17.06.2013

Randonnèe in Jalhay

Der Begriff Randonnèe steht im französischen für Ausflug oder Wanderung. Einen solchen Ausflug machten die dreckigen Köter heute nach Jalhay, den dort hatte der örtliche Sportverein zur "Randonnèe" ausgerufen. Das ist sowas wie in Deutschland eine CTF, wer das kennt.  Die sind in Belgien recht beliebt und da ich auch schon die ein oder andere dort mitgefahren bin wurd's mal Zeit die Köter mit hier hin zu schleifen. Wer die belgischen Wälder kennt weiss das hier nicht mit Trails gegeizt wird und so wurden wir auch diesmal nicht enttäuscht.
 

So, dann kanns ja losgehn. 4€ Stratgeld abgedrückt und in die Pedale gehauen. Nach kurzem einrollen schossen wir auch schon in die ersten Trails. Auf und ab, verwinkelt und verwurzelt schossen wir duch die belgsichen Wälder. Immer begleitet von andern Bikern die sich üblicherweise in Belgien in zwei Gruppen aufspalten: die "Oldschool-Understatement"-Biker mit Baumarktsrad, Turnschuhen und Kalimerohelmen und in die sogenannten "Belgischen Spazierstöcke" mit Carbon Hardtail im Renndress. Letztere wurden zum Teil überbewertet, erstere oft unterschätzt. Egal, hier ist jedenfalls für jeden was dabei und alle dämmelten friedlich durchs Gemüse.

 

Durchs Gemüse ging's dann auch teilweise recht feucht. Manchmal auch sogar so feucht das sich richtige Schlammlöcher bildeten. Das sorgte hier und da für Stau, da zimperliche Teilnehmer versuchten das Bike drumherum zu schieben. Unz Dieter jedoch wollte den Jungs mal zeigen wie kernig doch echte Eifler sind und parkte sein Nukeproof mal direkt in solch eine Schweinesuhle frei nach dem Motto:"Schlammproof !". Da das Bike jedoch irgendwann die unart hat entweder nach links oder rechts umzukippen kam Dieter in Versuchung doch einen Fuss abzusetzen. Dieser dankte es ihm mit einem saftigen "Schmatz" und versank in gut 30cm Prappe. Da der Dieter aber so ein schlauer Fuchs ist hatte er den Schuh wohlweisslich ordentlich am Fusse festgezurrt, da dieser sonst mit Sicherheit in den untiefen dieses Moores stecken geblieben wäre. Er hatte die Lacher jedenfalls auf seiner Seite !

 

Nachdem sich unser Zwerchfell wieder etwas beruhigt hatte ging das Trailgemetzel weiter. Auf und nieder, immer wieder. Vorbei an Flüssen, durch Bäche hindurch, über Brücken, vorbei an tollen alten Häusern über Stock & Stein, über Wurzelteppiche und durch allerlei Prötes. Herrlich ! Einfach alles dabei was der Biker braucht. Dazu brannte uns die Sonne schön in den Nacken. Hin und wieder eine Verpflegungsstation, hier und da ein Plattfüsschen. Auch hier wurde für Abwechslung und lacher gesorgt. Erst wurde der 24 Zoll Schlauch versucht auf die 26er Felge zu ziehen, dann wurde mit dem Reifenheber der gerade neu erworbene 26-Zollschlauch durchlöchert. Einer wurde vom gemeinen Ginsterstrauch abgeworfen was ihm den Titel "Trail-Tolpatsch des Tages" einbrachte.

 

Viel zu schnell verflogen wieder die Kilometer, so näherten wir uns unserem Startpunkt in Jalhay. Dort genossen wir nach ein wenig Bikepflege noch eine belgische Bratwurst in der Sonne und zogen dann kaputt aber glücklich von dannen. Herrlich, einfach eine super Tour was die Bämmese da zusammen gezaubert haben. Unglaublich auch wieviel Angagemente dort von den Hilfskräften kommt. Da wird sogar mal der Verkehr gestoppt. Das wird bestimmt nicht unsere letzte Rando sein dieses Jahr !

 

Schönen Gruß auch an "Grüne Hölle Kronenburg", schön euch nochmal auf dem Bike zu sehen !


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