23.04.2011

Die kleinen aber feinen Touren - Ostertoürschje um Kommern

Es müssen nicht immer die 100km oder 2000hm Runden sein die einem Endorfine ins Blut quetschen. Klar ist's ein erhebendes Gefühl nach einem 1000hm Anstieg am Gipfel das Panorama zu genießen und zu wissen wozu die Stengel in der Lage sind, aber manchmal sind's genau die kleinen Runden mit guten Freunden und der liebsten die einem genausoviel Freude machen. Wenn dazu noch die Aprilsonne einem so schön den Pelz wärmt wie sie's zur Zeit macht und man noch ein paar schöne Trails einbaut steigert das nochmal den Funfaktor. Einfach locker daher cruisen, blödes Zeug quatschen und Spass haben. Niemand der ständig auf die Tempotube drückt oder einen in jedem Anstieg fordert. Einfach nur fahren. Egal ob man nachher zwei doer drei Stunden gebraucht hat.


     

So schwingten sich dann heute meine frisch gebackene Ehefrau, Onkel Schosch und die Märchenstrasse ( demnächst Alpenhöhenweg) in den Sattel um nach einem arbeitsreichen Samstag eine entspannte Runde um Kommern zu drehen. Als erstes standen die Trails im Eickser Busch auf dem Programm. Aufgrund meiner schlechten Fotografierkompetenz ( wahrscheinlich noch zittrige Hände vom Stemmhammer ) gibts nicht viele Fotos wo die Köpfe noch drauf sind. Nach kurzer Überführung in die Schavener Heide surften wir auch hier die Trails ab. Am Eisenbahntrail trennte sich die Gruppe wieder in "ich mag weniger steil" und "yeah ich wills steil" Gruppen. Aber auch das ist was Spass macht, wenn sich jeder korrekt einschätzen kann. Niemand bricht sich nen Zacken aus der Krone und meist gehört mehr mut zu sagen das fahr ich nicht als einfach ohne Plan drauf los zu ballern, besonders in der Gruppe.

   

Nach den Trails in der Heide ging's über die Gleise in den Mechernicher Busch. Hier fuhr die Gattin zum stolze des Gatten das erste mal die Rinne an den Katzensteinen komplett durch. Fein gemacht ! Wieder eine kurze Schotterpassage und das lustige Grüppchen buchsierte sich den Anstieg bei Burgfey hinauf. Hier schaltete die Gattin kurz den Hilfsantrieb in Form des Gatten zu. Nach ein paar weiteren feinen Trails um den Grießberg stürzten wir uns dann den Pizzatrail zum See hinunter. Hier schob die Kopfschranke der Gattin dann doch noch ein dickes "geht nicht" in den Kopf. Auch kein Problem, dann wird halt auf Fussbetrieb umgeschaltet. So haben wir wenigstens wieder ein neues Ziel. Den obligatorischen Einkehrschwung genossen wir dann bei ein (zwei) kalten isotonischen Sportgtränken und ner Pizza. Danke an die Mitfahrer für diese herrliche Tour !


22.04.2011

Rehatour mit Köter & Friends ins Urfttal

Turbulente zwei Wochen liegen hinter mir ! Die Bauarbeiten für meinen Neubau haben begonnen, geheiratet wurde und über den gesamten Zeitraum quälte mich auch noch ne fiese Erkältung. Heuer wars dann so weit ein wenig dem Stress und der siffenden Nase adieu zu sagen um die Köter nochmal auszuführen. Mit dazu gesellte sich der liebe Yogi von den Just-For-Fun-Rider. Über die Wetterprognosen braucht man ja nicht mehr viel zu sagen, was für ein April ! Bei geschmeidigen 25°C traten wir dann ab Kommern in die Kurbel.


   

Über eine einfach Anfahrt bahnten wir uns den Weg zum Pfädchen oberhalb der Buntsandsteinfelsen bei Kall. Die waren zur Freude aller nach den Forstarbeiten wieder befahrbar. Schön zu sehen das es auch anders geht mit der Holzernte. Weiter rüber nach Golbach und dort dann die heiß geliebten Pingentrails abgesurft. Hier droht der Harvester auch schon mit dem ein oder anderen umgelegten Baum. Ab Sötenich gings einmal um den Sportplatz und dann den feinen Karrenweg Richtung Stolzenburg hinauf. Hier drückte der ein oder andere Teilnehmer dann ein Perlchen Schweiß aus der Stirn. Der ein oder andere Pulsmesser zeigte auch Werte an die eigentlich nicht mehr Messbar waren :)



Bei der Stolzenburg legten wir ein obligatorischen "Gruppenfoto-Stop" ein und stürzten uns die die Abfahrt. Mit glühenden Bremsscheiben erreichten wir dann das Urfttal. Locker beschwinglich gings in Richtung Nettersheim. Beim Rosental bogen wir dann in die Vertikale ein. Es ging hinauf in den Weyerer Wald. Altbekannte Wege führten uns  vorbei an der Kakushöhle ins Feytal wo wir noch unspektakulär den Trail am Sportplatz in Vussem mitnahmen um dann gen Breitenbenden zu entschwinden. Die weiblichen Teilnehmer der Gruppe wollten dann am Fusse der Auffahrt zu Haus Hombuch eine kleine Revolte ala "hier fahr ich nicht mehr rauf" starten. Dies wurde jedoch wehement von den männlichen Teilnehmern abgelehnt und so konnte man noch gemeinsam einen schönen Trail an den Katzensteinen absurfen.

