29.07.2013

Ööörly Börds flying to Päterchen

Sonntags, 07:30 Uhr ist die Welt noch in Ordnung:

 


22.07.2013

Zu Gast bei Freunden - Lecker Toürschja in Lëtzebuerg

Für den heutigen Sonntag hatte Kumpel Andre geladen. Eine Tour in Luxemburg hatte er ausgerufen. Und da ich dem Froschn auch mal die große weite Welt zeigen muss hab ich spontan zugesagt. Also Froschn, Dieter und Dieters (Lidl)Bike ins Auto gedängelt und schon schossen wir die A60 gen Süden entlang. Um kurz nach neune rollten dann sechs Recken ( Andre, Männix, Willi, Rainer, Dieter & Hubi ) um den See in Echternach. "Het Meer van Echternach" war dann auch fix umkurvt und schon ging's mal ordentlich zur Sache... und zwar hinauf ! Es waren 70km und grobe 1400hm veranschlagt also liess ich's bei dem Wetter erstmal gemächlich angehen. Dann kamen uns irgendwann Horden von Wandersleut entgegen. War in Echternach die Wanderseuche ausgebrochen ? Nein es war eine Veranstaltung, was unschwer am Verpflegungsstand paar Meter weiter zu erkennen war. In Deutscheland hat man ja hier und da die "Waldsheriffs" die uns Bikern immer meinen einen reindrücken zu müssen, in Echternach sucht man die vergebens, hier ist man eher "pro-mtb" eingestellt ! Und das nicht nur auf den breiten Wegen sondern auch da, wo's mal richtig schön schmal war und über die ganze Tour ist mir das aufgefallen. Schonmal ein dicker Punkt für die "Letze".

   


Nach einer schweinischen Wiesenrampe näherten wir uns dem ersten feinen Trail. Bei Wolper stürzten wir uns über zwei kribitzige Treppchen hinunter. Herrlich, schonmal ein nettes Pfädchen. Im munteren auf und ab plätscherte die Tour so dahin. Bei Consdorf mal ein Trail hinauf, in der nähe von Berdorf einen pfeilschnellen Flowtrail mit natürlichen Anliegern hinunter. Das macht Laune ! Dann war erstmal Pause, ne Tüte Studentenfutter aufgerissen, watt getrunken und vor allem sich die Pferdebremsen vom Leib gehalten, man waren die hier lästig. Das Studentenfutter war gerade halbwegs verdaut ging's schon weiter ... hinauf ! Wir zogen das Hallerbachtal hinauf, teils sehr schön zu fahren, teils musste getragen werden. Eher was für runter aber wir hatten nunmal diese Richtung. Es folgten jedoch noch einige Trails bergab zur Entschädigung. Die Sonne brannte uns mittlerweile mit 31°C ganz schön auf den Pelz, also immer schön im Wald verstecken. Bei Beaufort nahmen wir einen Trail unter die Stollen wo man wirklich sagen konnte "Wilkommen im Felsenparadies". Herrlich.


   


Am Ende des Trails schossen wir über die Landstrasse in den gegenanstieg. Hier stellte ich schnell das pedalieren ein und wuchtete den Froschn auf den Rucksack, den tragend war hier die einzig richtige Wahl. Dauerte aber nicht lange und wir waren wieder im Kurbelbetrieb. Weiter ging's, in Grundhof nahmen wir dann die direkte Fallinie zum Hang, steil und steiler wurd's und schloss mit einer Wurzelbehandlung ab, da träumt manch schrecklicher Zahnarzt von ! Was für ein Wurzelteppich, der rappelte alles plombierte lose was im Unterkiefer so drin war. Der ein oder ander nahm's mit der "Falllinie" auch zu genau und endete zwischen Hecken und Zäunen. Ging aber alles glimpflich ab, so war das gelache am Fusse des Bergs riesengroß. Zeit für ein Kaltgetränk, die Frittenbude am Campingplatz kam da gerade recht. Die arme Frau kam mit der Apfelschorle gar nicht hinterher so dampften wir das Zeugs weg. Man dat war aber auch ne Hitze.


