08.07.2012

Dreckiger Köter meets Tour der Hoffnung

So, erstens kommts immer anders, zweitens als man denkt. Eigentlich wollten wir diesjahr mal Pause machen mit Tour der Hoffnung. Staus vor Trails und Horden von Bikern hatten die einzigste Begeisterung für dieses Event ein wenig verblassen lassen. Geplant war ne Tour in Einruhr mit feinsten Trails bis Monschau und zurück. Nach dem ersten Blick aus dem Fenster morgens um sechs war mir eigentlich direkt klar das das wenig Sinn macht. Gewitter und Starkregen prasselte vor dem Fenster herunter. Nach dem Blick auf's Wetterradar war keine Besserung in Sicht. Die Tour in Einruhr wurde also kurzerhand abgesagt. Die ist einfach zu schade um sie im Matsch auf nassen Wurzeln abzurutschen. Aufgehoben ist nicht aufgeschoben. Abr son Sonntag ohne biken ist wie Heiligabend ohne Weihnachten... hä ? Also kurzerhand mal rumtelefoniert und die Meute die noch Lust hatte dennoch zur Tour der Hoffnung zusammen getrommelt. Zu viert reisten wir dann also im Regen nach Wiskkirchen, bewusst was uns dort erwarten würde.


   

Am Start waren die Biker schon mannigfaltig mit Startvorbereitungen beschäftigt. Wie immer schoben hier kackstelzen sündhaft teuere Kohlen durch die Gegend und die strammen Waden standen mit dem üblichen Kernschrott am Start. Echte Biker erkennt man halt nicht an dem was sie fahren. Die Schgodd-Fragtion aus dem Nachbarort sowie viele andere bekannten Gesichter ( das ein oder andere mit mehr oder weniger Eisen drin ) standen auch am Start. Schon alleine deswegen lohnt eigentlich die Anreise um mit all den Leuten die man alle jubel Tage mal sieht ein bisschen Blödsinn zu quatschen. Nachdem wir uns in den Lahmschnecken-Block für die lange Tour einsortiert hatten, schlotterten der Guidin en wenig die Knie. "Keine Angst die wollen nur spielen" schon war die Dame beruhigt. Nachdem dann auch Chef-Einschreier Klinki seine einweisenden Worte losgeworden war eierten wir los.

   

Über Burg Feynau zur ersten Schüsselstelle vor Satzvey. Eine fiese Senke von gut und gerne 1,35m sorgte für den ersten Stau des Tages. Puh, geschafft ! Weiter nach Satzvey in den Mechernicher Wald. Unterwegs wieder eine Schüsselstelle nach der andern. Umgelegte Bäume sorgten für fahrtechnische Herausforderungen der besonderen Art. Auf dem Weg zu den Katzensteinen sorgte die Rennradfraktion beim durchfahren einer Pfütze für allgemeines gelächter. Tja Pfützen im Wald sind halt nich von unten drunter geteert ! Dann kam der Killertrail an den Katzensteinen. Ich postierte mich als Papparatzi um den eine oder anderen fliegenden Biker aufzuschnappen. Das ganze lief jedoch alles ohne spektakulären EInlagen ab so zogen wir gen Heide von dannen. Diese erreichten wir über Trails beim Hochwildschutzpark. Hier fabrizierte ich dann beim Sprung in eine Pfütze einen Durchschlag vorne. Platt ! Das hat man dann davon, egal muss ma halt flicken. Guide Klinki un der Kollesch von Daun hielten mit mir die Stellung. Gerad geflickt war die 35er Gruppe auch schon da. Der Kollesch von Daun flickte der Freundin noch die Schaltung wir versuchten wieder auf die "große" Runde aufzuschliessen.

   

Eine Steilabfahrt nach Schaven und ein wenig geboltze am Zaun des Hochwildschutzparks entlang hatte ich sie dann in Kommern Süd wieder bei. Hier den Trail an de Tennisplätz runter und auf der andern Seite die Rappelspiste zum Haus Hombusch eroppe. Weiter und weiter hinauf bis nach Weiler a. Berge. Zwischenzeitlich setzte auch immer wieder der Regen ein, mal mehr mal weniger. Ejal, war eh schon Nass. Hinter Weiler gabs dann am Stockert watt zwischen die Kauleiste. Schmeckt jut sone Regendurchweichte Waffel, muss ma gar net mehr kauen. Däm ehn sing Kett noch schnell jeflick un wigga jing et. Volles Rohr ins Eschweiler Tal. Dank nicht vorhandenem Scheibenwischer mit null, in Zahlen 0, Sicht dank Dreck im Auge. Ejal, muss ma durch. In Heinotown ging's dann nochmal was länger hinauf. Wurd auch Zeit war kalt geworden durch den Fahrtwind und Regen. Zielstrebig wurde das Downhill Highlight zwischen Steinbach und Heinotown aufgesucht. Der A-Trail. Ein Fall für den Papparatzi ! Zielstrebig postierte ich mich mit meiner Digicam an einer S6 Schlüsselstelle. Schon rauschten mir die Teilnehmer vor die Linse. Auch hier jedoch ohne spektakuläre EInlagen. Gut so !

   

Der Rest war dann relativ schnell und einfach abgespult. Über den Hardtwald ging's nochmal in den Kreuztrail. Die Serpentinen meisterten die Teinlehmer teils zu Fuss teils sitzend. Bevors Stau gab räumte ich das Feld und schoß nach Kreuzweingarten. Nun nur noch durch den Billiger Wald beim böhsen Förster vorbei und schon schoßen wir gen Ziel. Kurz vorher nahm die Rennradfraktion nochmal maximale Schräglage ein. Nix passiert, alle kamen heile ins Ziel, so soll das sein ! Nach nem Kaltgetränk, der durchnässte Körper will auch von innen Nass gemacht werden, ging's dann nach Hause. Nicht ohne eine kurze Einkehr auf dem Dorffest in Schaven. Hier kam dann auch endlich die Sonne mal richtig raus. Wir genossen ein paar Stubis und ne Bratwurst wobei wir von den Einheimischen mit großen Augen angeschaut wurden. Warum ? Hab ich da was im Gesischt ?

   

Fazit: Nachdem die Stimmung am morgen erstmal unter Null war hatten wir dennoch mächtig Spass. Müssen halt eben nicht immer die ausgeklügelsten Dinger sein, man kann auch Spass im Regen mit Matsch und massig Leuten auf vollgestopften Trails haben. Man muss es nur zu nehmen wissen. Dank an die TDH für den lustigen Sonntag




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