   

Darauf seilte sich dann doch noch der weibliche Teil der Gruppe heimlich ab, wenn das mal kein Fehler war :) Da nun nur noch  Teilnehmer mit Y-Chromosom anwesend waren nahmen wir am Eisenbahntrail unterhalb der Schavener heide nicht den üblichen "Chickenway" sondern mal zur Abwechslung die "Männerabfahrt" hörhörhör. Den Rest spulten wir dann Adrenalingeschwängert fast mit einer Keule ab. Vorbei am Weiher auf der Schavener Heide brausten wir den H.W. und C.T.-Gedächtnistrail hinunter und liessen die Tour bei ein paar Kaltgetränken in Kommern Downtown ausklingen. Schön wars ! Top Wetter, top Mitfahrer(innen) und ne entspannte Strecke.


02.04.2011

Alles Alpen oder was ?

Rech, 02.04.2011 - 25°C und Sonnenschein und das schon Anfang April ? Beste Vorraussetzungen um nochmal einen herrlichen Tag auf dem Bike zu geniessen bevor der Hausbau ganz die Schlinge um das Zeitkonto zuzieht. Also mal schnell ne SMS rausgehauen. Text:" Perverse Ahrtour ab Rech ... 44km ... 1700hm ... wer hat Bock ?" Naja das sich bei den Eckdaten nicht viele freiwillig der Sebstverstümmelung hingeben würden war mir ja eigentlich klar. Bikekumpane Andrè war dann doch noch mit von der Partie. Geteiltes Leid ist hables Leid. Also schossen wir Samstagmorgen gen Ahrtal ab. Zuvor noch bei Hein ne neue Bremsscheibe organisiert, die alte hatte mittlerweile den Aggregatzustand "Alufolie" erreicht.



In Rech packten wir die Bikes dann aus und liessen alles was Arme und Beine bedecken könnte im Auto. Es sollte warm werden. Sehr warm. Und damit die müden Knochen und Muskeln auch noch warm werden stand ein Hügel von guten 200hm als erster von zehn Hügelchen auf dem Programm. Zunächst gings auf Teer noch ganz geschmeidig. Die Sonne brannte allerdings schon recht frech in den Nacken. Oben wurds dann "einspurig" und teilweise auch pervers Steil. Immer wieder gabs eine herrliche Panoramasicht aufs Ahrtal. Oben befanden wir uns dann an der Sunghardt. Ein wenig Downhill über schöne Waldwege und wir befanden uns schon an einem herrlichen Aussichtspunkt oberhalb von Mayschoss. Von dort führte ein sehr anspruchsvoller Trail hinunter. Nocken eins konnte abgehakt werden.



Es ging wieder hinauf zum Mönchsberg. Dort oben erreichten wir die Vereinshütte der OG Mayschoss mit dem imponierenden Namen "Akropolis". "Alles Athen oder watt ?", und weiter gings in den dahinter liegenden Trail. Der war schon recht steil und auch wurzelig aber dank Sattel runter und "Popo-schleift-auf-Hinterreifen"-Fahrtechnik kein Problem. Hügelchen Nr. 2 war somit auch geschafft. Nun folgte aber nochmal was ganz fieses, der Anstieg zur Bockshardt erwies sich als bockhart ! So langsam drückte auch Bikeadonis Andrè ein oder zwei Schweißperlen aus der Stirn. Ab der Schutzhütte wurds dann aber wieder schön. Es ging den Ümerich hinunter. Kurze Kletterpartie und wir genossen den Aussichtspunkt. Könnte man den Tourverlauf hier als rote Linie in den Hang einblenden man könnte fast die komplette Strecke einsehen. Genial !



Wir stürzten uns dann in die herrliche Abfahrt. Erst ein feiner Trail mit geschmeidigen Serpentinen dann ein feiner Höhenweg dessen Ende am Bahnhof in Mayschoss mündete. Von da aus ging's erstmal relativ flach weiter. Ein schmucker Trail hinter den Bahngleisen vorbei an Lochmühle nach Laach. Hier gings dann wieder in den Hang. Erst eine kurze Rampe dann eine zähe Schotterpiste. Wäre die drauffolgende Abfahrt nach Reimerzhofen nicht so schmackhaft würd ich mir das nicht reintun. Oben ging dann der Trailspass weiter. Eine der feinsten Abfahrten der mittleren Ahr. Schade das das immer so schnell vorbei ist. Unten angekommen erklärten wir noch ein paar Chinesen den Weg zum Schrock und bikten in den Ahrbogen hinein. Eine schöne Schleife die relativ eben um Engelsley und Teufelsloch führt. Man munkelt dort oben würden nur die besten der besten Lebend runterfahren :) . Wir liessen es für heute auch mal gut sein.