   


So, aufgetankt folgte nun was keiner so wirklich wollte, aber alle mussten, weil das Ziel lag dahinter. Ein Hügelchen was ich im Höhenpfoil schnell als "Wand" enttarnte. 179m in die Höhe und 1000m in die Länge, macht eine ungefähr durchschnittliche Steigung von fast 18%. Sowas darf getrost als "Rampe" bezeichnet werden und sorgte am Gipfel für Schnappatmung der Teilnehmer. Alta wasn Hügel, der macht mal so richtig schön Mürbe, zumal dem Tacho 33°C zeigte ! Nutzt aba nix, dat gehört genauso dazu wie Reifen aufpumpen. Das kam dann ein wenig später zum tragen. Im Trailwahn rauschten Dieter und ich am Abzweig vorbei und ich fuhr dem Froschn zur Strafe gleich mal ein Dörnchen in den Hinterhuf. Die Pause nutzte Männix auch zugleich seinen ausgefransten Schaltzug zu tauschen, was jedoch aufgrund der inkompatibilität von Zug und Schalthebel "in de Botz" ging ! Resultat: Schaltwerk mit ausgefranseltem Zug auf Spannung gezogen und an der Sitzstrebe festgerödelt. Funktioniert, zwar nur die zweite Scheibe hinten, aber das sollte reichen für die letzten Kilometer.


   


Also folgte das "Grand Final" und das hatte seinen Namen redlich verdient. Um Berdorf herum zirkelten wir ein weiteres Tälchen an, das des "Aesbech" wie die hier wohl sagen. Das bot nochmal alles was die Schönheit der hiesigen Landschaft zu bieten hat. Durch eine tief eingefurchte Felsschlucht zieht das Pfädchen dahin, über Absätze, Brückelchen, Löcher und flowige Abschnitte. Sauber ! Ausgespuckt wurden wir dann wieder auf der Landstrasse nach Echternach. Der folgten wir ein wenig und zweigten dann rechts in eine Art "Waalweg" ab der uns dann fast direkt in den Ort zurück brachte. Ein gebührender Abschluss. Da der ortsansässige Eisverkäufer mit dem kugelrollen nicht hinterherkam,liessen wir die Tour dann im Sönnchen bei einem Kaltgetränk an der Jugendherrberge ausklingen. Feine Tour kann man nur sagen, alles drin was man braucht, konditionell wie fahrtechnisch. Ob das einem die 120km Anreise von uns aus Wert ist muss jeder selbst entscheiden, mich jedenfalls hat die Luxemburgische Schweiz nicht das letzte mal gesehn, so ein oder zwei Touren könnt man hier noch zusammenkriegen. Meinen Dank an die Mitfahrenden für die schöne Sonntagsbelustigung und vor allem an Guide Andre.



19.07.2013

Der Dicke&Froschn rocken die Trails um Monschau

Der Freitag war frei, das Wetter war mal wieder echt Zucker, was kann man da also schon unternehmen als MTB-Junky ? Ne ordentliche Tour musste her ! Ich suchte mir die Trails um Monschau als Ziel. Vor zwei Jahren hatte ich mir hier mal ne Runde zusammengefahren, hier und da gab's noch weiße Flecken auf der Karte. Die galt es heuer dann gleich mit zu erschlagen. Also Bike in den Kofferaum, Blase mit Kaltgetränk gefüllt, Reifen uffjepumpt und schon ging's los. Am Wanderparkplatz Dreistegen sattelte ich auf und rollte los.

