09.11.2013

Zwei dreckige Hunde - Schlammsuhlen in der Nordeifel

Hatten wir im November schon einen Tag ohne Regen ? Ich glaube nicht oder ? Ein kleiner Lichtblick im Wetterbericht war die Chance nochmal ein feines Toürschjen auszurufen. Der Köteralarm hatte aufgrund der Kurzfristigkeit "nur" einen Mitfahrenden ausgespuckt. Sodann wurde am Samstagmorgen der Wagen vorgefahren, es wurde ein Auswärtsspiel. Den Robinator aufm Beifahrersitz, dessen Utensilien zu meinen in den Kofferraum, ein wenig Autofahrt schon standen wir im Kalltal und besprattelten unsere Buxen mit feinsten Kalltaler Schlamm


Der Regen der letzten Tage hatte die Wege in Bachläufe verwandelt. Robin der pfiffige Fuchs hatte natürlich sein Regenbötzjen übergestriffen so das der Pöppes immer schöhn trocken bleibt. Ich nahm's wie ein Mann mit kurzer Bux und mit ohne Überschuhen, für Fango legense sonst in Neuenahr ne Stange Geld hin ! Das Kalltal verliessen wir dann über ne doch recht steile Auffahrt hinter der Mestrenger Mühle nach Vossenack. Die gestählten Waden tauten so langsam auf, war mit 7°C doch recht frisch am Morgen. Sodann suchten wir auch den ersten geschmeidigen Pfad bei Raffelsbrand auf. Gefunden ! Geschmeidig rauschten wir durchs Unterholz und umgingen ein verschlossenes Wildgatter. Dahinter versenkte ich erstmal meine Keule im knöchelhohem Morast. Sehr zur Freude des folgenden Pöbels der mich mit lautstarkem Gelächter ab strafte. Die entgegenkommende Reiterin hatte auch Spass über beide Backen.Normal hätt ich die da mal mit der Fott reinsetzen müssen, der Morast beruhte nämlich auf Tagelanger Malträtierung durch Pferdehufe und Regen ! Die taugen echt nur für die Salami die Gäule !



Naja, weiter ging's.Wir suchten den Fusspfad durch den Todtenbruch. Auch gefunden, nur leider gesperrt wegen Winter und Rutschgefahr. Wir vertrieben uns die Zeit bei der Umfahrung ein wenig mit Geschichten über im Moor versenkte Panzer. Auch ganz lustig ;) Hinter Raffelsbrand machte uns ein Landwirt auf die Nutzung seines Privatweges aufmerksam. Nach kurzemPlausch über alte Zeiten durften wir jedoch passieren, wer kann das auch solch sympathisch eingeschmierten Bikern verwehren. Der Trailriecher führte uns zielstrebig zum nächsten Trail. Und der war mal wieder vom allerfeinsten. Der Hasseblbachraben tat sich vor unsern Vorderrädern auf, ein nicht enden wollender Singletrail zieht sich wurmgleich über fast 6km Länge zur Dreilägerbachtalsperre hinunter. Wie immer sorgten die flutschigen Wurzeln für die ein oder andere Spasseinlage. Hier sei auch mal erwähnt das der neu auf dem Vorderrad montierte Hans Dampf seinem Namen alle Ehre macht,er leistetet sich nur wenig schwäche auf dem recht rutschigen Untergrund.



Mit breitem Grinsen spuckte uns der Trail dann an der Talsperre aus,ein wenig hinauf und dann durch den Struffelt. Hier dann doch noch eine Passage über Holzverbauten. Größte Schwierigkeit waren die hier und da angebrachten Geländer die nur so gerade lenkerbreit waren. Dernächste Trail folgte, wir nahmen die fährte des Eifelsteigs auf. Der spuckte uns wieder an der Talsperre aus wo wir zunächst die Kohlehydratspeicher in Form von Christstollen auffüllten. War auch bitter nötig, der Morast frisst ganz schön Körner aus den Schenkeln. Die Folgende Abfahrt war dann von der Kategorie "Schmierseife gepaartmit freiem Fall". Steil, verwinkelt,jedeMenge schräge Wurzeln und sau tiefes Geläuf machten den nahezu unfahrbar.Naja vielleicht nochmal im Sommer, diesmal wurde jedenfalls einiges per Pedes bewältigt. Unten nahmen wir den Aufschluss zum Nordwanderweg. Der zieht sich von Jägerhaus über Rott und Zweifall bis Vicht.Ein Trail folgt den andernund immer wie gewohnt tief morastig,Man was ne Schlacht !


Zwischendrin mal recht fluffig fahrbar aber größtenteils sehr kräftezehrend. Ziemlich am Ende ne üble Bierkasten-Senke die sich wie eine Wand vor einem auftürmt. In Vicht nahm das Trailmassakker dann ein Ende, wir bogen rechts in Richtung Wehebachtalsperre ab. Auf halber Höhe kredenzten wir uns nochmal ein paar Leckereien aus dem Rucksack. Es sollte sich auszahlen, denn die folgende Auffahrt zum Gottfriedskreuz saugte sich mal so richtig an uns ran. Was ein Matschmassakker. Das sorgte sogar bei dem einen oder anderen Mitfahrendem für emotionale ausrufe durch den Wald. Aber da hier ja keine Liftnutzer am Werke waren sondern eisenharte wintererprobte Köter brachten wir auch das mit Anstand hinter uns. Danach gabs allerdings eine Planänderung.Da uns wiedermal die zeit davon rannte wurde der ein oder andere Trail an der Wehebachtalsperre fallen gelassen und wir bahnten uns den direkten Weg nach Hürtgen.Aber auch der hielt noch Spektakel für uns bereit. Auf undnieder ging's zwischendrin nochmal über nen schönes morastiges Waldwegelchen und letztlich den Finalen Anstieg nach Hürtgen hinauf. Wurde auch Zeit, das Gesicht des Robinators nahm langsam Pferdekopfformat an. Sowieso hier nur Pferde unterwegs. Und alles von deren Köttel übersäht. Wird zeit das die mal wieder was Pferdefleisch unter den Hackbraten mischen !


Dann ging's für uns zwei nur noch bergab.Und diesmal wirklich, wir trudelten das Tiefenbachtal zurück zum Startpunkt hinunter aus .. und sauten uns nochmal so richtig ein. Hier wars auch nochmalzum Abschluss richtig schön cremig feucht. Abgekämpft kamen wir dann am Auto an. Waren zwar "nur" schmächtige 900hm aber der Boden sorgte für einen gewissen "Schlammfaktor" der auch ordentlich die Stengel entladen hatte. Also das ganze Geraffel mit Robins "Dörthwörker" gereinigt, verstaut und ab nach Hause. Wiedermal ne nette Runde in bester Gesellschaft gedreht.Wehrmutstropfen war der Schlamm, der Hasselbachtrail riss es jedoch noch raus !



1 Kommentar:

  1. Sieht nach einer Klasse Runde aus starte immer in einer anderen Ecke aber Hasselbach ist auch für mich ein beliebtes Ziel

    Gruß Stef

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