Ab Altenahr schoben wir unser beiden Astralkörper :) wieder gen Himmel. Es ging hinauf in den Wingert zur St.MArtin Hütte. Auch hier munkelt man das dort schon wilde Partys gefeiert wurden. Heute wars eher ruhig. Hier war der Anstieg aber auch noch lange nicht zu Ende. Wir buchsierten uns weiter hinauf bis wir schliesslich über einen pervers steilen Pfad die Seilbahn erreichten. Auf der anderen Seite führte uns dann ein pervers steiler Pfad wieder hinunter. Der war so steil das ich beim Versuch für ein Foto abzusteigen einen Baumstamm übersah und prompt über den Lenker ging. Das Duell "Eier vs. Vorbau" endete mit 1:0 für Vorbau, Aua ! Foto hab ich aber trozdem gemacht, ätsch ! Weiter gings dann ins Vischeltal, hier munkeln böse Zungen es wäre immer matschig. Pah, "stübdrüsch" wor et he. Ab Kreuzberg gings dann kurz nochmal den "Kotzberg" hinauf. Nich lachen der heisst wirklich so, siehe Wanderkarte ! Wüsste mal gern wie der zu seinem Namen gekommen ist :)



Von dem führte dann ein bekannter Trail hinunter zur Pützfelder Kapelle. Erst ein paar derbe Treppenstufen runter dann fein über Felsen und Würzelchen. Bei der Abfahrt von der Kapelle merkte ich dann wie mir ne Flüssigkeit gegen die Wade sprattelte und es pfiff auch so komisch. Na Super, ein ca. 1cm langer Schnitt im Reifen brachte die Dichtmilch meines Tubeless Systems an die grenzen. No Chance, der Schlauch muss rein. Nach einem schmiereigen Reifenwechsel flogen wir nochmal kurz im Penny in Pützfeld ein um die Wasserspeicher zu füllen. Eine echte Dorfschönheit saß an der Kasse. Vatter würde sagen:"Wenn die am Kirchhof vürbei jeht, dohn sich de Würem at de Saviette öm !" :) Die Pannenaktion hatte schon mächtig Zeit gefressen. Und da wir davon heuer nicht ohne Ende hatten schoben wir uns den Hornberg von Süden her hoch. "Der deed et !" schallte es vom Nachbarbike. Jepp der tats ! Nocken Nummer 7 hielt nochmal geschmeidige 220hm für uns bereit.



Doch die Abfahrt vom Horn liess uns dann die dicken Schenkel schnell vergessen. Fein zog sich der Trail daher. Eine altbekannte Rampe schafften wir auch diesmal nicht ganz bis oben zu fahren. Dafür nahm Andrè dann noch eine kleine Exkursion in die Felsen wo ich dann nochmal den Seelenfänger auspacken konnte. Weiter unten nahmen wir dann die "einfache" Variante links herum. Man munkelt der Serpentinentrail rechts herum wäre nur was für wahre Helden. Waren wir heute nicht :) Unten angekommen überlegten wir was noch auf dem Programm steht. Angesichts der vorangeschrittenen Uhrzeit entschieden wir uns dann die letzten zweieinhalb Nocken auszulassen und uns die für einen erneuten Versuch aufzuheben. 1,5 Kilohöhenmeter solltens heute für den Saisonanfang tun. Also gings nochmal durch den schönen Ahrbogen und über ein wenig Ahrtalradweg zurück nach Rech. Das war aufgrund des Wander und Radfahrerslaloms fast gefährlicher als so mancher Trail. Kaputt aber glücklich stopften wir unsere Bikes dann wieder ins Auto und entschwanden gen Heimat. Wieder mal ne feine Ahrtour. Wetter Super, Trails super, Mitfahrer super. Sone Tour braucht sich keineswegs vor den Alpen zu verstecken, das rockt !



 



27.03.2011

Endlich Frühling

Was gibts schöneres als Sonntagsmorgens um halb neun auf's Bike zu klettern und sich die klare Frühlingsluft in die Lungen zu pumpen. Nur Hubi und sein Bike. Durch Täler und über Berge. Früh morgens starten, über taufeuchte Trails surfen, und sich später die Mittagsonne auf den Pelz braten lassen. Das Bikerleben kann so schön sein. Niemand der einen mit Fragen löchert, niemand der einen fordert. Einfach nur treten und genießen.
 



So dämmelte ich dann auch heuer am frühen Sonntagmorgen los um einen der ersten tollen Frühlingstage zu nutzen. Von der Heimat führte die Tour über altbekannte Pfade nach Kommern Süd und Burgfey. Dann einen laaaaangen Anstieg durchs Bergschadensgebiet bis zum Pflugberg, dem höchsten Punkt der Stadt Mechernich mit 499m ü.N.N. Einen prima Trail später war ich schon im Königsfelder Tal. Das zieht sich zwar unspektakulär aber landschaftlich fein dahin. Bei der Soltzenburg genoss ich kurz die Sonne am Aussichtspunkt und stürzte mich darauf in den Trail ins Urfttal. Und damit auch schön warm bleibt gleich wieder hinauf vorbei an Jugendherbegre Urft und später wieder abwärts ins Gillesbachtal. Ein zugewachsener Trail brachte mich hinauf zum Kloster Steinfeld. Hier sorgte der bloße Anblick eines Bikers schon zu Schnappatmung ebei einem Wanderführer einer ca. 20 Köpfigen Gruppe. Was der da gefuchtelt hatte weiss ich net, er schien recht in Rage zu sein. Der Knopf im Ohr dämpfte das gefasel und so schlich ich mich um die Klostermauer von dannen.