   

Zunächst ging's mal gleich in eine erste kurze Schiebepassage beim Campingplatz unterhalb der Engelsley.  Ganz schön steil der dreck hier, nutz aber nix, hoch muss der dicke Biker. Oben dann seichtes einrollen über erste zarte Trails bis zur Perlenbachtalsperre, da stellte sich wieder ein kurzer Hubbel in den Weg. Dank "Rentnerblatt" schob ich mich hier bei gemächlichem Puls hinauf. Weiter ging der Spass, am Ende der Talsperre über ein Brückelchen und weiter über Trails hinauf. Einen fiesen Wiesenweg später folgte ich dem seichten auf und ab der Klosterroute. Dann ein erstes echtes "Trailschmankerl" eine hammerharte Steinpiste zurück nach Dreistegen. Hatte sie vom letzten mal als recht rutschig in Erinnerung, diesmal jedoch astrein zu befahren. Hier kommt fast "Alpen-Geröll-Trail-Feeling" auf. Puh, nicht schlecht für den Anfang.


Es folgte eine ebenso hammerharte Piste bergauf zur Ehrensteinley. Sie gleicht dem Trail voher schon ziemlich, nur das es diesmal hinauf geht. Schwitz, ächtz, endlich am Gipfelkreuz. Da trag ich mich doch auch gleich mal ins Gipfelbuch ein. Es folgte der nächste anspruchsvolle Trail hinunter ins Tal der Rur. Hier muss man die Sinne schon gut beisammen haben, Absätze, Wurzeln und zwei Treppen fordern schon eine sichere Fahrtechnik. Einen Augenblick nicht aufgepasst schon überholt einen hier das Hinterrad, hinterhältig du... Trail ! Materialcheck ok, am Knie nen Kratzer, kann also weitergehn. Im Tal folgte der nächste "Endlostrail". Unter Kennern auch das "Val Mora der Eifel" genannt zieht er neben der Rur seine Bahn über kleinere und größere Felsbrocken bis zum Gut Reichenstein. Herrlich

   

Vorbei an Leyloch und Vennhof suchte ich den nächsten Trail. Der war dann auch nach ner zähen Forstpiste  erreicht. Ein echter "Venntrail". durch kniehohes Gras musste man stets die Spur suchen. Nicht einfach, zumal hier und da "Sumpflöcher" warteten. Das ganze war recht lang und endete dann am Mützenicher Venn. Dort parallel zur Strasse nen Pfädchen gefolgt und dann schnurstraks durchs Venn zu Kaiser-Karls-Bettstadt. Da hier gerade ne Grundschulklasse nen Ausflug machte entschied ich meine Pause ein wenig weiter weg einzulegen, Auf dem Steling fand ich dann ein Bänkchen wo man auch noch herrliche Aussicht hatte. Gleich daneben wartete der nächste Pfad. Eine schnelle Abfahrt später schoss ich schon über den Vennbahnradweg gen Kontzen. Die E-Biketretmaschinen schauten schon ganz skeptisch, wohl zu lange kein Bike mit herkömmlichen Antrieb gesehn ... oder man hatte dem dicken nicht den Speed zugetraut :)

 

In Kontzen steuerte ich das nächte "Trailhighlight" an. Den Trail an der Belgenbacher Mühle, diesmal mit Einstieg von der westlichen Belgenbachseite. Herrliches Pfädchen führt hier runter. Gefolgt von dem altbekannten nicht enden wollendem Trailwurm der sich bis ins Grünetal schlängelt. Ein Trail den man mal gefahren sein muss. Im grünen Tal ging's nochmal deftig hinauf. Über loses Gestein zieht der Weg in die Widdau hinauf. Den dortigen ehemaligen Trail braucht man fast gar nicht mehr zu erwähnen, den hat man richtig schön breit geklopft. War wahrscheinlich für die Silberlocken zu nah am Wasser und zu schmal. Aber wir Biker machen ja alles kaputt, wie konnt ich das vergessen.

