01.06.2015

Ardennen-Trail-Offensive Etappe 1

"Scheisse, wie geil ist das den ?" .... ich weiss nicht wie oft ich an diesem Wochenende das gedacht oder gesagt habe ! Hinter uns liegen drei epische Tage im Nachbarland Belgien. Von langer Hand geplant formierte sich eine schlagkräftige Kötermeute die gewillt war sich ebenso belgischen Wutzele & Waggese zu stellen ! Mit dabei waren Killerwade Udo, Steigeisen Reinhold, Öööskeerchener Willi, Robinator und Fö...eeeh...Nedderschemer Andre, als Guide fungierte die Killerplautze Hubi ! Zimmer waren reserviert, die Strecke geplant, Wetterbericht war ok, der Rucksack gepackt  ...es ging los. 
Da rücken sie aus,die Köter
Meute am Bildchensberg
Da kommen se ...
Willi am absliden
Etappe 1 - Kommern - Eupen [ 80km / 1450hm ]
Wir starteten direkt von Kommern aus, erstmal raus aus den altbekannten Regionen. Leider musste der Robinator, seines Zeichens unser Dolmetscher, bereits nach 6km umkehren, wurde er dringend in der Heimat benötigt. Er ward auch seither bis zum Ende der Tour nich mehr gesehn, schade vielleicht klappts ja irgendwann ein andermal. Wir dämmelten derweil weiter hinauf bis wir den Kermeter erreichten. Dort warfen wir uns in ein erstes Highlight. Trails bis hinunter zum Staubecken Heimbach. Erst flowig, wurzelig nach der schönen Aussicht am Bildchesberg wurd's grenzwertig. Wir nahmen diesmal die Variante "Links eröm". Sehr ausgesetzt mit sehr engen Kehren. Ein paar gingen ein paar nicht, müssen wir noch ein wenig üben. Unten gab's dann auch prompt ne Nackenschelte für den Guide, gleich mal son Hammer zum warm werden war auch'n bisschen Grenzwertig...OK !
Herrlich oder?
Hinauf !
Pause
Köter am Grab von R.Cahow am Ochsenkopf
Unten wuppten wir den geilen Pfad am Staubecken. Herrlich geschmeidig über Holzstege, ein Pfad jagt den andern, alles wieder in Butter :) Hinüber zum alten E-Werk die nächsten Pfade. Ab da ging's erstmal deftig hinauf. Gute 200hm mussten bewältigt werden. Die ersten gingen bis zum Ufer der Schwammenauel geschmeidig, dann zeigte das Hüglechen die Zähne. Saftig, deftig ging's hinauf zur Hubertushöhe. Oben machten wir an der schönen Aussicht ein Riegelpäusschen, Körnerspeicher wollten aufgefüllt werden. Ab jetzt rollte es wieder ganz gut, vorbei an Schmidt, Klaus und dem Gerstenhof warfen wir uns in die Abfahrt ins Kalltal welche mit einem schönen leicht verblockten Trail endete. In dem schönen Ort Simonskall hielten wir uns gar nicht erst lange auf, der nächste Anstieg wartete doch schon. Diesmal erst krakehlig dann geschmeidig. Wir buchsierten uns unterhalb des neuen Bikeparks hinauf auf den Ochsenkopf. Ganz schön steil zieht der Weg hier rauf, wird dann aber oben seichter. Dort gab's auch einiges Geschichtliches zu sehen, jede Menge kaputte Bunker aus dem WW2 und Soldatengräber regten zum Nachdenken an.  So z.B. das Grab zweier Deutschen und einem amerikanischem Soldaten mit der Aufschrift "Im Tode vereint" oder das Grab des amerikanischen Soldaten Namens Robert Cahow welcher mit nur 28 Jahren dort oben in diesem sinnlosen Krieg sein Leben liess. 
Killerplautze unterwegs
Am Hasselbachgraben
Am Struffelt
Kuchenpause
Es schob sich jedoch so langsam der Gedanke an das nächste Trailhighlight vor diese düsteren. Wir näherten uns Meter für Meter den Eifler Waalwegen, dem Hasselbachgraben. Um dorthin zu kommen nahmen wir die ein oder andere Schneise und Sumpfloch mit, letztlich schafften wir es aber und bretterten über den herrlichen Pfad. Mit breiten Grinsen schossen wir gen Dreilägerbachtalsperre, ein Pfad jagt den nächsten so rappelten wir kurz darauf schon die Holzstege im Struffelt runter gefolgt von einer derben Abfahrt an der Staumauer diewiedermalfürherzaftes Lachen sorgte. Nachdemsich das Zwerchfell beruhigt hatte ging's weiter gen Roetgen.Auf dem Weg nahmen wir mit was ging, Wutzele ohne Ende bis wir schliesslich bei der Kaffefee in Roetgen Einkehr fanden. Dort plünderten wir sogleich die Kuchenvorräte, der war aber auch lecker ! Nachdem wir nur noch krümel in dem Kaffee hinterliessen zogen wir weiter. Es dauerte jedoch nicht lange und wir nahmen den nächsten Pfad unter die Stollen. Kurz nach der Grenze wartetet das typisch belgische Geläuf auf uns, verblockt, wurzelige Pfade am Weser und Eschbach rappelten so manch einen Steuerkopf lose. Schätzungen ergaben 150.000 Wurzeln ... naja :)
Killerplautze vs. Treppe
An der Weserkurz hinter Roetgen
Am Eschbach
Da die meisten Teilnehmer sich über "Endorphin-Stand-Hoch" beklagten streute der Guide erstmal etwas wiederlichen Teer ein damit die Herren Zeit hatten sich zu beruhigen. Es folgte nämlich das "Grand Finale". Wir näherten uns der Wesertalsperre und dem legendären Getzbachtal. Auf dem Weg dorthin versuchte man uns zwar noch mit ein paar umgelegten Bäumen aufzuhalten aber wenn Köter einmal rollen ... dann schieben sie auch mal ! Dann war es erreicht, das Getzbachtal. Herrlich, mittlerweile brannte uns die Sonne ein Loch in den Helm, die Pfade bis auf wenige kleine Löcher Furtztrocken und dazu Wutzele & Waggese... scheisse wie geil ist das denn !
Am Steinbach
Herrlichda in Belgien !
Am Gestzbach
Am Getzbach II

Auch im Eupener Busch reihte sich Pfad an Pfad. Allerfeinst war darunter das Pfädchen welches uns ins Langestahl ausspuckte. Kein Wunder war es doch mit dem Prädikat "Achtung, gefährlicher Fußweg" extra gekennzeichnet, genau das was wir brauchen ! Damit war's dann auch geschafft, wir rollten über kleine Gassen in den Ort Eupen ein. Dort machten wir am Eupener Brauhaus halt und opferten dem Wettergott ein paar lecker Humpen Eupener Bier ... zzzziiiiiiiisch !
Genau was wir suchen !
Genau was wir suchen V2.0

Schloss Weims
Danach machten wir die Unterkunft klar: Schloss Weims ! Scheisse wie geil war das denn ? Ein altes Schloss, von innen voll saniert mit traumhaften Zimmern & Bädern, dazu nette Herbergsleute und ein super Frühstück. Geilomat ! Auch nicht zu verkennen war das abendliche Mahl in der Kartoffelkiste, einfach aber gut ! So liessen wir bei Jupiler & Cola die erste Etappe ausklingen. Was für ein Kracher gleich am ersten Tag ........





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