Der nächte Trail wurde dann dank "Hobbyförster" wieder zur Kletterpartie. Das die Torfköpfe aber auch überall ihren kram liegen lassen. "Am liebsten würd ich denen mal sone Tanne durch die A-Ritze ziehen", gings mir durch den Kopf. Beim Anstieg nach Steinfelderheister egalisierte sich der Adrenalinspiegel dann wieder. Ein Stückchen E-Steig über herrliche Wiesenwege und schon befand ich mich auf dem "Pädskopp" ( zu Deutsch "Pferdskopf" ). Hier schlängelte sich der Trail erst runter dann wieder rauf und dann ein echter kracher Trail nach Sötenich. Den bin ich zwar schon hundert mal gefahren aber ich hatte auch hundert mal danach dieses "Wenn ich keine Ohren hätte könnte ich im Kreis grinsen". In Sötenich nahm ich nochn Trail mit ner fiesen Treppe mit. So komische Holzbrettstufen wo die Bretter mit Moniereisen in gegen den Hang gebombt sind. Der war mal fies. Hat dann auch zwei anläufe gebraucht, beim ersten verweigerte der Gaul. Hinauf gings danach durch die Keldenicher Heide. Via Dottel und Westschacht gings dann nochmal an ein paar Trails im Bergschadensgebiet Mechernich. Zum guten Schluss nahm ich dann wieder mal den allseits belibeten Grießberg mit den Finalen "Pizzatrail" mit.



Zu Hause angekommen scharrte dann schon die liebste mit den Hufen. Der Imperator wollte auch den Frühlingsstart per Bike geniessen. Nach kleinerer Pannenbehebung am Kampfstern zogen wir dann nochmal gemeinsam los. Über Heidetrails und Mechernicher Wald gings nach Lessenich. Bei Wachendorf versuchte ich einen alten Trail im Sitard zu finden. Der war aber mindestens so zugewuchert wie die Rosenhecke ums Dornröschenschloss. Also nahmen wir den Feldweg nach Rißdorf. Von dort wieder in den Mechernicher Wald und einen Trail zu den Katzensteinen mitgenommen. Die ersten Absätze im Trail nahm der Imperator dann meisterlich. Die folgenden war die Macht dann auch nicht mit ihr und die Kopfschranke fiel. Dann halt nächstes mal. Via Burgfey und Sportplatz fanden wir dann den Weg zurück. Das war zwar ne kleine Runde aber ne feine ! Perfect Sunday !


20.03.2011

Tour durchs Kalltal. Auf den spuren der GI's

Sonnenschein pur sagte der Wetterbericht für den heurigen Sonntag vorraus. Also nix wie rauf aufs Bike und die Wälder unsicher machen. Zuvor nochn feinen track zusammengestellt und die Bikekumpenen zusammengetromelt so lässt sichs Sonntags aushalten. Das liebliche Kalltal sollte das Ziel sein, mit von der Partie Bikekumpane Udo. Alle andern wollten wirgendwie nicht aktiviert werden, naja man kann halt keinen zu seinem Glück zwingen. Das Kalltal zieht sich entlang des gleichnamigen Flusses hinauf bis zur Kalltalsperre. Im zweiten Weltkrieg wütete hier eine erbarmungslose Schlacht. Im gesamten Hürtgenwald verloren die US-Truppen weit mehr als 20.000 Soldaten. Noch heute Zeugen zahlreiche Bunker, Soldatengräber und Schützengräben von den damaligen Geschehnissen. Auch dies wollt ich mir dann mal unterwegs genauer ansehen.


Los gings dann in Nideggen Brück am Bahnhof. Keine 500 Meter weiter befanden wir uns schon im ersten Trail der Tour der uns dann nach Zerkall brachte. Dort bogen wir dann ins Kalltal ein um die feinen Pfädchen entlang des flusses unter die Stollen zu nehmen. Die vorangegangenen Nacht sorgte dabei noch für gefrorene Böden und geschmeidige 3°C im Schatten. Stetig ein wenig bergan gabs vor der Mestrenger Mühle ein erstes kleines "Knippchen" vors Vorderrad. Vor der Mühle standen wir erstmal wie die Ochsen vorm berge. Alles zu und die geplante Durchfahrt war durch ein Holztor verspeerrt. Wir wurschtelten uns dann aber doch irgendwie auf die andere Seite der Mühle durch und folgten weiter Zielstrebig der Kall. In Simonskall dann eine weitere feine Steigung auf die wieder ein flüssig zu fahrendes Stück bis zur Kallbachbrücke folgte. Leicht aber stetig Ansteigen zogen wir dann die Schotterpiste zur Kalltalsperre hinauf. Dort angekommen durchkreuzten wir die Kaiserfelsen um wenig später hinauf nach Rollesbroich zu dämmeln. Die steinerne Rinne hinunter zur Talsperre war unser Ziel. Um einen Schieferbruch herum über zwei kurze knackige Anstiege erreichten wir diese dann auch. Udo nahm kurz eine Bodenprobe und schon waren wir wieder unten. Die Senke am Ende des Trails war aber auch fies !

Über den Staudamm gings dann erstmal eine weile bergauf. Eine breite Schotterpiste führt hinauf in den Vossenacker Wald. Vor dem Forsthaus Jägerhaus zweigte die Route dann rechts ab. Durch herrliche Waldabschnitte genossen wir die Sonne und die klare Luft. Vorbei an einigen Soldatengräbern machten wir dann in einer Biegeung halt. Hier sollte sich irgendwo noch eine alte Bunkerstellung befinden. Ein kleines Pfädchen verriet dann die lage des Bauwerks. Nach ein wenig Kletterei sahen wir uns den Betonguß an. Schon heftig was die hier alles in die Hänge gebaut haben. Kaum vorzustellen was hier vor gut 66 Jahren abgegangen ist. Weiter gings dann auf einem Höhenweg immer die Sonne im Nacken. Eine feine Rinne brachte uns dann wieder nach Simonskall. "Hm, rüsch dat jod !", die Mttagsküche diverser Touristenfallen hatten die Töpfe angeworfen. Bloss weg hier bevor wir der Völlerei verfallen. Nochmal ein wenig hinauf und über Hammerley und Teufelsley, übrigends imposanter Felsen, erreichten wir wieder die Mestrenger Mühle. Hier quetschten wir uns wieder durch und buchsierten uns auf der rechten Flussseite wieder hinauf zur Siedlung.



