27.09.2015

Indian Summer in Rheinisch Sibirien

Es ist Sonntag morgen, 08:23 Uhr,  ich cruise die A1 hinauf, vor meiner Windschutzscheibe nichts als graue Farbe der einzige Farbtupfer is der Froschn imRückspiegelt, Nebel lallt mich ein, aus dem Radio plätscher der letzte Sommerhit und lallt mich noch mehr ein, die Bordanzeige fällt von 8,5°C auf 4,5°C. Und das soll der Altweibersommer sein ?
Nebelsuppe beim Start
Die Erscheinung
Ich bin auf dem Weg nach Netterspol, der zweit kälteste Punkt auf derWelt, nach der Antarktis. Am Fusse des riesiegen Nettersgletscher liegt das kleine Dorf Nettersheim. Dort hat Bikekumpane Andre wiedermal zur "Indian Summer Tour" geladen. Jaja, aber wo isser den der Indianersommer ? Als ich dort eintraf stand Bikekumpane Schnip schon vor Ort und zog sein Material aus dem Kofferaum, ich  tat selbiges und legte in der Nebelsuppe erstmal die Gefrierunterwäsche an. Brrrrr erst 6°C .... es treffen weitere Köter ein, mit däm Öööskerchener und däm Steigeisen is däm Trupp komplett. Wir kriegen noch ne Dose Kreidespray mit, wir sollen mal nach der Streckenausschilderung gucken, dann ziehen wir los. Zu viert ! Jaja, man hat hier erkannt das "Büffelherden" von Mountainbiker einfach kein gutes Bild im Wald hinterlassen und hat die Tour auf "Self Guided" umgestellt. Heisst jeder fährt in einem Zeitfenster die Strecke nach eigenem Gusto ab, quasi wie bei einer CTF oder Rando. Die Strecke ist markiert und wird zuvor als GPS zur Verfügung gestellt. Prima Sache !


Wir rollen also entlang der Urft, brrrrr kalt ! Keine Sonne ... oder doch ? Da blitze etwas. Zum warm werden erstmal hinauf. Zum geschmeidig werden ein schnelles Trailchen hinunter zurück zur Urft. Der nächste 500er lag vor uns undwollte bewältigt werden. Wir näherten uns der Stolzenburg über die Nordwand des Reiterbergs. An der Stolzenburg hat man normal einen prima Blick auf die umliegenden 300er ... normal ... diesmal war ausser grau nix zu sehen. Aber die Sonne blitzte schon immer öfter durch den grauen Vorhang. Wir schmetterten den Trail hinunter nach Urft. Techniktraining wurde hier oben gemacht, brauchen wir nicht wir können nix und fahren dafür NobbyNic ! Nach dieser endlosen Abfahrt ins Tal war uns wieder bitterkalt, wir dämmelten also wieder einen der umliegenden hochalpinen Übergänge an. Über die "Königsberg-Scharte" wollten wir den Weg ins Hallenthaler Land bahnen. Nun brannte uns auch endlich mal der Planet auf den Peltz was zur folge hatte das das Thermostatventil auf halbem Anstieg auf Vollanschlag hing. Jacke aus ... Dampf ... Qualm !  
Wurzelbehandlung
Geschmeidig
Ein paar nette Trailsspäter gings vorbei an der Wolfsschanze NRW wieder zurück nach Urtf. Fressstop am Verpflegungsstand. Zwei Stücke Kuchen drückten etwas aufmeinen Hinterausgang, das wollte beobachtet werden. Es nutzt nichts wirmüssen weiter. Weiter hiess wieder in die alpinen Hochlagen. Das Steinfelder Horn musste bezwungen werden. Krächz ... dämmel ... schon hatten wir das Teil gewuppt. "immer an der Wand lang !" Hiess es am loster und dahinter einen geschmeidigen Pfad hinab ins Kuttenbachtal. EIn bisschen Freestyle durch den Steinfelder Heistert, herrlich jetzt das Wetterchen ! So sieht also derAltweibersommer aus .... Geil-o-Mat !