   

So zur Abwechlung gings dann nochmal ein wenig hinauf, aber die folgende Abfahrt sollte wieder ein wenig entschädigen. Der Trail zur Kluckbachbrücke ist mal so richtig nach meinem Geschmack, nur leider zu kurz. Verwunden schlängelt er sich über Wurzeln und Absätze hinunter zur Rur, zwischendrin auch mal richtig fein steil. Über die Rur führt dann die Kluckbachbrücke, die abschlissende Treppe war wieder voll besetzt mit jede Menge Pentz. Die Schleife über den Jarhundertweg liess ich auch diesmal mangels Zeit flöten aber irgendwann nehm ich die auch noch mit. Aber die Tour war ja noch nicht zu Ende. Ein wiederlicher Anstieg später stand ich oben kurz vor Mentzerath. Auch diese Plackerei wurde mit einem feinen Trail entlohnt. Zwischendrin wurd der sogar mal so garstig das ich für drei Meter auf Fussbetrieb umschalten musste, ein Purzelbaum am Tag reicht !

   

So das Finale wartete. Nochmal hinauf, zwar diesmal ein wenig auf Asphalt dafür aber zwischendrin doch wieder recht steil. Die Abfahrt von der Mühlenley fordert dann aber nochmal die ganze Aufmerksamkeit. Absätze, Treppe, Wurzeln alles da was man braucht, manchmal nur Lenkerbreit. Er endet in einem für den Froschn zu schmalem Treppchen mitten in der Altstadt. Wow! So und da ich noch nie auf der Burg in Monschau war schob ich meinen Kadaver nochmal da hoch. Die Aussicht von hier oben auf Monschau ist weit schöner anzusehen als der alte Kram. Zum Abschluss schoß ich zur Verwunderung der Holländer die gefühlt 500 Stufen in die Altstadt hinunter, auch das kann Spass machen. Dann gab's endlich die obligatorische eiskalte Cola und ein lecka Eis ....aaaah !

 

Eine wirklich feines Touürschjenwar das. Aber nixfür Bangbüchsen, die Trails sind teilweise echt anspruchsvoll. Kondition sollte man auch mitbringen, auf die 40km sind etwas mehr als 1000hm versteckt. Aber es lohnt, einfach eine traumhafte Landschaft gepaart mit allem was der versierte Biker sucht.

15.07.2013

Froschn&Hubi erobern die A(hr)kropolis

Was für ein  Wetterchen ! Da hält es den gemeinen MTB`ler nich lange hinterm Frühstückstisch. So rollte ich heuer bereits um kurz vor neun durch dernausche Gassen. Ein strammes Programm hatte ich für heute auf dem Zettel. Die Top5 hießen: Akropolis, Umerich, Schrock, Krausberg, 17 Kehrentrail Walporzheim. Zunächst jedoch zur A(hr)kropolis, das is ne Schutzhütte vom Dorfverein Mayschoß, die sogar bewirtet ist. Dahinter dann der Trail, oben fluffig unten etwas steiler und ein wenig verblockt, herrlich ! Der Umerich war dann auch schnell erreicht, auch hier schmetterte ich hinab und dann in die herrlich anzusehende Anfahrt nach Rech. Ab da ging's mal ne weile bergauf, gute 300hm am Stück standen auf dem Programm, nich schlecht für die Eifel. An der Schutzhütte auf dem Schrock füllte ich die Energiespeicher in Form von zwei Snickers. Puh, nu läuft der Diesel wieder :) Der folgende Trail ist auch ein echtes Schmankerl und endet in einem herrlichen Serpentinengemetzel nach Reimerzhofen. Nu stand noch Top 4 und 5 aus. Also ersma wieder naufi auf den krausen Berg. Nochmal satte 250hm wegdrücken. Oben war einiges los, leere Bikermägen schrien nach Fressalien und Getränken. Schnell weg, zu viel los für son scheuen Eifler. Der Trail hinterm Spielplatz machte wieder höllisch Laune und endete in Dernau. Wow, fluppt immer besser mit den engen Ecken. Nur noch zwei dann hab ich ihn im Griff. So, dann der letze Kamerad. Aber ersma wieder.... naufi ! nochmal die 250hm un dann links. Schilder kündigten schon an was zu erwarten war. "Bergpfad"..."schlechte Wegstrecke"....yepi...hier bin ich richtig ! Es folgte das Serpentinenmassakker. Eine Kehre nach der andern flutschte am Vorderrad vorbei. Wenn ich keine Ohren hätte ich würde jetzt noch im Kreis grinsen. Der Spass endete in Walporzheim mit dicken Fingern vom anbremsen. Fein, fein. Ein letztes Trailchen brachte mich dann zurück nach Dernau, das nennt man eine perfekte Sommerrunde. Zur Belohnung für die vielen Höhenmeter gabs auf dem Heimweg noch ne eiskalte Cola und ein Eis an der Tanke. Warum kanns nich immer son Wetterchen geben ?