Dort testeten wir dann eine alte Panzerkette als Bodenbelag. Die hatten die GI's damals wohl vergessen. Da hatte der gute alte Sherman wohll "plattjefahre". Auch heute findet man halt immer noch diverse Reste aus dem zweiten Weltkrieg. Nachdem wir die Panzerbereifung ausgiebigst getestet und beäugt hatten fuhren wir in Richtung Kumbach von dannen. "Hier muss der sch... Weg doch irgendwo sein" standen wir wenig später am Hang. "Aaah" da isser ja. Ein Uraltes Pfädchen schlängelte sich hinunter zum Bach. Dank OSM findet man heutzutage auch die ältesten Wege. Muss halt nur mal irgendwann wer eintragen. Kurze Zeit später wurden wir dann Zeuge des gegenteils. Hier hatte wer einen Weg eingezeichnet den es quasi nicht mal mehr ansatzweise gab. Also schoben wir die Bikes 50hm per Fussbetrieb den hang hinauf. Oben kurz durchgeschnauft und weiter gings.



Bei Zweifallshamer führte wieder ein feines Pfädchen hinunter zur Landstrasse. Dort galt dann volle Deckung. Nicht nach hinten schauen und reintreten. Aus Motorradzeiten ist mir noch bestens bekannt das hier die Mopeds eher tief fliegen. Wir bogen dann schnellstmöglich in den Schmugglerpfad ein.. Der spuckte uns wieder an der Kall aus. "Janz schön warm" gings mir dann wenig später beim letzten Anstieg hinauf nach Bergstein durch den Kopf. Das Dorf hat den Namen redlich verdient, ging ganz schön zäh ganz schön lange hinauf. Oben angekommen steuerten wir den Burgberg an. Um diesen herum führte ein lieblicher Trail mit tollen Fernblicken. Darauf folgte ein noch besseres Stück Pfädchen. Ein toller Trail führte wieder hinunter nach Zerkall. "Fein !". Zurück nach Brück gings dann über den altbekannten Trail entlang der Rur. Geschafft aber glücklich packten wir die Bikes ein und fuhren wieder gen Heimt. Wiedermal ne sehr schöne Tour bei Top Frühjahrswetter.


07.03.2011

Die Karnevalsflucht 2011

Es ist schon einige Jahre, ja fast Jarzehnte her. Es war wiedermal ein kalter Februartag und es war Karneval ! Ich befand mich im Kindergartenalter und es stand die hippe Kindergarten-Karnevalsparty an. Einzigstes Poblem: ich sollte ein Zwergenkostüm anziehen und das wollte ich partou nicht tun. Also wurde ich unter eine rote Zwergenmütze, ein grünes Zwergen-Regencape und in eine rote Zwergen-Strumpfhose gequetscht und zum Karneval gezwungen. Das hatte dann zur Folge das ich seither unter einer schweren "Karnevalsphobie" leide. Wenn ich kostümierte Leute sehe kreist in meinem Kopf nur eine Frage:"Alles Takko oder was ?" Karnevalslieder rufen Brechreiz hervor und besoffene Jecken die einem um den Hals fallen bewegen sich auf schmalem Grat zwischen Leben und Tod ! Und da in heimatlichen Gefilden auch deftig gefeiert wird bleibt uns Hubert nix anderes als die Flucht vor der Jecken-Invasion anzutreten. So stellte ich mir auch dieses Jahr wiedermal ein Alternativprogramm für das Wochenende zusammen. Für den Karnevalssonntag stellte ich mir ein schönes Ründchen an der oberen Ahr zusammen und für Rosenmontag aktivierte ich noch zwei Leidensgenossen um eine Runde am Kermeter zu drehen.

Die Sonntagsflucht
So packte ich dann Sonntagmorgen das Bike in den Kofferaum um dem Jecken-Jedöns zu entfliehen. Los gings dann ab Kreuzberg. Zunächst ein wenig hinauf Richtung Hengstberg um dann einen Trail zum Pützfelder Kapellchen abzusurfen. Das war schonmal fein ! Weiter durch Pützfeld den Auschsbachberg hinauf und ab der Sylvesterhütte einem Trail über den Mühlenberg gefolgt. Auch lecker ! In Ahrbrück dann wieder hinauf, diesmal etwas länger.Gute 300hm musste ich mich hinaufkurbeln um zur Teufelsley zu gelangen. Oben musst ich dann mal kurz durchschnaufen. "Alta Schwede, dat ös jo wie en de Alepe he !", dacht ich und nen Blick auf den Zeiger offerierte auch wieso: hatt ich doch auf den letzten 13km gute 650hm platt gemacht ! Das war echt schon fast Alpenniveau.  Naja mal sehn was da noch so kommt. Erstmal gings unspektakulär weiter. Durch die Wälder gings dann Trailfrei hinunter nach Dümpelfeld.

