem Bike auf Tauchstation zu gehen, entschied sich dann doch für die trockener Variante.
Nettersheimer Joung im Trail
Eine von vielen Bachquerungen
Der Weg verschwand dann mehr und mehr, es wurde eher eine Wanderung als Biketour. Ab der Skipiste Ovivat wurd's dann ganz derb. Mehr Klettersteig als Pfad. Der ein oder andere Teilnehmer wurde emotional. Ich kann nur sagen würde ich das Stück jetzt hier beschreiben müssen es würde  vor lauter Schimpfworten weggepiiiiipt ! Egal, irgendwann war's geschafft und es konnte wieder aufgesattelt werden. Wir folgten dem Bayehon bis zur Warche, zwischendrin schauten wir einem Trekkingbiker zu wie dieser bei ner Bachquerung seine Füsse versenkte,herrlicher Slapstick. Der Warche folgten wir ein Stück und dann ging die Kletterpartie am Chateau de Reinhardstein weiter. Erst über den Fluss, wenig später dann den Hang hinauf. Leider konnten wir nicht durch's Chateau, so waren wir gezwungen den "Alpinen" Steig hinauf zu nehmen. Puh watt ne buckelei !
Auch schieben gehört dazu, hier am Bayheon Wasserfall
Fein Fein !
An der Ghaster
Aber einen echten Eifler haut sowas nich aus den Socken. Oben angekommen peilten wir den "Lac de Robertville" an. Den Stausee wollten wir eigentlich umrunden, da wir aber schon relativ spät dran waren schossen wir sogleich in den nächsten Trail in Richtung Malmedy. Der war mir auch noch aus dem RDHF bekannt, schöner Pfad der sich entlang des Hangs schlängelt mit einem Traumhaften Blick zurück auf's Chateau Reinhardstein. So ging das Trailgemetzel dann auch weiter. Ein Pfad am andern, runter, rauf, rauf, runter. Daziwschen immer wieder kürzere Schiebstücke. Bevor die Truppe dann ganz weichgeklopft war kam die letzte Abfahrt nach Malmedy. Diese gestaltete sich nochmal sehr lecker. Erst ein kleines Serpentinenpfädchen dann grobe Stufen. Der Trail spuckte uns quasi direkt in Malmedy wieder aus. Herrlich, was für ein gemetzel ! Wir liessen die Tour dann bei ein paar Kaltschalen im Zentrumvon Malmedy revue passieren. 
Der Nedderschemer und das Chateau

"Die Trailsüchtigen Fünf"
Trails: voll Endstufe !

Malmedy so nah und doch so fern
Fazit: wenn man mal von dem Schrott an der Ghaster absieht ein echt geiles Trailgemetzel. Wenn man's mal zusammen rechnet kommt man auf fast 50% Trailanteil. Insgesamt hatte die Tour 45km und satte 1300hm. Man sollte aber auch beachten das man ständig in Action ist, Zeit zur Erholung auf dem Bike ist eigentlich so gut wie keine. Die Trails sind teilweise sehr anspruchsvoll, im Nassen würde ich diese Tour nicht fahren wollen. Meinen Dank hier noch an die Super Truppe, trotz der strapatzen kein Gezetere, so soll das sein einfach "Trödde !" Selten bei einer Tour so viel gelacht, Chapeau meine Herren !!!




21.09.2014

Geht doch !

Heute war der innere Schweinhund zimperlicher als ich selber :)

Nachdem es heute morgen monsumartige Regenfälle gegeben hatte, war der Sonntag eigentlich so gut wie gelaufen, Lust auf Prappe hatte ich eigentlich keine. Doch nach dem Mittagessen juckten die Waden,ich musste raus. Regen hatte aufgehört und wenn man erstmal 5km durch den Matsch gedämmelt ist hat man eh den "Scheissejaal"-Status erreicht und die Sauerei fängt an Spass zu machen ! Dazu noch feinste angefeuchtete luft für die Lungen und et Sönnchen kam am Ende auch noch raus, herrlich !

Also nicht beirren lassen und immer raus in die Natur, sei's auch noch so matschig,es lohnt ! 

