13.05.2012

Dreckiger Köter vs. Wollseifen

"Da wo früher geballert wurde wird heute gebiket", so könnte der Slogan für die heurige Tour gewesen sein. Für Sonntag hatte ich noch flux ein paar Köter zusammengetrommelt und schon schwebten unsere Astralkörper auf grobstolligem Gummi daher. Mit dabei diesmal Andrea, die hatte sich ein Canyon gekauft, kam vom Rennradfahren und war auf's MTB fahren heiß wie Frittenfett. Also auch mal Gelegenheit jemandem aus der Renrradliga zu zeigen was wirklich "schöner Radsport" ist !


   

Los ging's wie immer ab Kommern. Wir buchsierten uns zunächst im lockeren Trab auf den Kohlweg, bei der Hütte schlugen wir dann den Weg zum altbekannten Eulenweg ein. Nach ein wenig fachsimpelei wie denn nun die letzte Rechtsecke zu fahren ist beschlossen wir das wir sie dann doch nicht fahren können und dängelten weiter. In Gemünd folgte der feine Anstieg auf den Modenhübel. Durch herrliche Landschaft und über ein liebliches Bächlein machten wir uns an die schön zu tretende Rampe. Andrea merkte man hier ihre Rennraderfahrung an, sie dämmelte mal gleich vornweg. Oben angekommen genossen wir kurz das Panorama gen Gemünd bevor wir uns dann in Richtung Vogelsang aufmachten.


In Wollseifen packten wir manigfalitig Fressalien aller Art aus. Hier wurde neben dem Studium der Ortsgeschichte und der übrig gebliebenen Kirche das ein oder andere Brötchen verdrückt. Der Rennradriege wurde auch ein Riegel spendiert, war die doch recht spartanisch ausgerüstet. Weiter ging's über herrliche Wiesenwege mit supa Paranaoia oder wie das heisst. Dann stand da wieder son komisches Schild mitm Rädchen drauf und nem roten Balken durch, keiner wusste was damit anzufangen also fuhren wir auf leisen Sohlen wieter. Es folgte ein schöner Trail über ein paar Holzstege, dann ein Trail schön verschlungen mit auf und ab und dann direkt noch einer mit dreit fein zu fahrenden Serpentinen. Ausgespuckt hat uns dieses Trail-Trio dann in Einruhr.

       

Weiter über ein wenig Eifelsteig ging's in den nächsten Trail. Den erreichten wir über einen steilen Pfad mit fiesem linksknick. Der Trail erwies sich für den ein oder andern auch etwas bockig, war er doch recht ausgesetzt und mit einer hinterhältigen Senke ausgerüstet. Aber Köter wären nicht Köter wenn sie auch das meistern. Über den schönen Uferweg am Obersee erreichten wir nach kurzer Schiebepassage die Urftstaumauer. Hier wurde wieder kurz ein Fressstop eingelegt. Die Rennradfraktion schien noch positive Kalorienbilanz zu haben und nutzte die ortsansässige Schaukel zum abbau weiterer Kolonien oder wie dat heisst.



Es wartete nun noch der letzte ernst zu nehmende Anstieg auf uns. Der war aber eher von der zahmen Sorte. Wir fuhren denn herrlichen Hangweg auf den Kermeter, schön gleichmäßig mit wenig Steigung zeiht er sich immer schön nach oben. An dessen Ende steuerten wir gen Wolfgarten und wieder zurück zur Kohlweghütte. Hier drückte die Rennradfraktion dann wieder auf die Tempotube. Aber Köter wären nicht Köter wenn sie auch hier nicht jeamdem hätten, der das Lasso auswerfen kann um die gestählten Waden wieder einzufangen. So plänkelten wir den Rest der Tour daher um schlussendlich wieder im Gewusel des Kleintiermarktes in Kommern nach Hause zu finden. Tolle Tour mit tollen Mitfahrer(innen) und tollen Trails. Feinste Sonntagsbeschäftigung würd ich mal sagen,oder ?


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