Von dort nahm ich bequemerweise mal den Radweg nach Insul um dort hinauf zur Freilichtbühne nach Schuld zu kurbeln. Von dort steuerte ich dann zielstrebig die feinen Trails hinunter nach Schuld an. Hm wirklich Klasse die Serpentinchen lassen sich allesamt wunderbar fahren. Danach wieder ein wenig hinauf und den nächsten Trail unter die Stollen genommen. Diese schmiegte sich an den Steilhang der Schulder Hardt. Also schön aufpassen, Sattel runter un "Jöh". Adrenalingeschwängert spuckte mich das Teil dann nach nem Kilometer wieder aus. Wow, Hammergerät ! Wirklich schön zu fahren. Dann ging's auf die andere Hangseite von Schuld. Unterhalb der Branderhardt wartete dann wieder ein Trail der Kategorie "Alpin". Der zwang mich dann schon hier und da aus dem Sattel da es einfach schweinesteil nach oben ging. Von der andern Seite müsste ders aber tun. Durch die Wochenendsiedlung gings dann auf den nächsten Trail. Der ging mal wieder direkt Himmelwärts. "Zweihundocht-Buls" dacht ich und schob ein wenig. Nach kurzer Rast auf einem Aussichtsreichen Bänkchen oberhalb Schuld nahm ich dann den Rest unter die Stollen. Und der entschädigte dann mal wieder mit feinem Trailgenuss.

So, nach der Kür stand nun wieder die Pflicht auf dem Programm. Es ging... na ? Röschtösch, hinauf nach Harscheid. Von dort einfach und ordinär hinunter ins Liersbachtal. Dort machte ich dann nochmal einen Abstecher zur Ruine Wensburg, ein paar Höhenmeter schaden ja nie. Die waren aber diesmal wirklich fürn A..... Das Teil heisst nicht umsonst Ruine, also solltet ihr mal dran gedacht haben sich die Ruine mal anzusehen, spart es euch. die Höhenmeter kann man sinvoller anlegen. So, aus dem Liersbachtal musst ich nun rüber ins Sahbachtal machen. Und das ging dann via nem zähen Aufstieg nach Plittersdorf. Durchs Sahrbachtal folgte ich dann dem altbekannten Pfädchen entlang des Bachs bis zurück nach Kreuzberg. Platt aber glücklich gings dann nach Haus. Der Blick auf den Tacho zeigte dann eine recht stramme Tour für Eifler Verhältnisse, auf gut 50km sind etwas mehr als 1500hm zusammen gekommen. Schön wars trotzdem !


Die Rosenmontagsflucht
"Weia han isch noch döcke Been", gingsmir durch den Kopp als ich Montag morgen aufstand. Nutzt aba nix weil ich für den Montag schon ne Tour mit Yogi ausgemacht hatte, der war heiß wie Frittenfett auf Trails Trails Trails. Sollte er bekommen. Gegen 10 Uhr stopfte ich dann auch das Bike in Yogi's Kofferraum und es ging nach Gemünd. Dort wollten wir locker beschwinglich etwas um den Kermeter surfen. Fing auch gleich mal mit nem lockeren 150hm Anstieg zur Kohlweghütte  an. Ab Wolfgarten folgten wir dann dem Höhenzug, recht spassige Pfädchen hier. Darauf folgte ein erster Leckerbissen hinunter zur Abtei Maria Wald. Dort sprang unterwegs ein grüner Gesell aus dem Gebüsch. Erst dacht ich der verpasst uns jetzt den Anschiss des Lebens. Wie sich aber schnell herausstellte war der Junge recht entspannt und in Punkto Naturschutz und Wegekonzept waren wir voll einer Meinung. Tja, heisst nicht umsonst "Wie me en de Bösch erinn röf, su schallt et och widde eruss !" Leider hatte auch er schon Bekanntschaft mit der Bikerkategorie "Ohne Gehirn" gemacht, nachdem wir dann noch ein wenig über andere Waldnutzer abgeledert haben fuhren wir von dannen.

Weiter gings hinunter immer Richtung Staubecken Heimbach. Auch hier schmissen wir uns das ein oder andere Schmankerl vors Vorderrad. In Heimbach drehten wir ein Ründchen ums Staubecken  vorbei am größten Nabendynamo der Welt. Dort machte ich Bekanntschaft mit dem fiesesten Maulwurfhügel der Welt. Nach allgemeinem Gelächter und ner Banane konnt's dann weiter gehen. Wir kletterten zunächst zur Staumauer hinauf, vorbei an einem gerodeten Hang wo das neu angelegeten Feriendorf "Eifeltor" entstehen soll. Hier sollen Appartementes, Villen, Restaurants und noch jede Menge mehr gebaut werden. Soviel zum Naturschutz im Nationalpark Eifel. Immer schön den Geldsack ausquetschen bis nöx mehr erusskütt ! Ejal, weiter ging's am Uferweg der Schwammenauel um dann kurze Zeit später einen fluffigen Anstieg hinauf zur Hirschley zu meistern. Unterwegs wurden dann die neuen Liegen in Form eines Buchenblattes getestet um dann später gut erholt die tolle Aussicht an der Hirschley zu geniessen.