Wet,wet gras makes the as naaas ! :)

Da fühlt der Prügel sich Pudelwohl !

11.09.2014

Zwei Schanzen in Bernkastel

Heuer war ich wiedermal auf Urlaub im Urlaub. Es ging nach Bernkastel, dort hatte ich von einer DIMB zertifizierten MTB Strecke gehört ( Zwei Schanzentour ) die nun ausgeschildert ist und im Oktober offiziell eröffnet wird. Grund das Teil mal zu testen. Ausgeschrieben ist sie als "schwierige" Tour mit Anspruch an Kondition und Fahrtechnik. Genau das richtige für den heutigen Tag. Auf dem Weg an die Mosel prasselte jedoch zunächst ordentlich Nass auf's Autodach. Je näher ich aber der Mosel kam um so weniger wurde jedoch das feuchte Nass, bis es sich in Wittlich schliesslich ganz verzogen hatte. Mit 15°C und leichter Wolkendecke also beste Vorraussetzungen am Start in Bernkastel. Die Parksituation dort ist, sagen wir mal "suboptimal", da die meisten Parkplätze gebührenpflichtig sind. Und man bei ner MTB Tour mal schnell 3-4 Std. weg hat schloss ich mich den Parkern auf der Bundesstrasse an, daswar wenigstens umsonst.

Unten fährt das Böötchen, oben der Hubi !
Moselpanorama
Päusschen an Maria Zills
Aber nun zur Tour: Es geht mal gleich sportlich los, von Bernkastel geht's auf Teer zunächst stetig bergan durch schöne Weinberge mit grandioser Sicht auf die Mosel. So langsam weicht der Weinberg dem Ginster und der Teer wird gegen Schotter getauscht. Dann wird Ginster gegen Wald und Schotter gegen loses Geröll getauscht, immer noch stetig bergan. Am Ende zeigt der erste Anstieg dann nochmal ein wenig die Zähne, ein kleines steiles Rämpchen kündigt das Ende an. Oben ist man dann auf "Maria Zills" 400m ü.N.N. und hat einen fantastischen Blick auf die Mosel. Es sind aber erst 4km geschafft also schön weiter dämmeln und nich rumträumen,Hubertchen !

Trailspass am Ameisenpfad
Da kommt der Hubi

Auch das gehört dazu !
Es geht weiter durch Pferdewiesen und vorbei an ein paar Baustellen des "Hochmoselübergangs". Der soll entlang der Mosel für schnelleres Vorankommen sorgen, wie man munkelt wohl ein weiteres Millionengrab ! Hoffentlich bleiben die bisher gebauten Betonbauwerke keine "Soda"-Brücke wie die bei Euskirchen. Ich näherte mich dem ersten echten Highlight der Tour. Dem songenannten Ameisenpfad. Der zieht sich in etlichen Kehren hinunter nach Traben-Trabach bzw. Bad Wildstein. Genau das richtige für einen "Spitzkehrenfetischist" wie mich. Astrein der Pfad, schön flowig und alles fahrbar ! Da springen die Glückshormone Seilchen ! Unten war ich dann wie gesagt in der Nähe von Bald Wildstein, einem kleinen verträumten Ort am Kautenbach. Da ich im Pfad einiges runtergebrezelt war ahnte ich böses. Und meine Ahnung sollte sich bewarheiten. Es ging in einen Anstieg der Kategorie "Psycho" oder auch "Riesensauerei". Der Weg zog sich und zog sich, relativ breite Piste, Untergrund = Kaugummi und ordentlich steil. Was für stramme Waden also. Aber durch herrlich verträumten Wald als kleine Entschädigung. Ich schleppte mich auf dem Rentnerblatt hinauf, die Gartenarbeit der letzten Tage/Wochen forderte Tribut !

