09.10.2011

Sonntagstoürschje zu Burg Vogelsang

Boha wat fürn Wetterbericht ! Ausgestattet mit Neoprenanzug und Schwimmflossen stand ich Sonntagmorgen bereit für eine Tour durch dicksten Regen im Wohnzimmer. Vielleicht hätte ich vorher mal die Rollade hochmachen sollen, denn draußen schien fröhlich fein die Sonne. Also Neopren runter und Bikeshort an. Brötchen holen, uha 5°C is doch watt kalt. Also noch die Softshelhyperfunktionssupadupawarmkaltnachtrocken-Jacke vom Aldi angezogen und zum Biketreff gedämmelt. Da standen schon acht stramme Bikerwaden und ihre vier Besitzer bereit zur Schlacht. Einer kam wie immer ne Minute später weil's einfach immer einen geben muss der ne Minute später kommt. Dann zogen wir los die Burg Vogelsang zu erstürmen.


   

Doch was war das, im Eickser Wald sprang uns von unten son komisch braun, klebrig, glibberiges Zeug von unten an ! Sollte das etwa Matsch sein ? Neeiiiin kann doch nich sein, das hab ich den ganzen Sommer noch nich gesehn wieso sollte es gerade jetzt auftauchen ? Äh weils gestern vielleicht geregnet hat ! Regen ? Watt ös datt dann ?

Weiter dämmelten wir gefühlt 2000hm in Wahrheit 200hm die Lukasheide bis nach Wolfgarten stetig hinauf. Dazwischen der ein oder andere liebliche Pfad mit der ein oder anderen Pfütze. Hier trennte sich die Gruppe gleich mal in die "Umfahrer" und "Draufhalter" dementsprechend sahen dann auch die Klamotten aus. Spätestens nach der feinen Abfahrt von Wolfgarten zum Urftsee war dann aber kein unterschied mehr feststellbar. Das schmale Pfädchen schlängelte sich herrlich feucht zum Uferweg hinunter. Unten gings dann nach Brille putzen und pinkeln über die Golden-Gate der Eifel den allseits belibeten Anstieg zu Burg Vogelsang hinauf. So gestaltete sich die Eroberung der Burg dann wenigstens ein wenig zäh.


Oben genossen wir erstmal das hart erkämpfte Panorama. Durch die Menschenmassen glich das Forum hier ein wenig der Domplatte, nicht zuletzt auch wegen ner Gruppe die sich gegenseitig nen gelben Ball zuwarfen. Sachen gibts ! Weiter ging's dann nach Herhahn und dort ruuuuuuunter. Frei laufende Hunde zwangen uns dann den Bremsfallschirm auszuwerfen, sonst hätten wir aber auch vermutlich den Einstieg zum Trail verpasst. Der spuckte uns bei Hohenfried aus worauf der nächste Pfad mit ein paar mehr oder weniger kniffeligen Passagen nach Gemünd brachte. Von dort wurd's dann etwas gemütlicher. Ging zunächst am Ufer der Urft entlang und dann nochmal in einen Anstieg nach Voißel.



Hier plagte mich irgendwie mein Rücken ein wenig. Dann ein wenig mehr und dann noch was mehr. In der hälft musste ich doch mal kurz absetzen und teilte den anderen mein zwicken mit. Die Situation glich daraufhin einer Selbsthilfegruppe zur Schmerzlinderung. Jeder gestand auf eiunmal unter bitterlichsten Gesichtsausdrücken sein Rücken, Knie oder Sonstwasleiden. Einzig die zwei Gesichtsältesten schauten sich verdutzt an und meinten "...könneme jetz wigge fahre !" "Könne me!" Rücken war nach ein wenig Entspannung wieder brauchbar und los gings wieder.

Von Voißel flux durchs Schliebachtal bis nach Gleäähn. Da dann nochmal ein kurzes Knippchen hinauf und schon waren wir wieder in Huastel. Der Robinator forderte hier noch den Hubinator zum tretduell. Die Zielkamera stellete doch tatsächlich einen Vorsprung des Robinators Vorderrad von 0,00001 sec. fest. So ist das leben, eben noch im Anstieg nach Eschweiler kurz vorm Sterbebett und nu schon den Hubi plattgemacht. Wo soll das noch hinführern lieber Herr Robinator ?


   

Paar Meter weiter buchsierten wir uns dann am Flohmarkt und Kommerner See vorbei zurück ins schöne Kommern. Fazit der Tour: erstens kommts immer anders und zweitens steiler als man denkt ! Echt schöne Tour mit lustigen Mitfahrern bei herrlichem Herbstwetter, was will man mehr ? Zum Glück liegen die Meteorlogen auch mal falsch.


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