Weiter gings Richtung Obersee über ein weiteren feinen Weg. Der war hinunter recht steil, so steil das Yogi die Kombination Abfahrt plus Kamera in der Hand nicht ganz ohne Kniefall hinbekam. So stands dann in der Erdwertung 1:1. Darauf folgte dann ein herrlicher Panorama-Weg immer am Hang entlang oberhalb des Obersees. "Poah is dat steil" tönte es wenig später als wir uns wieder auf dem Weg nach oben befanden. Das Teil zauberte einen recht senkrechten Zacken ins Höhenprofil. Zackig gings dann auch zum Kiosk auf der Urftstaumauer. Unterwegs noch jede Menge wandernes Volk begrüßt und umkurvt und dann gab's ne erfrischende Weizen-Cola-Dusche für den Hals. Der nächste Anstieg konnte also folgen. Der war dann zwar nicht wirklich steil aber lang und zääääh. Vorbei am Forsthaus Kermeter und Wolfgarten zauberte ich dann dem guten Yogi nochn feines Teil vors Bike. Geflasht von der letzten Abfahrt nahmen wir dann den letzten Anstieg in Angriff. Der war dann mal wieder einer von der Kategorie "fies". Aber auch den machten wir platt. Oben ein Affenkotelett vernichtet und dann gings in die Finale Abfahrt. Der Eulenweg spuckte uns dann in Gemünd wieder aus. Bis zum Auto wars nun ein Leichtes. So endete dann eine perfekte Biketour bei perfektem Bikewetter.
 
 

04.02.2011

One - on - One - Hubert vs. "Black Beauty"

Der ein oder andere hat ja vielleicht mitbekommen das mein Rahmen gerissen war bzw. ist. Und da Hubert kein kleiner doof ist hat er sich zwischen den Feiertagen einen neuen im Netz bestellt. Irgendwie hatt ichs ja im Urin das es mit der Reklamierung ein wenig dauern könnte. Mittlerweile ist der Umtausch dann auch schon fast 8 Wochen in Bearbeitung. Der Händler hat dabei eher weniger Schuld. Ghost scheint noch keinen Rahmen für mich zu haben. Schätze mal die produzieren erstmal schön alle 2011er Bikes und dann schauen die was hinten für die Reklamationen über bleibt. Is halt wie überall, alle wollen se dein Geld, aber wehe wenn man mal etwas braucht ... ! Naja, ich hab mir jedenfalls bei on-one dann nen Rahmen gebaut. Muss sagen das Ding ist das Geld allemal Wert ! geordert hab ich ein on-one scandal in 18''. Das Teil ist gut durchdacht und hat gimmicks wie z.B. Zuganschläge für durchverlegte Außenhüllen oder den Klemmschlitz am Sattelrohr vorne um Verschmutzung zu vermeiden. So dämmel ich dann in Zukunft auf nem Englischen Ross durch die Gegend.



So dann auch heute. Der Tacho zeigt zweistellige Temperaturen und der Terminkalender offerierte ein kleines fenster bevor mich die klauen des Hausbaus wieder einpferchen. Also ne gute Gelegenheit für Ross und Reiter sich mal näher kennen zu lernen. Ein Trail musste her. Ich entschied mich für ein Erholungsgebiet das in Kennerkreisen Dutch-Mountains genannt wird. Als aufsatteln und los jet et ! "Boah watn Wind, alta !", dacht ich so bei mir als ich einen topfebenen geteerten Feldweg mit brachialen 10km/h und 160er Puls entlang tritt. Arsch böhig für son Ausritt. Spitzen bis 70km/h solltens laut Wetterbericht sein. Ejal muss ja irgendwann mal ankommen. Auf dem Weg ins Trailparadies machte ich noch ein Foto von meinem neuen Helm. Weil neues Bike muss auch was neues aufn Kopp. Der drückt noch ein wenig, aber ansonsten wird er seiner Modellbezeichnung "Death Valley" voll gerecht:


Weiter gings und schon bald fand ich einen feisten Pfad um meinen Schwatten Gaul auszuführen. Bergrauf zieht das Teil schonmal nicht schlecht von dannen. Durch das kurze Steuerrohr und etwas längerem Oberrohr hat man viel Druck auf dem Vorderrad und man sitzt sportlich gestreckt. Das ist wiederrum für Abfahrten eher hinderlich. Wobei man's trotzdem recht ordentlich laufen lassen kann. Einzig in engen Kehren kams mir ein wenig schwieriger vor sie zu fahren. Aber meine Kurventechnik ist ja auch noch ausbaufähig. Am Ende hatte ich dann das gleiche dauergrinsen im Gesicht wie immer nach solch tollen Trails. Alles im Lack also,  Bike gut , alles gut ! In Heimbach drehte ich dann noch ne Runde ums Staubecken und entschwand gen Hergarten und Glehn nach Hause.  Hier dann nochn paar Bilder von Ross und Reiter:

 

01.01.2011

Was war, was kommt ? Die Saison 2010 und 2011

Gute 20-30cm hoch liegt die weiße Prappe seit gestern wieder vor der Haustüre. Würde sagen die MTB-Saison ist gelaufen. Die Weihnachtstage zeigen auch schon ihre Wirkung auf der Waage und mein neuer Rahmen lässt noch etwas auf sich warten. Zeit also die Saison kurz zu reflektieren und mal zu schauen was denn da so kommt.