Betonbauwerk des Hochmoselübergangs. Rundballenlagerhalle "Deluxe"
Am Kaiserstuhl
Und wieder hinauf
Doch irgendwann, so nach gefühlt mehreren Stunden, hatte ich's geschafft ich war wieder oben Bis hier hin hatte ich gut 10km und satte 600hm auf dem Zeigegerät. Uff, das ist schon fast "Alpin" ! Also die Beschreibung "für Fortgeschrittene" kommt bis hier hin voll gerecht, bergan wie bergab. Hochmotiviert ging's an die nächste Abfahrt. Was für ein feines Pfädchen ! Kleinere Sprünge, Anlieger und herrlich geschmweidig zu fahren. Sehr fein ! Das Ende kam viel zu schnell, das hat man davon wenn man da so runterbügelt. Vom Kallenfels aus ging's dann mal ein wenig flach daher bis zum Kasierstuhl, von da ab wieder seicht aber stetig bergan. Immer wieder kam man an feinen Aussichtspunkten vorbei. Hinauf und hinauf bis auf den Olymp ! Nein, ich hab mich nicht verfahren und bin nicht in Griechenland sondern hier gibt's auch nen Hubbel der so heisst. Da war ich schon mitte Köters beim Eifelcross 2013 von daher nicht ganz so unbekannt. Kurz vorm Gipfel ein schönes Pfädchen und herrliches Moselpanorama, oben denn erstmal ein paar Körner nachwerfen. Auf schlappen 20km hatte ich bereits mehr als 800hm gesammelt, beachtlich für Mittelgebirge !

Immer wieder Aussichten die zum träumen einladen
Auffahrt zum Olymp
An der Wilhelmshöhe
So, nu aber hinab und zwar mit schmackes ! Diesmal ohne Fotostop weil einfach zu schön. Ein paar Kehren und dann kurze knackige Steilpassage und weiter ging's geschmeidig bis zum Parkplatz an der Burg Landshut. Sehr schön ! Nu ging's wieder hinauf zur "Wilhelmshöhe", mal schmales Pfädchen mal breiterer Weg, mal schnöder Forstweg mal Kaugummi.  Später ging's dann wieder  über breitere Wege hinab zur Andeler Schutz bzw. Grillhütte. Zwar diesmal "trailfrei" aber nicht minder schön. An der Schützhütte warf ich mich ins nächste feine Pfädchen. Einstieg über eine kernige Treppe dann in ein paar Kehren hinab. Das machts Spass ! Dann kam das große Finale. Doch zunächst nochmal ein wenig hinauf, die 1000hm waren schon lange geknackt. Wieder bis fast zur Wilhelmshöhe hinauf, dann jedoch links ab in ein sehr feinen Pfad zur Anna Kapelle. ziemlich mittig ne Linkskehre der Kategorie "knifflig". Gott sei Dank, links ist meine Schokoladenseite:)

Trail zur Anna-Kapelle

Herrlich das Pfädchen
Aber der Kapelle geht's geschmeidig weiter, ein weiteres Serpentinenpfädchen führt mich bis fast hinab zur Mosel. Sehr fein ! Nochmal läppische 10hm hinauf dann liess sich's gemütlich bis Bernkastel ausrollen. Dort war die Hölle los. Ein echter Kulturschock. Hatte man zuvor 3 Std kaum jemanden getroffen fielen hier Horden von Silberlocken in die örtlichen Cafes ein. Grosses Sightseeing wurde also verschoben und ich rollte in geduckter Haltung von dannen zurück zum Auto. So endete eine sehr feine Tour.

Sunny side of life 

Liebliche Mosella

Silberlocken Epizentrum Bernkastel

Fazit zur Tour: Leider Geil ! Die Beschreibung "schwer" oder "für Fortgeschrittene" oder wie's man auch immer bezeichnen will, kommt voll hin ! Am Ende standen 32km und 1200hm auf dem Zeigegerät. Genau mein Geschmack, knackig bergauf und über schöne anspruchsvolle Trails hinab. Das haben die in Bernkastel wirlich super hinbekommen. Normal bin ich immer ein wenig skeptisch gegenüber "offiziell" ausgewiesenen MTB-Strecken, meist gehen diese über schnöde breite Wege ( siehe Bad Münstereifel ) aber hier hat man ein wunderbares Beispiel das es nicht immer so sein muss und das sich wünsche von MTBler und anderen "Waldnutzern" durchaus unter einen Hut bringen lassen. In diesem Sinne "Hut ab" und "Daumen hoch" für dieses Ründschjen !