13.04.2014

Dreckige Hunde im Buhlert

Heute trafen sich sechs Stramme Waden zum Showdown in historischem Gebiet. Zwei gehörten zum Körper von Killerwade Udo, zwei zu Robinho dem Bergkönig und zwei zu Killeplautze Hubi. Die Recken hatten einiges an Trails, Höhenmeter und Tiefenmeter vor den Stollen. Also kein langes geschwafel sondern gleich reintreten. Und das diesmal ab Einruhr. 

Einruhr
Entlang des Rursee Ufers buchsierten wir uns im seichten auf und ab nach Rurberg. Die läppischen Serpentinchen zwischendrin stemmten wir zu Fuss hoch. In Rurberg suchten wir den altbekannten "Fisherman's Trail" auf. Manchmal zu schmal für den Lenker so zieht sich das Pfädchen nach Woffelsbach. Die zwei Kilo Hundescheisse an meinen Reifen danach erwähne ich erst gar nicht ! Nur eines sei gesagt: anstatt Pferde hätten die besser Hunde in die Lasagne gehauen !!! Ein wenig spassiges Asphaltsurven und dann erwartete uns ein estes ernstzunehmendes Hügelchen. Auf einem Schmugglerpfädchen buchsierten wir uns den Schilsberg hinauf. "Do kütt me janz jod anned dämpe !" schallte es durch "de Bösch". Deftig heftig zog sich das Teil nach Klaus. Aber der folgende Trail entschädigte. Ein weiteres Schmugglerpfädchen der Kategorie "geschmeidig" zog sich den Hang hinunter ins Schilsbachtal. Ab hier ging's dann wieder ... hinauf ! Zwar etwas flacher aber dafür etwas länger, Höhenmeter wollen erkämpft werden wa !

Fisherman's Trail
Ohne Worte ! Scheiss Köter's !
Schmugglerpfädchen
Oben befanden wir uns im Epizentrum des Buhlerts ( einem Höhenzug zwischen Schmidt und Simmerath ). Der Vorteil wenn man oben ist: meistens geht's dann hinunter ! Diesmal dann auch, geschmeidig rollten wir gen Kalltal. Im unteren Bereich erwartete uns sogar nochmal ein seeehr feines Pfädchen welches uns direkt oberhalb Simonskall ausspuckte. Robinho nahm hier natürlich aufgrund seiner exorbitant guten Bereifung und seiner versierten Fahrweise die linke anspruchsvollere Spur. So und da wir nun schonmal wieder unten waren ging's ... na ? Hinauf ! Und zwar diesmal das Richelsbachtal. Wa ? Wo ös dat dann ? Naja das führt aus dem Kalltal nach Germeter/Vossenack. Vossenack ? Momentchen .... mal ! Da war doch was ? Genau! Ein zornig Pfädchen wieder hinunter ins Kalltal, agelegt von "Schaufelhand" mit Anliegern, Sprüngen und gen Ende einem zornigen Absatz. Aber zunächst mussten wir ja noch da rauf. Kein Problem für unsere strammen Waden. Erst war er flach ... dann ein wenig steiler ... und am Ende zeigte er die Zähne ! Leichtes Füsseln des Guides offenbarte zwar keine konditionelle -dafür aber eine fahrtechnische Schwäche !

Trail nach Simonskall

Udo lässt's lieber sein ! Richtig so !
Dahinter kann ers wieder laufen lassen !
So, oben ! Wo bitte geht's runter? Ah... da, gleich hinterm Kloster ! Hinein in den Trail... was ein Spass ! Hier ein Kürvchen, da ein Haken. Ok, springen liessen wir lieber, a) alles Familienväter und b) keine Fahrtechnik, keine gute Kombi ! Am Ende dann ein Absatz für Suizidgefährdete.Wenn man von oben da runter schaut denkt man 200% Gefälle. Von unten sah's dann gar nicht mehr so wild aus, aber heute sollte noch nicht der Tag sein wo wir dieses Prachtstück knackten. Keine schande, wir kommen wieder keine Frage ! So, nu waren wir wieder fast unten. Die letzten Meter nach Simonskall konnt man's wieder gut laufen lassen. Im Örtchen suchten wir uns ein lauschig Plätzchen für nen Riegel ... oder ein Leberwurstbrötchen. Jam, jam, schnell wars verdrückt, schnell ging's weiter ... hinauf ! Hinter dem Ort führt der altbekannte Hohlweg hinauf gen Kalltalsperre. Erst seicht ansteigend, dann etwas mehr bissig. "Poah, janz schön wärem he !"

Pausenkings in Simonskall

Ausgelaugter Guide !
Der Bergkönig in Aktion !
Auelter Pfädchen
Im weiteren lief's dann wieder flüssiger. Über breitere Forstpisten ging's zur Kalltalsperre. Unterwegs trafen wir auf eine Herde Muffelwild. Gigantisch wie spielerisch die sich hier die Hänge rauf und runter buchsieren. Kann man als MTBler nur von träumen :) Vorbei an der Talsperre näherten wir uns weiteren Highlights. An der Simmerather Mühle bogen wir ins "Auelter Pfädchen" ein. Seeehr fein ! Zwar ging's auch ein wenig hinauf aber das Wegelein schmiegt sich schön an den Hang. Der nächste Pfad liess dann auch nicht lange auf sich warten. Wobei so wirklich Pfad kann man das auch nicht nennen. Es ging einfach immer weiter über 50cm breiten Betonk ! Und zwar entlang des alten Westwalls. Anfangs lacht man sich hier kaputt, je länger man jedoch auf dem Teil unterwegs ist um so schwerer wird es die Spur zu halten weil man irgendwie einen an der Klatsche hat durch das ständige auf den Betonk glotzen ! Insgesamt ging's so gute 2km weiter, sehr spassig !. Den Ausgang fanden wir bei Simmerath über ein weiteres nettes Pfädchen durch sumpfiges Gebiet. Über Holzstege ging'sin den Ort. 

Westwall Betonk Pfad
Bergkönig auf  Northshore für arme !
Downhill bei Huppenbroich
"Schöne Aussicht" ???
Trail hinunter nach Einruhr
Von dort schnell hinüber nach Huppenbroich. Hier suchten wir ein bekanntes Pfädchen auf. Eine alte Downhillstrecke zeiht sich hinunter ins Tiefenbachtal. Auch ohne die Hüpferei hatten wir hier eine Menge Spass. Weiter im Tiefenbachtal gingen dann doch einem der Herren die Gäule durch und er versuchte sich doch noch an der Hüpferei. Zur Belustigung der Folgenden übersah er nach einem "Hüpferli"eine Bodenwelle welche ihn zu abnormalen Fahrverhalten zwang. Lustig,lustig ! Nun sollte der letzte Akt folgen. Wir mussten nochmal hinauf. Immer am Hang entlang zog es sich über Waldwege mit herrlichem Panorama hinauf bis zur "Schönen Aussicht", gute 200hm über Einruhr gelegen. Die Aussicht dort warwirklich schön. Nicht so schön war die Schiebestrecke dorthin. Gute 35% über schmalen Pfad sorgten für Fussbetrieb und das leuchten der Reservelampe bei allen Teilnehmer ! Doch schnell war das vergessen, die Sonne kam raus, die Aussicht grandios und der folgende Serpentinentrail auch lecker. So rauschten wir in schnellem Tempo dem Ende der Tour entgegen. In Einruhr gab's dann auch kein großes gezetere, alle waren sich einig: eine Top-Tour !




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