Das Bike-Jahr 2010 begann so wie es endet: mit Schnee ! Bis in den März kämpften wir uns durch Schnee und Eis. Aber die plackerei sollte sich im laufe des Jahres noch auszahlen. Nachdem sich die weiße Pest verzogen hatte standen viele tolle Touren und Marathons auf dem Programm. Angefangen mit dem CTF in Wehr und der Rebellentour durch liebliche Feytal im April. Hinzu kamen einige tolle Trainingsrunden mit Bikekumpane Andrè und den "dreckigen Kötern Kommern". Im Mai hab ich dann zusammen mit Georg,Torsten und Carsten am Pfingstwochennde nen tollen Eifelcross bei zauberwetter gemacht. Das war schonmal ein super einstand in die kommende Saison. Der erste Marathon im Jahr war der Schinderhannes in Emmelshausen. Was für eine schlammschlacht, eine echte " schinderei". Im Juni bin ich dann den Raid des Hautes Fagnes mitgefahren. Einer der härtesten aber auch schönsten Marathons die ich bis dato unter die Stollen bekommen habe. Der steht sobald es wieder möglich ist fest auf meiner To-Do-Liste.




Schön waren auch die vielen gemeinsamen Touren mit der Freundin die im laufe der Saison die echt schritte nach vorn gemacht hat sowohl konditionell als auch fahrtechnisch. So sind dann auch schon etwas größere fordernde Touren möglich. Scheint so als ob sie mittlerweile auch ein wenig "verseucht" ist ! Im Juli stand dann das große Ziel Alpencross auf der Tapete. Eines der großartigsten Bikeerlebnisse seit dem ich MTB fahre. Man liesst ja viel darüber aber wenn man dann selbst mal durch eigene Muskelkraft mehr als 1000hm am Stück auf irgend einen Pass oder Joch geklettert ist, die fantastischen Eindrücke in sich aufgezogen hat um dann das gleiche als Trailabfahrt auf der anderen Seite wieder runterzurauschen den lässt das Virus Alpenxross nicht so schnell wieder los. Grandios kann man nur sagen. Hier zahlte sich auch die plackerei im Winter voll aus. Sicherlich wärs auch mit weniger Vorbereitung gegangen aber so wars doch wesentlich entspannter.



Leider war auch dieser Sommer wieder viel zu kurz. Viele haben ja übers Wetter geschimpft, was ich jetzt so nicht nachvollziehen konnte. Ich fands im großen und ganzen ok. Mag auch daran liegen das einem als "Allwetter"-Bike-Junkee Regen so ziemlich egal ist und man das dann schon gar nicht mehr merkt. Der September läutetet dann den Herbst ein. Hier fing ich dann wieder an mit den Radrebbellen die Oktobertour auszuarbeiten, die uns diesmal recht gut gelungen ist. Ne Klasse Ahrtour mit 50 Spitzkehren mit Bikekumpane Eddy gedreht um ein wenig an der Fahrtechnik zu feilen und beim Vulkanbike war ich auch noch im September. Da plagte mich gegen Ende ein wenig das Pannenpech aber spaßig wars trotzdem wiedermal. Im Oktober gabs dann auch noch viele feine Toürchen unter die Stollen. Angefangen mit der Radrebellentour No. 5, ner Klasse Halloweentour mit den dreckigen Kötern und das Rennrad hab ich auch sogar nochmal ausgepackt. Auf die kleine Ausfallerscheinung bei der diesjährigen Kirmestour gehe ich dann nicht näher ein, der Hohn und Spot war auch so schon groß genug :)



Der November wurde dann schon recht kalt. Mit Lampen aufm Kopf gings dann des Nächtens weiter. Gut in Erinnerung hab ich da noch nen Nightride bei fluffigen 15°C Anfang  November bei dem uns geschätzt 20 Biker entgegen kamen. So viel sieht man normal das ganze Jahr nicht. Wahrscheinlich nutzten alle nochmal den letzten lauen Winterabend aus. Voll spuer fand ich auch den "Dreckigen-Köter-Ice-Ride" Hier hatte ich es geschafft gut 20 Bikerinnen und bIker nach Kommern an den Start zu holen.  Bei frostigen Temperaturen aber optimalen Bodenverhältnissen buxierte ich die Meute über die Trails rund um Kommern was einstimmig guten Anlklang fand. Mal sehn ob man das noch ausbauen kann. Danach kam dann auch schon der Dezember  und es kam der Schnee. Und der ist seitdem auch nicht mehr wirklich weggegangen. So hab ich dann im Dezember nicht wirklich viel Zeit auf dem Bike verbracht was auch damit zu tun hat das ein anderes Projekt schon seine Schatten wirft. Dennoch war ein sogar sehr lustiger Nightride dabei bei dem ein lustiges Video entstand.



So geht sie dann dahin die Saison 2010 und es kommt dei neue 2011er. Hier wird Biken dann wohl erstmal in der Prioritätenordnung zu gunsten eines Eigenheims nach hinten rutschen. Im März solls dann losgehn mit "Häuslebau" und ab da ticken die Uhren dann ewtas anders. Biken wird wohl oder übel über die Woche kaum noch möglich sein und wenn dann vielleicht vereinzelt an Sonntagen, mal sehn wie's klappt. Ich hab mir aber trotzdem den ein oder anderen Termin für 2011 in den Kalender geschrieben so das der Tourenblog auch im kommenden Jahr ein wenig mit Leben gefüllt wird. Wenn auch bei weitem nicht so wie die letzten zwei Jahre. Aber schliesslich hat man ja auch was von sonem Häuschen und besonders von der angrenzenden Garage die zur neuen Schrauberhölle wird. In diesem Sinne wünsch ich allen eine schöne und sturzfreie Saison 2011, vielleicht sieht man sich ja wieder auf dem Trail !