07.07.2013

Köter in den Dutch Mountains

Samstagnachmittag, Beton ist gemacht, Fundamente gegossen, Kantensteine wurden gesetzt, habe fedsch ! Perfektes Wetter, also warum nicht eine kleine Feierabendtour. In kurzform sah das wir folgt aus: Im munteren auf und ab massig Trails gerockt, hochgestampft, schlapp gemacht, Steilstufen gekniffen und Absätze gefahren, umgesetzt und umgestolpert, Batterien leergefahren und einen Satz Beine auch, Aussicht genossen, Trailtechnik bewundert,  hoch gefahren runter gestolpert, viel gelacht und Späße gemacht. Feine Tour meine Herren, danke für die nette Begleitung ! In Zahlen: 32km / 1100hm.



01.07.2013

Köter rocken Trails im Oleftal

Köter rocken Trails im Oleftal, oder "einsliden" für Willi's



24.06.2013

Ein Köter beim RDHF

Malmedy, 23 Juni, die Sonne brennt. Naja nicht ganz. Ein dickes Wolkenband verhing die Sonne als ich am Sonntag dort zum Marathon "RDHF" (Raid des Hautes Fagnes) aufschlug. Aber man kommt ja auch nich zum braun werden hier hin, zumindest nich durch die Sonne. Da konnte einem schon ein wenig mulmig werden wenn man so das Höhenprofil vor Augen hat und dazu die möglichen Varianten der Streckenbeschaffenheit nach den Regenfällen der letzten Tage durchging. Das reichte von schokobraun bis schiefergau. Nachdem ich mich dann angemeldet hatte, anscheinend schien schien ich der einzigste zu sein der Armlinge in XL braucht, stellte ich mich in den Startblock. Puffff....die Meute hetzt los.

 

Wie die Irren stürmen die hier den ersten Berg rauf. Ich ging's mit einigen wenigen erstmal gemütlich an. Tagesziel war duchkommen, Zeiten waren mir relativ. Das ist schon sportlich genug für Killerplautzen. So, der erste Berg war dann auch fast geschafft. Da dämmelte doch ein bekanntes Gesicht an mir vorbei. Torsten von den Radrebellen hatte es auch hier hin verschlagen. Er hatte noch einen Kumpel im Gepäck. Nach kurzem Plausch schossen wir gemeinsam in die ersten Abfahrten. So schnell die meisten Teilnehmer hier bergauf gefahren sind, so langsam eierten sie hinunter. Kein Wunder, teilweise mit 2.0er Semislicks auf 3 bar aufgepumpt stolperten die belgischen Spazierstöcke den Hang hinunter. Meine Chance ! Auf der Außenbahn vorbei. Aber wie schon erwähnt gewinnt man Rennen am Berg, so schossen se im nächsten gegenanstieg wieder links und rechts an mir Killerplautze vorbei. Und von den Gegenanstiegen gab's einige. So zum Beispiel bei km14,5. Der Begriff "Kotzrampe" wäre hier ein wenig untertrieben ! Hut ab wer sowas fahren kann. Als ich dort rauf musste war de jedenfalls nicht dran zu denken. Gute 30% Steigung und aufgewühlter Boden zwang alle in den Fussbetrieb. Es sollte nich das letzte mal gewesen sein das man zu Fuss unterwegs ist. Bei km17 dann die erste Verpflegung. Ne belgische Waffel dann waren Torsten und sein Kumpel auch schon da.

