20.03.2014

Zum Frühlingsanfang ein kleines Perlchen

Heute ist Donnerstag und ich habe Urlaub. Das Wetterchen steht 120% auf Frühling also mal wieder Zeit für Bike-Spektakel. Die letzten Wochen und Monate habe ich ja vornehmlich die Heimattrails unters Vorderrad genommen, es musste also nochmal etwas Abwechslung her. "Die Perle der Eifel" ist eigentlich ein recht schnuckeliges Touürschjen, für nen Vormittag jedoch etwas zu lang. Aber daraus lässt sich ja was machen, Karte studiert hier und da was abgezwackt und hier und da was unbekanntes eingefügt und schon stand ich in Einruhr am Start.

An der Erkensruhr
Bei muckeligen 13°C dämmelte ich los. Suchte als erstes den Höhenweg in Erkensruhr auf, hach watt herrlich hier. Et Sönnschje schien, de Trails waren "drüsch", da geht dem Bergradfreund doch des Herzchen auf. Bei Hirschrott der nächste Trail, ein herrlich Pfädchen führtemich wieder hinab bis an die Erkensruhr. Nun folgte erstmal wiederliche Forstpiste. War aber auch ganz ok bei dem Wettah.Fast oben legte ich nochmal ein Pfädchen dazwischen. Leider hat man auch hier mittlerweile die Schilder "Radfahren verboten" angebracht. Jaja immer das selbe leid im Nationalpark. seit Jahrzehnten darf man hier fahren und es interessierte keine Wurst und nu machense alle einen auf Urwald un sperren alles und jeden Pfad. Aber wo Radfahren verboten drauf steht kann ja schieben nicht verboten sein ;)

Schade !
Aber schieben darf man ja :)
Nochmal ein wenig hoch .... und schwups war ich vorbei am Forsthaus Rothe Kreuz. Bis hierhin hatten die strammen (weißen - igitt ! ) Bikerwaden gute 400hm auf läppische 10km weggestemmt. Ein recht ordentlicher Wert für ein Eifeltoürschjen. Nun machte ich mich im Fuhrtsbachtal ( nicht zu werwechseln mit dem gemeinen "furts" ) auf die suche nach den ersten zarten Narzissen. Die Wiesen waren noch kahl, doch hier und da sah man am Wegesrand schon kleine gelbe Triebe. Hab aber dann doch noch ein ausgewachsenes Exemplar erwischt, danke an den "Frühstarter". Nach kurzem Fotostop zog ich mir endlich die Wurzelbehandlung an der Höfener Mühle rein. Das erste mal mit 150mm Federweg und dazu noch staubtrocken. Man watt hätt dat jestübb he !

Ein erstes Narzisschen im Fuhrtsbachtal
Perlenachtalsperre
Nun ging's vorbei am Perlenbach bis zum gleichnamigen Stausee, was ein schönes Fleckchen Erde, muss ich immer wieder drauf hinweisen. Leider wird man mitterweile durch diesen ganzen "Ich-schredder-alles-im-sidewhip-mit-meinem-supadupa-siebenundzwanzigdreiviertelzollbike-enduro-light-freeride"-scheiß viel zu viel vom wesentlichen abgelenkt:einfach fahren und geniessen, so wiean de Perlenbach wa ! Genissen wollt ich dann als nächstes den Jahrhundertweg nach Monschau. Pustekuchen ! Ein Schild wies auf Forstarbeiten hin und zeigte auch gleichzeitig eine Umleitung. Nun gut, stiefelt man also 200m nen fiesen Anstieg hinauf um dann oben auf matschig geklopften Wegen bis fast nach Monschau zu ratten. Ganze Arbeit Herr Förster, vom Jahrhundertweg sind maximal die letzten 300m noch im alten Zustand. Der Rest wurde gnadenlos breit geklopft. Alle Achtung, das nenn ich mal Naturschutz !

Eifelblick in Monschau
Ganze Arbeit, Herr Förster !
Monschau war dann erstmal beim Eifelblick ein Päuschen angesagt. Wenn mann sich in der Sonne vorgestellt hätte man beisst in ne Bruscetta anstatt in nen PowerBar, es hätte leicht mediterranen flair gehabt hier. So, Rigel weggepackt, es folgte ein Treppenmassakker hinunter nach Monschau. Ganz schön eng wurds hier teilweise, im Stubejässje spuckten ich die Treppenstufen aus. Das nächste Pfädchen oberhalb dem Rosental hatte der Herr Förster mal wieder ganz schön hingerichtet, knöchelhoch lag hier noch der Prötes auf dem Weg. Hut ab Herr Förster,dashätten wir Mountainbiker in 100 Jahren mit 1000 Bikern nicht hinbekommen. In Richtung Rodelbahn Rohren wurden die Wege dann wieder besser. Die alte Sägemühle beim Schaumeiler begutachtet, dann warf ich mich in den Trail hinunter zur kluckbachbrücke. Supa Buaschi !

An der Uhusley
Hinter Dedenborn


Einruhr

Letzter Trail
Über die Brücke ging's rechte Hand gen Ziel bzw .Ende bzw. Einruhr. Nochmal hinauf auf die Uhusley, schönenn Gruß an die zwei fummler auf den Liegen, netter rosa Slip :) Kurz vor Hammer nahm ich diesmal nicht den bekannten Weg via Campingplatz sondern buchsierte mich noch einmal hinauf in Richtung Eicherscheid. In der "Haaserott" liess die Karte Pfädchen erahnen. Dem war auch so, aber leider nur ein kurzes Intermezzo, sonst nur breite Trekkerpisten. Egal, Landschaftlich war's lecker da oben.. So nu aber ab durch's Gemüse, zu Hause warten Frau und Kind. Über die Rur und nochmal ne zornige Rampe nach Dedenborn hinauf, poah watt han ich jedaut ! Auf zum letzten Akt, hinter Dedenborn wartete ein schnuckeliges Stück Pfad gefolgt von einem weiteren letzten Trailschmankerl direkt nach Einruhr hinunter. Das ganze in ein paar Serpentinchen,fein angelegt, herrlich garniert mit Sonne und 20°C. Dazu gibts nur noch eines zu sagen: Supergeil !




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