01.10.2012

Ein Tag Frei an der Mosel - Cochemer Spätlese

Unser diesjähriger Eifelcross führte uns ja bekannter Weise nach Cochem. Das hat mir so gut gefallen, das ich mir die Gegend Rund um den Moselort nochmal etwas genauer anschauen wollte. Rundherum gab es noch zahlreiche gestrichelte Linien im Hang. Wer mich kennt weis das mich sowas total kribbelig macht ;) Also packte ich die Wanderkarten, das Bike und mein GPS-Gerät ein um auf Entdeckungstour an der Mosel zu gehen. Geplant war einen Rundkurs auszutüfteln der das bekannte wildromatische Enderttal und ein paar Trails bei Cochem miteinander verbindet. Die Fahrt zur Mosel gestaltete sich schonmal recht frostig. 2,5°C zeigte das Außenthermometer an der Ahr. Nur gut das mein Dieselchen ne Heizung hat.


 


In Cochem angekommen ging's auch gleich los. Und wie ! Wei o wei da hat ich mir ja ne feine Anfahrt auf den Langenberg ausgesucht. Wer den nich kennt dem sagt der Tierpark Klotten vielleicht mehr, denn den streifte ich nachcher rechter Hand. Mit durchschnittlich 17-20% zog sich der Weg über gut 1,5km hinauf, dann wurds etwas flacher. Genau richtig zum warmwerden also. Weiter gestaltete es sich dann erstmal bis auf Fernsicht ins Moseltal relativ unspektakulär. Über Greimershof und Martentalerhof ging's hinter der Achatiushöhe wieder zur Sache. Ein Trail zog sich in "Kürvchen" mit Anliegern hinunter. Dem schloss sich noch ein weiterer Pfad bis zur Martentaler Kirche an. Hier buchsierte ich meinen Kadaver wieder hinauf. Mittlerweile wars auch recht warm, was nicht zuletzt auch an dem Lavabestreuten Weg lag.






In Leienkaul nahm ich die fährte des Grubenwegs auf. Das ist mal was lustiges, der zieht sich um und durch einen alten Schieferbruch. Erst kann man auf der Höhe den Blick in die Grube, sieht aus wie aufm Mond hier, dann kann man ein tolles Pfädchen hinunter in die Grube geniessen. Teilweise sogar recht anspruchsvoll das Gerät. Unten angekommen führt einen der Weg durch die Grube. Schwarzglänzend schimmern hier die Schieferplatten in der Sonne. Wären die Teile nich so schwer hätt ich mir was für den Kamin mitgenommen. Wat solls, weiter ging die Entdeckungstour. Der nächste Trail liess nicht lange auf sich warten.





Nach einer Bachquerung ohne nasse Füsse zog sich ein Pfad parallel zur Endert und später als Kreuzweg ( ja ich finde immer irgendwo einen ) wieder hinauf zur Martentaler Kirche. Da die Uferseite gewechselt und einen richtig flutschigen Trail hinunter. Moos auf Stein ist keine gute Mischung für Experimente. Unten spuckte mich der Pfad genau über dem Endertwasserfall auf einer kleinen Holzbrücke aus. Ab hier war mir die Strecke aus dem Eifelcross bekannt. Ich zog aber nicht ohne das obligatorische Foto vom Wasserfall von dannnen. Hab sogar ne halbwegs fahrbare Variante hinunter gefunden.





Nun folgt für einige Kilometer ein Trail am andern. Einfach herrlich das Tal hier. Die Herbstsonne tat ihr übriges zum herrlichen Bild dazu. Wär ich nich son kernharter Eifler ich würde glatt zur Romantiksau ;) Wie bekannt ging das Pfädchen mal mehr oder weniger fahrbar vorbei an einigen mehr oder weniger gut erhaltenen Mühlen. Die Kletterziegen hatten diesmal frei, jedenfalls hatte ich keine gesehn. Sind wie die Friseure halt, immer Montags frei ! Weiter und weiter zieht sich der Trail immer am Bach entlang. Zwischendrin hatte ich dann zwei Dinge als "Verlust" zu buchen. Erst gab meine Kamera mal wieder den Geist auf, dann fädelte ich mit dem linken Arm am "Moschendrähtzäun" ein und riß mir ne fünf hinein. EInfach zu schmal der Pfad für Kerneifler !

   


Irgendwann hatte das Trailmassakker an der Weissmühle ein Ende. Puh watn Fest, darauf erstmal ne Pause. Den nun folgte nochmal strammes "Wadengeknechte". Es lagen nochmal drei Hügelchen vor dem Vorderrad. Ohne Mampf kein Kampf ! Hügelchen No. 1 war der Anstieg zur Winneburg. Zäh aber gut tretbar, oben nochmal kribitzig das Schweinchen. Die Burg entschädigte mit herrlichem Blick auf Cochem und die Mosel und einem Trail hinunter zum Winzerhaus. Am Ende für mich unfahrbar verwinkelte und rutschige Steinstufen. Anstieg No.2 war dann mal son richtig zähes Ding. Die hatten hier den Boden umgegraben, da fühlte sich Kurbeln wie Kaugummikauen an. Aber nicht's was mich im Entdeckungswahn aufhalten könnte. Oben dann die Wilhelmshöhe. Diesmal ohne große Aussicht dafür mit einem herrlichen Trail der mich an einem Sportplatz mit Hubschrauberlandeplatz ausspuckte. Was die hier wohl spielen ?





Es stand der finale Anstieg an. Der war nochmal so richtig herzhaft. Ein Pfädchen zog sich die Victoriahöhe hinauf. Alta jetz wird's eng. Der Puls am Kröpfchen, die Waden so dick wie römische Tempelsäulen. Nur nich klein kriegen lassen. Treten, treten, treten. Dann war auch dieses Hügelchen kleingehackt. Hinterm Forsterhof warf ich mich in die Abfahrt. Das Märtschelttal stand an. Herrlich sag ich nur ! Erst als schnuckelig ausgesetzter Höhenweg geht's dann bächtig rutschig steil über Brücken und Stein hinunter nach Cochem. Ein würdiger Ausklang. Ausklang ? Einen hab ich noch. Vorbei an der Reichsburg Cochem hatt ich noch in den Burggärten ein Pfädchen gefunden. Das spuckte mich auf den Fussweg zur Burg wieder aus, den beamte ich mich dann hinunter zurück in den Ort. Da konnte ich dann getrost sagen "Abe Fertisch !". Nach gut 43km und 1600hm war's geschafft. Eine harte aber schöne Tour an der Mosel. Mal sehn wann ich die den Kötern zum Fraß vorwerfe ;)

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