 

Beim technischen Service, den's hier übrigends an jedem Verpflegungstand gibt, war schon die Hölle los. Einige hatten aufgrund von Matsch probleme mit der Schaltung. Dann ging's weiter, auf und nieder, immer wieder. Zwischendrin gabs sogar mal kurz ne flache Passage wo man mal kurz ausspannen konnte. Ansonsten war man eigentlich ständig irgendwie unter Belastung. Nicht nur die Anstiege forderten hier einiges, auch die Abfahrten waren technisch recht anspruchsvoll und forderten volle Konzentration. Beim Tro Maret ging's sogar mal kurz über ein Stück Klettersteig, wahnsinn das die sowas durchbekommen ! Bis zur nächsten Verpflegung bei km33 lief's dann auch ganz gut und flüssig. Danach wurd's eine richtige Schlacht. Mittlerweile hatte es nochmal angefangen zu Regnen, die Strecke wurde immer schlammiger. Bis km40 wars echt hart, die Kilometeranzeige auf dem Tacho schien still zu stehen. Was für eine plackerei. Im Tal des Bayehon wurd's dann wieder richtig geil. Ausgesetzte Trails, Bachdurchfahrten bei dem die Bremsscheiben qualmten und einfach traumhafte Landschaft, ja auch dafür hatte ich Zeit :)

 

Bei Burg Reinhardstein war dann Verpflegung No.3 angesagt. Unterm Pavillion zupften paar Mittelalter Freaks auf der Klampfe, beim technischen Service war wiedermal "Belgien in Not" und der Buffetstand wurde auch geplündert. Ich dreschte mir zwei drei Becher von dem komisch roten Zeugs rein, die hatten da tatsächlich son 1000L Fass voll mit dem Kram stehen, die frage ob das Cerosin sei fand der Junge Herr hinterm Tresen nicht so lustig, hinten drauf was Astronautenfraß in die Fressluke reingedängelt und weiter ging's. Erstmal wieder ne fiese Rampe hoch. Dann kullerten die Kilomter so hinunter. Schwups war ich bei km58. Wie jetz nur noch 7km das solls gewesen sein ? Denkste ! Ein unscheinbares Schild am linken Wegesrand verhiess nichts gutes. Auch so ein feines extra hier,
alle Anstiege, zumindest die die es anscheinend würdig sind, bekommen eine Numemr und ein Schild auf der die länge und die Steigung angeschrieben steht... die durchschnittliche Steigung ! Naja auf dem Schild stand jedenfalls No.13 / 15,3% auf 750m. Bis 500m hielt ich das Ding ganz gut in Schach, dann wurd der Untergrund immer loser und die Steigung noch heftiger. Also mal wieder Fussbetrieb. Boah eh nur wirds aber Zeit fürs Ziel. Denkste, bei km 61 nochmal son Schildchen. Diesmal läppische 14 % auf 500m. Pah weggedrückt wie nix, Astronautenfutter wirkt ! Dann kamen zum Schluss noch paar feine Trails bis direkt in die Stadt zurück. Dort liess ich es dann locker ausrollen. Nach guten 6h Bikerdreikampf ( fahren schieben tragen ) war's vollbracht. Mann war das eine Schlacht. Aber geil !


Ich kann nur jedem empfehlen der Spass am Mountainbiken hat und hin und wieder mal einen Marathon fährt um die eigene Grenze auszuloten mal nach Malmedy zu fahren und dort teilzunehemen. Die sind echt verrückt dort. Eine  Hammer Strecke, perfekte Organisation und jede Menge Trettiere am Start. Dagegen wirkt z.B. ein Vulkanbike in Daun wie die Krabbelgruppe im Kindergarten ! Wenn's passt und ich einigermassen fit bin werd ich nächstes Jahr jedenfalls wieder starten.