Na endlich ... die Sonne is draussen !
Buffetfräsen
Wir wuchteten uns wiedermal hinauf ... hinauf auf den "Perdskopp" und schwups wieder hinunter geballert. Der große Pingen ist ein geschmeidiger unter den 400ern . Geschmeidige Auffahrt und seeeehr geschmeidige Abfahrt nach Sötenich. Hier kann man herrlich runter Latzen. Voll Enduro alta ! Hinter demÖrtchen wartete noch ein Trailschmankerl. Man hat es sich hier nicht nehmen lassen alle Moniereisen die in der Treppe steckten mit Sprühfarbe zu markieren damit man auch ja drüber fährt. Weil wenns markiert is sieht mansgut und wo man hinschaut .... da fährt man auch hin :) Wirrollen wieder die Gletschermoräne durchs das Urftal hinauf undmachen nochmal halt am Fressbunker. Diesmal aber nurn Bechertrinken undne viertel Ponane. Dann gehts nochmal hinauf. Wir verlassen das Tal und ziehen wieder in die Alpinen Gefilde. Zielstrebig finden wir den Pfad welcher uns am "Jeröne Pötz" ausspuckt. Noch mal hinauf ... ein Anstieg der schon versierteste Biker aus den Hufen geschlagen hat. War doch zuletzt erst vor einem Jahr der Red Devil hier unter Krämpfen mit Hungerast und gelbem Urin fast gescheitert. Ein echt Körnerfressender 40hm-Anstieg ! Boah, der brachte auch uns an den Rande der körerlichen Existenz ! Aber es war geschafft. Wirnäherten unsdem letzten Trail. Dieserspuckte uns quasi direkt vor dem Startpunkt wieder aus ... das war mal fein !
100% Eifel
Wo sind denn die Eisenpinnchen ?
Herlich !
Fin
Bei Bratwurst und Erdinger-Alkfrei liessen wir diese herrliche Tour nochmal Revuepassieren. Meine Herren wirklich alles dabei... kalt warm .... Nebel Sonne ... rauf runter .... essen und ka :) .....vile schöne Pfädchen udn jede Menge Spass ... so mussat sein ! Das Konzept geht jedenfalls voll auf ! Chapeau liebe Leute von eifel:onbike das habt ihr fein hinbekommen ! 46km/1100hm




Kommentare:

  1. Cooler Tourbericht, das "Waldlichtfluteinsamerbikerbild" hat ja Postpotential.
    Übrigens haben wir die ersten Touren 1-4 immer mit freigegebenem Track gestartet. Hat das für alle gepasst?
    Ich merke, dass häufig viele eine App oder Garmin haben, aber in der Handhabung nicht geübt sind.
    Beste Grüße,
    Mario

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  2. Hallo Mario,
    die Strecke war gekennzeichnet und zusätzlich konnte man noch per GPS navigieren. Aber anders als bei Euch wurde ja ohne Guides gefahren und nicht in großer Gruppe. Kann nur sagen das das wirklich viel entspannter ist, für beide Seiten. Daswasich mitbekommen habe gab es so gut wie keine verfahrer, die Strecke war aber auch nahezu perfekt ausgewiesen so das man kaum auf's GPS gucken musste. Erfahrungsgemäß kann ich aber auch sagen das man schon relativ firm sein muss wenn man mit den gängigen Apps und GPS Geräten navigieren möchte das geht nicht so einfach wie bei den meisten Autonavis heutzutage das unterschätzen viele. Aber denke es wird nich mehr lange dauern bis da auch was "narrensicheres" Kommt. Am besten schaut man sich das einfach mal an, mal über den Tellerrand gucken anstatt imemr im eigenen Sud zu pedalieren, erweitert ungemein den Horizont ging mir auch so.

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