   

17.06.2013

Randonnèe in Jalhay

Der Begriff Randonnèe steht im französischen für Ausflug oder Wanderung. Einen solchen Ausflug machten die dreckigen Köter heute nach Jalhay, den dort hatte der örtliche Sportverein zur "Randonnèe" ausgerufen. Das ist sowas wie in Deutschland eine CTF, wer das kennt.  Die sind in Belgien recht beliebt und da ich auch schon die ein oder andere dort mitgefahren bin wurd's mal Zeit die Köter mit hier hin zu schleifen. Wer die belgischen Wälder kennt weiss das hier nicht mit Trails gegeizt wird und so wurden wir auch diesmal nicht enttäuscht.
 

So, dann kanns ja losgehn. 4€ Stratgeld abgedrückt und in die Pedale gehauen. Nach kurzem einrollen schossen wir auch schon in die ersten Trails. Auf und ab, verwinkelt und verwurzelt schossen wir duch die belgsichen Wälder. Immer begleitet von andern Bikern die sich üblicherweise in Belgien in zwei Gruppen aufspalten: die "Oldschool-Understatement"-Biker mit Baumarktsrad, Turnschuhen und Kalimerohelmen und in die sogenannten "Belgischen Spazierstöcke" mit Carbon Hardtail im Renndress. Letztere wurden zum Teil überbewertet, erstere oft unterschätzt. Egal, hier ist jedenfalls für jeden was dabei und alle dämmelten friedlich durchs Gemüse.

 

Durchs Gemüse ging's dann auch teilweise recht feucht. Manchmal auch sogar so feucht das sich richtige Schlammlöcher bildeten. Das sorgte hier und da für Stau, da zimperliche Teilnehmer versuchten das Bike drumherum zu schieben. Unz Dieter jedoch wollte den Jungs mal zeigen wie kernig doch echte Eifler sind und parkte sein Nukeproof mal direkt in solch eine Schweinesuhle frei nach dem Motto:"Schlammproof !". Da das Bike jedoch irgendwann die unart hat entweder nach links oder rechts umzukippen kam Dieter in Versuchung doch einen Fuss abzusetzen. Dieser dankte es ihm mit einem saftigen "Schmatz" und versank in gut 30cm Prappe. Da der Dieter aber so ein schlauer Fuchs ist hatte er den Schuh wohlweisslich ordentlich am Fusse festgezurrt, da dieser sonst mit Sicherheit in den untiefen dieses Moores stecken geblieben wäre. Er hatte die Lacher jedenfalls auf seiner Seite !

 

Nachdem sich unser Zwerchfell wieder etwas beruhigt hatte ging das Trailgemetzel weiter. Auf und nieder, immer wieder. Vorbei an Flüssen, durch Bäche hindurch, über Brücken, vorbei an tollen alten Häusern über Stock & Stein, über Wurzelteppiche und durch allerlei Prötes. Herrlich ! Einfach alles dabei was der Biker braucht. Dazu brannte uns die Sonne schön in den Nacken. Hin und wieder eine Verpflegungsstation, hier und da ein Plattfüsschen. Auch hier wurde für Abwechslung und lacher gesorgt. Erst wurde der 24 Zoll Schlauch versucht auf die 26er Felge zu ziehen, dann wurde mit dem Reifenheber der gerade neu erworbene 26-Zollschlauch durchlöchert. Einer wurde vom gemeinen Ginsterstrauch abgeworfen was ihm den Titel "Trail-Tolpatsch des Tages" einbrachte.

 

Viel zu schnell verflogen wieder die Kilometer, so näherten wir uns unserem Startpunkt in Jalhay. Dort genossen wir nach ein wenig Bikepflege noch eine belgische Bratwurst in der Sonne und zogen dann kaputt aber glücklich von dannen. Herrlich, einfach eine super Tour was die Bämmese da zusammen gezaubert haben. Unglaublich auch wieviel Angagemente dort von den Hilfskräften kommt. Da wird sogar mal der Verkehr gestoppt. Das wird bestimmt nicht unsere letzte Rando sein dieses Jahr !

 

Schönen Gruß auch an "Grüne Hölle Kronenburg", schön euch nochmal auf dem Bike zu sehen !